Seafile als Dropbox und Owncloud Ersatz auf dem PI installieren

  • Hallo zusammen,


    da ich mit der Performance von OwnCloud nicht wirklich zu frieden auf dem Pi war,
    habe ich nach anderen Lösungen geschaut und Seafile gefunden.
    http://www.seafile.com


    Das habe ich mittlerweile schon 1 Jahr problemlos am laufen.
    Und ich bin wirklich zufrieden.
    Alles läuft stabil, schnell (für Pi Maßstäbe) und zuverlässig.
    Die Entwickler kümmern sich und Updates werden laufend angeboten.
    Sowohl für den Server als auch für die entsprechenden Clients für Android, iOS, PC und Mac.
    Die Installation ist recht simpel.
    Seafile bringt einen eigenen Webserver mit.
    Apache, lightttp und ngix können also getrost ausgeschaltet werden.



    1)
    Alle Pakete auf dem Pi aktualisieren


    Code
    sudo apt-get update
    sudo apt-get upgrade




    2)
    Alle von Seafile benötigten Pakete installieren


    Code
    sudo apt-get -y install python2.7 python-setuptools python-simplejson python-imaging sqlite3



    3)
    Um Ressourcen auf dem Pi zu schonen, könnt Ihr laufende Webserver einfach mit rcconf ausschalten
    Dazu muss zuerst rcconf installiert werden.


    Code
    sudo apt-get install rcconf


    rcconf mit sudo rcconf starten und bei den entsprechenden Paketen das Sternchen mit der Leertaste wegnehmen



    4)
    Benutzer anlegen


    Code
    sudo adduser seafile
    sudo su seafile



    Da nach in den Ordner


    Code
    cd /home/seafile


    wechseln



    5)
    Datenverzeichnis für Seafile auf einer USB Platte anlegen
    Legt ein entsprechendes Verzeichnis für Eure Daten auf Eurer USB-Platte, die unter /media gemountet ist, an.
    z.B.
    mkdir /media/momobay/Seafile


    6)
    Download des Seafile Version
    Der aktuelle Stand ist derzeit die Version 2.0.1


    Code
    wget http://seafile.googlecode.com/files/seafile-server_2.0.1_pi.tar.gz



    Dann entpacken wir das Archiv mit


    Code
    tar -xvf seafile-server_2.0.1_pi.tar.gz



    Das Archiv kann nach dem entpacken wieder gelöscht werden


    Code
    rm seafile-server_2.0.1_pi.tar.gz




    7)
    Nun wird der Server installiert
    Dazu wechseln wir in das neu erstellte Verzeichnis


    Code
    cd seafile-server-2.0.1



    Hier könnt Ihr mit


    Code
    ./setup-seafile.sh


    Die Installation starten


    8)
    Installation
    Wenn die Installation gestart ist, wird zuerst überprüft ob alle erforderlichen Pakete installiert sind.


    Dann müsst Ihr einen Namen für den Seafile Server vergeben
    z.B. SeafileCloud


    Dann die IP-Adresse Eures Raspberry PI's
    192.168.X.XXX


    Die Fragen nach den Ports könnt Ihr normalerweise einfach mit "Enter" bestätigen.
    Solltet Ihr andere Ports verwenden wollen, dort einfach andere Werte eintragen


    Bei der Frage nach dem Speicherort Eurer Daten gebt Ihr den Vollständigen Pfad des Verzeichnisses ein,
    welches Ihr unter Punkt 5 angelegt habt.


    Wenn alles eingeben worden ist, erscheint eine kurze Übersicht Eurer eingeben Daten.
    Mit "Enter" bestätigt Ihr diese und die Installation wird fortgesetzt



    Zum Schluss wird noch Seahub installiert.
    Das ist das Webinterface von Seafile
    Hier müsst Ihr eine Mailadresse und Euer Passwort eintragen, welches Ihr für den
    Zugang für das Webinterface und für die Clients benötigt.


    Nach einer kurzen Installationsphase werden Euch die Startkommandos und die Ports ausgeben,
    die Ihr evtl. für eine vorhandene Firewall benötigt.


    Gestartet wird wird der Seafileserver mit


    Code
    ./seafile.sh start



    Das Webinterface wird mit


    Code
    ./seahub.sh start


    gestartet.


    Nun könnt Ihr Euch mittels Webbrowser in das Webinterface von Seafile einloggen.
    Dazu gebt Ihr Ihr die Adresse Eures Pi's und den entsprechenden Port an.
    Also z.B.
    http://192.168.X.XXX:8000


    Nun noch die Mailadresse und das Passwort eintragen, welches Ihr während der Installation vergeben habt.
    Fertig.


