Raspberry Pi 4 - Booten mit zwei SSD-SATA gleichzeitig und ohne SD-Karte

  • Es klang zunächst simpel:

    - Vorgefertigtes Image auf die SSD

    - Klonen mit dd auf eine zweite Reserve-SSD

    - Bei Ausfall der ersten SSD einfach die Reserve-SSD weiterbetreiben

    Nur dass ich dich jetzt richtig verstehe.

    Du meinst, wenn du 2 identische SSD's am Pi betreibst, hast du bei Ausfall der einen SSD eine 2. SSD, die auf dem gleichen Stand ist wie die erste?

    Die sdb wird doch nicht automatisch mit sda synchronisiert.

  • Franjo G, ja genau, das war meine ursprüngliche Idee:


    - 2 identische Platten dranhängen,

    - die eine Platte ist /dev/sda und mit der wird "gearbeitet",

    - die andere hängt als Reserve daneben und wird regelmäßig oder bei Bedarf über dd und/oder rsync synchroniert (cron-Job)

    - bei Ausfall klemme ich die sda einfach ab und (schwups) die Reserve-Platte läuft dann einfach weiter.

    (Ich besorge mir dann wieder eine neue Platte und das Spielchen geht weiter...)


    Ohne eine Reserve-SSD möchte ich keine Nextcloud betreiben. Und bei einem Ausfall möchte ich möglichst wenig Arbeit haben.


    Ubuntu 20.04 habe ich wegen der 5 Jahre Updateunterstützung genommen. Es ist aber leider im Gegensatz zu 20.10 nicht von vorherein in der Lage, von einer USB-Platte zu booten. Daher habe ich auf ein Image aus dem Netz zurückgegriffen.

  • - die andere hängt als Reserve daneben und wird regelmäßig oder bei Bedarf über dd und/oder rsync synchroniert (cron-Job)

    Das mit dd ist aber die schlechteste Möglichkeit, da wie du siehst auch die UUID's sowie die PAARTUUID's kopiert werden.

    Die Platten sind somit nicht mehr eindeutig ansprechbar.

    Es mag zwar im Moment mit sdax bzw. sdbx funktionieren, aber was passiert, wenn die sda beim nächsten booten.... als sdb erkannt wird, was du gar nicht merkst??

    Dann kopierst du auf einmal nicht wie du vorhast von sda > sdb, sondern von sdb > sda. Und dann war's das mit deiner Sicherung.

  • Mal schauen, ob es eine elegante Lösung gibt

    'dd' ist nicht das Mittel der Wahl zum kopieren von Daten


    Möchte Man Daten Kopieren, nimmt man nicht 'dd', denn 'dd' kopiert zu viel, und teilweise auch das falsche.


    Möchte man zum Beispiel eine SD-Karte so kopieren, dass ein PI von einer SSD startet, dann legt man auf der SSD zwei partitionen in der gewünschten Größe an udn kopiert auf einem anderen Linux-System (zweiten PI...) die beiden Partitionen einzeln.


    Auf dem zweiten Rechner legt man zwei Verzeichnisse an, in dem ersten mounte man die Quell-Partition (/mnt/1), im zweiten die Zielpartition (/mnt/2).

    Dann geht man am einfachsten in den Mountponit und der gemounteten Quellpartition und gibt den folgenden Befehl ein:

    Code
    tar cf - . | (cd /mnt/2; tar xvf -)

    Wenn das durch ist, passt man bei der ersten SSD-Partiotion (/mnt/2/cmdline.txt) den Namen der Root-Partition [der zweiten] an mit den PART-UUID dieser Partition an)

    Ist man damit fertig, umounte man diese beiden Partitionen dun mounen die /-Partitionen der beiden Datenträger. Man geht wieder nach /mnt/1 und wiederholt den obigen Befehl.

    Ist nun der Befehl fertig, geht man nach /mnt/2/etc/ und passt in der 'fstab' die beiden Partitionen / und /boot an, hier wieder die beiden UUIDs der SSD eingtragen.


    Jetzt kann man die beiden Datenträger wieder umounten und die SSD an dem Wunsch-PI anstecken.

