RPI 3B+ SSD anschließen, formatieren und Nextcloud-Installation weiterverwenden (ohne Neuinstallation)?

  • Hallo,

    gleich vorab, diesmal bin ich nicht sicher, ob ich das richtige Unterforum "erwischt" habe - schließlich passt meine Frage wahrscheinlich auch noch woanders. Daher bitte, falls nötig, geeignet verschieben. Danke.


    Gegeben:

    1 Raspberry Pi 3B+, bootet von USB-Stick (das soll auch so bleiben), Zugriff über SSH und Putty (Windows)

    1 500GB-SSD mit USB-SATA-Adapter (die "Haken" und Probleme sind mir bekannt, aber momentan auch nicht die Frage)

    1 USB-Stick mit dem über die fstab[tt][/tt] gemountetem Verzeichnis /var/www/html (unterhalb dieses Verzeichnisses liegen die Daten, die auf die SSD sollen, u.a. eine komplette Nextcloud-Installation)


    Bevor ich nun entweder einen der USB-Sticks oder meine Verzeichnisstruktur "schrotte" (ja, ich weiß, Backup soll helfen), meine Frage zum richtigen Anschließen, Formatieren und

    Mounten der SSD:

    Mein Vorgehen wäre:

    1. Raspberry pi per sudo shutdown -h 0 herunterfahren und von der Spannungsversorgung trennen
    2. die SSD an den USB-Port anschließen
    3. die SSD mit Strom versorgen (der USB-SATA-Adapter übernimmt das über ein separates Netzteil)
    4. Raspberry Pi durch Verbinden mit der Spannungsversorgung wieder hochfahren
    5. Prüfen, ob die SSD erkannt wurde: sudo lsblk -> gibt mir ein sda? (das Fragezeichen wird eine Ziffer sein)
    6. Da die SSD nicht neu ist, muss sie formatiert werden: sudo mkfs.ext4 /dev/sda?
    7. Die dabei entstehende UUID merke ich mir.
    8. Jetzt kann ich in der /etc/fstab[tt][/tt] einen neuen Eintrag anlegen UUID=<meineUUID> /var/www/html ext4 defaults,noatime 0 0 (die nötigen Tabs berücksichtige ich)
    9. Jetzt den Inhalt vom USB-Stick auf die SSD kopieren (MidnightCommander wird helfen)
    10. Den USB-Stick per umount (den Rest des Befehls müsste ich in der /etc/fstab finden?) unmounten und den Eintrag in der /etc/fstab löschen oder besser auskommentieren
    11. Raspberry Pi nochmal per sudo shutdown -h 0 herunterfahren und den USB-Stick abziehen.
    12. Wenn ich jetzt den Raspberry Pi wieder hochfahre, müsste die SSD immer noch erkannt werden und alles, was auf das Verzeichnis /var/www zugreift, dürfte auch ohne Probleme weiter funktionieren?


    Ist mein Ablauf so richtig? Vollständig? Das sich manche Sachen ggf. einfacher machen lassen, vermute ich.


    Gruss

    GUMeyer

    ni pas ni

    tu car tu

    mal tu mal

  • Da die SSD nicht neu ist, muss sie formatiert werden: sudo mkfs.ext4 /dev/sda?

    Jetzt kann ich in der /etc/fstab[tt][/tt] einen neuen Eintrag anlegen UUID=<meineUUID> /var/www/html ext4 defaults,noatime 0 0 (die nötigen Tabs berücksichtige ich)
    Jetzt den Inhalt vom USB-Stick auf die SSD kopieren (MidnightCommander wird helfen)

    Musst Du nicht. Und wieso nach /var/www/html?

    Wenn Du die SSD in den USB-Port einsteckst, sollte sie in einem Unterordner von /media/pi/ zu finden sein.


    Das kopieren von SD/USB-Stick kann man auch mit dieser Anleitung erledigen:

    Genaueres steht in Kapitel 4, geht sogar im laufenden Betrieb.


    Mach es Dir nicht schwerer wie nötig.


    MfG


    Jürgen

    • Official Post

    der USB-SATA-Adapter übernimmt das über ein separates Netzteil

    Gut möglich, dass das nichts zu sagen hat, bzw. trotzdem nicht funktioniert.


    Bei zwei Laufwerken, hier USB-Stick und SSD, am RPi bietet sich immer ein aktiver USB-Hub an, um die Versorgung des RPi nicht zu gefährden..

  • Musst Du nicht. Und wieso nach /var/www/html?

