Kabel und Stecker für Netzteil

  • Kann mir mal jemand erzählen, was das mit der zusätzlichen Sicherung auf der Primärseite soll? Ich gehe einfach mal davon aus das in dem Meanwell Netzteil schon eine vorhanden ist.

  • Kann mir mal jemand erzählen, was das mit der zusätzlichen Sicherung auf der Primärseite soll? Ich gehe einfach mal davon aus das in dem Meanwell Netzteil schon eine vorhanden ist.

    Ja, genau so fängt es an.........


    Ansonsten, da ist ein LCD Display mit im Spiel, verträgt das überhaupt 3.3V?

    Normalerweise können die Dinger nur 5V!

    Und welcher ESP ist da im Spiel?

    Und welche Relaisplatine?

    Und welche Spannung wird mit den Relais geschaltet?

    Bei 230V AC wäre ich bei den Mini Relais ganz vorsichtig!

    Da steht dann zwar meist auch 125/230V AC drauf, meist in 5A oder 10A.

    Aber diese Last würde ich so einem Dings niemals anvertrauen.


    Wenn man da z.B. einen WEMOS D1 Mini einsetzen würde, könnte man mit einem 5V Netzteil arbeiten.

    Der arbeitet intern ebenfalls mit 3.3V, wird aber extern über eine Micro USB Buchse und LDO mit 5V gespeist.

    An der man z.B. ein gewöhnliches Netzteil oder ein Handy Ladegerät anstecken könnte.

    Der D1 hat aber auch einen 3.3V Spannungsausgang.

    Was der aber an Last kann, muss man im Datenblatt ansehen.

  • Eine träge 1A bis 2A Sicherung für die Netzseite als Absicherung sollte passen

    Bei einem Netzteil mit 50VA-Leistung?

    1 oder 2 A auf der Primärseite?


    Was soll dieser Unsinn? Das wäre eine Leistung von 230 bis 460W


    Wenn, dann wäre bei einem 50VA/W-Netzteil eine Sicherung von maximal 250mA vollkommen ausreichend.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Wenn ich richtig rechne, ist das für ein 15W NT dann eine Sicherung mit 0,065A , sprich 65mA.

    Da das 3.3V NT aber nur knapp 10W bringt reicht auch eine 50mA Sicherung.


    Die Sicherung soll verhindern, dass im Falle eines Kurzschlusses zuerst die kleine Vorsicherung fliegt und somit das Gerät stromlos macht.

    Auch, dass dann der Strom nicht ins Uferlose steigt und das Zuleitungskabel und letztendlich die Unterputzleitung bzw. deren Isolierung, anfangen zu Schmoren und zu Brennen, bevor der Sicherungsautomat fällt!

    Der fällt nämlich erst bei 10 oder 16A!

    Und das ist zu 65/50mA ein sehr großer Unterschied!

    Da gehen dann 2300W oder 2700W über die Leitungen!

  • da ist ein LCD Display mit im Spiel, verträgt das überhaupt 3.3V?

    Normalerweise können die Dinger nur 5V!

    Ups, da bin ich in die Falle geraten. :blush: Hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass da bei Betriebsspannung "5V/3.3V" angegeben war. Habe nochmal nachgesehen und es stimmt auch, aber die 3.3V sollten sich wohl nur auf die Hintergrundbeleuchtung beziehen. Das war etwas irreführend dargestellt. Wie auch immer, mein Versuch heute bestätigt, das Display verlangt 5V! Damit ist der Vorteil des 3.3V-Netzteils hinfällig. Ich kann mich daher deiner Anregung des Stecker-Netzteils zuwenden. Denn im 5V-Bereich gibt es glücklicherweise etwas mehr Auswahl hinsichtlich der benötigten Leistung. :)


