[Tutorial] Eine unendliche Geschichte: Raspberry 4B und USB-Boot

  • Deshalb meine Frage lässt sich das ganze auch wieder Rückgängig machen

    Da braucht man nichts rückgängig machen. Man kann wahlweise von SD oder USB booten.

    Je nachdem welches Bootmedium eingesteckt ist. SD-Karte rein >> SD-Boot, SD-Karte raus >> USB-Boot.


    Das wird in der bootloader_config geregelt


    Quote from raspberrypi.org

    BOOT_ORDER fields

    The BOOT_ORDER property defines the sequence for the different boot modes. It is read right to left and up to 8 digits may be defined.

    • 0x0 - NONE (stop with error pattern)
    • 0x1 - SD CARD
    • 0x2 - NETWORK
    • 0x3 - USB device boot usbboot - Compute Module only.
    • 0x4 - USB mass storage boot
    • 0xf - RESTART (loop) - start again with the first boot order field.
  • Na wer weiß welche Probleme da vielleicht im Hintergrund entstehen, um beim Raspberry Pi 3 kann man da nichts rückgängig machen:

    z.B:

    Raspberry Pi vorbereiten

    Falls du einen Raspberry Pi 3b+ hast kannst du diesen Teil der Anleitung überspringen. Das neuste Modell kann von Haus aus von USB booten. Für die Modelle 2B (nur v1.2) und 3B musst du ein Bit im OTP (one-time-programmable) Memory setzen. wie der Name schon sagt, kann dieses Bit nur einmalig gesetzt und nicht rückgängig gemacht werden. Das sollte dich aber nicht abschrecken. Die Benutzung mit einer SD Karte ist weiterhin möglich. Der Raspberry Pi versucht immer zuerst von der SD Karte zu booten. Ist das nicht möglich oder es ist keine SD Karte vorhanden wird von der angeschlossenen USB Festplatte gebootet

    Wenn auch hier steht, dass man entweder SD Karte oder USB Boot wählen kann, so ist das beim 3B nicht mehr soweit rückgängig machbar wie vor der Änderung. Deshalb die Frage, wie das bei aktuellen Raspberry aussieht.

  • Na wer weiß welche Probleme da vielleicht im Hintergrund entstehen, um beim Raspberry Pi 3 kann man da nichts rückgängig machen:

    Beim aktuellen Raspberrypi OS ist das inzwischen von Haus aus implementiert.

    s. auch mein Edit in #21

  • Neuer Bootloader für "stable"

    Ein sudo rpi-eeprom-update -a und ein sudo reboot reichen aus.


    MfG


    Jürgen

  • ... ist das recovery beendet und man kann ganz ohne Umweg über eine mSD Karte gleich auf die Festplatte/ SSD / USB oder was auch immer sein BS Flashen, anstecken und es bootet.:bravo2::bravo2:


    MfG Frank

    hallo Frank,


    ich habe das so gemacht, wie du geschrieben hast. Die grüne LED blinkte auch dann gleichmäßig und dauernd. Der Bildschirm war grün geworden. Also alles in Ordnung, oder?

    Ich wartete noch 2 Minuten und zog dann die Stromversorgung vom Raspi4 ab, entnahm die MikroSD-Karte, stöpselte eine 250GB Samsung Festplatte (keine SSD) mit externer Stromversorgung dran auf die ich vorher das


    ubuntu-mate-20.04.1-beta2-desktop-arm64+raspi.img


    geflasht habe. Schaltete den Strom für die Festplatte ein, wartete noch 15 Sekunden und gab dem Raspi4 dann auch seinen Strom.


    Es passierte nichts, außer dass die rote LED dauernd leuchtete.


    Du hast geschrieben ...Festplatte/ SSD / USB oder was auch immer...

    Naja, unter ODER WAS AUCH IMMER fällt halt auch eine USB-Festplatte (HDD) mit externer Stromversorgung.


    Hast du eine Idee, warum das nicht bootet?


    Viele Grüße

    Horst

    Viele Grüße

    Horst

  • nde2hxl

    Was sagt denn bei Dir die Eingabe ins Terminal:

    sudo rpi-eeprom-update

    ?

    Und wenn Du schon mal dabei bist, was sagt denn die Eingabe:

    lsusb

    ?

    Also wenn Du von SD Karte gebootet hast.

  • Hallo Horst,


    ich hatte vor einiger Zeit dieselben Probleme mit diesem Image und dem USB-Boot.

    Leider bisher ohne Lösung

    USB-Boot wird von ubuntu-mate-20.04.1-beta2 nämlich (noch) nicht unterstützt. Schau mal hier auf die offizielle Seite.


