SD vs SSD

  • Hallo zusammen,

    als absoluter Anfänger bin ich gerade bei der Planung meines ersten Raspberrys. Erste Einsatzzwecke sind Smart Home (ioBroker, Homebridge, ...) und Printserver, also nichts wirklich wildes oder anspruchsvolles. Was später noch dazu kommt, kann ich natürlich nicht sagen - wenn ich erstmal Blut geleckt habe :) Vielleicht noch ein kleines NAS (evtl. mit on the fly codierung).

    Habe mir dafür den Raspberry Pi 4 mit 4GB rausgesucht, das Flirc Gehäuse und das offizielle Netzteil. Bei der Wahl des Speichers bin ich allerdings unsicher. Für die vorgesehenen Zwecke reicht ja rein Speichertechnisch eine kleine SD. Nach ein paar Recherchen liest man aber immer wieder von zerstörten SDs bzw. eine SD zum Booten, HDD/SSD für den Rest.

    Daher jetzt die Frage: SD, SSD oder beides?


    Falls ich sonst noch etwas vergessen habe, was ich unbedingt brauche, gerne ohne Meldung dazwischenrufen ;)

  • Habe mir dafür den Raspberry Pi 4 mit 4GB rausgesucht, das Flirc Gehäuse und das offizielle Netzteil.

    Schon mal sehr gut, wenn Du mit offzielles NT dies hier meinst.


    Wenn Du den Pi am Monitor anschließen willst, benötigst Du evt. noch Adapter von microHDMI auf ??? Tastatur/ Maus ist ja evt. schon vorhanden?

    immer wieder von zerstörten SDs bzw. eine SD zum Booten, HDD/SSD für den Rest.

    Daher jetzt die Frage: SD, SSD oder beides?

    Eine (oder mehrere) µSD im Haus kann nie schaden. Tausende Pi laufen problemlos mit µSD Karten, nur haben die natürlich nicht das ewige Leben und dann liest Du davon. Passiert eben, wie mit (fast) allen Dingen. Wie immer und überall: Kein Backup, kein Mitleid.


    kleines NAS (evtl. mit on the fly codierung).

    Ist u.U. vielleicht etwas viel verlangt von einem Pi4, zumindest das NAS kriegst Du bequem hin.

  • Hallo syntetic,

    Willkommen im Forum!


    Das hängt davon ab welche SD / (und höchstwahrscheinlich SSD) Du kaufst und auch wie intensiv Du diese "Benutzt".

    Du solltest mit einer guten SD Karte bei "normaler" Verwendung keine Probleme bekommen. Tödlich sind generell (für SSD und SD): Ausschalten ohne herunterfahren und unzureichende Spannungsversorgung. Schreibzugriffe lassen sowohl SSD als auch SD Karten "altern". Wenn Du den Speicher "Readonly" verwendest, dann lebt dieser theoretisch ewig.

    Ich persönlich bin von meinen Samsung EVO Plus 32 GB (Affiliate-Link) begeistert (habe mehrere davon). Ich habe damalsTM einige verschiedene (Marken) Karten für meine Kollegen geklont und diese war mit Abstand die schnellste beim booten und hatte auch noch das beste Preis Leistungsverhältnis.

    Inzwischen ist die 32GB verhältnismäßig teuer - wenn Du aber eine ähnliche kaufst, macht diese mit dem Raspberry richtig Spass.

    Falls Du Dich für eine SSD entscheiden solltest, solltest Du auch auf eine "gute" achten. Ich persönlich halte von Samsung sehr viel...

    ...wenn Software nicht so hard-ware ;) ...

    Freue mich über jeden like :thumbup:

  • Vielen Dank für eure Antworten!

    Schon mal sehr gut, wenn Du mit offzielles NT dies hier meinst.

    Genau das meinte ich. Habe von einigen Problemen mit anderen Netzteilen gelesen. Also lieber auf Nummer sicher - viel teurer ist das ja eh nicht.


    Wenn Du den Pi am Monitor anschließen willst, benötigst Du evt. noch Adapter von microHDMI auf ??? Tastatur/ Maus ist ja evt. schon vorhanden?

    Mir reicht es eigentlich, alles übers Netzwerk zu steuern, Monitor brauch ich nicht zwingend. Falls doch, kann ich das mit einem entsprechenden Adapter immer noch nachrüsten.


    Ist u.U. vielleicht etwas viel verlangt von einem Pi4, zumindest das NAS kriegst Du bequem hin.

    Ich habe das mit meinem Synology NAS probiert, das war allerdings leicht überfordert, das Bild hat immer wieder geruckelt. Da der Raspberry Pi 4 doch deutlich mehr Leistung hat als mein Synology, hatte ich die Hoffnung, dass es damit funktioniert.


