Windows-Geschädigter möchte Netzwerk auf Raspberry Pi 4 umstellen

  • Hallo Leute,

    ich bin absoluter Anfänger mit "Linux" und habe mir nun einen Rasp Pi4 mit 4 GB gekauft.

    Ich möchte folgendes: Ich hatte vorher einen Windows Server 2016 bei mir privat laufen

    um mein Heim-Netzwerk zu betreiben. Insgesamt sind 5 Clients im Haushalt + 3 Smartphones.

    Die Clienst laufen mit Windows 7 und 10 ( was zur Zeit leider noch so bleiben muss ).

    Was ich bis jetzt mit lesen im Internet alleine geschafft habe:

    Habe den Rasp mit dem aktuellsten Pi-OS ( 32 bit ) in betrieb genommen. Habe es geschafft, das er von externen SSD Festplatte

    bootet. Habe alle Updates durchführen lassen.

    Habe Krusader installier ( weil ich ein Total-Commander-Freak bin ) , habe Firefox raufgeschmissen und alle weiteren

    Einstellungen mir angepasst. Display, Sound etc... ( der Rasp hat eine statische IP )

    Nun kommen wir zu meinen Fragen:


    1. Ich möchte das meine externe USB 3.0 Festplatte beim booten automatisch mit eingebunden wird.

    Da ich keine Ahnung habe, werde ich nicht weiter experementieren, da ich schon das System

    4 x neu aufsetzen musste, weil ich nach den vorgegebenen Modifikationen nicht mehr booten konnte :(


    2. Ich möchte meine externe USB 3.0 12 TB Festplatte im Netz freigeben. Diese wird vom Rasp soweit erkannt und funktioniert

    local einwandfrei. Die Festplatte hat eine eigene Stromversorgung. Ich habe gelesen, das ich dafür Samba brauche.

    Dies habe ich nur instsalliert und nicht konfiguriert, weil die Sachen die ich im internet dazu gelesen habe, nicht mit meinen

    datein übereinstimmen ( z.B. smb.conf ).


    3. Zu guter Letzt, wenn das alles laufen sollte, wäre es wünschenswert, das ich bestimmen kann, wer auf welchen Ordner zugreifen darf.

    ( wie bei windows active directory usw... )


    Ich hoffe das ich Euch nicht mit meinen Fragen nerve. Bin halt neu :)

    LG IceWulf

  • Ich möchte das meine externe USB 3.0 Festplatte beim booten automatisch mit eingebunden wird.

    Der altertümliche Weg: fstab. Modern mit systemd mount unit. Wie hast Du probiert?

    nicht mit meinen

    datein übereinstimmen ( z.B. smb.conf ).

    Wenn Du für Windows Clients eine Freigabe brauchst, bietet sich tatsächlich samba an. Was genau hast Du bisher alles gemacht? Was bedeutet "nicht übereinstimmen"? Die dritte Frage erledigt sich u.U. mit der Zweiten, kommt jedoch drauf an, was Du vor hast.

  • Hi,

    erstmal wow, ist das hier schnell :)

    fstab sagt mir was, aber "systemd mount unit" nix... Kannst du mir sagen ( Schritt für Schritt ) wie das geht ?


    Zu samba : nur mit install installiert und dann nichts !! Also roh, unkonfiguriert.

  • OK, der Einfachheit halber dann doch erst einmal mit fstab.


    Wie das geht, steht hier. Du musst wissen, in welches Verzeichnis Du die externe Platte mounten möchtest. Dazu bietet sich an, unter /media/pi ein Verzeichnis dafür anzulegen (im Link ist /mnt angegeben). Zusätzlich benötigst Du idealerweise das Format der externen Platte, also ext4 oder NTFS oder sonstwas. Das wird explizit angegeben.


    Die Freigabe kannst Du einrichten, wenn die Platte gemountet ist.

  • Ok, ich werde das nachher mal versuchen. Muss jetzt erst mal leider weg.

    Melde mich dann mit Info :)

    Danke !!

  • Wie Du den (Linux-) Samba Server als (Windows-) Active Directory Domain Controller einrichtest, steht z.B. hier: https://wiki.samba.org/index.p…rectory_Domain_Controller


    Sonst wird der (Linux-) Samba Server als Stand Alone Server im gemischten Netzwerk konfiguriert.

    https://wiki.samba.org/index.p…ba_as_a_Standalone_Server


    Ob das auf der 12 TB HD installierte Filesystem für eine korrekte Rechteverwaltung taugt, oder sich nur als Bremse im Single User Modus darstellt, weiss ich nicht.