    Known Issues

    • The boot following initial setup is a little slow as the file system is automatically expanded and initial system configuration is completed.
      • After this, boot performance is prompt.
    • No USB booting (yet)

    Sehr schade, denn das Betriebssystem macht schon auf einer SD-Karte viel Freude.


    LG


    Steffen

    Raspberry Pi 4B mit 4 GB (Raspbian Buster USB-Boot_Stick/Ubuntu-Mate 20.10 USB-Boot-SSD, vorerst als Office-PC-Ersatz zum Kennenlernen, später vllt. noch Pihole)

  • Danke für den Tipp, ich warte aber lieber bis zur offiziellen Unterstützung.

    Raspberry Pi 4B mit 4 GB (Raspbian Buster USB-Boot_Stick/Ubuntu-Mate 20.10 USB-Boot-SSD, vorerst als Office-PC-Ersatz zum Kennenlernen, später vllt. noch Pihole)

  • @ repa1971:

    gebootet mit MikroSD ohne per USB angestöpselte Samsung 250 GB HDD:

    pi@raspberrypi:~ $ sudo rpi-eeprom-update

    BCM2711 detected

    Dedicated VL805 EEPROM detected

    *** UPDATE AVAILABLE ***

    BOOTLOADER: update available

    CURRENT: Fr 31. Jul 13:43:39 UTC 2020 (1596203019)

    LATEST: Do 3. Sep 12:11:43 UTC 2020 (1599135103)

    FW DIR: /lib/firmware/raspberrypi/bootloader/beta

    VL805: up-to-date

    CURRENT: 000138a1

    LATEST: 000138a1

    pi@raspberrypi:~ $


    gebootet mit MikroSD ohne per USB angestöpselte Samsung 250 GB HDD:

    pi@raspberrypi:~ $ lsusb

    Bus 002 Device 001: ID 1d6b:0003 Linux Foundation 3.0 root hub

    Bus 001 Device 004: ID 04d9:1603 Holtek Semiconductor, Inc. Keyboard

    Bus 001 Device 003: ID 093a:2510 Pixart Imaging, Inc. Optical Mouse

    Bus 001 Device 002: ID 2109:3431 VIA Labs, Inc. Hub

    Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub

    pi@raspberrypi:~ $


    dann per USB die Samsung 250 GB HDD angestöpselt:

    pi@raspberrypi:~ $ lsusb

    Bus 002 Device 001: ID 1d6b:0003 Linux Foundation 3.0 root hub

    Bus 001 Device 004: ID 04d9:1603 Holtek Semiconductor, Inc. Keyboard

    Bus 001 Device 003: ID 093a:2510 Pixart Imaging, Inc. Optical Mouse

    Bus 001 Device 005: ID 04b4:6830 Cypress Semiconductor Corp. CY7C68300A EZ-USB AT2 USB 2.0 to ATA/ATAPI

    Bus 001 Device 002: ID 2109:3431 VIA Labs, Inc. Hub

    Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub

    pi@raspberrypi:~ $

    Viele Grüße

    Horst

  • nde2hxl

    Starte mal dein Raspberry Pi OS von SD Karte und gebe das ins Terminal ein:

    sudo rpi-eeprom-update -a

    Wenn danach immernoch der Bootloader die Version "Fr 31. Jul 13:43:39 UTC 2020 (1596203019)" haben sollte dann gebe folgendes ein:

    Code
    sudo rpi-eeprom-update -d -f /lib/firmware/raspberrypi/bootloader/stable/pieeprom-2020-09-03.bin
  • Achso ich vergaß...das eeprom-update von beta zu stable zu ändern:

    Code
    sudo nano /etc/default/rpi-eeprom-update

    dort gehst Du mit dem Cursor zu beta und machst ein stable draus.

  • FW DIR: /lib/firmware/raspberrypi/bootloader/beta

    Da sollte als letztes Wort stable stehen, siehe auch Beitrag #1


    Und wenn es unbedingt Mate sein soll, bist Du nicht auf Ubuntu angewiesen:


    Kurzanleitung (https://raspberrytips.com/upgrade-raspbian-lite-to-desktop/)

    Installiere Buster(64) light, dann:

    sudo apt update

    sudo apt upgrade

    sudo apt dist-upgrade

    sudo reboot


    Weiter geht es mit:

    sudo apt install xserver-xorg


    Und zum Schluß Mate:

    sudo apt install mate-desktop-environment-core


    Jetzt noch für die etwas komfortable Paketauswahl:

    sudo apt install synaptic


    Edit: Ein Displaymanager fehlt noch:

    sudo apt install lightdm

    sudo reboot


    Du hast dann eine funktionierende, aber sehr einfache, schlanke Mate-Installation mit wenigen Anwendungen.