    Wenn Du die SSD in den USB-Port einsteckst, sollte sie in einem Unterordner von /media/pi/ zu finden sein.

    Nach /var/www/html deshalb, weil da eine komplette Wordpress-Installation nebst voll funktioneller Homepage meiner Liebsten liegt. Außerdemliet da die komplette Nextcloud-Installation.

    Das kopieren von SD/USB-Stick kann man auch mit dieser Anleitung erledigen:

    Genaueres steht in Kapitel 4, geht sogar im laufenden Betrieb.

    Ich will ja gar nicht alles durch die SSD ersetzen. Der Boot-USB-Stick bleibt. Es soll nur der "Homepage"-Bereich auf die SSD ausgelagert werden.

    Mach es Dir nicht schwerer wie nötig.

    Deshalb frage ich ja ja vorher, bevor ich evtl. Arbeiten umsonst mache oder mir durch vorschnelle Aktionen ggf. noch mehr Arbeit mache.


    Gruss


    GUMeyer

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  • Gut möglich, dass das nichts zu sagen hat, bzw. trotzdem nicht funktioniert.


    Bei zwei Laufwerken, hier USB-Stick und SSD, am RPi bietet sich immer ein aktiver USB-Hub an, um die Versorgung des RPi nicht zu gefährden..

    Hmmm, der bisher laufende USB-Stick funktioniert problemlos (also momentan sind schon 2 USB-Sticks angeschlossen). Keine Fehlermeldungen.


    Und die SSD hat ein Netzteil für die Stromversorgung der SSD - ich hoffe, das reicht. Nicht, dass der RPi sich ggf fehlenden Strom über den USB-Port holt. Aber das werde ich hoffentlich sehen. Müsste doch beim Anstecken der SSD bzw. nach dem Booten in /var/log/messages zu sehen sein, oder?


    Gruss


    GUMeyer

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    • Official Post

    Müsste doch beim Anstecken der SSD bzw. nach dem Booten in /var/log/messages zu sehen sein, oder?

    Ja, das sollte der Fall sein WENN der RPi es schafft zu booten. Bedenke, dass beim Hochfahren alle Laufwerke aktiv sind und die CPU volle Kanne ausgelastet ist. ... um es mal flapsig zu formulieren. ;)

  • Ja, das sollte der Fall sein WENN der RPi es schafft zu booten. Bedenke, dass beim Hochfahren alle Laufwerke aktiv sind und die CPU volle Kanne ausgelastet ist. ... um es mal flapsig zu formulieren. ;)

    Sofern er mir beim Nicht-Booten-Können nicht alles "zerlegt", kann ich damit leben. Dann merke ich, dass es nicht geht und kümmer mich noch um einen aktiven Hub. Dann kann ich mir aber auch langsam Gedanken machen über eine sinnvollere Stromversorgung. Bislang hängt alles (Fritzbox, RPi, ein Radio und eine Mobil-Ladestation) an einer Mehrfach-Steckdose und liegt (also vor allem der RPi mit den USB-Sticks) im Fach einer Kommode. Aber mit aktivem USB-Hub muss ich mir dann mal Gedanken um dem WAF machen - der dürfte dann nämlich im Negativen liegen.

    Trotzdem Danke für den Hinweis - ich werde das im Kopf behalten.


    Gruss


    GUMeyer

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  • Und wenn Du zu Pkt.8 im sechsten Feld von fstab eine 2 statt 0 einträgst, wird bei jedem Boot ein fsck (and repair) auf die Partition ausgeführt. Siehe < man fstab >.

    Von anderen Fehlern rede ich hier nicht.


    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Und wenn Du zu Pkt.8 im sechsten Feld von fstab eine 2 statt 0 einträgst, wird bei jedem Boot ein fsck (and repair) auf die Partition ausgeführt. Siehe < man fstab >.

    Von anderen Fehlern rede ich hier nicht.

    Wie gesagt, ich gucke mir den Eintrag natürlich nochmal sorgfältig an. Du hast Recht, ein Blick in die man-page wird nicht schaden.


    Welche anderen Fehler?

    ni pas ni

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  • /dev/sda muss nicht die SSD sein, sondern kann auch der USB Stick sein. Das musst Du v.A. beim Formatieren beachten.


    Servus !

    Du hast Recht. Bei

    1. Prüfen, ob die SSD erkannt wurde: sudo lsblk -> gibt mir ein sda? (das Fragezeichen wird eine Ziffer sein)

    kriege ich zwar die Info, dass es ein weiteres "sd?" gibt, aber ich weiß nicht automatisch, welches die SSD ist. Das müsste ich dann über "df -h" ermitteln können?


