Raspberry Pi 4B hängt beim booten mit Funkkarte RPI-RF-MOD

  • Problemstellung:

    die Raspberry Pi bleibt beim booten mit Raspberrymatic und der Funkkarte RPI-RF-MOD hängen


    Ich habe mich intensiv mit verschiedenen Themen in verschiedenen Foren beschäftigt und vieles probiert und ich denke ich kann den Fehler ganz genau beschreiben:


    Systemkonfiguration:

    - Raspberry Pi 4 B

    - Funkkarte RPI-RF-MOD

    - Stromversorgung original Raspberry 5,1V, 3A (Spannung am GPIO Bus gemessen: 5,1V)

    - Tastatur und Maus sowohl direkt an den USB 2 Anschlüssen angesteckt als auch über USB Hub, sowie auch komplett ohne Tastatur (zur Reduktion des Stromverbrauches)

    - ansonsten hängt nur ein kleiner Lüfter drauf. Hab's aber auch schon ohne Lüfter probiert (kurz beim booten)

    Fazit: an der Stromversorgung sollte es nicht liegen glaube ich

    - beim booten blinkt die rote LED an der Raspi und die grüne zeitweise

    - die LED der Funkkarte leuchtet kurz grün und fängt dann an blau zu blinken

    - LAN Netzwerk angeschlossen (Netzwerk LED's ok; nach kurzer Zeit ist die Raspi am IP Scanner sichtbar)

    - nach einiger Zeit kommt die WebUi mit "die Raspberry ist noch nicht bereit"

    - Raspberrymatic Version: 3.55.5.20201226 (auch schon mit der Vorgängerversion versucht)

    - SD Karte SanDisk 32GB, geflasht mit verschiedener SW, zuletzt mit Raspberry PI Imager (auch schon andere SD Karte versucht)


    Fehlerbeschreibung:

    startet man die Pi ohne Funkkarte am GPIO Bus, fährt sie sehr schnell hoch und lässt sich problemlos am WebUI bedienen. Die Raspberry sollte also in Ordnung sein

    mit der Funkkarte tut sich Folgendes:

    - nach Drücken von ALT+F2 zeigt sich, dass das System beim laden von "S.USV Daemon" sehr lange hängen bleibt

    - nach ca. 5 Minuten kommt die Meldung: "WARNING: couldn't identify firmware version, OK"

    - dann bootet das System weiter und die WebUI kommt kurz um dann "einzufrieren". In diesem Zustand kann man sich als Admin anmelden. Das war's dann

    - dann kommt am Raspi Monitor die Meldung "Rebooting"

    - die LED am Funkmodul die immer blau geblinkt hat hört auf zu leuchten

    - die RASPI LED leuchtet rot (blinkt nicht mehr). Die grüne LED tut nichts

    - die LAN LED's am Raspi hören auf zu leuchten. Ich kann den Raspi im Netzwerk Scan nicht mehr finden

    - hab sie über Nacht so gelassen um zu testen ob sie wirklich bootet. Nein, nichts


    Gibt es da Abhilfe.

    Besten Dank

  • Die RPI-RF-MOD steckt normalerweise oberhalb vom PI und die Karte wird von einem externen Netzteil versorgt!

    Hier sieht man, wie die Karte auf dem PI steckt.

    Gleichzeitig wird von der Karte auch der PI mit Strom versorgt!

    Das PI Netzteil ist daher nicht nötig und sogar unerwünscht!

    Leider liegt das Netzteil der Karte nicht bei und muss separat erworben werden.

    Es ist dieses hier.


    Und noch etwas, die Karte passt NICHT auf den PI4!


    Die geht nur mit Pi´s bis 3B+!


    Beim PI4 ist mechanisch die LAN Buchse im Weg!

    Dazu gibt es aber eine USB-Platine, mit der man die Karte vom PI4 absetzen kann.

    Das ist dann diese hier oder diese.

    Die karte wird dann per USB versorgt und der PI4 dann mit dem Original PI-Netzteil.


    Da die Karte so gut wie nur in Homematic(IP) läuft, ein Tipp zu einem Forum dafür.

    Das wäre dann dieses hier.

  • Also ich habe das System jetzt über die Buchse der Funkkarte versorgt (damit auch die Pi). Das Ganze mit einem Labornetzgerät und exakt stabilen 5,1V DC. Das ändert nichts. Geht nicht.

    Ja ich will die Funkkarte für Homematicanwendungen verwenden.

    Ich habe die Karte gemäß anderer Einträge mit einem stacking header auf den GPIO Bus aufgesteckt (mal versuchsweise). Ist das nicht ratsam?

    Im Homematic Forum bin ich leider ebenfalls nicht fündig geworden.

  • Also ich habe das System jetzt über die Buchse der Funkkarte versorgt (damit auch die Pi). Das Ganze mit einem Labornetzgerät und exakt stabilen 5,1V DC. Das ändert nichts. Geht nicht.

    Ja ich will die Funkkarte für Homematicanwendungen verwenden.

    Ich habe die Karte gemäß anderer Einträge mit einem stacking header auf den GPIO Bus aufgesteckt (mal versuchsweise). Ist das nicht ratsam?

    Im Homematic Forum bin ich leider ebenfalls nicht fündig geworden.

    Doch Stacking Header, das geht, nur wirst du dann kein Passendes Gehäuse finden.

    5,1V muss auch nicht sein, 5V reichen völlig, den Rest und Anhebung auf 5,1V macht die Funkplatine.

    Der PI4 ist aber bekannt, das er viel Störungen mitbringt!

    Aber das Betrifft den Funk, so weit bist du noch gar nicht.

    Und du hast auch das spezielle Raspberrymatic Image für den PI 4 genommen?

    Link


    Die Image findest hier.

