Was der Opa noch wusste...

  • Computer interessierten mich lange nicht besonders, dafuer aber Elektronikbasteleien und der umfangreiche Conrad-Katalog. In den 90ern dann der erste PC ein 486 SX 25 mit 4 MB RAM, darauf dann irgendwann meine erste Linux-Installation (Slackware). Ein paar Jahre spaeter durfte ich (aus einen Zufall heraus) eine MicroVAX mit VMS 5.5 administrieren und mich in VMS einarbeiten. Spaeter hab ich dann alte Unix Workstations gesammelt. Ich denke mir immer, wer nicht mal mit den alten grossen lauten Kisten gearbeitet hat, kann die Faszination fuer so einen Raspi nicht voll und ganz nachvollziehen. ;)

  • 1989 ein ATARI STM 520 mit 1MB Erweiterung und 2-seitigem Laufwerk. Ein Jahr oder zwei später ein AMIGA 500. Beiden mit Assembler zu leibe gerückt, um Demos zu programmieren. Auf dem ST mit wenig Erfolg, aber auf dem AMIGA kamen ein paar nette Effekte zusammen. Die ersten zwei Jahre des Informatik Studiums dann noch mit dem AMIGA 1200. Aber dann war Schluss. Der AGA Chipsatz war nicht mehr zeitgemäß, spiele wie Wing-Commander, Wolfenstein und DOOM auf dem AMIGA bestenfalls ein Abklatsch ihrer selbst.


    Ich habe aber immer noch ein paar Details im Kopf, wie zb das Register BLITSIZE $dff040 zum starten eines Blitvorgangs, und ab $dff180 lagen die Farbregister.

  • In den frühen 80ern war der Sinclair ZX81 mein Einstieg in die Computerwelt. Ich war damals etwas neidisch auf die Mitschüler mit fetterem Taschengeld, die sich einen C-64 leisten konnten, der immerhin eine "richtige" Tastatur und Sound und Grafik hatte - aber ehrlich gesagt: Besser programmieren konnten damals wir Sinclairianer! :) Ich bin im Nachhinein noch verblüfft, was wir den spärlichen Ressourcen mit Peek und Poke so alles entlocken konnten. Ich werde ganz nostalgisch, wenn ich daran denke, wie der eigene Basic-Code per Audio-Kassette gespeichert und eingelesen wurde. Man wusste nie so richtig, ob es klappt und ob die Listings einen Bandsalat überlebt hatten. Damals saßen wir am Wochenende am TV und guckten fasziniert den da schon legendären WDR-Computerclub, wo Code in Form von Gepiepe und Gepfeife gesendet wurde, den man mit dem Kassenrecorder aufnehmen und einlesen konnte. Hach, waren das coole Zeiten. Schwelg. :)

  • mein erster:

    https://www.logikus.info/

    1968 unterm Weihnachtsbaum!

    ich glaube ich bin immer noch Erster!:denker:

    hat denn keiner mit dem Logikus angefangen:?:

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • hat denn keiner mit dem Logikus angefangen:?:

    Dafür bin ich definitv zu jung! :lol:
    Der richige Smiley wäre: "Auf die Hand speib und ins Haar wisch")

  • meine lehre war ein schicke zeit.

    programmieren gelernt, in maschinencode, assembler und pl/1

    mit lochstreifen im krs getestet.

    das leben ist hart, aber wir müssen da durch.

  • Ende 70 (glaube 79) ein Z80 auf Rasterplatte, 8 Zoll Floppy und CP/M. War damals echt Stress das Zeug aus den Staaten zu bekommen, wegen Osblockembargo.

    Angefangen hat die "Sucht" mit einem TI59. 1 oder 2 Jahre vorher.

    Geht nicht, gibts nicht. Reine Preisfrage....

  • hat denn keiner mit dem Logikus angefangen:?:

    Aber weil Du es sagst:
    Vor dem ersten Commodore-Computer gab's bei uns im Hause noch so einen Fischertechnik Experimentierkasten mit den 14-poligen Gatter-ICs der 74er-Serie (AND, NAND, NOR, und noch einer). Mit Drahtbrücken konnte man die Pins verbinden. Zum Ansteuern eines kleinen Motors oder von klassischen Glühbirnchen war noch ein Relais verbaut. Als Sensoren waren auch nackte Fotowiderstände dabei.

    Das Zeug hat mein Vater irgendwann in den frühen 80ern dahergebracht, seines Zeichens gelernter Radio- und Fernsehtechniker. Leider ohne die Fischertechnik-Bausteine. Das Netzgerät dafür hat er selber gebaut, wenn er gerade keine Fernseher von Bekannten reparieren musste:
    Trafo aus einem verschrotteten Schaltschrank der Deutschen Bundespost (a.k.a. Telekom) ausgebaut, Elektronik zum Einstellen der Spannung (0-20V) immer abends am Küchentisch auf Lochrasterplatinen aufgebaut. Einen zweiten 5V-Ausgang mit 7805. Beide Ausgänge für uns Kinder kurzschlussfest, was damals nicht selbstverständlich war!
    War eine schöne Zeit...


