SSD vs USB-Stick vs SD-Karte bezüglich der Schreibzyklen

  • Moin zusammen,

    nach dem mir mal wieder eine SD-Karte kaputt gegangen ist, ich vermute normaler Verschleiß durch zu viele Schreibzugriffe, habe ich mir überlegt ob eine SSD oder ein USB-Stick besser geeignet sind.

    Ich nutze den Speicher (32 GB) als "Tausch Laufwerk, mini Cloud" für diverse Anwendungen. Konkret schiebe ich dort meine CAD Zeichnungen hinein, Bilder, Videos und auch die Calibre Datenbank ist auf dem Speicher.

    Ich frage mich sind die Schreibzyklen bei einer SSD wesentlich höher im Vergleich zum USB-Stick bzw. SD-Karte?

    Ich lege kein Wert auf eine technischen Diskussion über SLC, bzw. TLC sonder mit interessiert einfach mal eure Erfahrungen.


    Grüße

    Raspberry pi 4, pi 3 Model B , Zero WH , NodeMCU

  • Das ist relativ einfach.... die Zellen sind fast überall gleich oder zumindest ähnlich..

    Aber .. SD-Card und USB Sticks sind für Kamera-Handy etc. ausgelegt,.. wenig schreiben viel lesen.

    Und bei SSD weiss der Hersteller, daß sie zum Schreiben gebraucht werden.

    Also optimierter Controller und mehr "Ersatzzellen".


    Denn die Zellen gehen nicht durch Lesen oder Schreiben defekt

    SONDERN beim Löschen, dafür muss eine Spannung von > 10V angelegt werden, und dabei geht immer etwas von der Isolations-Substanz verloren.

  • Hi Ralle,


    kurz gesagt: JA, SSD sind haltbarer. USB Sticks nicht. Die sind wie SD Karten.


    Das einzige mal, wo mir ne SSD kaputt ging, ist weil der Controller kaputt gegangen ist.

  • Naja, die Diskussion hatten wir hier schonmal. Genau weiß das niemand, es ist imho schon ein Unterschied, ob Platz zur Wärmeverteilung/-abgabe vorhanden ist oder auch nicht. Gefühlt halten mSD Karten schlechter als alles andere.

  • Die Haltbarkeit ist, aufsteigen: SDHC >= USB -Stick=> SSD

    Denn SDHC-Karten waren, in der Definition, nur als Ablage von Bilder gedacht, nicht als Massenspeicher

    Bei USB-Stcks war, besonders in den letzten Jahren, das häufige Schreiben, schon eher im Blickfeld der Entwickler (besonders, das sie als Austauschdatenträger mit Schreiben-Löschen-neu schreiben benutzt wurden)

    und SSDs sind einfach der digitale Ersatz der analogen Festplatten.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Es gab mal einen Artikel über die verschiedenen Flash-Datenträger in der c't

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Dann habe ich auch noch einen c't Bericht zu USB-Sticks aus Handy-Recycling


    Frische USB-Sticks mit alten Daten


    Mittlerweile bin ich der Meinung, wenn man Pech hat erwischt man eine schlechte Charge eines Stick's bzw Karte z.B. dem Recyling oder man hat Glück und bekommt 1A Qualität. Der Preis ist kein Garant Qualität aber bei zu kleinen Preisen kann man keine Qualität erwarten. Und ich hoffe das im allgemeinen die Qualität bei einer Marken SSD höher ist.

    Danke für eure Info's und Meinungen.

    ... und immer schön 1,5 Meter Abstand halten. In diesen sinne, Gesundheit.

    Raspberry pi 4, pi 3 Model B , Zero WH , NodeMCU

  • Was ich mal irgendwo gelesen habe (ja, ich weiß, keine wissenschaftliche Zitierweise): Ausschlaggebend sind die Controller. Die SD-Karten werden vom Gerät aus controllt, USB-Sticks haben eher einfache Controller, die SSDs sind da meistens gut bestückt.


