Welche Linux Distribution für Laptop

  • Hey zusammen,


    hoffe erstmal das es ok ist, wenn ich diesen Bereich für eine Frage an euch nutze. Würde gerne eure Kompetenz und Erfahrung in Anspruch nehmen, damit fühle ich mich sicher beraten :)


    Habe einen Laptop mit Windows 10 und muss sagen, warum auch immer, Windows war mir noch nie wirklich sympatisch. Habe auf meiner Festplatte noch eine Partion mit 170 GB frei und habe mir überlegt, darauf ein Linux-Betriebssystem zu installieren. Nur ist die Anzahl an Linux Distributionen schon relativ groß und mich würde mal eure Meinung und Erfahrung dazu interessieren.

    Was nutzt ihr und was könnt ihr empfehlen?


    Habe schon gelesen, das hier Linux Mint zum Beispiel genutzt wird. Ich habe auf einer virtuellen Maschinen Linux MX getestet.

    Im Internet steht viel, doch mich würde die Meinung von euch interessieren, die es täglich für unterschiedliche Anwendungen nutzen :thumbup:


    Ich spiele weder Computerspiele, noch bearbeite ich irgendwelche Bilder. Den Laptop nutze ich zum surfen, eventuell mal das ein oder andere Dokument bearbeiten (dafür reicht das OpenOffice alle mal) Musik hören und seit neustem natürlich Python lernen :)


    Und noch eine allgemeine Frage zu Linux, ich habe gelesen das Windows SSD-Festplatten unterstützt und dadurch die Lebensdauer verlängern kann. Ist da was dran und wie sieht das in Bezug auf Linux aus? Ich denke mir, das Linux allgemein weniger Schreibzugriffe auf die Festplatte hat und alleine dadurch die Platte schon länger hält.


    Danke schonmal für eure Zeit.

    Grüße

    Dennis

    🎵🎸Die Nordsee schlägt dir ins Gesicht, trotzdem hast du verloren, du bist nicht weit gekommen, du läufst weiter nach vorn 🎵🎸

  • Also ich bin bei Linux Mint DE "Debbie" gelandet (DE steht hier nicht für Deutschland, sondern für Debian Edition). Diese Version ist von Debian abgeleitet und nicht von Ubuntu (welches wiederum selbst von Debian abgeleitet ist).


    Mein Grund für eine debian-basierte Distribution ist einzig, dass die am ähnlichsten zu Raspbian ist. Linux Mint wiederum bietet mit dem Cinnamon-Desktop eine Oberfläche, die funktional Windows 7 sehr ähnlich ist und man als Umsteiger damit schnell zurecht kommt. Für mich war 2016 die Umgewöhnung von Win7 auf Linux wesentlich einfacher als jetzt in der Arbeit im Januar die Umstellung von Win7 auf Win10 :baeh2:


    Die Funktion von Linux hängt größtenteils an der installieren Kernelversion, das Rundherum ist prinzipiell reine Geschmacksache. Da könnte man jetzt den schönsten Streit vom Zaun brechen :D



    Der einzige Grund, Windows überhaupt noch zu verwenden, liegt darin, wenn man eine Software hat, die nur unter Windows läuft (und nicht ersetzt werden kann). Manchmal hängt an einer solchen Software aber noch (sündteure) Hardware und das wäre dann ein K.O.-Kriterium für Linux.

    Bei den privaten Dingen, die Du oben nennst, ist nichts dabei, was unter Linux nicht laufen würde. Auch Gaming oder Bildbearbeitung würde Dich nicht an Windows binden...


    Ach ja, und noch was:
    Ich habe einen uralten Drucker (HP DeskJet 970C), der unter Windows nur bis XP lief. Ab Win7 war damit mangels kompatibler Treiber finito. Am Linux-PC per USB angesteckt und losgedruckt. Ich musste nix installieren, der Treiber ist im Linuxkernel "für immer und ewig" enthalten.

  • Danke euch beiden für die schnellen Antworten.


    Mein Grund für eine debian-basierte Distribution ist einzig, dass die am ähnlichsten zu Raspbian ist.

    Ja das wäre natürlich ein Vorteil ^^


    Da könnte man jetzt den schönsten Streit vom Zaun brechen :D

    Darin soll dieses Thema auf keinen Fall enden :no_sad: ^^

    Das sich die Meinungen unterscheiden ist klar und auch gut, da (fast) jede Meinung auf einer Erfahrung beruht sind alle Meinungen gern gesehen.


    Der einzige Grund, Windows überhaupt noch zu verwenden, liegt darin, wenn man eine Software hat, die nur unter Windows läuft

    Um dem (vorerst) vorzubeugen lasse ich WIndows mal noch unberührt auf einer Partion und clone es auf eine freie Festplatte, wer weis was noch kommt.