    EDIT:
    Das Netzgerät funktioniert noch und ich habe es immer wieder im Einsatz.

    Hinten ist ein Leistungstransistor zum Einstellen der Spannung eingebaut. Sauschwer zu lesen, aber ich meine, es ist ein 2N3055.

  • hat denn keiner mit dem Logikus angefangen

    Frag mich nicht wann - aber irgendwann spaeter nach meinen 74xx Erfahrungen hatte ich auch mal das Vergnuegen mit dem Ding. War lustig damit rumzuspielen mit meinen Erfahrungen. Aber das war definitiv > 68. Du scheinst unser Grufti zu sein :fies:

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect."

    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert =O Bei mir tut das raspiBackup automatisch ;)

  • Leider gab's noch keine Computer, als ich anfing rumzulöten. Das Lag an der Zeit und dem Ort... Daher bastelte ich mir einen Taschenrechner, basierend auf dem legendären U821D. Ja, zu dieser Zeit erfolgte die Subtraktion noch fast in umgekehrt polnischer Notation. Und nachdem ich auch kein Geld für Lötzinn hatte, holte ich mir halt eine Stange aus Opas Werzeugkoffer, die er immer hernahm, wenn er Dachrinnen lötete. Mit dem Seitenschneider einen Klumpen abgeknipst, mit dem Lötkolben aufgenommen, dann ich eine Schale Kolophonium tropfen gelassen und wieder raus aus dem Kolophonium und schnell zur Lötstelle transportiert, bevor das Flußmittel wieder weg war. So ging das damals. Natürlich glänzte keine der Lötstellen! Daher dann den Pinsel genommen und feste drübergebürstet. Die Lötstellen waren zwar innerlich nicht besser als vorher, aber sie glänzten :) Mein ABI mußte ich allerdings immer noch mit dem Rechenschieber machen - trotzt tollem Rechner.

  • Du scheinst unser Grufti zu sein

    :baeh2::baeh2::baeh2:


    nicht mal das, hier gibt es noch viel ältere Knochen, aber alles Spätentwiggler :lol:

    Leider gab's noch keine Computer, als ich anfing rumzulöten

    ohne Lötkolben gab es frühere wie ich zeigte!:auslachen:

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Ist schon interessant, wie früh ihr alle eure ersten Erfahrungen mit Rechnern gemacht habt.

    Ich hatte mich früher mehr für Technik und Motoren interessiert. Ich hab es mit 12 Jahren geschafft, einen 2-Takt- Motor einer Gartenfräse zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen.

    Meinen ersten Kontakt mit Rechnern hatte ich, nachdem ich 1989 eine Umschulung zum Zerspanungsmechaniker gemacht habe und mein Chef bei meiner ersten Arbeitsstelle nach der Umschulung einen programmierbare Taschenrechner hatte, den er mit "basic" programmiert hatte um auf einfache Weise Winkel und Koordinatenpunkte (Lochkreise)... ausrechnen zu können.

    Außerdem hatte er einen Laptop, (286er) der so schwer war, dass er als Fluggepäck nur gegen Aufpreis befördert werden würde. :)

    Aber den Taschenrechner musste ich auch haben. Und ich habe mir auch einen gekauft und programmiert.


    Mein erster Computer war dann mit Windows 95 mit 1 GB Festplatte, den ich nach zwei Wochen verbastelt hatte.

    Also was machen? "Format C:)

    War ja eine CD dabei zur Neuinstallation dabei.

    Da fingen die Probleme an,

    CD rein eingeschaltet (keine Reaktion)

    Hab mich schlau gemacht, die Zeitschrift Chip abonniert. Dort bin ich dann dahinter gekommen, dass das CD-Laufwerk nur mit einer Boot-Diskette angesprochen werden kann auf der sich ein Standardtreiber für das CD-Rom befindet.

    Schon merkwürdig, dass ein PC "für damals viel Geld" mit CD-Rom und einer Recovery CD verkauft wird ohne Boot-Diskette.


    Ab da hatte mich das Rechnervirus auch gepackt und bis heute nicht losgelassen.

  • Ich hatte mich früher mehr für Technik und Motoren interessiert. Ich hab es mit 12 Jahren geschafft, einen 2-Takt- Motor einer Gartenfräse zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen.

    :thumbup:

  • Spaeter hab ich dann alte Unix Workstations gesammelt.

    Ich habe hier noch eine alte DECStation 5000/240, mit voll ausgebauten Speicher, Storage Expansion,

    Monitor und Tastatur.

