Lüfter an externem Netzteil schalten

  • Hallo,


    ich würde mit meinem RPi gerne einen Lüfter schalten, der an einem externen Netzteil angeschlossen ist. (D.h. nicht am Netzteil des RPi hängt).


    Der Lüfter soll dabei zwischen 5V und 12V (Spannung ext Netzteil einstellbar) bei ca. 100mA Stromaufnahme laufen.

    Optimal wäre wenn ich bis zu 150mA oder mehr schalten könnte.


    Da ich zwei Spannungsquellen habe, denke ich, dass hier ein Optokoppler sinnvoll wäre.


    Kann mir jemand von euch einen IC empfehlen, mit dem ich über einen 3V3 GPIO Pin den Lüfter steuern kann?

    Wenn etwas anderes wie ein Optokoppler Sinn macht, bin ich für Vorschläge natürlich offen und dankbar.


    Grüße,

    Peter

  • Eigentlich eine einfache Aufgabe, sofern der Lüfter ein normaler Gleichstrommotor ist.

    Wenn du zur Sicherheit einen Optokoppler dazwischen schalten willst, kannst du das machen - zwingend nötig ist es nicht. Ein 817 Optokoppler und ein Widerstand von 680-1000 Ohm für die LED des Optokopplers passt.

    Hinter den Optokoppler schaltest du einen Transistor, der den Motor schaltet. Der Klassiker BC547 ist etwas schwach auf der Brust (100 mA) - schau mal nach einem, der mehr Strom verkraftet. Und vergiss nicht, eine Freilaufdiode parallel zum Lüfter einzubauen, sonst haut es dir beim Abschalten vielleicht den Transitor kaputt.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • Hallo,


    Danke für den Vorschlag.

    Kann ich wirklich einen Transistor benutzen, der vom RPi an einem Netzteil einen Stromkreis an einem anderen Netzteil schaltet?

    Gibt es da keine Probleme mit möglicherweise unterschiedlichen Potentialen der beiden Netzteile?


    Grüße,

    Peter

  • Hallo,


    da an dem externen Netzteil auch schon andere Sachen hängen (z.B. Relais mit Spulen) möchte ich die Stromkreise getrennt halten. Also wirds ein Optokoppler mit Transistor, einen BC517 habe ich noch da und versuchs mal mit dem. Das ist ein Darlington-Transistor, der bis zu 0,5A schalten kann.


    Ich habe zwar schon einen Lüfter (ohne PWM), aber sollte das PWM-Signal nicht auch der Betriebsspannung des Lüfters angepasst sein? Vom RPi kann ich ja "nur" max 3V3 aus dem PWM-Pin bekommen.


    Grüße,

    Peter

  • Ich habe zwar schon einen Lüfter (ohne PWM), aber sollte das PWM-Signal nicht auch der Betriebsspannung des Lüfters angepasst sein? Vom RPi kann ich ja "nur" max 3V3 aus dem PWM-Pin bekommen.

    Das ist eine berechtigte Frage, die Dir allerdings nur das Datenblatt eines solchen Lüfters beantworten kann. Dennoch grundsätzlich ein richtiger Gedanke.


    Zur Potentialfreiheit per Optokoppler... Eine Trennung ist bei solchen Aufgaben immer gut, wenngleich nicht immer notwendig. Mit einem ULN 2803 besäßest Du gleich 8 Deiner Darlington-Transistoren in einem Gehäuse. Dies nur, falls Dir irgendwann der eine BC517 nicht mehr ausreicht... Ob da nun ein Optokoppler davorgeschaltet ist oder nicht, daß ist Geschmackssache. Wie eine solche Trennung aussehen könnte, daß kannst Du z.B. in den Schaltplänen des >>> "Hubo Opto 3.0" <<< nachschauen.

  • Ich habe zwar schon einen Lüfter (ohne PWM), aber sollte das PWM-Signal nicht auch der Betriebsspannung des Lüfters angepasst sein? Vom RPi kann ich ja "nur" max 3V3 aus dem PWM-Pin bekommen.

    Nach meinem Verständnis haben die Standardlüfter nach Intel-Referenzdesign eine Transistorschaltung eingebaut (max 5mA an Control) und für das Schalten reichen 3,3V (bei obigen Standarddesign).

  • möchte ich die Stromkreise getrennt halten

    Es sind ja trotzdem getrennte Stromkreise, nur mit einheitlichem Bezugspotential GND.

  • Hallo,


    nochmals Danke für die vielen Beiträge.

    An meinem zweiten Netzteil betreibe ich schon mehrere 230V Relais (über einen ULN2803), hier habe ich mehrfach schon gelesen, dass die galvanische Trennung für die Relaissteuerspannung sinnvoll sei und Probleme mit dem RPi verhindert.