    Ich persönlich bin bei Fedora gelandet

    Werde ich mir mal anschauen :thumbup:



    einfach ein paar Dsitributionen ausprobieren

    Wenn ich hier gesehen habe, was den verschiedene Leute benutzen, dann kann ich die mal ausprobieren. Aber so aus dem nichts eine nach dem anderen testen, dann ist das Jahr fast rum ^^


    Grüße und Danke nochmals

    Dennis

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  • Ich persönlich nutze macOS und Debian dennoch

    Bist du für den Anfang mit Linux Mint oder Ubuntu sehr gut beraten gerade weil du Windows Hardware hast wird da kaum etwas mit Treibern Probleme bereiten eigentlich hatte ich früher nie irgendwelche Probleme auf dem Windows Hardware wo halt Windows mit lief.


    Ganz klar ist Fedora schickes Distro djbase

  • So eine Frage in die Runde ist gefaehrlich weil Du u.U. eine Empfehlung fuer jeder verfuegbare Linux Distro bekommst :lol: (Siehe hier was es so alles gibt) Es kommt eben wirklich sehr auf Deine Anforderungen und Deine ComputerKenntnisse an. Ich habe z.B. meinem Schwiegervater (wurde gerade 88), der vorher keinen Computer genutzt hatte, einen Laptop mit Linux Mint gegeben - und er kommt mit dem - bis auf kleine Ausnahmen - sehr gut zurecht. Ich selbst benutze auch Linux Mint @home, im Office wird RH und Ubuntu benutzt. Vorher habe ich SuSE @home benutzt (das war mein Einstieg in Linux) aber das war mir dann irgendwann einfach zu fett. Ich denke Mint ist auch eine gute Distri fuer jemanden der von Windows umsteigt. Es ist immer noch vieles anders - aber irgendwie doch aehnlich WIndows.


    Wenn Du keine Windows Spiele spielst die i.d.R. viel CPU Power und spezielle HW Driver benoetigen kannst Du auch Windows in einer VM auf Linux laufen lassen. Ich benutze den VMWare Player fuer ein paar exotische Windowsprogramme und wenn ich mal einem Nachbarn oder Freund bei Windowsproblemen helfen darf und sie nachstellen und loesen moechte :shy:

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect."

    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert =O Bei mir tut das raspiBackup automatisch ;)

  • Bist du für den Anfang mit Linux Mint oder Ubuntu sehr gut beraten gerade weil du Windows Hardware hast wird da kaum etwas mit Treibern Probleme bereiten

    Das wäre ein weiterer Vorteil für mich, Danke :thumbup:


    eine Empfehlung fuer jeder verfuegbare Linux Distro bekommst :lol:

    Dann muss ich mich mit der Entscheidung beeilen, bevor zuviele geantwortet haben :lol:


    Es kommt eben wirklich sehr auf Deine Anforderungen und Deine ComputerKenntnisse an

    Meine Anforderungen sind nicht hoch, das was ich brauche kann fast schon jeder bessere Taschenrechner. Die Kenntnisse halten sich im Rahmen, aber sollen natürlich erweitert werden.

    kannst Du auch Windows in einer VM auf Linux laufen lassen

    Das ist auch eine gute Idee :)


    Ich denke Mint ist auch eine gute Distri fuer jemanden der von Windows umsteigt.

    Danke:thumbup:


    Grüße Dennis

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  • Für nächsten Monat ist Linux Mint 20 “Ulyana” angekündigt.

    Basiert auf Ubuntu 20.04 LTS, ich bevorzuge die MATE-Editition.


    Vielleicht teste ich mal LMDE 4.0, leider gibt es die nur in der Cinnamon-Edition.


    MfG


    Jürgen

  • Hallo,


    Dennis89 : wenn du denkst, dass du am Anfang ggf. (viel?) Support für Linux benötigst, dann solltest vielleicht auch mal schauen, was die deutschsprachigen Communities für die Distro deiner potentiellen Wahl zu bieten haben.


    Da wäre dann im deuschsprachigen Raum Ubuntu wegen http://www.ubuntuusers.de ganz weit vorne :)


    Wenn du kein Problem mit englischsprachigem Support hast, ist das relativ gleich, weil du dann eine viel breitere Auswahl an Foren und Wiki hast.


    Gruß, noisefloor

  • Für "ab und zu Linux", nutze ich Knoppix, eigentlich eine Live CD bzw. DVD.

    Ich habe mir da das Image auf eine bootbare SD-Card gespielt, von der ich dann Knoppix booten kann.

    Da meine Rechner und Laptops alle einen Cardreader für SD-Card haben, hielt ich das für eine gute Idee.

    Auch aktuell gibt es eine kleine SSD mit Ubuntu für den Test PC, aber da kann sein, das ich da noch andere Distributionen ausprobiere.

  • Für nächsten Monat ist Linux Mint 20 “Ulyana” angekündigt.

    Basiert auf Ubuntu 20.04 LTS, ich bevorzuge die MATE-Editition.

    Danke:)

    +1 für Fedora.

    Danke :)


    Wenn du kein Problem mit englischsprachigem Support hast, ist das relativ gleich, weil du dann eine viel breitere Auswahl an Foren und Wiki hast.

