Mehrere 433Mhz sender an RPI3 anschliessen möglich

  • Hallo Zusammen,

    ich habe zum schalten von Funksteckdosen einen 433Mhz Sender am RPI angeschlossen.


    Leider komme ich nicht überall im Haus hin, jetzt würde ich geren wissen ob ich mehrere Sender an ein RPI schliessen kann und vor allem wie ich das am besten mache.


    Kann ich den zweiten sende einfach an den selben Pin hängen?



    Danke für eure Hilfe!

  • Was soll das denn bringen? HF ist nicht wie Licht, wo du einfach mehrere Lampen benutzt, wenn eine zu dunkel ist. Du wirst hier nur Interferenzen erzeugen, die das Signal eher verschlechtern. Wenn du zwei Steine nah beieinander in eine Teich wirfst, werden das auch nicht einfach größere Wellen.


    Du hast imho zwei Möglichkeiten: Die sendeleistung des einen Senders irgendwie zu erhöhen. KA ob es da stärkere Modelle gibt oder so. Oder sowas wie ein „repeater“ bauen, also eine Kombination aus Empfänger und Sender, der das signal dann wieder abgibt.

  • Hallo deets, ich hab mir das so vorgestellt:


    Ein Sender ist jetzt im rechten Teil des Hauses, der ist dorthin verkabelt.

    Ich würde jetzt in den linken Teil des Hauses (dort ist der Empfang schlecht) auch einen Sender verkabeln.


    Macht man ja mit Accesspoints genau so?

  • Ahhhh. Das ergibt mehr Sinn, ja. Das wurde aus dem Bild nicht klar. Und dann sollte auch der gleiche Pin reichen. Nur musst du das Signal über Meter übermitteln. Da solltest du einen elektrischen Treiber einsetzen. Und ggf ein geschirmtes Kabel wie ein Netzwerkkabel verwenden.

  • Ok das klingt ist schonmal gut, ich hab ein Netzwerkkabel cat5e verwendet, das würde ich jetzt beim zweiten auch machen.

    jetzt müsste ich noch wissen was du mit einem elektrischen Treiber meinst :blush:

  • Du kannst elektrische Signale nicht auf beliebig lange Kabel werfen, und erwarten, dass die da wie aus dem Ei gepellt am anderen Ende rauskommen. Du musst dafuer sorgen, dass die entsprechend verstaerkt werden.


    Ich habe in der Vergangenheit spezielle I2C Treiber benutzt, um sowas zu machen. Ich denke aber auch normale Pegelwandler zB koennen da schon helfen. Aber da muesste ich auch erstmal recherchieren.

  • Kann ich dir nicht sagen. Ich weiss zB nicht, mit welcher Frequenz die Datagramme des Senders laufen, und davon zB haengt das ab. I2C ist auf nur ~30cm spezifiziert, mit dem Treiber schafft man 100m (ueber CAT5). Du kannst es auch einfach aufbauen ohne Treiber, und wenn es geht, geht es. Wenn es aber unzuverlaessig ist, dann ist das eine potentielle Quelle.

  • Würde es sich gegenseitig stören wenn es ein Stück lang im selben Cat Kabel laufen würde?

    Ich habe ein Cat Kabel wo ich für den bestehenden Sender 3 Kabel verwenden, hätte eine Möglichkeit das Kabel kurz zu halten wenn ich ein Stück das selbe Cat Kabel verwende und da 3 übrige Drähte benutze die dann an einer Schatabzweigung nach unten gehen, ich könnte auch das Kabel abzwicken und dort einfach ein T Stück löten, dann würden die Kabel nicht nebeneinander laufen.


    Was denkst du ist die bessere Lösung?


    Einfacher wären die drei übrigen Kabel als das Löten.


    Danke dir.

  • Puh. Ist auch ein Fall von mache es, und es kracht dann, oder nicht. Grundsaetzlich wuerde ich sagen stoeren sich die Signale innerhalb des Kabels nicht. Es mag zwar Uebersprechen geben, aber da du ja selbst in Phase mit den beiden Signalen bist, sollte das irrelevant sein. Zumindest bei diesen sehr geringen Geschwindigkeiten. Ob ich jetzt ein Kabel, dass ich ggf. mal fuer richtiges Ethernet verwende, anschneiden wuerde - das steht auf einem anderen Blatt.