    Wenn Ihr fragen habt, fragen ;)



    Grüße
    Blaster

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  • Das Raspberry-Paket bringt ja keine Möglichkeit mit, einen bereits vorhandenen MySQL-Server zu nutzen...
    Hast Du da einen Weg, der funktioniert?

  • Bei mir ging es immer nicht wenn ich datein von ca 600 mb runterladen wollte da musste ich dann immer die ganze bibleo downloaden
    hast du ähnlich probleme gehabt?

    Jeder hat mal bei [font="Arial"]Null[/font] angefangen!

  • Leider keine arm-architektur


    Keine Ahnung.
    In der aktuellen Raspi Version gibt es jede Menge Hinweise auf MYSQL.
    Wenn es kein "Hot-System" ist, vielleicht trotzdem mal dieser Anleitung folgen.
    Ich denke es müsste klappen.


    Grüße
    Blaster
    [hr]


    Bei mir ging es immer nicht wenn ich datein von ca 600 mb runterladen wollte da musste ich dann immer die ganze bibleo downloaden
    hast du ähnlich probleme gehabt?


    In der seafile.conf mal bitte diese Einträge prüfen und ggf Anpassen:


    Code
    [quota]
    # default user quota in GB, integer only
    default = 2



    [font="Consolas, Liberation Mono, Courier, monospace"]sowie:[/font]



    Danach Server neu starten



    Grüße
    Blaster

    Edited once, last by Blaster ().

  • mal was anderes zu Seafile: Taugt die Androidapp was? Die von OC ist ja eher bescheiden, leider.. Wie gestaltet sich das teilen von Dokumenten?


    Liegen die Daten eigentlich verschlüsselt auf dem Speichermedium, das an dem RPI angeschlossen ist bzw. da wo man die Daten/Cloud ablegt? Schon Bugs auf dem RPI erkannt?

  • bei der seafile conf die öffne ich doch so oder sudo nano /media/*speicherort*/seafile.conf
    *speicherort* bei mir usb1
    so hab ich es gemacht da stehen aber bloß die ports drinn mehr nicht


    achja vllt noch was zur ergänzung mach doch in eine crontab den auto start des seafileserves



    @reboot /home/seafile/seafile/seafile-server-2.0.1/seafile.sh start

    Jeder hat mal bei [font="Arial"]Null[/font] angefangen!


  • mal was anderes zu Seafile: Taugt die Androidapp was? Die von OC ist ja eher bescheiden, leider.. Wie gestaltet sich das teilen von Dokumenten?


    Liegen die Daten eigentlich verschlüsselt auf dem Speichermedium, das an dem RPI angeschlossen ist bzw. da wo man die Daten/Cloud ablegt? Schon Bugs auf dem RPI erkannt?


    Zu Android kann ich nix sagen.
    Die iPhone App ist gut.
    Aber da erwartet ja jeder immer etwas anderes ;)


    Man legt sog. Bibliotheken in seinem Account an.
    Diese können verschlüsselt werden.
    Die Verschlüsselung finden nicht nur auf dem Server, sonder auch auf dem Client statt.


    Nachteil der Verschlüsselung, man kann Daten nur für Seafile Accounts freigeben.
    Unverschlüsselte Daten können auch per "Link" via Mail freigegeben werden.



    Bugs bisher keine gehabt.



    Grüße
    Blaster
    [hr]


    System Bootup:
    https://github.com/haiwen/seaf…e-server-at-system-bootup
    So habe ich es gemacht.


    Du musst die fehlenden Zeilen natürlich ergänzen und die Datei neu abspeichern.
    Da nach den Server kurz neu starten.




    Grüße
    Blaster

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  • Danke mit dem crontab geht auch ;)


    endlich einer der sich mit seafile auskennt da ich in im gebiet neu bin (Linux) werd ich wohl öfters auf dich zurückgreifen :)


    Edit: wie ändere ich dir root rechte auf user seafile weil wenn ich was mit dem user seafile mache verlangt er pw und dann kommt ein soviel wie seafile ist nicht im root ordner

    Jeder hat mal bei [font="Arial"]Null[/font] angefangen!