    Naja deutsch ist immer besser, vorallem wenn es um Fachbegriffe geht. Da ich mich weiters mit mit Computer, Programmen und Co. beschäftigen will, werder ich um Englisch nicht herum kommen. Danke für die Antowrt, werde mir die deutschsprachigen auf jeden Fall anschauen. :)



    Für "ab und zu Linux", nutze ich Knoppix, eigentlich eine Live CD bzw. DVD.

    Auch aktuell gibt es eine kleine SSD mit Ubuntu für den Test PC, aber da kann sein, das ich da noch andere Distributionen ausprobiere.


    Danke :)

    🎵🎸Die Nordsee schlägt dir ins Gesicht, trotzdem hast du verloren, du bist nicht weit gekommen, du läufst weiter nach vorn 🎵🎸

  • Lubuntu hat sich bei mir für "schwächere" Laptops bewährt.

    Danke:) Ich denke mein Laptop müsste mit den meisten Betriebssystemen klar kommen:



    Vor Allem wenn dann Libreoffice, Firefox, Gimp etc. benutzt werden :)

    Danke:) Die ersten zwei werde ich auf jeden Fall nutzen, aber, siehe oben, von der Hardware dürfte das keine Rolle spielen :)

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  • Die Frage des TO provoziert mindestens 20 verschiedene Antworten/Empfehlungen.


    Primär hängt es von der Hardware des Laptop ab, ob ein "light" Display Manager, oder einer der beiden grossen (Gnome, KDE) zum Einsatz kommen soll. Und dann jedenfalls eine LTE - Version installieren, damit auch noch ausreichend Updates z.V. stehen.



    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Jaja, wie schon hier geschrieben wurde, werden es am Ende "87 Beiträge" mit "87 Vorlieben". Ist ja auch normal so!

    Wobei mir der Hinweis auf Debian in einem RasPi-Forum gut gefällt. Das macht wirklich Sinn.


    Was mich persönlich betrifft:

    Irgendwann im Jahre 1995 bin ich nach Berlin zur "ComBär" gefahren. Das war damals eine große Computerausstellung, wo man auch günstige gebrauchte PC und Zubehör usw. kaufen konnte. Mehr oder weniger ein riesiger Flohmarkt. (Ob es den überhaupt noch gibt?)

    Und "ganz hinten in der Ecke" waren einige Tische mit einem riesigen gelben Pinguin drauf. Und einem Schild, auf dem BELUG stand.

    [Abkürzung]

    Und seit diesem Moment nutze ich auf meinen Rechnern "SUSE Linux" bzw. später "openSUSE".

    [/Abkürzung]

    Und warum bin ich trotz vieler anderer (ausprobierter!) Distributionen immer noch bei SUSE?

    Weil ich mich hier mittlerweile so gut auskenne, dass ich wirklich umdenken müsste. Und das will ich nun (auf die 70 zugehend) nicht mehr.


    Frage: Woran erkennt man (selbst), dass man ein "Linuxer" geworden ist?

    Antwort: Wenn der Dualboot-Rechner gleich Linux bootet und Windows nur, wenn innerhalb 2 Sekunden reagiert wird.

    Letzteres funktioniert bei mir nicht mehr, denn ichhabegarkeinwindowsmehr.



    MfG Peter

  • Die diversen Distributionen und deren Konfiguration. das ist auch das Problem mit dem ich da kämpfe.

    Wie gesagt, momentan ist es Ubuntu, irgendwann wird das runtergeschmissen und vielleicht Mint oder eine andere Distri installiert und getestet.

    Wobei diese Linux SSD nicht fest im PC eingebaut ist, sie wird bei bedarf angeklemmt und dafür die momentan aktive HDD/SSD abgeklemmt.

    Das ist eine Windows 10 SSD und ein Windows 7 HDD, die ich z.B. für Sachen brauche, die mit Windows 10 nicht mehr gehen.

    Könnte ich auch mit Bootmanager machen, will ich aber nicht.

  • meine Geschichte: ein ca. 12 Jahre altes Notebook läuft zufriedenstellend mit Win7Pro. Beim upgrade auf Win10 fehlten Treiber für das eingebaute SD-Kartengerät und das eingebautes WLAN (5 GHz Band). Als dann auch SD-Karten-USB-Sticks nicht mehr funktionierten und Win7-Support auslief, mußte ich mich entscheiden.

    Auf Grund der Erfahrungen von framp und schlizbäda habe ich LinuxMint (Mate) gewählt.

    • Putty und WinSCP sind Windows-Hilfsmittel
    • Firefox und Thunderbird gibt es unter Linux
    • gängige Dokumenten- und Bild-Formate können geöffnet werden.
    • Bildschirmfoto, Texteditor sind vorhanden.
    • Password-Safe läuft unter LinuxMint
    • LibreOffice gibt es unter Linux
    • Raspberry Pi Imager for Ubuntu läuft unter LinuxMint
    • VPN zur Fritzbox (Fernzugang) funktioniert unter LinuxMint

    Win7Pro und Win10 habe ich auf SSDs installiert. Für LinuxMint blieb mir die originale HDD des Notebooks. Zu meiner Überraschung dauert das Hochfahren (gefühlt) nicht viel länger (trotz hdd).

    Schönen Gruß, kle