    Alles was Du sonst noch brauchst mußt Du zusätzlich installieren (deshalb Synaptic).

    Wie das aussehen kann siehst Du hier: RE: Zeigt her eure Desktops

    Falls Du dazu noch fragen hast mache bitte einen eigenen Thread auf, Danke.


    MfG


    Jürgen

  • Blacky1974

    Wenn Du unbedingt Ubuntu ausprobieren willst dann kann ich die das hier empfehlen:

    Ubuntu mit USB boot out of the Box

    Gibt es mit Mate-Desktop und auch Minimal (ohne Desktop benötigt Netzwerkkabel zur Installation eines Desktops) sowohl im ext4 als auch btrfs File System.

    Dieses "btrfs" macht auf einer SD Karte mehr Sinn weil es bis zu 40% platzsparender sein soll.

  • @repa1971


    pi@raspberrypi:~ $ sudo rpi-eeprom-update -a

    BCM2711 detected

    Dedicated VL805 EEPROM detected

    BOOTLOADER: up-to-date

    CURRENT: Do 3. Sep 12:11:43 UTC 2020 (1599135103)

    LATEST: Do 3. Sep 12:11:43 UTC 2020 (1599135103)

    FW DIR: /lib/firmware/raspberrypi/bootloader/stable

    VL805: up-to-date

    CURRENT: 000138a1

    LATEST: 000138a1


    komisch, sieht anders aus als vorhin (siehe #32)


    @repa1071

    Jürgen


    so, habe in rpi-eeprom-update jetzt stable eingetragen anstelle beta


    Was ich nicht verstehe, ist, wenn ich auf der SD-Karte etwas ändere, ist diese Änderung doch gar nicht mehr verfügbar, wenn ich von der HDD boote. Denn die SD-Karte habe ich ja vor dem Booten rausgenommen. Müsste ich die Änderung nicht auf der HDD machen?


    Wenn ich auf dem Eprom was ändere, also den Inhalt eines Raspi-Chips ändere, ist die Änderung noch da, selbst wenn keine SD-Karte drinsteckt oder HDD dran ist. Das verstehe ich.


    Jürgen

    du beschreibst doch die Installation von Buster(64) light auf einer SD-Karte. Ich will aber doch von HDD booten. Ich bin irritiert.

    Viele Grüße

    Horst

  • Steht auch im Tutorial (2. Kapitel Updaten übers Betriebssystem, letzter Absatz):

    Sollte das klappen, müßt ihr Buster neu einrichten und ganz wichtig:

    Den Eintrag: /etc/default/rpi-eeprom-update auf "stable" zu ändern


    du beschreibst doch die Installation von Buster(64) light auf einer SD-Karte. Ich will aber doch von HDD booten. Ich bin irritiert.

    Siehe Kapitel 4 im Tutorial

    4. Kapitel Von der SD-Karte auf die SSD

    Ich gehe mal davon aus, das Du das Tutorial gelesen und auch verstanden hast. Es ist die Voraussetzung für das Booten von der SSD.


    Der Vorschlag mit Buster Light und Mate geht auch erstmal von der SD-Karte aus.

    Allein mit Buster Light hast Du bereits die Werkzeuge um den RPi USB-Bootfähig zu machen.

    Für piclone (SD Card Copier) brauchst Du aber eine grafische Oberfläche, die hier noch auf der SD-Karte installiert werden muss.

    Und dann lies Dir das Kapitel 4 des Tutorials nochmal genau durch, hier wird das kopieren von SD auf SSD beschrieben

    Es kann sein das Du piclone mit sudo apt install piclone unter Mate erst installieren musst.

    Das TUT entstand mit Buster 64 Desktop, dort ist piclone bereits installiert.


    MfG


    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    vielen Dank für deine Geduld.


    Ich habe

    MikroSD-Karte 1: ubuntu-mate-20.04.1-beta2-desktop-arm64+raspi.img

    MikroSD-Karte 2: 2020-08-20-raspios-buster-armhf-full.img

    MikroSD-Karte 3: 2020-08-20-raspios-buster-arm64-lite.img


    Mit MikroSD-Karte 2 habe ich so verfahren, wie in #1 von dir beschrieben und es klappte auch alles bis

    Quote

    ...Nun kommt der nächste Schritt:

    Flasht dasselbe Image auf die SSD, entfernt die SD-Karte und versucht von SSD zu booten.

    Sollte das klappen, ...

    Die Samsung HDD bootete leider nicht. Es leuchtet nur die rote LED permanent.

    Dann mit New Partition UUID ankreuzen beim Kopieren probiert: Leider das selbe Ergebnis wie oben.

    Viele Grüße

    Horst

    Edited once, last by nde2hxl: neue Erkenntnisse ().