    Heißt für mich, die SD-Fehler kommen durch Fehler beim Beschreiben durch das Host-Gerät zustande. SD-Karten-Degration ist auch ein großes Thema unter (Profi-)fotografen - daher setzen die im Eventbereich gerne Kameras ein, die gleichzeitig auf 2 hochwertige SD-Karten schreiben können. Macht sich eher schlecht, wenn die Bilder der Braut weg sind ...


    Dass bei No-Name-Geräten gerne auf recycelte Speicherchips gesetzt wird, ist auch nichts neues. Wer da am falschen Ende spart, bekommt schnell irgendwas - da kann man Glück haben, wenn die Chips aus dem alten Handy von Oma stammen, die die wenig benutzt hat, so dass noch viele Zyklen übrig sind. Auch die dort eingesetzten Controller sind eher nixig, bis hin zu vorgetäuschten Speichergrößen, die es überhaupt nicht gibt.


    Ich gehe davon aus, dass in Marken-Speicher (wenn nicht gefälscht, gibt es auch) immer neue Chips werkeln.

    Fazit für mich: Ziehe demnächst auf 500GB Transcend SSD um.

  • Ich schicke mal eine HDD ins Rennen, die hält länger als die anderen hier genannten Datenträger. ;)

    Da bin ich bei dir. Am PC und zur Datensicherung setze ich auch auf HDD. Wobei ich auch schon bei zwei 3,5" HDD und bei einer 2,5" ein Totalausfall hatte.

    Raspberry pi 4, pi 3 Model B , Zero WH , NodeMCU

  • HDD ins Rennen, die hält länger als die anderen


    nach ja, HDDs sind Stoßempfidlich, 'langsam' (bei der richtigen Schnittstelle) und brauchen mehr Strom. Wobei die SSDs nicht so viel einsparen,wenn das System läuft.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Die SD-Karten werden vom Gerät aus controllt, USB-Sticks haben eher einfache Controller, die SSDs sind da meistens gut bestückt.

    Das kann man sich ja irgendwie so vorstellen. Der Satz ist und bleibt jedoch Quatsch.


    Natürlich besitzt auch JEDE (m)SD Karte einen eigenen Controller (beispielhaft Links zum Controllerentwickler Hyperstone und Wikipedia). Über die Qualität (was genau verstehst Du denn überhaupt unter einem „einfachen“ Controller und worin grenzt der sich gegenüber einem „komplexen“ ab?) kann außer dem Hersteller wohl kaum jemand etwas sagen.


    Als eigene Erfahrung zur Haltbarkeit OK, aber bitte generalisiere diese Aussagen nicht.

  • Das kann man sich ja irgendwie so vorstellen. Der Satz ist und bleibt jedoch Quatsch.


    Natürlich besitzt auch JEDE (m)SD Karte einen eigenen Controller (beispielhaft Links zum Controllerentwickler Hyperstone und Wikipedia). Über die Qualität (was genau verstehst Du denn überhaupt unter einem „einfachen“ Controller und worin grenzt der sich gegenüber einem „komplexen“ ab?) kann außer dem Hersteller wohl kaum jemand etwas sagen.


    Als eigene Erfahrung zur Haltbarkeit OK, aber bitte generalisiere diese Aussagen nicht.

    Hast du denn einen eigenen Beitrag zur Haltbarkeit der verschiedenen Medien ?


    Den lese ich nämlich nicht raus.


    Oder eine andere Meinung um Thema, weshalb unter Fotografen die Neigung von SD-Karten gefürchtet ist, irgendwann unter Mitnahme von Daten auszusteigen ? Wenn man keine High-End-Kamera mit 2 leistungsfähigen Slots hat, lautet die Empfehlung, die Karten während eines Events durch zu rotieren, damit im Fall der Fälle wenigstens nicht alle Bilder auf einmal weg sind.


    Für die SSDs, auf denen die Bilder danach landen, gibt es diese Diskussion nicht. Mir sind außer extremen äußeren Einflüssen oder dem Tod durch Beschreiben (z.B. als SSD-Cache) eigentlich keine Diskussionen darüber bekannt, dass SSDs auffällig dazu neigen, überraschend kaputt zu gehen.