    Im Nachhinein habe ich euch also völlig unnötig Angst gemacht mit meinen Fragen ;) , denn ich werde mich basteltechnisch weiterhin im einstelligen Volt- und im Gleichspannungsbereich aufhalten (auch was die durch die Relais zu schaltenden Geräte betrifft). Das von mir verwendete ESP32-Board lässt sich direkt mit 5V versorgen. Die obigen Schutzleiter und Sicherungsfragen sind daher nicht mehr aktuell. Habe aber trotzdem etwas gelernt durch eure Hinweise. Also nochmals vielen Dank! :)

  • Ups, da bin ich in die Falle geraten. :blush: Hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass da bei Betriebsspannung "5V/3.3V" angegeben war. Habe nochmal nachgesehen und es stimmt auch, aber die 3.3V sollten sich wohl nur auf die Hintergrundbeleuchtung beziehen. Das war etwas irreführend dargestellt. Wie auch immer, mein Versuch heute bestätigt, das Display verlangt 5V! Damit ist der Vorteil des 3.3V-Netzteils hinfällig. Ich kann mich daher deiner Anregung des Stecker-Netzteils zuwenden. Denn im 5V-Bereich gibt es glücklicherweise etwas mehr Auswahl hinsichtlich der benötigten Leistung. :)


    Im Nachhinein habe ich euch also völlig unnötig Angst gemacht mit meinen Fragen ;) , denn ich werde mich basteltechnisch weiterhin im einstelligen Volt- und im Gleichspannungsbereich aufhalten (auch was die durch die Relais zu schaltenden Geräte betrifft). Das von mir verwendete ESP32-Board lässt sich direkt mit 5V versorgen. Die obigen Schutzleiter und Sicherungsfragen sind daher nicht mehr aktuell. Habe aber trotzdem etwas gelernt durch eure Hinweise. Also nochmals vielen Dank! :)

    Deshalb auch u.a. die Frage zum Display und zum ESP Board!


    Auch deshalb, weil ich ebenfalls einen ESP32 mit einem angeschlossenen I2C LDC 2004 Display betreibe, genauer drei davon.

    Sowas LINK

    Damit lasse ich die Wetterdaten von 3 BME280 Sensoren anzeigen und den Zustand meines Garagen Rolltores.

    Versorgt wird das Ganze mit einer Powerbank, über ein Kabel mit Schalter, womit ich die Anzeige bei Bedarf einschalten kann.

  • Da dir wie es scheint die Praxis fehlt, es geht um die Absicherung im Fehlerfall und dann fließen deutlich höhere Ströme als im Normalbetrieb. Des weiteren haben elektrische Geräte einen x-fach höheren Einschaltstrom, ein Blick ins Datenblatt würde manchmal helfen. Sonst ist das Gerät nach dem Einschalten schneller wieder stromlos, als Du denkst.

  • Nochmal zum Netzteil:

    Das abgebildete Netzteil darf nur dann offen betrieben werden, wenn eine Berührung der Anschlüsse ausgeschlossen ist, heisst eine wirksame Abdeckung das Berühren der Kontakte verhindert. Das ist auf dem Bild nicht eindeutig zu erkennen.

    Ansonst muss das Netzteil in ein Gehäuse eingebaut werden.

    Unabhängig davon ob das metallisch oder aus Kunststoff ist muss der Schutzleiter angeschlossen werden. Ein Metallgehäuse muss natürlich auch mit dem Schutzleiter verbunden werden. Das ist auch auf dem Anschlussbild so eingezeichnet. Die Entstörkondenstatoren des Netzteils gehen nämlich gegen die Schutzerde.

    Die Sicherung am Eingang sollte keinesfalls grösser als 500mA sein, aus dem Datenblatt ist ersichtlich: Input 0,4A/230VAC

    Edited once, last by RedBlock63394 ().

  • Da dir wie es scheint die Praxis fehlt, es geht um die Absicherung im Fehlerfall

    Ja, und? Kann zum Beispiel das genannte Netzteil diese 1 bis 2 Ampere erreichen? Oder wären schon 250mA im Fehlerfall ein zu hoher Strom?

