Welches Betriebssystem für ... ?

  • Hallo Zusammen.


    Ich benötige PHP und vorallem Inkscape. Für Raspbian gibt es leider nur eine veraltete Inkscape-Version (0.92).


    Welches Betriebssystem ist für mein Pi 3 B+ am besten geeignet? Am besten etwas ohne grafische Oberfläche.

  • Hallo Zusammen.


    Ich benötige PHP und vorallem Inkscape. Für Raspbian gibt es leider nur eine veraltete Inkscape-Version (0.92).


    Welches Betriebssystem ist für mein Pi 3 B+ am besten geeignet? Am besten etwas ohne grafische Oberfläche.

    Die Frage wurde dir doch schon beantwortet - bullseye. Was daran war unklar?

  • Ich suche ein Betriebssystem, wo ich in Sachen Inkscape etwas aktueller unterwegs sein kann. Ich bin leider nicht so in Thema drin, um mir ein klares Bild von den ganen Betriebssystemen zu verschaffen.


    Mir ist da z.B. Ubuntu Mateaufgefallen, aber das has leider eine grafische Oberfläche.


    Ich befürchte, dass ich mit Raspbian-Bullseye auch in Zukunft immer wieder mit veralteter Versionen kämpfen muss. Ende März soll z.B. schon Inkscape 1.1 kommen.

  • Wenn du so heiss auf den neusten Scheiss bist, dann kannst du das ja zur Not auch selbst bauen oder ggf. als snap/flatpack installieren. Da sind die Versionen ueblicherweise neuer.


    Und nur weil etwas einen grafische Oberflaeche *hat*, musst du die ja nicht benutzen. Sie zu deaktivieren ist im Zweifel einfacher, als zu probieren, ein doch recht komplexes Projekt wie Inkscape selbst zu bauen.

  • Hier, so kann man flatpacks installieren: https://flatpak.org/setup/Raspberry%20Pi%20OS/


    Auf flathub gibt es eine Version 1.0.2.


    Und weil es mir gerade einfaellt: Inkscape ist ja zuvorderst eine GUI-Anwendung. Du magst die headless betreiben wollen, aber so ist es nicht gebaut. Die Folge davon ist, dass du dir *immer* eine mehr oder minder komplette Desktopumgebung anziehst. Weil die ganzen Abhaengigkeiten (GTK oder was auch immer, Desktop-Integration etc etc)


    Somit macht es also gar keinen Sinn, da krampfhaft eine desktoplose Distro zu benutzen. Benutz einfach keinen Desktop.

  • Flatpak hab ich bereits installiert, bekomme es aber nicht zum laufen. Wahrscheinlich weil ich keine grafische Oberfläche habe. Ich hätte es sonst gerne eingesetzt.

    Code
    root@server:~# flatpak run org.inkscape.Inkscape
    Unable to init server: Could not connect: Connection refused
    ConcreteInkscapeApplication<T>::create_window: Should not be called!
    root@server:~#

    Inkscape hat relativ viele Bugs und die älteren Versionen machen mir immer wieder zu schaffen. Selbst 1.0.1 hat Bugs, die jeden in den Wahnsinn treiben können. Daher sind neue Versionen sehr wichtig.


    Da ich aktuell nur einen Pi 3 B+ habe, muss ich ja auch auf die Ressourcen aufpassen. Das Teil arbeitet mir schon unter Raspbian (ohne grafische Oberfläche) etwas zu langsam in Kombination mit Inkscape. Ich müsste mal ausprobieren, ob es mit einem Pi 4 besser laufen würde.


    Edit:


    Wieso selbst bauen? Ich dachte, dass es Inkscape vielleicht für andere Pi-Betriebssysteme gibt, die allgemein aktueller sind.

  • Alice85 Du wirst grundsätzlich immer das Problem haben, dass Linux-Distributionen nicht das neueste Inkscape haben, oder es eben schnell veraltet. Normal ist, dass Du die Versionen der Programme bekommst die halbwegs aktuell waren als die Distributionsversion neu war. Da gibt es bis zum nächsten Distributionsupdate keine neuen Versionen sondern nur Bugfixes und Sicherheitsupdates der ausgelieferten Version. Das will man auch gar nicht anders haben wenn man Wert auf ein *stabiles* System legt, das *läuft* und nicht alle naselang beim Update kaputt geht.


    Immer die neueste Version kann man bei Distributionen haben die ”rolling release” machen. Das machen die dann aber nicht nur mit Inkscape sondern mit *allem*. Dementsprechend ist die Gefahr von Fehlern im System oder dass das nach einem Update nicht mehr startet wesentlich höher.


    Wenn Du *nur* Inkscape immer aktuell haben willst, dann musst Du das an der Paketverwaltung des Systems vorbei machen. Beispielsweise über Flatpack oder Snap, oder eben selber bauen.


    Ich sehe gerade das Du da als root arbeitest: ein Vektorgrafikprogramm, auch wenn man das ohne GUI zur Automatisierung von Aufgaben verwendet, startet man nicht als Administrator. IMHO nicht mal zum Spass.

    “If debugging is the process of removing software bugs, then programming must be the process of putting them in.” — Edsger Dijkstra

  • Ich würde es gerne über Flatpak machen, aber ich bekomme es nicht zum laufen.


    Ich finde nicht einmal die Datei, womit ich ein exec durchführen könnte.


    PS: Der Server ist aktuell nur für mich zu erreichen.