    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Moinsen,

    ich habe nun als erstes die Anleitung befolgt und meine fstab sieht nun so aus:


    roc /proc proc defaults 0 0

    PARTUUID=5435404c-01 /boot vfat defaults 0 2

    PARTUUID=5435404c-02 / ext4 defaults,noatime 0 1

    UUID=C47A8A277A8A15F8 /mnt/mydisk ntfs defaults,auto,users,rw,nofail,umask=000 0 0

    # a swapfile is not a swap partition, no line here

    # use dphys-swapfile swap[on|off] for that


    Der Rasp startet zwar einwandfrei aber keine Platte :( ( /mnt/mydisk ist leer )

    Sonst, wenn ich die Externe angemacht habe, kam der Dateimanager immer hoch. Nun passiert gar nichts mehr.

    Wat mach ich falsch ?

  • Ach ja, hier noch mal die HDD Liste :


    pi@server:~ $ sudo blkid

    /dev/sda1: LABEL_FATBOOT="boot" LABEL="boot" UUID="04A5-3FE5" TYPE="vfat" PARTUUID="5435404c-01"

    /dev/sda2: LABEL="rootfs" UUID="c1578b06-85c2-4327-9c65-4c474a8f23f9" TYPE="ext4" PARTUUID="5435404c-02"

    /dev/sdb1: PARTLABEL="Microsoft reserved partition" PARTUUID="b8e29f07-bf5b-4898-939f-892a8f9d0621"

    /dev/sdb2: LABEL="Daten" UUID="C47A8A277A8A15F8" TYPE="ntfs" PARTLABEL="Basic data partition" PARTUUID="8f6ba4fe-b3a9-489d-a7be-dec3167275b3"


    Die sdb2 ist die 12 TB Platte.

  • Nimm mal die PARTUUID statt der UUID. Zum testen würde ich eh manuell mounten, erst wenn das klappt in die fstab eintragen. Mit mount kannst du sehen, ob und wie die Platte gemountet wurde, siehe man mount. Danach die Platte mit umount /einhaengepunkt aushängen.

  • Vermeide bitte Doppelposts.


    Soll die Platte dauerhaft am Pi angeschlossen bleiben? Wenn ja, so würde ich zunächst mal statt NTFS auf ext4 formatieren.

    Hat die Festplatte eine eigenständige Stromversorgung?


    UUID=C47A8A277A8A15F8 /mnt/mydisk ntfs defaults,auto,users,rw,nofail,umask=000 0 0

    https://wiki.ubuntuusers.de/mount/#Optionen

    Hier würde ich zunächst mal auf eine minimale Konfigration der Optionen setzen, und auto, rw ist sowieso schon in defaults enthalten (siehe Link)

  • Ja, die Platte soll immer dran sein. Ist eine NAS Western Digital Red. Und ja, wie in meinem 1 Post schon erwähnt, sie hat ein eigenes Netzteil :)

  • Nimm mal die PARTUUID statt der UUID. Zum testen würde ich eh manuell mounten, erst wenn das klappt in die fstab eintragen. Mit mount kannst du sehen, ob und wie die Platte gemountet wurde, siehe man mount. Danach die Platte mit umount /einhaengepunkt aushängen.

    Die fstab sieht jetzt so aus:


    proc /proc proc defaults 0 0

    PARTUUID=5435404c-01 /boot vfat defaults 0 2

    PARTUUID=5435404c-02 / ext4 defaults,noatime 0 1

    PARTUUID="8f6ba4fe-b3a9-489d-a7be-dec3167275b3" /mnt/mydisk ntfs defaults,auto,users,rw,nofail,umask=000 0 0

    # a swapfile is not a swap partition, no line here

    # use dphys-swapfile swap[on|off] for that


    ist das so richtig ?

  • So, jetzt habe ich die Zeile wieder aus der fstab entfernt. Nun wird die Platte wieder automatisch nach dem Einschalten erkannt.

    Jetzt kann ich wieder nicht von Hand mounten :

    pi@server:~ $ sudo mount /dev/sdb2 /media/usbhdd

    Mount is denied because the NTFS volume is already exclusively opened.

    The volume may be already mounted, or another software may use it which

    could be identified for example by the help of the 'fuser' command.


    Die Platte ist jetzt eingebunden in /media/pi

  • automatisch nach dem Einschalten erkannt.

    Ja, das macht Dein Dateimanager. Dies kann man dem jedoch abgewöhnen.


    Im Dateimanager gehst Du auf Bearbeiten --> Einstellungen --> Datenträgerverwaltung und nimmst dort mal die Häkchen raus. Und wenn die Platte dauerhaft am RPi genutzt werden soll, ist es tatsächlich besser, sie mit ext4 zu formatieren, das macht den Zugriff deutlich schneller.

  • PARTUUID="8f6ba4fe-b3a9-489d-a7be-dec3167275b3" /mnt/mydisk ntfs defaults,auto,users,rw,nofail,umask=000 0 0


    ist das so richtig ?

    Nein. Die " vor und nach der PARTUUID gehören da nicht hin.