    Ich werde daher die Variante mit Optokoppler und Transistor umsetzen, dann kann da nichts schiefgehen.

    Da ich den ULN2803 schon voll belegt habe und meine Verbraucher recht viel Abwärme erzeugen, möchte ich einfach noch einen Gehäuselüfter einbauen und steuern können, d.h. mehr als einen Transistor brauche ich voraussichtlich auch nicht mehr.


    Grüße,

    Peter

  • Wie wäre es mit einem Schaltplan deiner bisherigen Planung?

  • Wenn man nicht selber basteln will und die Schaltungen galvanisch getrennt seinen sollen, könnte man auch einen PhotoMOS nehmen. Der hat leider seinen Preis aber man braucht nur noch einen Vorwiderstand u. eine Freilaufdiode ( falls der Lüfter nur ein Motor o. Elektronik ist ). Ansonsten baut man sich halt aus einem Optokoppler mit einem Transistor o. MosFET bzw. einem kleinem Relais ( z.B. kleines Reedrelais ) was selber. Eine andere Option wäre noch, das sich der Lüfter ( ohne RPi Ansteuerung ) autom. je nach Temp, im Gehäuse ein- bzw. ausschaltet.

  • (Daß mit dem scharfen ß, daß man immer benutzen muß, wenn daß nach einem Komma kommt, daß ist ja eine bekannte Schulweißheit. Trotzdem muß ich mir daß noch mal durch den Kopf gehen laßen... ;) )

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  • (Daß mit dem scharfen ß, daß man immer benutzen muß, wenn daß nach einem Komma kommt,

    Wenn schon, dann richtig. Zitat aus dem Link im Post danach: " Regel Nummer 2: Es gibt keine Regel, die besagt, dass nach einem Komma immer "dass" steht!

    Ich fülle das Wasserglas, das halb leer ist."

  • Wenn schon, dann richtig. Zitat aus dem Link im Post danach: " Regel Nummer 2: Es gibt keine Regel, die besagt, dass nach einem Komma immer "dass" steht!

    Ich fülle das Wasserglas, das halb leer ist."

    Kann es sein, das du kein besonderes Näschen für Ironie haßt?

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • da an dem externen Netzteil auch schon andere Sachen hängen (z.B. Relais mit Spulen) möchte ich die Stromkreise getrennt halten.

    nimm einen Opto, machs dir einfacher der AQV252g ist ein Photomos Relais eigentlich ein Optokoppler, der kann direkt aus dem PI GPIO mit 3mA betrieben werden ohne Treiber davor also nur mit Vorwiderstand für die IR LED rechnen wir 3,3V PI - 1,25V IR LED ~2V/3mA = 680 Ohm Vorwiderstand

    820 Ohm wird auch klappen, auf der anderen Seite kann der AQV direkt min.1A schalten wenns gewünscht wird, weniger geht immer.

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • nimm einen Opto, machs dir einfacher der AQV252g ist ein Photomos Relais eigentlich ein Optokoppler, der kann direkt aus dem PI GPIO mit 3mA betrieben werden ohne Treiber davor also nur mit Vorwiderstand für die IR LED rechnen wir 3,3V PI - 1,25V IR LED ~2V/3mA = 680 Ohm Vorwiderstand

    820 Ohm wird auch klappen, auf der anderen Seite kann der AQV direkt min.1A schalten wenns gewünscht wird, weniger geht immer.

    Hallo,


    die Idee gefällt mir auch sehr gut.

    Allerdings sind die 3mA für die LED im Datenblatt als Maximalstrom angegeben, Minimalstrom sind 0.55mA.

    Ich würde daher eher einen Widerstand im Bereich 1K bis 1K5 nehmen, um bei rund 2mA Strom für die LED zu bleiben, oder irre ich mich da?


    Grüße,

    Peter

  • Allerdings sind die 3mA für die LED im Datenblatt als Maximalstrom angegeben, Minimalstrom sind 0.55mA.

    Ich würde daher eher einen Widerstand im Bereich 1K bis 1K5 nehmen, um bei rund 2mA Strom für die LED zu bleiben, oder irre ich mich da?

    3mA als max Strom?

    https://www.jameco.com/Jameco/Products/ProdDS/991220.pdf

    wäre mir neu


    LED forward current max. 50 mA Seite 2

    Rds ON bei 5mA 0,08 Ohm bis 0,12 Ohm


    Test war bei 5mA für 1A schalten, aber probiere es.


    ICH würde der LED schon 3mA spendieren zumal das für den PI OK ist.

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
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    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)