Frontplatte für Messgerät

  • Hallo zusammen,


    für mein Messgerät benötige ich in ein paar Wochen eine Frontplatte aus 2mm Aluminium. Ich habe versucht solche mit meiner Ständerbohrmaschine und Koordinatentisch selber zu fräsen, aber da bin ich sehr mit der Größe limitiert und es funktioniert auch nicht so gut, weil sich durch die seitliche Belastung häufig das Bohrfutter aus dem Konus der Maschine löst. Wenn es denn mal halbwegs klappt, bleibt immer noch das Problem mit der Beschriftung. Insgesamt ein nicht so empfehlenswerter Weg, mit meinen Mitteln hier.


    Es gibt Firmen, die die Fertigung von Einzelfrontplatten anbieten, so ab 30 - 50,- € pro Stück.

    Hat jemand von Euch vielleicht gute Erfahrungen mit einer solchen Firma gemacht ?

    Gibt es konkrete Empfehlungen, oder einen alternativen Weg zur Frontplatte ? :/


    Gruß,

    Holger

  • oder einen alternativen Weg zur Frontplatte ?

    3D-Druck? Okay, ist Plastik. Aber brauchst Du wirklich Aluminium?


    MfG


    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    Platik würde sicherlich auch gehen, wenn es "dick / stabil" genug ist. Ist für mich jedoch Neuland.

    Wie sieht´s denn da mit Beschriftungen aus ?

    Meine Erfahrungen mit Klebefolie und Drucker sind bisher nicht so gut. Es kam immer zu Ablösungen oder Blasenbildung an den Bohrungen und Durchbrüchen, allerdings auf Alu.


    Gruß,

    Holger

  • Beschriftungen kann man mitdrucken, entweder als "aufgepolstert" (erhöht) oder als "Tasche" (versenkt).


    Für 3D-CAD bin ich aber (noch) nicht der Spezialist, ich stehe noch ganz am Anfang.


    MfG


    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    vielen Dank für Deine Zeit :thumbup:

    Die Frontplatte wäre 196mm x 103mm groß und hätte eine ganze Reihe von Beschriftungen in relativ kleinen Zeichen (ca. 10 bis 12 Pkt.).

    Wie macht man dann den Kontrast ? Erhöhte Zeichen und Farbe "aufrubbeln" oder vertiefte Zeichen und "einwischen" ?

    Ich hab´ da keine konkrete Vorstellung.

    Ein gedrucktes Gehäuse habe ich schon gesehen. Das war sehr gut, aber eine Frontplatte ... :conf:


    Gruß,

    Holger

  • Mach doch mal eine Zeichnung und jage die STL-Datei durch einen 3D-Slicer

    Cura habe ich unter Buster64 nicht zum laufen gebracht, aber den slic3r kann man installieren.


    Da kannst Du dir ansehen wie das nacher als Druck aussieht.


    Ich habe hier unter Buster64 diese Version installiert: https://github.com/koendv/prusa-slicer-raspberrypi

    Musste ich zwar erst durch den Compiler jagen, aber es läuft.

    Die Frontplatte wäre 196mm x 103mm groß

    Würde auf die meisten 3D-Drucker passen.


    MfG


    Jürgen

  • Die Frontplatte wäre 196mm x 103mm groß

    das schreit ja geradezu nach dem 4in1 3D Drucker

    3D drucken, fräsen, lasern

    der hatte mich auch angefixt, aber ACHTUNG ist Werbung und keiner hier hat den, also schlecht zum Useraustausch

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • jar

    ich habe mir das Video angeschaut. Echt beeindruckend :cool: danke für die Info !


    Nur bin ich was 3D-druck angeht der totale Noop :blush: und ich fürchte, dass da viel Zeit d´raufgeht, bis ich das kann.


    Jürgen

    danke für den Tipp, nur weiß ich noch gar nicht was STL-Datei und 3D-Slice ist, aber ich kuck mir das an.


    Oh Mann, so ein 3D-Drucker wäre schon was für mich :/


    Gruß,

    Holger

  • Also wir haben in der Firma schon einiges bei Beta Layout bestellt (3D Druck, Leiterplatten). Die haben sich offensichtlich zum Ziel gemacht Gesamtanbieter für ein gesamtes Gerät (Elektronik, Gehäuse, Frontplatte) bei Prototypen zu sein.

    Die Preise sind halbwegs fair und die Qualität meiner Meinung nach sehr gut.

