GPIO als Eingang benutzen

  • Hallo,

    an meinem Pi 3 möchte ich den 3,3V-Anschluss (PIN 1 oder PIN 17) an einen Taster heranführen, und vom Taster auf einen GPIO (als Eingang).

    Anschließend soll am GPIO der Zustand (High, Low) ausgelesen werden.

    Mich quälen jetzt zwei Fragen:


    - Brauche ich zwingend einen Widerstand?

    Oder was passiert, wenn der Taster gedrückt wird und der 3,3V-PIN direkt (ohne Widerstand) am GPIO anliegt? Geht dann der Pi kaputt, weil der Strom nicht begrenzt wird?


    - Da der PIN 1 schon anderweitig belegt ist, möchte ich den PIN 17 als Spannungsquelle heranziehen. Mit meinem Spannungsmesser messe ich aber keine 3,3 Volt, sondern nur 2,45 Volt. Woran liegt das?

    • Official Post

    an meinem Pi 3 möchte ich den 3,3V-Anschluss (PIN 1 oder PIN 17) an einen Taster heranführen, und vom Taster auf einen GPIO (als Eingang).

    Nein das willst Du nicht. Du willst einen GPIO gegen GND (und nicht 3V3) schalten! ;)


    Da der PIN 1 schon anderweitig belegt ist, möchte ich den PIN 17 als Spannungsquelle heranziehen.

    Das willst Du auch nicht! :no_sad: //Edit Siehe eins weiter!


    Mit meinem Spannungsmesser messe ich aber keine 3,3 Volt, sondern nur 2,45 Volt. Woran liegt das?

    Weil hight nicht zwangsläufig 3V3 sind. //Edit: Habe nochmals nachgeschaut https://de.pinout.xyz/# Was für ein Netzteil verwendest Du? :conf:


    - Brauche ich zwingend einen Widerstand?

    Kommt darauf an wie und womit Du den Zustand des GPIO auslesen willst. Mit Python3 und dem Modul gpiozero ist ein externer Widerstand nicht zwingend notwendig, schadet aber auch nicht. Siehe hier: https://gpiozero.readthedocs.i…table/recipes.html#button

  • - Da der PIN 1 schon anderweitig belegt ist, möchte ich den PIN 17 als Spannungsquelle heranziehen. Mit meinem Spannungsmesser messe ich aber keine 3,3 Volt, sondern nur 2,45 Volt. Woran liegt das?


    Oh, oh


    Was hängt denn an Pin 1?

    Entweder ist dein Messgerät schlecht oder du hast eine schlechte Masse gehabt oder Pin 1 zieht die 3.3 V auf 2.45 Volt runter, was eigentlich den Betrieb des Raspberry Pi sofort einstellen müsste.


    Der 3v3 (3,3 Volt) Stromversorgungsanschluss auf dem Pi liefert maximal 50 mA. Das ist genug um ein paar LEDs oder ICs anzusteuern, aber auch nicht viel mehr.

    Generell solltest Du eher die 5V Stromversorgung benutzen - zusammen mit einem 3,3 Volt Spannungsregler für 3,3 Volt Projekte.


    - Brauche ich zwingend einen Widerstand?

    Besser sogar 2.

  • Hallo Experten!

    Das Problem mit den 2,45 Volt hat sich geklärt!

    Die Fehlerursache war eine nicht durchgängige Masse am Breadboard!


    Abschließend noch eine "Wer-wird-Millionär-Frage":


    Ausgangslage: Schaltung mit Taster (VCC 3,3V) und Pulldown-Widerstand (siehe Skizze). Der Taster ist gedrückt.

    Ab welchen Widerstandswert fällt die Spannung am GPIO unter 3,3V?

  • Ab welchen Widerstandswert fällt die Spannung am GPIO unter 3,3V?

    Die fällt eigentlich "nie" unter 3,3 V - warum sollte sie? Es sei denn du wählst den Widerstand so klein, dass deutlich mehr als 1 A fließen und die Spannungsquelle einbricht, also deutlich unter 5 Ohm - das ist quasi ein Kurzschluss. (Da brauchst du aber erst mal einen Widerstand, der das aushält...)

    (NAchtrag. 1 A gilt für 5 Volt - bei 3,3 V sind es 50 mA - natürlich - aber auch da musst du also mit einem Widerstand unter 100 Ohm dran, das macht ja keiner.)

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

    Edited 2 times, last by Gnom ().

  • Die GPIOs bekommen im Bootprozess einen eindeutigen Zustand: GPIO 0 bis 8 high, GPIO 9 - 27 low.

    Dieser Zustand der Pullups/downs kann durch ein Modul (=Treiber/dtoverlay), einen Eintrag in config.txt, oder zuletzt durch ein gestartetes Programm, geändert werden.


    Es hängt daher vom gewählten GPIO Pin für den Taster ab, ob die Hardware bis zum Programmstart allenfalls zuckt.


    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Die Fehlerursache war eine nicht durchgängige Masse am Breadboard!

    bekannt!

    Ausgangslage: Schaltung mit Taster (VCC 3,3V) und Pulldown-Widerstand (siehe Skizze). Der Taster ist gedrückt.

    ist immer noch Mist, stell dir vor Softwarefehler, Kernel ist mal anders und der Port wird auf Ausgang low geschaltet, drückt einer den Taster raucht es!

    besser ist immer Taster schaltet nach GND mit einem pullup der den Strom begrenzt.

    Man fragt dann nicht high ab sondern low, Taster gedrückt!

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Die fällt eigentlich "nie" unter 3,3 V - warum sollte sie? Es sei denn du wählst den Widerstand so klein, dass deutlich mehr als 1 A fließen und die Spannungsquelle einbricht, also deutlich unter 5 Ohm - das ist quasi ein Kurzschluss. (Da brauchst du aber erst mal einen Widerstand, der das aushält...)

    Das war ja auch nur eine theoretische Frage.

    Lt. dem Zitat von DeaD_Eye liefert der 3,3Volt-Stromversorgungsanschluss auf dem Pi maximal 50 mA.

    Nach der Formel "R = U \ i" --> 3,3V \ 0,05 A = 66 Ohm müsste der Widerstand weniger als 66 Ohm betragen, damit am Widerstand nicht mehr die vollen 3,3 Volt abfallen.

    Ist diese Rechnung richtig? (vorausgesetzt natürlich, dass der gedrückte Taster 0 Ohm hat)


    @hyle: ich habe die Schaltung von Pulldown auf Pullup geändert.

  • Korrekt - ich hatte den 5V-Pin vor Augen, als ich an 1A dachte...
    Aber auch einen Widerstand <66 Ohm schließt ja niemand an den Pin an... Die Pullups liegen gewöhnlich zwischen 10K und 50K, als Schutzwiderstand ist 1K ok.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • Ist diese Rechnung richtig? (vorausgesetzt natürlich, dass der gedrückte Taster 0 Ohm hat)

    Die Rechnung ist richtig aber trotzdem unsinnig.

    Da könntest du auch versuchen die Spannung aus der Netzsteckdose runterzudrücken!

    Die 50mA sind ein Anhaltwert wo der PI keinen Schaden nimmt und noch funktioniert, ob dabei mit 66 Ohm die Spannung wirklich absinkt auf deinen vermuteten Wert ist und bleibt fraglich.

    Es gibt theoretische Fragen die ergeben nur Unsinn.

    Im Bus sind 5 Leute, 10 steigen aus, es müssen wieder 5 Leute einsteigen damit der wieder leer ist.:lol:

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)