    Dazu noch die Handbücher über Ultrix.

    Ich wollte die mal in Betrieb nehmen, aber dafür habe ich keine Zeit mehr.

    Inzwischen steht sie hier nur noch herum und wird wohl noch dieses Jahr in den Elektronikschrott gehen.


    MfG


    Jürgen

  • Ist interessant zu lesen wann wer wie mit Computern angefangen hat. Aber ich hoffe ein jedem ist bewusst dass er/sie sich als Gruftie hier im Forum outet ... Google und Co wissen das sehr wahrscheinlich schon. Nur mal so erwaehnt fuer Grufties denen Anonymitaet wichtig ist :shy:

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect."

    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert =O Bei mir tut das raspiBackup automatisch ;)

  • Ich hab es mit 12 Jahren geschafft, einen 2-Takt- Motor einer Gartenfräse zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen.

    meine Hochachtung, in Mechanik behielt ich immer einige dieser absolut überflüssigen Schrauben übrig und trotzdem funktionierte es meist:lol:

    Schon merkwürdig, dass ein PC "für damals viel Geld" mit CD-Rom und einer Recovery CD verkauft wird ohne Boot-Diskette.

    definiere "viel Geld"

    Ich hatte gerade vor Kurzen mit meinem alten Chef (vor 34 Jahren) telefoniert und er erinnerte sich an unseren "Streit"

    Ich wollte die ersten PC 1988 mit 40GB!!!! Platten bestellen, er fragte nur was man da alles Aufspielen will und änderte es zu 20GB.


    Ein halbes Jahr später schrieen alle Kollegen die Platte ist voll und es musste teuer 14x 40GB nachbestellt werden -> 14x 20GB für den Schrott!

    Merke jedes "Angebot" wurde preisoptimiert immer mit dem Minimum ausgeliefert, jeder Computer, jeder Chip, jeder programmierbare Rechner!

    PET2001

    CBM Serie

    Apple

    PC

    Sharp

    Casio

    AtariST


    einfach alle!

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Hallo zusammen,


    ja, der Bärlina ist der Senior in unserer Runde.


    Bei mir fing das im 2 Computerkzrs mit einem Commodore 8296 an (BASIC).


    Dann brkam ich einen VC-20. Den programmierte ich zunächst auch in BASIC, später dann in Assembler. War 'ne feine Sache, dann eigene Kommandos in BASIC nutzen zu können.


    1987 habe ich mir dann einen Amiga 2000 B (?) gekauft. Über BASIC und Assembler, sehr kurz C blieb ich dann bei Draco hängen.


    Nachdem das eine Studium abgeschlossen war und ich nach 2 + 4 Tagen Arbeit für + in einem Unternehmen etwas begriffen habe, war ich dann zwar selbständig, mit PC aber ohne Programmieraufgaben.


    2003 vertiefte ich mich in ein paar exotische Programmiersprachen. Eine davon hat's mir richtig angetan.


    2012 ... ach ja ... Icon und Assembler, Lazarus/FreePascal ...


    Beste Grüße - aktuell aus Minga!


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

  • meine Hochachtung, in Mechanik behielt ich immer einige dieser absolut überflüssigen Schrauben übrig und trotzdem funktionierte es meist

    Schrauben sind auch bei mir nicht alle verbaut worden. :)

    Meine Eltern hatten damals zwar eine Gärtnerei, aber Geld war nie viel da.

    Also habe ich den Motor selbst auseinandergenommen. dabei habe ich dann festgestellt, dass die Kolbenringe gebrochen waren.

    Neue besorgt und wieder eingebaut. Hilfsmittel waren zwei Schuhbänder und viel Öl um diese zusammenzuziehen und den Kolben vorsichtig einzuführen.

    Aber die Fräse lief danach wieder.

    definiere "viel Geld"

    1700 DM waren damals schon viel Geld. Zumindest für mich.

  • Aber ich hoffe ein jedem ist bewusst dass er/sie sich als Gruftie hier im Forum outet ...

    Das ist mir schon klar. aber "Grufties" können auf Erfahrungen zurückgreifen, die ein "Newbie" noch gar nicht haben kann.

    Mal ehrlich. wir sind doch damals schon mit 14 oder 15 in die Lehre gegangen und haben praktische Erfahrungen gesammelt, was auch nicht geschadet hat.

    Heutzutage fängt die Praxis doch frühstes mit 20 an.

    In dem Alter habe ich bereits die ersten ABS-Systeme in LKW-Auflieger und Anhänger eingebaut und verkabelt, Edelstahltanks zusammengeschweißt.....

  • Heutzutage fängt die Praxis doch frühstes mit 20 an.

    Optimist, Hotel Mama und nach dem Studium mit 30 wenns gut läuft :lol::lol::lol:

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)