Raspberry Pi 4 4GB - Fotoserver, FTP-Backup von Webspace und ggf. Pihole

  • Hallo und guten Tag in die Runde,


    mein Name ist Jan, ich hab jetzt hier ein wenig mitgelesen und gedacht, dass ich mich doch mal anmelden könnte. Ich habe ein wenig Linux Erfahrungen, hab schon ein paar kleinere Pi Projekte (Messrechner, Infoscreens) für andere umgesetzt und mir jetzt einen eigenen Pi 4 mit 4GB bestellt. Ich habe ein wenig mit Unitymedia verhandelt und bin günstig an eine 400/40 Leitung mit Dual Stack gekommen. Leider noch die Connect Box, vielleicht kommt da noch eine FB.


    In den Kopf gesetzt habe ich mir, dass der Pi als (Foto-)Server (wären aktuell ~200GB, ~60k Bilder) läuft, auf den Bilder von der Familie per Smartphones (Android und iOS) automatisch hochgeladen werden sollen und vor allem die mittlerweile relativ große Familienbildersammlung für alle relativ performant (generieren von previews ist da sicherlich sinnvoll) übers Smartphone und über ein Webinterface erreichbar ist.

    Außerdem würde ich gerne gelegentlich automatisiert Backups von meinem Webspace ~40GB ziehen.

    Optional würde zusätzlich noch Pi-hole im eigenen Netzwerk laufen.


    Aktuell habe ich einfach das nextcloudpi Image geflasht und meine Domain aufgeschaltet und lade erstmal netzintern per Nextcloud Windows Client die Bilder hoch, preview vorab ausgeschaltet. Leider sind da immer ziemlich lange Pausen zwischen den einzelnen Bildern, sodass mir für verbleibende 110GB (~35k Bilder) noch mehrere Tage Restzeit angegeben werden.

    Große Dateien werden auch nur mit ca. 20MB/s in die Nextcloud geladen. Soweit ich das jetzt beobachten konnte, sind dabei weder CPU, RAM, SD-Karte (32GB SanDisk Extreme), noch die externe Festplatte wirklich ausgelastet.


    Meine Frage wäre jetzt, ob Seafile oder gar eine ganz andere Lösung nicht eleganter und schneller wäre :/ Oder ob die Anforderungen nicht zu hoch für einen Pi sind und ein richtiger Homeserver sinnvoll wäre.

    Hier wird berichtet, dass nextcloudpi weniger performant läuft, als Raspian mit Nextcloud via snap..


    Ich bin gespannt auf eure Erfahrungswerte und bedanke mich schon mal für Antworten :)

  • Erstmal herzlich willkommen im Forum.


    Du kannst das auf dem Pi mit sudo iftop mal beobachten.


    Mir fehlt im Moment ein 2.Raspberry, der von SSD bootet, mit dem ich mal experimentieren kann.

    Aber mittels NFS habe ich von meinem NAS auf die SSD eines RPi4-8G (Buster64) 12GByte mit ca 60MByte/s kopiert.


    Mittels Nextcloudclient probiere ich mal heute Abend, da sind noch ein paar Vorarbeiten nötig

    (Ein zweiter Client mit genügend Platz auf der SSD).


    MfG


    Jürgen


    Der gleich einen Kampfeinsatz bei IKEA hat.

  • Hallo Jan,

    hier im Forum haben viele ihre Nextcloud eigenständig aufgesetzt und benutzen daher weder Snap noch NextCloudPi. Dafür gibt es jedoch eine ständig gepflegte Anleitung von Franjo G und hilfsbereite Forenmitglieder, die bei der Einrichtung helfen können. Apache2 wird dabei als Webserver eingesetzt. Zu deiner Performancefrage kann ich leider nichts sagen, da ich keine Bilder oder große Datenmengen verwalte. Welches Dateisystem hat deine externe Festplatte? Bei NTFS soll die Performance ziemlich beschränkt sein.


    Wenn du die graphische Weboberfläche bei Pi-hole installierst, möchte er standardmäßig einen Webserver (lighttpd) installieren und auf Port (53 und) 80 lauschen. Das solltest du bei deinem Plan berücksichtigen, damit sich die Dienste / Webserver nicht behindern.


    Viele Grüße,

    Tigerbeere

  • Erstmal vielen Dank für eure Antworten.


    iftop bestätigt mir im Grunde auch nur, was ich schon vermutet habe, etwa 8 Mbit/s bei Bilder, bei größeren Dateien wie Videos dann auch mal mehr. Halt immer diese Pause zwischen den Dateien.


    Externe Platte habe ich von nextcloudpi formatieren lassen, also BTRFS.


    Schade, hatte gedachte, dass es so einfach ist und nextcloudpi direkt super läuft. Naja, dann wird der Pi halt die Tage per Hand neu aufgesetzt.


    Pi-hole muss ich dann doch eh mit reverse proxy einrichten, oder? Hatte ich nach Anleitung von Apfelcast ausprobiert, wollte nicht starten..

    Ist halt auch so eine Sache mit der Connect Box, da gibt es ja keine Einstellungen zum DNS Server..

  • Pi-hole muss ich dann doch eh mit reverse proxy einrichten, oder?

    Da gibt es viele Möglichkeiten. Lighttdp auf einen anderen Port konfigurieren oder schauen, dass du die Oberfläche ebenfalls unter Apache2 zum Laufen bringst (in einem anderen Ordner oder als vHost). Ich trenne die Dienste über LXC mit dem Virtual Machine Manager, dabei hat jeder Betriebssystem Container dank Netzwerkbrücke eine eigene IP-Adresse.

  • Ich hab noch ein paar Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt und ich werde in Ermangelung an Zeit erstmal bei nextcloudpi bleiben, das wird allerdings neu aufgesetzt und dann versuche ich nochmal Pi-hole über docker zu installieren. Vielleicht hat da auch jemand einen anderen oder auch besseren, einfachen Vorschlag am besten mit Anleitung zum installieren von Pi-hole neben nextcloudpi?

    Meine Erkenntnisse waren erstmal Details zu den Previews von Nextcloud, die das noch gut beschleunigen sollten.
    Außerdem die Möglichkeit per scp von Windows mit praktisch voller Geschwindigkeit auf die externe Platte am Pi zu synchronisieren, die CPU ist zumindest voll ausgelastet und um die 50 MB/s gehen durch (temporären Ordner mit Rechten auf ext. Platte anlegen, Daten per scp rüber, verschieben in ncdata, Besitz an www-data, per occ scannen).

    Dann muss ich mir nur noch Gedanken zum Thema Backup vom Webserver machen, da bin ich auch für jeden Rat dankbar. Aktuell finde ich den Beitrag von Der_Imperator interessant.

    Wenn etwas Geld übrig ist wandert das ganze (für mehr Geschwindigkeit und um die SD-Karte zu erübrigen) vermutlich auf eine USB SSD und wird von dieser gebootet.
    Und wenn Zeit übrig ist, beschäftige ich mich mehr mit dem Thema und setze mir Nextcloud vielleicht nochmal selbst auf :)