Wie SSD am besten klonen?

  • Hallo,

    ich möchte gerne eine SSD auf eine andere SSD klonen. Auf der zu klonenden SSD läuft im Moment ein SQL-Server für den ioBroker.

    Jetzt würde ich gerne die SSD auf eine m2.SSD klonen, die kann man direkt auf den Raspberry schrauben. Die alte und neue SSD sind beide 250GB groß. Vorhin hab ich die neue m2.SSD an den SQL Raspberry angeschlossen und dann versucht, mit dd die SSD zu klonen, das hätte aber ewig lange gedauert, da wurden in so ca. 500MB in einer halben Stunden kopiert.

    Wie kann ich die SSD also schnell und sicher klonen,,und zwar so, das der Klon dann auch bootfähig ist.

    Ich könnte das hier mit einem Windows-System oder mit einem DebianLinux machen.

    Danke schon mal

    Thomas

  • Erstelle doch am Windows PC mittels "Win32 Diskimager" oder wie das heißt. Da kannst du ein Image von deiner Ursprungs SSD machen und dann das Image auf egal welches Laufwerk flashen. Habe ich auch schon gemacht allerdings habe ich dann den "rpi-imager" unter Windows benutzt um das Image auf eine neue SD Karte zu flashen. Oder unter Linux (Debian, Ubuntu...was auch immer) kannst du mittels "Disks" (sudo apt install gnome-disk-utility) auch ein Image erstellen.

  • Warum willst Du unbedingt "klonen", wenn Du einen Debian/Linux PC verwenden kannst ?


    Servus !

    Ähm, ich verstehe nicht, was du mir sagen willst. Ich will die SSD klonen, um sie auszutauschen...

  • Du kannst an deinem Debian/Linux PC die neue SSD partitionieren und Dateisystem "installieren". Dann einfach die Daten von der alten SSD auf die neue SSD kopieren. Klonen (ein eins zu eins Abbild ist dann nicht nötig). Ich denke so was in der Art meinte RTFM.

  • Ich will die SSD klonen, um sie auszutauschen...

    Und dazu musst Du Bit für Bit, Byte für Byte, Sektor für Sektor, also das gesamte Speicherabbild auf die Ziel SSD übertragen, damit Du am Ende erfährst, dass die Ziel SSD ein paar Sektoren kleiner ist, als die Ursprungs SSD ? Mit allen unbeschriebenen, oder als gelöscht markierten (aber noch beschriebenen) Sektoren, mit der Badblocktabelle, die am Zielsystem keine Badblocks sind, und mit UUIDs, die bei Betrieb beider SSDs an einem Host gar nicht mehr einmalig sind. Schlimmstenfalls auch noch mit einem korrupten Filesystem, wenn bisher weder beim Booten, noch beim Mounten ein fschk durchgeführt wurde.


    Wenn Du nicht mit cp/rsync die tatsächlich aktiven Files richtig auf das neue Ziel übertragen willst/kannst, dann verkleinere (shrinke) das root/EXT4 Filesystem wenigstens auf den tatsächlichen Datenbestand mit resize2fs und übertrage dann die verkleinerte root Partition mit dd.


    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Beide Varianten haben so Ihre zwei Seiten. Nachteil des Klonens ist, wie von den Kollegen schon genannt, dass unnötige "Leerdaten" und möglicherweise auch Dateifehler mitübertragen werden. Der Vorgang als solcher kann sich bei größeren Laufwerken hinziehen. Andererseits erfordert das Klonen weniger Vor- und Handarbeit und man kann sich sicher sein, dass die Zielplatte auch wirklich bootet (vorausgesetzt sie ist nicht tatsächlich zu klein).

    Als Alternative zu dd (das kann schonmal sehr böse ins Auge gehen, wenn man einen Flüchtigkeitsfehler bei der Laufwerksbezeichnung macht) will ich noch Clonezilla erwähnen. Da findet das Klonen interaktiver statt und man erhält genauere Platteninformationen und Sicherheitsabfragen.