    Des weiteren haben elektrische Geräte einen x-fach höheren Einschaltstrom

    Aber nicht so hoch, und diesen höheren Einschaltstrom überbrückt man nicht mit einer Sicherung, die das zig-Fache des auftretbaren Stroms im Normalfall aushält, sondern mit einer dann langsamer ansprechenden Sicherung => nicht 'fast' sondern 'träge'

    Sonst ist das Gerät nach dem Einschalten schneller wieder stromlos, als Du denkst.

    Und du machst dass dann mit einer Sicherung, die mehrfach überdimensioniert ist, sehr pfiffig.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Ja, und? Kann zum Beispiel das genannte Netzteil diese 1 bis 2 Ampere erreichen? Oder wären schon 250mA im Fehlerfall ein zu hoher Strom?

    Aber nicht so hoch, und diesen höheren Einschaltstrom überbrückt man nicht mit einer Sicherung, die das zig-Fache des auftretbaren Stroms im Normalfall aushält, sondern mit einer dann langsamer ansprechenden Sicherung => nicht 'fast' sondern 'träge'

    Und du machst dass dann mit einer Sicherung, die mehrfach überdimensioniert ist, sehr pfiffig.

    Im Datenblatt steht ein Anlaufstrom von 45A, sicherlich nur für sehr kurze Zeit, aber ob da eine zu gering dimensionierte träge Sicherung mitkommt. Du kannst ja zusammen basteln was du willst. Im übrigen hat sich der Beitrag eh erledigt, wenn das Netzteil nicht das Richtige ist.

  • Im Datenblatt steht ein Anlaufstrom von 45A, sicherlich nur für sehr kurze Zeit, aber ob da eine zu gering dimensionierte träge Sicherung mitkommt

    Sicher wird da eine 'träge' Sicherung das aushalten, denn wie steht im selben Datenblatt?

    Code
    AC Current (Typ.): 04A/230V

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Sicher wird da eine 'träge' Sicherung das aushalten, denn wie steht im selben Datenblatt?

    Code
    AC Current (Typ.): 04A/230V

    Wenn man keine Ahnung hat, sollte man eigentlich nicht so viel Blödsinn schreiben. Eine träge 0815 Feinsicherung kann ungefähr das 10 fache des Nennstroms für ca. 10 - 20ms überstehen. Mit einer 0,4A trägen Feinsicherung, wird dass dann wohl nichts. Ein Blick ins Datenblatt des Netzteil zeigt:



    Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

  • Diese 45A bei "Kaltstart", das sind Sekundenbruchteile.

    Das gibt es bei nahezu allen Schaltnetzteilen UND LED Birnen etc.

    Um diese kurzfristige hohe Ampere Last abzufangen sind da meist Dicke Varistoren verbaut.

    Hier in der offenen "Open Frame" des Netzteil sieht man gleich drei von den Blauen Dingern.

    Dazu bitte beide Bilder ansehen!

  • Diese 45A bei "Kaltstart", das sind Sekundenbruchteile.

    Das gibt es bei nahezu allen Schaltnetzteilen UND LED Birnen etc.

    Um diese kurzfristige hohe Ampere Last abzufangen sind da meist Dicke Varistoren verbaut.

    Hier in der offenen "Open Frame" des Netzteil sieht man gleich drei von den Blauen Dingern.

    Dazu bitte beide Bilder ansehen!

    Habt ihr Euer E-Technik Wissen aus einem Youtube Kanal? Ein Varistor begrenzt höchstens die Spannung aber nicht den Strom. Was den Einschaltstrom begrenzen würde wäre ein NTC Widerstand. Wenn ich das Bild richtig deute würde ich mal auf einen Entstörkondensator tippen. Das der Einschaltstrom nur sehr kurz so hoch ist ist wohl klar, aber auch mit einer trägen Feinsicherung von unter 500mA ist die Freude schnell vorbei.