    Gruss


    GUMeyer

    ni pas ni

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  • GUMeyer

    So ganz verstehe ich deine Gedankengänge noch nicht.

    Wenn es dir nur um den Speicherplatzbedarf geht, dann kannst du doch einfach eine 1:1 Kopie deines USB-Sticks auf die SSD machen, Formatieren ist nicht erforderlich. diese u.U. erweitern einstecken und gut ist.

    Deine Daten bleiben unangetastet.....

  • Ich will ja gar nicht alles durch die SSD ersetzen. Der Boot-USB-Stick bleibt. Es soll nur der "Homepage"-Bereich auf die SSD ausgelagert werden.

    Sorry, hatte ich überlesen.


    Ich hatte das mal mit tar gelöst:

    - Deine Anleitung incl. Punkt 8, aber den Eintrag für die SSD in der fstab noch auskommentieren

    - aber den Mountpoint nach /var/www ändern

    - mit cd /var/www nach /var wechseln

    - die SSD anschließen, sie wird dann nach /media/pi/DEINE_PLATTE eingehängt

    - mit sudo tar cf - . | (cd /media/pi/DEINE_PLATTE; tar xvf -) den Inhalt von /var/www abwärts auf die SSD kopieren

    (Das kopieren mit tar hat den Vorteil, das alle Berechtigungen erhalten bleiben)

    - Kontrollieren ob alles richtig kopiert wurde

    - In der /etc/fstab die Raute vor der SSD entfernen, die Raute vor dem USB-Stick setzen

    - Neu booten, jetzt sollte die SSD unter /var/www eingehängt sein und der USB-Stick unter /media/pi auftauchen


    Das was ich hier geschrieben habe möge jemand nochmal kontrollieren, ist schon eine Weile her, das ich das gemacht habe.

    Bei mir war es eine HDD auf der der Inhalt meines Webservers umgezogen ist.


    MfG


    Jürgen

  • Ich hatte das mal mit tar gelöst:

    tar erzeugt aber ein einziges Tape ARchive File.


    Im Prinzip will der TO von einem USB Stick alle Files und Verzeichnisse auf die SSD übertragen, uns zwar unter Aufrechterhaltung aller Dateirechte. (Was z.B. mit cp, oder rsync geht, wenn man die richtigen Optionen setzt)



    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Ich will ja gar nicht alles durch die SSD ersetzen.

    Das hatte ich auch übersehen.

    Wie wäre es denn, wenn du deine SSD z.B. nach /SSD mountest.

    Dann das Verzeichnis "www" von var/www/html/nextcloud nach /SSD/www/html/nextcloud kopierst.

    Dann die Pfade in der Conf von Apache2 ändern. Von z.B /var/www/html in /SSD/www/html

    zu ändernde Dateien wären die Dateien unter /etc/apache2/sites-available /etc/apache2/sitesenabled

    sowie die /etc/apache2/apache2.conf

  • tar erzeugt aber ein einziges Tape ARchive File.

    Der Script-Einzeiler packt es im Zielverzeichnis gleich wieder aus.


    MfG


    Jürgen

  • Das klingt nach einem brauchbaren Weg. Ich hatte mich nur nicht getraut, an der "heiligen" Verzeichnisstruktur "herumzubasteln", deshalb mein Weg über /var/www/html . Aber wenn das so auch geht, dann ist mir das fast lieber.

    Nur die Sache mit dem Webserver geht bei mir wahrscheinlich etwas anders, da ich NGINX verwende. Aber die nötigen root-Einträge finde ich .


    Danke und sorry für die späte Antwort - Ostern und Familie geht bei mir noch vor Programmieren.

    Gruss

    GUMeyer

    ni pas ni

    tu car tu

    mal tu mal

  • Wäre sicher auch eine Möglichkeit. Unter Berücksichtigung von

    und einer Prüfung, ob mein "geliebter" Midnight-Commander ebenfalls die Möglichkeit bietet, die Dateirechte zu behalten (ich glaub, ich hab die Option schon gefunden).


    Gruss

    GUMeyer

    ni pas ni

    tu car tu

    mal tu mal

  • Nur die Sache mit dem Webserver geht bei mir wahrscheinlich etwas anders, da ich NGINX verwende. Aber die nötigen root-Einträge finde ich

    Backup ist Pflicht. :)