  • Ich vermute mal, dass dein Lösungsansatz eher "suboptimal" ist. Besser wäre m.M nach:


    - anderer Standort finden

    - Antenne des Senders optimieren

    - Sendeleistung des Senders erhöhen ( evtl. verträgt der Sender mehr Spannung als die 5V ( Datenblatt ? )

    - anderen ( besseren ) Sender verwenden

  • Ok also das Kabel ist nicht für Ethernet verlegt worden, ist für eine Sprechanlage verlegt die ich nicht eingebaut habe.


    Sollte das nicht funktionieren überlege ich ob ich ein Stromkabel verlege und die Funksteckddose im Erdgeschoss verbaue und somit einfach eine Steckdose im keller schalte.


    Andere Alternative wäre ein D1 Mini und ein Relais und über WLAN schalten.


    Weis auch nicht was am schnellst geht.


    Jetzt teste mal Variante eins im selben Kabel.


    Danke euch Jungs für die Hilfe.

  • Laut Datenblatt kann der FS1000A Sender mit 12V betrieben werden. Besorge dir einen StepUp Wandler 5V -> 12V (für den Sender) oder einen StepDown Wandler 12V -> 5V (für den RPi). Das ist eigentlich der bessere Lösungsansatz, aber kann ja jeder machen wie er will.

    • Official Post

    Leider komme ich nicht überall im Haus hin

    Alternativ würde ich mich nach WLAN-Steckdosen umsehen oder für die linke Haushälfte noch einen RPi Zero W + 433MHz Sender besorgen. An den Zero könnten die Schaltbefehle auch von dem anderen RPi z.B. per nc gesendet werden.

  • Alternativ würde ich mich nach WLAN-Steckdosen umsehen

    Würde ich auch empfehlen, wenn es wirklich so große Distanzen sind. Zudem hat man mit WLAN-Steckdosen nochmal viel mehr Kontrolle und kann auch den aktuellen Status abfragen. Bei 433 MHz in Verbindung mit dem Pi ist das oft Glückssache, weil das Signal nicht genau genug gesendet wird. Je nach Länge des zu sendenden Codes dauert es auch etwas (nicht der rede wert, aber schon deutlich merkbar). Zwischen meiner 433 MHz gesteuerten Lampe und einem WLAN-Relais (Shelly) liegen kleine Welten.


    noch einen RPi Zero W + 433MHz Sender besorgen

    Anstelle eines zweiten Pis würde ich dann aber einen Arduino/ESP32 nehmen.

    Kelvin

  • Bei den WLAN-Steckdosen würde ich bei Amazon eines der ersten Suchergebnisse nehmen - aktuell haben die jeweils zwischen 3.000 und 7.000 Bewertungen. Da wird man nicht viel falsch machen können.


    Wie langlebig soll die Installation sein? Wenn du auf lange Sicht die jeweiligen Steckdosen 'smart' machen willst, könntest du auch mehrere "Shellys" in deine Steckdosen einbauen: https://shelly.cloud/products/…rt-home-automation-relay/

    Das ist die elegantere Lösung, weil sie unsichtbar ist und man nicht eine "Steckdose in einer Steckdose" hat. Nachteil ist, dass du die nicht so einfach umstecken kannst, falls du vorübergehend woanders etwas kabellos schalten willst.

    Kelvin

  • Fliegenhals wäre das sowas hier?


    LM2575T-12

    Nein, das Ding ist ein Festspannungsregler und macht verlustreich aus 40V 12V. Ich dachte eher an so etwas https://www.ebay.de/itm/USB-DC…nector-Plus-/272426958521


    ( wenn es denn ein StepUp Wandler von 5V auf 12V sein soll )


    W-LAN könnte man wie bereits geschrieben auch verwenden, dafür müsste man aber die gesamte Infrastruktur austauschen und ggf. alle Geräte mit einer alternativen Firmware flashen, bzw. dafür ein eigenes w-LAN Netz einrichten, wenn man sein Haussteuerung nicht in der Cloud haben möchte.