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  • Or ey ich mach irwas immer falsch hab jetzt schonmal bei ubuntu wiki geschaut wegen den
    rechten aber ich bekomm es nicht auf die reihe :wallbash:


    und wenn ich die conf. ändere dann geht es nicht mehr selbst nach einem reboot
    und wenn ich [font="monospace, serif"][font="monospace, serif"]./seafile.sh restart [/font][/font]
    mache kommt nur bash verzeichnis nicht gefunden


    ich weiß echt nicht weiter

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  • Ich habe Seafile gestern mal getestet und was die Lösung kann, macht sie auch ganz gut. Installation auf dem PI ist sehr simpel und der integrierte Webserver läuft sehr flüssig (wesentlich flotter als Owncloud). Leider ist Seafile im Funktionsumfang noch etwas eingeschränkt. KO-Kriterien für mich sind


    - Windows-Client unterstützt keinen Proxy-Server
    - Android-App kann immer nur ein File hochladen



    Klaus


  • In der nächsten Version wird der Server WebDAV können.
    Damit können jede Menge "Fileverwalter" auf den Mobilgeräten (iOS z.B. Dokuments, etc) auf Seacloud zugreifen.



    Grüße
    Blaster

  • Danke für die Anleitung!


    Ich wollte Seafile auch ausprobieren, allerdings scheitere ich mit der Installation auf meinem RPI.
    Ich benutze ArchLinux.
    Bei der Installation bekomme ich folgende Fehlermeldung:


    setuptools ist aber eigentlich installiert:


    Kennt das Problem zufällig jemand und kann mir helfen?

  • das problem hatte ich als ich in der sealife.conf rumgespielt habe und ich dann das image raspbian neu aufspielte aber vergaß auf meiner externen festplatte die seafile daten zu löschen
    vllt hilft dir das irgendwie weiter
    ich hab heute erstmal genug:@
    und setze mich bei mir morgen wieder ran :D

    Jeder hat mal bei [font="Arial"]Null[/font] angefangen!

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  • das problem hatte ich als ich in der sealife.conf rumgespielt habe und ich dann das image raspbian neu aufspielte aber vergaß auf meiner externen festplatte die seafile daten zu löschen
    vllt hilft dir das irgendwie weiter
    ich hab heute erstmal genug:@
    und setze mich bei mir morgen wieder ran :D


    Schau mal bitte im Unterverzeichnis "ccnet" in die Datei seafile.ini
    Steht dort der richtige Pfad zu Deinem Datenverzeichnis.
    Poste mal Deine seafile.conf hier



    Grüße
    Blaster

  • ok mach ich mal :thumbs1:

    Jeder hat mal bei [font="Arial"]Null[/font] angefangen!

  • das ist der pfad von ccnet /media/usb1
    wenn ich cat /home/seafile/ccnet/seafile.ini eingebe


    seafile conf.


    [database]
    type=sqlite


    [network]
    port=12001


    [httpserver]
    port=8082


    aber was ich nicht verstehe ich habe seafile der gruppe root hinzugefügt
    (sudo adduser <benutzername> root und mit sudo gpasswd -a name_des_Benutzers Gruppenname)
    bekomm aber trotzdem keine berechtigung
    wenn ich z.B wenn ich wieder mit sudo su pi den beutzerwechseln will

    Jeder hat mal bei [font="Arial"]Null[/font] angefangen!

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  • Immer diese multiplen Problemlagen ;)
    Fangen wir mal mit dem root User an.
    Warum überhaupt?
    Es würde reichen den User seafile in die Gruppe "pi" einzuordnen.
    Dann hat seafile genügend Rechte.
    Editiere mal /etc/group
    Dort wirst Du so etwas finden:


    Code
    root:x:0:
    daemon:x:1:
    bin:x:2:
    sys:x:3:


    Trage hinter root : x : 0 : seafile ein.
    Also


    Code
    root:x:0: seafile
    
    
    Leerzeichen hinter 0: weglassen. Das Forum macht hier Smilies draus ;-)


    Analog zur Gruppe pi, wenn seafile in diese Gruppe eingetragen werden soll.
    Die Felder in der Datei Group von links nach rechts:
    Gruppenname:Gruppenkennwort:GID:Mitglieder



    So nun zum eigentlichen Problem.
    Ist der Pfad in der seafile.ini denn richtig?
    Hast Du keinen Unterordner mehr in der Festplatte für seafile?


    Gibt es im Homeverzeichnis von seafile (/home/seafile/)
    folgende Ordner?


    Auf der Festplatte (im Seafileordner) müssten folgende Ordner vorhanden sein:



    Grüße
    Blaster

    Edited once, last by Blaster ().

  • Wie kann ich das machen das der Seafile-Server beim Start der Pis automatisch gestartet wird? Jetzt ist es noch so das ich den immer manuell starten muss. Danke schonmal.