    Ich würde das Image für den PI 4 nochmal runterladen, dann entpacken und dann das Image mit Etcher oder Alternativen Neu auf die SD-Card spielen.

    Und dann nochmal einen Versuch starten.

    Die Erstinstallation dauert etwas.


    Bei mir läuft ebenfalls eine Raspberrymatic, weshalb ich auch mit dem Funkmodul was anzufangen wusste, der Rest im Forum wohl nicht.

    Deshalb würde ich dir auch bei Problemen den Wechsel in dieses Forum vorschlagen.

    Da sitzen auch die Macher der Raspberrymatic!

    Sprich da bist direkt an der Quelle.


    PS. Meine Raspberrymatic läuft als VR auf einer Qnap TS-435pro NAS, mit einem der 2 USB Platinen und dem kleine alten Funkmodul drauf.

    An dem ist auch eine ext. Antenne dran.

    Damit komme ich vom Dachgeschoß, wo die NAS steht, bis runter ins EG und neben das Haus in die Garage.

    Bei mir tummeln sich mittlerweile 16 HM Geräte, davon 5 Selbergebaute(Askskin) oder umgestrikte.

    Edited 2 times, last by Thomas H ().

  • Ja, ich verwende die Vorgängerversion diese Image (Dezember 2020).

    Ich werde das gleich nochmals wie vorgeschlagen probieren.

    Das mit dem Gehäuse ist kein Problem. Da bastle ich mir was.

    Danke für den Tipp mit dem HM Forum. Habe es dort jetzt auch gepostet

  • Ich habe es mal Nachvollzogen, mit meinem PI4B 4GB, Neues Funkmodul und Stacking Header dazwischen.

    Und dem Image für den PI 4.

    Klappte einwandfrei und läuft!

    Und der PI 4B wird nicht mal arg warm, den großen schwarzen Kühlkörper auf der CPU kann man noch problemlos anfassen.

  • Mmh. Alles probiert, auch das neue Image. Immer das gleiche Problem. Raspi schmiert ein paar Sekunden nachdem sie vollständig hochgefahren ist einfach ab.

    Aber danke für die Info, dass es funktionieren müsste. Vielleicht hat die Funkkarte einen Schaden. Alles andere sollte es nicht sein, da ich die Raspi schon mal mit dem Standard OS probiert habe.

  • Könnte sein, das die Karte einen Schaden hat.

    War das ein Fertigmodul oder der Bausatz?

    Obwohl es beim Bausatz auch nicht viel zu Löten gibt.

    Nur den Cold Cap Kondensator muss man da Einlöten.

  • Es war ein Fertigmodul. Frage noch: ihr Testaufbau war nur der Hardwareaufbau oder ist er komplett gelaufen? Einfach um zu wissen, dass es sicher an meiner Konfiguration liegt.

  • Der ist komplett gelaufen, da zur der Installation der Rasperrymatic auch zusätzlich ein Backup eingespielt wurde, waren alle Geräte und Programme sichtbar und liefen.

    Das lief so etwa eine halbe Stunde klaglos, bevor ich dann das Ganze wieder auseinander gebaut habe.

    War ja schnell gemacht, dieser Testaufbau, war ja alles da.

    Nur das Image musste ich runter laden und auf eine 4GB Micro SD Card spielen.

    Soll heißen, der Aufwand war Minimal, sogar einen Stacking Header hatte ich in meinem Sammelsurium.

  • ok danke super. Dann werde ich weiter probieren. Tippe auf einen Fehler in der Funkkarte, da das System ohne Funkkarte völlig problemlos läuft. Hab mir jetzt auch die von Ihnen empfohlene abgesetzte Platine bestellt um die Funkplatine mittels USB anzubinden. Denke etwas Abstand zwischen der Raspi CPU und der Funkplatine macht sowieso Sinn. Wenn das Teil da ist, werde ich weiter testen.

  • Es kann sein, dass es die Funkkarte zerschossen hat, weil am Anfang das Original PI Netzteil im Spiel war!

    Dann könnte da einfach nur eine Halbleitersicherung durch sein, was von Außen nicht sichtbar ist, das muss man raus messen.

  • Also ich habe mal die Widerstände R27 und R28 gemessen (lt. Schaltplan 0 Ohm). Beide haben vollen Durchgang. Ansonsten hätte ich im Schaltplan nichts gefunden.

  • Die müssen Null Ohm haben, steht so auch im Schaltplan.

    Vor und hinter dem R28 sollten 5V vom Netzteil anliegen, die in den S-1206B33U3T1gehen, der dann 3,3V draus macht.

    Vor dem R28 liegt auch ein IRLML6401 als Verpolungsschutz.

    Zum großen Teil läuft das Funkmodul mit 3,3V.

    Nur einmal gehen 5V zum Pi zu dessen Betrieb.

    Edited once, last by Thomas H ().

  • Ist vermutlich nur eine Brücke auf der Platine und hat keine weitere Funktion. Ist nur in Reihe nach der Spannungsstabilisierung.

  • Solche Widerstände sind entweder Brücken, weil es vom Design nicht anders geht oder Sicherungen für den Notfall.

    Beim Gau sollen sie durchbrennen bzw. Hochohmig werden, um die restliche Schaltung zu schützen.

    Denn richtige Halbleitersicherung gibt es da nicht.

  • - nach Drücken von ALT+F2 zeigt sich, dass das System beim laden von "S.USV Daemon" sehr lange hängen bleibt

    - nach ca. 5 Minuten kommt die Meldung: "WARNING: couldn't identify firmware version, OK"

    Das klingt danach, als wenn die Karten falsche, weil gleichlautende Adressen haben..

    Kannst du die I²C-Bus Adresse einer Karte ändern?

    Selber denken,
    wie kann man nur?