    Das betrifft die Fotografen-Community - und dort werden die SD-Karten so belastet, wie ihr Schöpfer sie ausgelegt hat. Sogar dabei ist ihre wankelmütige Lebensdauer ein Thema. Ich denke, dass wir uns einig sind, dass man die Verwendung als Boot- und Speichermedium für Computer bei der Auslegung nicht im Sinn gehabt hatte.

  • Hast du denn einen eigenen Beitrag zur Haltbarkeit der verschiedenen Medien ?

    Wozu? Alles dies (wie Deine subjektiven Empfindungen auch) sind "Einzelschicksale". Irgendeinen Grund herbeizufabulieren, hilft niemandem. Insbesondere dann nicht, wenn Du mit falschen Aussagen hantierst. Dass µSD Karten deutlich schneller ausfallen können, liegt in der Natur der Sache. Auf minimalem Raum gebaut, mit reichlich mechanischen und thermischen Beanspruchungen ist das nun mal so. Nichts, aber auch gar nichts kannst Du tun, um einen Ausfall zu 100% zu verhindern. Ob es dabei den Controller, den Speicher oder "einfach" nur den Spannungswandler betrifft - völlig egal. Im Besten Fall kannst Du "nur" nicht mehr schreiben.

    Oder eine andere Meinung um Thema, weshalb unter Fotografen die Neigung von SD-Karten gefürchtet ist, irgendwann unter Mitnahme von Daten auszusteigen ?

    Soweit ich weiss, werden im höherwertigen Bereich statt der 0815 µSD Karte Komponenten wie XQD und CF(express) genutzt. Wird schon seinen Grund haben. Trotzdem schützt das natürlich auch nicht komplett vor Ausfall. Nur das Risiko ist eben geringer. Nützt Dir im konkreten Fall aber gar nichts.

    igentlich keine Diskussionen darüber bekannt, dass SSDs auffällig dazu neigen, überraschend kaputt zu gehen.

    Gemeinhin sind sie weder in den zahlenmässigen Dimensionen verbreitet wie Standard µSD Karten, noch werden sie massenweise durch die Gegend geschleppt. Und doch fallen sie aus. Nicht alles, was hinkt, ist auch ein Beispiel.

  • Um noch einen weiteren Themenkomplex aufzumachen:


    Die Haltbarkeit der Löschspannungsquelle.


    Hier im Forum wurde mehrfach über das Phänomen berichtet, dass eine microSD-Karte nicht mehr überschrieben werden konnte (Lesen ging, Schreiben never, Reformat oder sowas ging auch nicht.)


    Ich selbst habe hier 2 von diesen "ausgefallenen" Karten mit diesem Fehlerbild...

    Nach Herumrecherchieren kristallisiert sich heraus, dass der Löschspannungsgenerator auf der Karte ausgefallen ist:

    Zum Löschen der Zellen wird eine etwas höhere Spannung benötigt (10..15V). Diese Spannung wird aus der Speisespannung erzeugt.

    Wenn dieser StepUp-Regler/Generator ausfällt, können die Zellen nicht mehr gelöscht werden.


    Die SW erhält nach der Schreib-OP ein "ok", weil der Kontroller nicht prüft, ob die Daten wirklich geschrieben wurden (kein read after write).

  • Ich selbst habe hier 2 von diesen "ausgefallenen" Karten mit diesem Fehlerbild...

    Ich hab nochmal 3 mit genau diesem Phänomen hier. Zwei Stück davon waren Billigteile direkt aus Chinesien, eine war von emTec.

  • Zwei Stück davon waren Billigteile direkt aus Chinesien, eine war von emTec.

    Ich habe hier 5 Karten von SanDisk (SanDisk ultra)im Einsatz. Von 16GB bis 64 GB. Die älteste ist ca. 3 Jahre alt und mit Sicherheit schon 20 mal komplett überschrieben worden. Bisher habe ich noch keinen Ausfall... gehabt.