    Falls Du mal eine Anfrage machen solltest, würde mich ein Feedback sehr interessieren.

    Beta Layout => Aluminium Frontplatten

    ...wenn Software nicht so hard-ware ;) ...

    Freue mich über jeden like :thumbup:

  • Hier noch die Alternative des kleinen Mannes (Leute wie ich) ;)

    Statt 3D-Druck verwende ich PVC-Hartschaumplatten, die ich mit selbstbedrucktem Aufkleber versehe. Die Kunststoffplatten sind sehr leicht zu verarbeiten. Man kann sie mit Stahllineal und Cutter bequem zurechtschneiden. Die Oberfläche ist natürlich nicht so robust wie die einer Aluminiumplatte, aber dafür ist diese Methode extrem preiswert, easy, schnell und flexibel. :)

  • ich habe mir das Video angeschaut. Echt beeindruckend

    eines oder alle 4? also 1/4 2/4 3/4 4/4?

    da das Teil auch begrenzt Alu fräsen kann also langsam und nicht zu viel auf einmal dachte ich an deinen Wunsch

    Nur bin ich was 3D-druck angeht der totale Noop

    und ich erst, ich schaffe es noch nicht mal eine Spule in freecad anzulegen.

    Ich dachte nimmst eine Seite malst ein H drehst um malst ein Kreis, klappt aber nicht.


    Eventuell muss ich das H in die 180° kopieren? nein das hat er schon verstanden, aber während der Rotation wird das H immer kleiner, das darf natürlich nicht sein


    mehr vom 4 in 1 Drucker aber Achtung WERBUNG

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    Edited 2 times, last by jar ().

  • Die Preise sind halbwegs fair und die Qualität meiner Meinung nach sehr gut.

    Falls Du mal eine Anfrage machen solltest, würde mich ein Feedback sehr interessieren.

    Beta Layout => Aluminium Frontplatten

    nur verstehe ich das nicht:

    kommen die rohen schon versehrt an oder passiert das im Handling?

    Denn offensichtlich werde die eloxierten auch graviert und sollten unversehrte Oberflächen haben.


    Wer also rohe Platten gravieren lässt kann ja hinterher noch schleifen bis die Oberfläche OK ist und hinterher in die Gravur Lack füllen


    mehr Arbeit aber vermutlich günstiger, aber Druck & Gravur macht selten Sinn. :conf:

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  • hi,

    ich kann mir vorstellen, dass es bei der mechanischen Gravur vermehrt zu Kratzern im Umfeld durch Späne kommt, als beim Durchfräsen von Bohrungen und dergl. Man müsste wissen, womit die Maschine fräst, eventuell mit Wasser ? oder Laser ? --> glatter Durchschuss ohne Späne :gk1:

    Ich werde einfach mal nachfragen, wenn die sich bei mir melden. Dann sollte ich ja einen Ansprechpartner haben ...

  • ich kann mir vorstellen, dass es bei der mechanischen Gravur vermehrt zu Kratzern im Umfeld durch Späne kommt

    das schreiben sie aber nur beim Rohmaterial, bieten aber auch Fräsungen beim Elox an ohne diesen Hinweis, da passt was nicht.

    Man will Kratzer weder beim Elox noch beim Rohmaterial haben!

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  • ich kann mir vorstellen, dass es bei der mechanischen Gravur vermehrt zu Kratzern im Umfeld durch Späne kommt,

    Wenn Du sie mit einem Tuch oder der Hand abwischt, wenn man sie während des gravierens sofort absaugt eigentlich nicht.


    Man kann das aber mit Schleifvlies nacharbeiten, dann aber über die ganze Fläche. Nur den Kratzer bearbeiten sieht Schei*e aus.


    MfG


    Jürgen

  • ja das kann sein,

    aber klar ist mir das nicht das eine ordentliche Fräse keine passende Absaugung hat, dort sollen ja keine fetten Balken rumfliegen.

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  • Die garantieren das nicht weil eine reine Alu-Oberfläche wesentlich empfindlicher ist.

    In unserer Firma wollten die schon jede Menge von Alu-Profilen wegwerfen,

    bis ich denen ein mit Schleifvlies bearbeitetes Profil zeigte:

    "Wie hast Du das gemacht?" Vorher war das Schleifvlies rar und kostbar, danach ein Allerweltshilfsmittel.


    MfG


    Jürgen