  • Beide Varianten haben so Ihre zwei Seiten. Nachteil des Klonens ist, wie von den Kollegen schon genannt, dass unnötige "Leerdaten" und möglicherweise auch Dateifehler mitübertragen werden. Der Vorgang als solcher kann sich bei größeren Laufwerken hinziehen. Andererseits erfordert das Klonen weniger Vor- und Handarbeit und man kann sich sicher sein, dass die Zielplatte auch wirklich bootet (vorausgesetzt sie ist nicht tatsächlich zu klein).

    Als Alternative zu dd (das kann schonmal sehr böse ins Auge gehen, wenn man einen Flüchtigkeitsfehler bei der Laufwerksbezeichnung macht) will ich noch Clonezilla erwähnen. Da findet das Klonen interaktiver statt und man erhält genauere Platteninformationen und Sicherheitsabfragen.

    Hallo Herr Kaiser,


    könntest du bitte für einen DAU erklären wie das funktionieren würde?


    Natürlich habe ich eine Windows Rechner, und der Pi4B ist mit Buster im Netzwerk.

    Habe ich das richtig verstanden, das ich über das Netzwerk die komplette SSD (120GB) vom Pi auf eine andere SSD (128GB) klonen kann?


    Oder direkt in der GUI des Pi4?

    Angeschlossen ist die SSD via USB3.1 und einem GeekwormShield.


    Cool wäre es das gesamte OS in einem File zu haben um dieses dann auf einen anderen Pi4 (NVME) zu klonen.

    Der Source Pi hat eine SATA SSD.


    Danke für die Hilfe und lg

    Christian

  • Der SD Card COPIER ist Bestandteil von Raspberry Pi OS. Findest du unter Zubehör. Der benutzt cp und hat somit nicht den Nachteil von dd.

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect."

    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert =O Bei mir tut das raspiBackup automatisch ;)

    Edited once, last by framp ().

  • Der SD Card COPIER ist Bestandteil von Raspberry Pi OS. Findest du unter Zubehör. Der benutzt rsync und hat somit nicht den Nachteil von dd.

    Morgen,

    heißt das, das ich die Backup SSD ebenfalls am USB anschließen muss?

  • Ja, über einen USB3-Hub....

  • und wieso nicht über einen freien Pi4 USB Anschluss? Hat das einen Grund?

    Ja, weil der Pi bei zwei direkt angeschlossenen SSD's Stromtechnisch in die Knie geht. Deshalb ab zwei SSD's oder HDD's unbedingt einen aktiven USB-Hub verwenden

  • Kopieren alle Daten vom aktuelle Verzeichnis in das Verzeichnis /dst

    Code
    tar cf - . | (cd /dst; tar xvf -)

    Dafür sollte das System, welches das Quell-Verzeichnis nutzt, möglichst nicht laufen


    Ich nutze das zum Beispiel, um bei einem PI das /-Verzeichnis auf ein anderes Verzeichnis zu kopieren.

    Dabei wird das eigentliche /-Verzeichnis zum Beispiel nach /mnt/1 gemountet, das neue Zielverzeichnis nach /mnt/2 und der obige Befehl über die Zeile

    Code
    cd /mnt/1
    tar cf - . | (cd /mnt/s; tar xvf -)

    aufgerufen.

    Wenn in der Konsole keine neuen Ausgaben erfolgen, auch kein Fehler, dann ist alles kopiert.

    Jetzt nach /mnt/1 das /boot-Verzeichnis des Quelldatenträgers (oder das ebenso kopierte /boot-Verzeichnis auf dem neuen Datenträger [minimum 512 MByte groß als VFAT erstellen] mounten und in /mnt/cmdline.txt die PART_UUID des neuen Datenträgers, der noch unter /mnt/2 gemountet ist, eintragen. Dann unter /mnt/s/etc/fstab bei / die UUID, hier kann es die lange sein) dieses Datenträgers eintragen.


    Und wenn man nun diese beiden Datenträger entmountet, und bei dem anderen PI ansteckt, kann man den PI vom neuen starten.


    Klonen ist etwas, was vollkommen überflüssig ist."DD" ist etwas für echte Festplatten, nicht aber für SSDs Und "dd" kopiert Fehler mit.

    Selber denken,
    wie kann man nur?