    Dieser sollte jetzt ohne Probleme von der SSD starten.

    Die SD-Karte kann man in einem anderen PI weiterverwenden, man sollte nur bei dem Computernamen und die SSH-Key aufpassen. Den Namen kann man einfach ändern, da die SSH-Keys die gleiche des Kopierten PIs ist, sollte man diese auf einem der beiden PIs ändern.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Dann kopierst du auf einmal nicht wie du vorhast von sda > sdb, sondern von sdb > sda. Und dann war's das mit deiner Sicherung.

    Das ist mir jetzt auch klar geworden!


    Zu welchem Ansatz würdest du mir momentan raten? Ich habe nämlich wirklich den Eindruck, dass noch niemand zwei identische SSD ohne eine SD-Karte an einem Raspberry ausprobiert hat.


    Was hälst du davon?

    - Ich mache die zwei SSD platt und lege mit fdisk neue GUID Partition Table an.

    - Dann bauen ich mir selbst ein Ubuntu 20.04, das von USB bootet. (Anleitung habe ich von Jürgen bekommen und ich sitze auch schon dran...)

    - Auf die "Arbeits-SSD" kommen 3 Partitionen: sda1 mit /boot ; sda2 mit / und sda3 mit den Daten der Nextcloud


    Aber wie gestalte ich meine Sicherung? Wie kann ich die Partitionen sichern ohne die UUID zu ändern?


    Hab gerade gesehen, dass Rasp-Berlin mir eine Anleitung für TAR geschrieben hat. Danke hierfür!!!

    Edited once, last by CuJ ().

  • Wenn Du eine GPT anlegst, dürfte sich damit der Pi nicht booten lassen. IMHO verlangt der Bootprozess derzeit noch einen DOS-MBR.


    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Aber wie gestalte ich meine Sicherung? Wie kann ich die Partitionen sichern ohne die UUID

    Warum muss es Ubuntu sein?

    Es gibt auch Buster64: https://downloads.raspberrypi.org/

    Ich habe mir die Light-Version herunter geladen und die dann hiermit: https://raspberrytips.com/upgrade-raspbian-lite-to-desktop/ aufgepeppt.

    Man muss zwar noch ne Menge nachinstallieren, hat dann aber nur das drauf, was man wirklich braucht.

    Hat den Vorteil, das das kompatibel zu Raspberry.org ist und bei Buster64 gibt es sogar einen Nextcloud-Client.


    Die erste Sicherung kannst Du dann mit dem SD Card Copier aka piclone mit dem Haken bei PARTUUID machen, alle weiteren Sicherungen dann wie vorgeschlagen mit tar oder rsync. Und dann gibt es auch noch RaspiBackup.


    MfG


    Jürgen

  • Nachtrag: Für alles gibt es hier schon Anleitungen

    - Adapter heraussuchen: Magische USB-SATA Adapter und wo sie zu finden sind

    - Raspi bootfähig machen: [Tutorial] Eine unendliche Geschichte: Raspberry 4B und USB-Boot

    - Minimalversion mit Desktop installieren: siehe vorigen Thread

    - Nextcloud installieren: Anleitung für Anfänger zur Installation eines Raspberry Pi 4B mit Webserver, MariaDB, Samba, Nextcloud, Letsencrypt und einem kleinen Mediaserver

    - Backup: raspiBackup - Vorstellung von nuetzlichen Optionen

    - Nextcloud-Client(s): [Tutorial] Nextcloud-Client für den Raspberry


    MfG


    Jürgen


    Edit: Mach Dir das Leben nicht schwerer als nötig, Du must das auch pflegen.

  • Hallo an alle, die auf meine Eingangfrage geantwortet haben !!


    Jürgen hat mich nun mit so viel "Material" eingedeckt, dass ich mich wohl so schnell nicht mehr melden kann :lol:. (Ich weiß, was ich zu tun habe... lesen, testen, lesen, testen,...)


    Schönen Dank für die Mühen.


    P.S. Ich bin erst seit heute im Forum und werde mich jetzt mal so richtig durchwühlen! Hat auf jeden Fall Spaß gemacht auf mehr.