Pihole und Vodafone Station

  • Hallo zusammen,


    ich bin gerade dabei mir ein pihole einzurichten.

    Als Router habe ich als Vodafone Kunde die vodafone station. als ich nun die DNS Einstellungen abändern wollte, viel mir auf, dass das interface der VF Station keinerlei Möglichkeiten bietet, das zu bewerkstelligen.


    Weiß jemand von euch, was ich da tun kann ohne mir ne fritzbox zulegen zu müssen?

    Meine Recherchen zu dem Thema waren ohne Lösung.


    danke

  • Deine Recherchen waren da etwas ungenau, was die Ergebniss angeht :lol:

    Du musst bei der Vodafone Station die IP-Adresse des pihole in jedem einzelnen Endgerät eintragen, da die Station die notwendigen Änderungen nicht zulässt.

    Oder eine Fritzbox einsetzen, egal ob direkt (vermutlich wäre das die 6490 oder Ähnlich mit Kabelanschluss) oder eine 4040, die hinter der Station alle Internetaufgaben ausser dem direkten Zugang übernimmt. Eine 4040 gibt es schon für kleines Geld.......

  • hallo,


    also zum besseren verständnis meinerseits, du meinst ich muss in der station bspw. für meinen laptop/desktop/handy überall die static ip vom pi eintragen? Super umständlich, was ist mit Freunden die zu besuch sind etc? die können ohne konfig das pihole nicht nutzen?


    Wenn ich mir jetzt eine 4040 besorge, wieso kann ich die nicht direkt, wie eine 6490 benutzen?

  • Wenn ich mir jetzt eine 4040 besorge, wieso kann ich die nicht direkt, wie eine 6490 benutzen?

    Die 4040 hat kein eingebautes (DSL, Kabel, LTE) Modem.

    Sie ist ein reiner (W)LAN-Router, auf dem allerdings auch z.B. openwrt läuft, das Adblocking selbst kann. Man würde sich somit Pihole sparen können.

    Menschen die keine Ironie verstehen finde ich super!

    Edited once, last by llutz ().

  • Nicht automatisch-der Router macht den DNS-Server aber im Netzwerk bekannt.


    Das sind zwei unabhängige Aktionen, teile IP zu und übermittle den DNS-Server. Manche einfachen Router können zwar DHCP, aber lassen den DNS-Server nicht ändern, wie auch in diesem Fall.

  • Wenn du die Vodafone Staion nutzt, musst du die IP des pihole in jedem Endgerät eintragen, da die Station, im Gegensazu zur Fritzbox, den lokalen DNS-Server nicht verteilen kann, da dafür kein Eintrag in der Konfiguration besteht. Deine Freunde müssten das auch machen und nach Verlassen deines WLANs die Angaben wieder löschen. Ziemlich umständlich. Daher kannst du entweder direkt eine geeignete Fritzbox anschließen ODER hinter die Station eine 4040 oder Ähnliches setzen, die dann das Verteilen übernimmt. Mit dem aktuellen OpenWRT kenne ich mich nicht aus, aber das hört sich nach einer interessanten Sache an.

  • Okay danke erstmal für die Antworten.

    Echt blöd von Vodafone die Möglichkeiten so zu limitieren.

    Nur Mal Interesse halber, wie würde denn das " hinter die Station setzen" konkret funktionieren?

  • Die Station stellt quasi nur noch den Internetzugang her, alle anderen Funktionen werden auf den Router dahinter verlagert. Also zusätzlichen Router anschließen, in der Starion alle nicht benötigen Funktionen stilllegen und die benötigten Funktionen auf dem zweiten Router aktivieren.

  • Echt blöd von Vodafone die Möglichkeiten so zu limitieren.

    Du hast ja bei Vodafone die Möglichkeit, statt der "Vodafone Station" eine aktuelle Fritzbox zu nehmen. (5 Euro Aufpreis.)

    Die meisten machen das nicht und ärgern sich hinterher.

  • Wohl war.

    Du kannst ja versuchen, deinen Vodafone Vertrag upzugraden und deine Vodafone Station gegen Aufpreis gegen eine Fritzbox zu tauschen. Einige Anbieter machen das. Allerdings wirst du dann wieder die volle Mindestvertragslaufzeit haben.

  • Ist doch immer wieder interessant was Internetprovider tun um den Traffic des Kunden fuer WasAuchImmerZwecke ... vermutlich Werbung ... analysieren zu koennen.

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect." Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert =O Bei mir tut das raspiBackup automatisch ;)

  • Na na na framp, nicht so negativ, das ist doch nur zu Kundens Besten.

    Denn nur durch eigene DNS-Server kann $ISP sicherstellen, dass auch alles zur Kundenzufriedenheit funktioniert und dieser keine Probleme - z.B. durch fremde Einträge im Netzwerksetup - bekommt, die $ISP nicht beeinflussen kann.

    So oder so ähnlich würde die Antwort des ISP auf eine Frage des "warum kann ich nichts ändern" wohl lauten. Schöne neue Welt!

    sncr

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    Edited once, last by llutz ().

  • Man kann dauerhaft einen VPN-Provider dazwischen schalten. Dann sieht der ISP nix, dafür aber der VPN-Provider. Ob der etwas loggt oder nicht, kann man glauben, oder nicht ...


    M.w. ist der einzige tatsächlich ziemlich anonym funktionierende Weg der über TOR. Das ist aber eher nichts für unsere Gigabit-geile bunte Streamingwelt.

  • Es gibt nicht-trackende, freie DNS-Server (eine Frage des Vertrauens in diese Betreiberaussage) zur allg. Nutzung. Aber um diese zu nutzen, muss man die Möglichkeit haben, sie per DHCP im LAN zu verteilen oder sie händisch auf allen Clients einpflegen. Letzteres ist zumindest lästiger Mehraufwand.


    Quellen u.a.:

    https://wikileaks.org/wiki/Alternative_DNS

    https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_93d.htm

    https://www.ccc.de/censorship/dns-howto/

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  • Letzteres ist zumindest lästiger Mehraufwand.

    Wenn es nur für die eigenen Clients ist, kann man es ja noch machen. Ist zwar lästig, erspart aber einen neuen Router.

    Wenn allerdings die Besucher auch in den "Genuss" von Pihole kommen sollen, wie der TO das möchte, dann wird's echt zum Problem.

    Das wird kein Besucher machen.

    • Official Post

    Es gibt nicht-trackende, freie DNS-Server (eine Frage des Vertrauens in diese Betreiberaussage) zur allg. Nutzung.

    Ergänzend: Dann sollte man DoT verwenden, damit dem "Mann in der Mitte" die DNS-Anfragen nicht im Klartext vorliegen oder manipuliert werden können.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/DNS_over_TLS