    Das hängt davon ab welche SD / (und höchstwahrscheinlich SSD) Du kaufst und auch wie intensiv Du diese "Benutzt".

    Du solltest mit einer guten SD Karte bei "normaler" Verwendung keine Probleme bekommen. Tödlich sind generell (für SSD und SD): Ausschalten ohne herunterfahren und unzureichende Spannungsversorgung. Schreibzugriffe lassen sowohl SSD als auch SD Karten "altern". Wenn Du den Speicher "Readonly" verwendest, dann lebt dieser theoretisch ewig.

    SmartHome, ioBroker, Printserver sollen eigentlich permanent laufen, d.h. ausschalten werde ich das ganze wohl gar nicht. Wenn das System einmal installiert ist, wird auch nicht mehr viel geschrieben. D.h. ich sollte mit einer SD wohl ganz gut hinkommen.

    Ich habe bisher einige SanDisk in diversen Kameras, Handys, GoPro etc. im Einsatz und hatte da noch keine Ausfälle, bin damit also generell sehr zufrieden. Oder gibt es dazu schlechte Erfahrungen in Verbindung mit dem Raspberry Pi 4?

  • Ich habe bisher einige SanDisk in diversen Kameras, Handys, GoPro etc. im Einsatz und hatte da noch keine Ausfälle, bin damit also generell sehr zufrieden. Oder gibt es dazu schlechte Erfahrungen in Verbindung mit dem Raspberry Pi 4?

    Ich hatte damals auch Sandisk im Vergleich - die war teurer und bootete deutlich langsamer. Grundsätzlich dürftest Du mit jeder Marken SD Karte aber gut beraten sein. Achte vor allem auf die Transferrate der Karte - vor allem beim Lesen.

    Mir ist die Bootzeit wichtig, da ich meinen Raspberry immer wieder ausschalte.

    ...wenn Software nicht so hard-ware ;) ...

    Freue mich über jeden like :thumbup:

  • Wenn das System einmal installiert ist, wird auch nicht mehr viel geschrieben.

    Na doch, Logs und ähnliches lassen sich zwar umleiten, das musst Du dann aber händisch tun. Erst einmal landet das alles auf der SD Karte.

    kann ich das mit einem entsprechenden Adapter immer noch nachrüsten.

    Manchmal ist es zweckmäßiger (Fehlersuche), den Pi direkt anzuschließen. das ist aber Ansichtssache. Wenn Du eh bestellst, dann kauf das gleich mit.

    Achte vor allem auf die Transferrate der Karte - vor allem beim Lesen.

    Marken SD und hier bei einem großen Händler gekauft reduziert schonmal das Risko, auf fake Karten reinzufallen. Allerdings sind die aufgedruckten Geschwindigkeitsklassen Rall und Schauch ;), die werden für ganz andere Zwecke ermittelt. Beim Pi und seinen Anforderungen kannst Du Dich da nicht drauf verlassen.

  • Na doch, Logs und ähnliches lassen sich zwar umleiten, das musst Du dann aber händisch tun. Erst einmal landet das alles auf der SD Karte.

    Heißt das, du würdest eine SSD vorziehen?

  • eine SSD vorziehen

    Mir ist bei meinen Zwecken bisher eine (Marken)µSD deutlich lieber gewesen. Einfach wegen der Größe und um nicht noch ein Teil an den Pi drantüdeln zu müssen. Lediglich eine handvoll SD Karten (allesamt No-Name Ware aus Chinesien bzw. dem Grabbeltisch) sind in den letzten Jahren in Zusammenhang mit dem RPi verreckt. Gute Erfahrungen habe ich selbst mit SanDisk ultra 16/32GB gemacht. Dies sind aber immer Einzelschicksale. Selbst der Odroid startet bei mir von SD, ich nutze den wegen der Geschwindigkeit als NAS.


    Es gibt mittlerweile recht schöne (wenn man den Forennutzern glauben schenkt) und funktionierende Gehäuse mit Platz für eine SSD.

  • Top, vielen Dank für all eure Einschätzungen bzw. Tipps und Hilfestellungen! Habe jetzt bei Berrybase eine SanDisk Ultra 32GB für 6€ mitbestellt.

  • Es gibt mittlerweile recht schöne (wenn man den Forennutzern glauben schenkt) und funktionierende Gehäuse mit Platz für eine SSD.

    Kann ich nur empfehlen.

    Kühlung top

    SSD eingebaut, nichts bammelt herum

    Ein-/Aus Schalter konfigurierbar

    "große" HDMI Buchsen

    Design top


    was will man mehr.


    Holger

    openHAB2 / Node-Red / PiHole / Mosquitto / Thunderbird auf Raspi4 4GB & rocRail auf Raspi4 2GB