USB 3 Spannungsversorgung zu gering (unterstützen / risiken?)

  • Hallo zusammen,


    ich leide unter folgendem Problem, ich hatte meine 1 TB SSD (1,7A) zunächst über folgenden Adapter USB 3 zu SATA am USB 3 Port hängen. Da die SSD zu viel Leistung benötigt und der Adapter sich leicht modifizieren lässt, wurde sie direkt aus dem Stabilisierten 5V 8A Netzteil versorgt.

    Damit läuft sie stromtechnisch stabil. Nun ist es so das trotz USB quirks Eintrag Fehler auftauchen mit dem Adapter (USB2 geht, USB3 Zugriffsfehler und random reconnects ). Ich weis mittlerweile das der Chip nicht sauber unterstützt wird.


    Daraufhin hab ich mir den Adapter von StarTech bestellt. Nun stehe ich aber vor einem anderen Problem, dieser lässt sich nicht so leicht modifizieren da er vollständig in transparentes Plastik eingegossen ist. Versuchsweise hab ich nun einfach mal die 5V ausm Netzteil mit dem auch der Raspi versorgt wird direkt an den 5V pin des USB Ports gelegt dadurch kann nun die SSD auch ohne voltage Probleme genutzt werden. Sonst sind mir bis jetzt keine Einschränkungen aufgefallen. Ich weis viele wollen nun wieder ein externen Hub aber der ist aus Platzgründen nicht möglich, allein der umstieg auf den neuen Adapter mit längerer Platine und Kabel hat den Platz im Raspi-Gehäuse bis ans Limit ausgereizt. Nun ist maximal noch für ne mini Schaltung platz (mit ca. 1x2x0,5 cm pi mal daumen).


    Meine frage ist nun, welche Risiken geh ich dadurch ein das der Raspi nun an zwei Stellen mit Strom versorgt wird (aus dem gleichen Netzteil). Einmal USB C und 5V Pin an USB3. Ich weiß das am USB C Port noch Sicherungen verbaut sind gegen *Kein plan was* :gk1:. Ist es möglich bzw. einfach machbar diese sicherungsmaßnahmen nachzubauen damit ich die 5V Einspeisung am USB 3 Port auch absichern kann. Bzw. macht das bei einem "sicheren" Netzteil sinn?


    Danke

  • Gegenfrage. Woher hast Du die 1,7A? Das erscheit mir extrem viel für eine SSD. :conf:

    Ist auf der der SSD aufgedruckt Crucial MX500 1TB (Affiliate-Link). Kann sein das sie auch gar nicht so viel in wirklichkeit braucht aber beim Anschluss ohne zusätzlicher Leistung gerät der PI auch immer wieder in den under-voltage modus also braucht sie auf jeden fall zu viel. Evtl. brauchen andere SSD's weniger aber die ist nunmal schon da :lol:.

  • Meines Wissens hättest Du das Problem auch bei einem aktiven Hub: Der versorgt den Raspberry auch über den USB Port mit. Habe ich hier schon öfter gelesen... (Beispiel)

    Falls Sicherungen vorhanden sind (weiß ich beim PI4 aktuell auch nicht) und/oder der USB Port vom Raspberry geschalten werden kann (z.B. Energiesparen) setzt du dies außer Kraft.

    Falls mal ein Fehler am Raspberry auftreten würde, kann alleine durch die 2-Punkt Einspeisung deutlich mehr Strom fließen und der Fehler raucht im Zweifelsfall deutlich spektakulärer ab als bei normaler Versorgung - kommt natürlich auf die Art des Fehlers an.

    Um solche Worst-case Szenario zu verhindern müsste die +5V Verbindung des USB Kabels unterbrochen werden - dies könnte am Stecker (z.B. Isolierung mit Isolierband) erfolgen. Spezielle USB 3 Kabel, die keine 5V Verbindung haben, kenne ich nicht. Hier habe ich das auch vorgeschlagen.

    So oder so: Durch Manipulation des Raspberry (mit aktivem Hub oder des Kabels) müsste die Verantwortung in einem Fehlerfall auf Dich übergehen - bei einem aktiven Hub wäre das vermutlich eine Streitfrage (vermutlich sichern sich die Hersteller aktiver Hubs in der Bedienungsanleitung ab?)

    ...wenn Software nicht so hard-ware ;) ...

    Freue mich über jeden like :thumbup:

    • Official Post

    Meines Wissens hättest Du das Problem auch bei einem aktiven Hub

    Mit so einem Y-Kabel würde das an einem aktiven USB3-Hub von der Stromstärke her rein rechnerisch ausreichen. 1.7A ist aber auch schon ne ordentliche Hausnummer. ;)


    Ich dachte bisher Backpowering wäre bei moderneren aktiven USB-Hubs kein Thema mehr, aber da war wohl der Wunsch, der Vater des Gedanken..

    Backpowering occurs when USB hubs do not provide a diode to stop the hub from powering against the host computer. Other hubs will provide as much power as you want out each port. Please also be aware that some hubs will backfeed the Raspberry Pi. This means that the hubs will power the Raspberry Pi through its USB cable input cable, without the need for a separate micro-USB power cable, and bypass the voltage protection. If you are using a hub that backfeeds to the Raspberry Pi and the hub experiences a power surge, your Raspberry Pi could potentially be damaged.

  • Mit so einem Y-Kabel würde das an einem aktiven USB3-Hub von der Stromstärke her rein rechnerisch ausreichen.

    Ich glaube mal da unterliegst Du einem Irrglauben. Ein Y-Kabel kann den max. Strom nur um 100mA erhöhen, da der max. Strom erst nach Freigabe

    durch den Host-Controller bereit gestellt wird, bis dahin gilt eine max. Stromstärke von 100mA pro USB Anschluß.