  • Alice85 Falls sich das PS auf meine Bemerkung bezüglich ausführen als root beziehen sollte: Das hat überhaupt nichts damit zu tun für wen das System erreichbar ist. Es besteht einfach die Gefahr, dass man als root an mehr Schräubchen dreht als notwendig ist (Installationen, Dateirechte, …) um etwas als root zum laufen zu bekommen, so dass es am Ende gar nicht mehr als normaler Benutzer läuft, und vielleicht sogar andere Programme/Dienste auch nicht mehr für normale Benutzer funktionieren und es immer normaler oder gar notwendiger wird als root zu arbeiten. Dafür ist dieses Benutzerkonto aber nicht da. Das ist für die Administration des Systems. Zum Arbeiten und in der Regel auch für Dienste, gibt es extra eigene Benutzer. Das schützt nicht nur gegen Angreifer von aussen, sondern auch gegen sich selbst, das man sich nicht so leicht das System zerbastelt.

    “If debugging is the process of removing software bugs, then programming must be the process of putting them in.” — Edsger Dijkstra

  • Im Normalfall wird es auch nicht als "root" ausgeführt.

    Code
    alice@server:~ $ /usr/bin/inkscape -f /var/www/html/immobilie37022021nord.svg --export-heigh                                                                                             t=700 -e /var/www/html/immobilie37022021nord.png
    Background RRGGBBAA: ffffff00
    Area 0:0:3779.53:1889.76 exported to 1400 x 700 pixels (35.56 dpi)
    Bitmap saved as: /var/www/html/immobilie37022021nord.png
    alice@server:~ $

    Wenn ich den Befehl als "root" ausführe, habe ich tatsächlich sogar eine Fehlemeldung, aber das Bild wird trotzdem erstellt.

    Ich melde mich im Terminal immer direkt mit "su -" an, nach der normalen Anmeldung. Ich stehe in Sachen "Server-Administration" noch ganz am Anfang. Ich war schon mit dem "Kopf" etwas drin, musste aber wegen Corona über 1 Jahr pausieren.

  • Gibt es einen Grund, warum du die SVGs nicht direkt auslieferst? Das ist doch viel flexibler als den Umweg über PNG zu gehen.

  • Ich benötige die Grafiken zwingend im PNG-Format. Daher auch der ganze Aufwand mit Inkscape. Andere Tools wie ImageMagick beherrschen einige wichtige Funktionieren (die ich brauche) nicht. Bin leider komplett abhängig von Inkscape.

  • Vor allem ist es eine ”rolling release” Distribution. Da in dem Eingangsbeitrag auch PHP steht: ”rolling release” würde ich für einen Webserver nicht verwenden beziehungsweise nur mit entsprechenden Vorkehrungen. Beispielsweise in einer VM laufen lassen und vor jedem Update einen Snapshot davon machen und eine kleine automatische Testsuite schreiben, die testet ob alles was das System leisten soll, nach dem Update noch funktioniert.

    “If debugging is the process of removing software bugs, then programming must be the process of putting them in.” — Edsger Dijkstra

  • Ganz früher™ hatte ich noch Gentoo verwendet. X11, Kde und der Kernel war erst nach 3 Tagen fertig (Pentium 100 MHz).

    Jedes Mal, wenn ich PHP neu kompiliert habe, habe ich mir die Ohren zugehalten, da es quasi Gesetz war, dass irgendwas den Vorgang abbricht.


    Bei Arch Linux ist es nicht ganz so schlimm, aber hier und da hat man schon mal seine Probleme.


    Wenn ich Serverdienste anbieten will, verwende ich Debian (Server im Rechenzentrum).

    Zum Entwickeln, für den Desktop, zum Spielen usw. nutze ich aber Arch Linux.


    Da bei mir auch der Fokus sehr stark auf Python gerichtet ist, lege ich Wert drauf den neuesten Interpreter zu haben.

    Wenn ich das auf dem Raspberry PI will, habe ich mehrere Möglichkeiten.


    1. Selbst kompilieren (pyenv), dauert da viele Lese-/Schreibzugriffe (besser auf SSD). Effekt: Hohe CPU-Auslastung und bei schlechter Kühlung verringert sich die Performance (CPU wird herunter getaktet).
    2. Docker? (will ich aber nicht). Ist aber eine Alternative.
    3. Arch Linux oder Forks verwenden. Manjaro hat z.B. aktuell Python 3.9.x im Repository auch für ARM. Raspbian OS (Debian Buster) aber nur Python 3.7.x.


    Bei rolling Releases gibt es keine feste Version der Distribution.

    Es ist ziemlich sicher, dass neue veröffentlichte Pakete ziemlich schnell im Repository von Arch Linux landen.

  • Ich glaube, dass ich es aussitze und auf Bullseye warte. Ich bin ja nicht einmal richtig in Raspbian drin und dann ein neues OS?


    Ich erstelle meine Grafiken mit Inkscape 1.0.1 und 1.0.2 (Windows) und bearbeite sie (Finish) mit Inkscape 0.92.X (Server) und konnte gestern keine Nachteile (Fehler) feststellen. Es wird alles brav nach meinen Vorgaben durchgeführt. Doch... einen Nachteil gibt es. Mein Inkscape (Windows) kann mit Umlauten umgehen, die Version auf dem Server aber nicht. Ich weiss aber nicht, ob das unbedingt die Schuld von Inkscape ist. :?:


    Mal schauen wohin die Reise geht.


    Vielen Dank für die zahlreichen Antworten! :love: