SD-Karte kaputt?

  • Hallo liebe Forenteilnehmer,

    Ich habe ein Problem mit meinem Raspberry Pi 4. Ich hoffe, dieses Thema passt in dieses Unterforum, sonst bitte ich um Entschuldigung und es kann natürlich gerne verschoben werden.

    Mein Raspberry Pi lief über ein Jahr lang einwandfrei und wurde hauptsächlich für PiHole und Apache2 verwendet. Als ich neulich den Befehl apt-get update && apt-get upgrade laufen ließ, brach die SSH-Verbindung während dem Vorgang auf einmal ab. Wenige Minuten später habe ich wieder eine Verbindung aufgebaut. Der Pi hat dann sehr lange gebraucht, um auf meine Eingaben zu reagieren. Um zu prüfen, ob es ein Problem gibt, habe ich dann eine auf dem Pi gehostete Webseite aufgerufen. Dort wurde mir eine seltsame, auf mySQL bezogene, PHP-Fehlermeldung angezeigt, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Einen Screenshot habe ich leider nicht, aber sie lautete ungefähr Connection Failed: No such file or directory . Weil mir das sehr seltsam vorkam, entschied ich mich, den Pi mittels sudo reboot neu zu starten und zu schauen was passiert. Leider war es eher nicht das, was ich mir erhofft hatte: Auch nach einiger Zeit reagierte der Pi auf sämtliche Anfragen nicht, weshalb ich Maus, Tastur und Monitor anschloss. Angezeigt wurde das bunte Startbild im wechsel mit For recovery mode, hold shift. Nachdem ich dieser Anweisung gefolgt war, wurde mir das von der Erstinstallation bekannte Menü zum Auswählen der Distribution angezeigt. Ich wählte Raspian aus und mir wurde eine Warnung angezeigt, dass die SD-Karte nun formatiert werde. Das wollte ich natürlich nicht und so brach ich den Vorgang ab. Ich bin einer Anleitung aus dem Netz gefolgt und habe Ext2explore auf meinem Windows8-PC installiert, um die SD Karte auszulesen. Wenn ich damit die Datei 1.img öffne, werden mir nur leere Ordner angezeigt. Wenn ich 3.img öffne, finde ich dort alle meine Dateien vom Pi wieder. Sie scheinen wohlbehalten zu sein. ^^ Ich habe gelesen, dass der boot-Ordner wichtig für den Systemstart sei. Dieser scheint allerdings leider leer zu sein.

    Könnt ihr mir weiterhelfen?

    Ich bin leider noch Anfänger was Linux betrifft, sorry. Falls ich noch weitere Informationen liefern soll, gebt bitte bescheid.

    Danke schonmal!

  • Hallo und liebe Grüße aus DD,

    SD-Cards haben allgemein nicht das ewige Leben, ähnlich USB Flash Speicher.
    Keiner von uns :gk1: kann nachvollziehen, was während dieser einjährigen Betriebszeit als Web-Server gelaufen ist.
    Das 4 er PI hat ausreichend USB Schnittsellen, um daran einen gescheiten, und für den Dauerbetrieb geeigneteren Datenträger SSD / HDD anzuschließen. Ohnehin sind die SD Cards nicht die Performance Bringer.

    Wenn man selber, wider jedes besseren Wissens auf einer zum 0815 SD Card einen solchen Server ohne Datensicherung aufsetzt, dann muss man einfach einmal von der Realität eingeholt werden.

    Ein mit oder über NOOBS installiertes RasbianOS bietet selber schon an, eine Backup-Kopie der aktuellen SD Card zu erstellen.
    Ohne eine genaue Analyse, aber sicherlich mit einem auf Windows zugeschnittenen Tool wirst du keine Antwort finden.
    EXT2 als File-System, ähnlich FAT16 / FAT32, ohne Journaling was soll das ? Ist die SD Card wirklich mit EXT2 und nicht möglicher Weise mit EXT3 oder gar EXT4 formatiert ?

    Wenn du nur ein WIN8 Rechner hast, schmeiss dir eine VM drauf. Installiere dort mit USB Freigabe ein X-beliebiges Linux, und starte mal, falls es nicht zum Tool Packetes gehört, dann installieren, "gparted" . Damit erfährst du zumindest, um welches File-System auf der SD Card handelt !


    Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass auf einem fast aktuellen ( < 2 jahre ) ausgelieferten RAS PI noch eine NOOBS, oder RasbianOS Version drauf ist, die wirklich noch EXT2 verwendet.

    LG
    Antje

  • Pi.Antje.DD

    Er schreibt ja, er ein Kit gekauft hat. Die haben häufig NOOBS dabei, oft veraltet. Leider meist auch dieses angeblich passenden "Netzteil" mit Schnurschalter, was uns dann zum "Mysterium" führt.

    Das er aufgefordert wird, ein OS zur Installation auszuwählen, spricht auch für N......

    Ansonsten ist deinen Ausführungen nichts hinzuzufügen :):)

    Buzhibi Du kennst den Spruch: Kein Backup, kein Mitleid! ^^

    Es gibt hier zwei Begriffe, die den "Steinewerfen"-Reflex auslösen:

    "Netzteil mit Schnurschalter"

    NOOBS

    (Duck und weg) ;);)

    Der Grund für den Reflex: Beide verursachen einen erheblichen Aufwand hier im Forum. N..... sorgt für Softwareseitige Probleme, das "Netzteil" für seltsame Symptome des Pi4.

  • Um Dir die Entscheidung leicht zu machen auf SSD umzusteigen:



    MfG


    Jürgen

  • Es gibt leider keine eindeutige Indikation ob eine SD Karte schwaechelt bzw ueber den Jordan geht :no_sad:


    Wenn ein System lange lief und dann ploetzlich ein merkwuerdiges Verhalten an den Tag legt ohne dass irgendwas an dem System geaendert wurde ist das aber eine recht gute Indikation. Ich hatte letztens einen aehnlichen Effekt. Dann holte ich mir eine neue SD Karte raus, spielte mein letztes Backup zurueck und schon lief mein Server wieder :)


    Wenn Du kein Backup hast wie mir scheint musst Du wohl alles noch mal neu aufsetzen :( (Kein Backup - kein Mitleid) Danach solltest Du Dir aber mal Gedanken ueber eine Backupstrategie machen (siehe u.A. hier) - egal ob Du bei der SD Karte bleibst oder eine SSD oder Platte nutzt. Auch Letztere koennen ihren Geist aufgeben ;)

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect."

    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert =O Bei mir tut das raspiBackup automatisch ;)

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    Es gibt leider keine eindeutige Indikation ob eine SD Karte schwaechelt bzw ueber den Jordan geht

    Das stimmt zwar, aber wenn eine SD von sich aus in den read only Modus wechselt. dann kann man ziemlich sicher sein, dass die SD auf dem Weg durch den Tunnel ist, an dessen Ende ein helles Licht scheint. ;) ABER ja, ein Backup ist immer sinnvoll und spart viel Zeit und Nerven!


    Davon abgesehen glaube ich hier in dem Fall nicht an eine sterbende SD, sondern eher an ein defektes Dateisystem durch zu frühes Steckerziehen. Vermutlich wurde mit dem Update auch ein Kernelupdate gemacht, welches halt erheblich länger dauert als ein "normales" Update.

  • Als ich neulich den Befehl apt-get update && apt-get upgrade laufen ließ, brach die SSH-Verbindung während dem Vorgang auf einmal ab.

    hyle Meinst Du der update hat die ssh Session beendet und waere korrekt durchgelaufen wenn der Update per screen gestartet worden waere? Wenn Deine Vermutung richtig ist ist die Schlussfolgerung dass man einen Update IMMER per screen ausfuehren sollte.


    Ich fuehre regelmaessig immer bei mir updates auf meinen Raspis durch aber habe noch nie einen ssh Abbruch dabei bekommen :conf:

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    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


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    framp Der Abbruch der SSH-Verbindung mus nicht zwangsläufig mit dem Update im Zusammenhang stehen. Ich kenne die Art der Verbindung nicht, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass es manchmal zu Verbindungsabbrüchen bei WLAN oder auch DLAN kommen kann. ;)

  • Aber ich verstehe Dich doch richtig dass Du meinst dass das Filesystem vielleicht korrumpiert wurde dadurch dass die ssh Session beim update unterbrochen wurde?

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    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


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    Edited once, last by framp ().

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    Ja, ich denke schon! Meiner Glaskugel nach wurde die SSH-Session durch was auch immer unterbrochen und der Update-Vorgang gestört. Darauf hin wurde der Stecker gezogen und damit das Dateisystem zerballert. Eine andere Idee hätte ich jedenfalls nicht für die genannten Probleme inkl. dafür, dass der RPi nach einer erneuten Verbindung so "zäh" reagiert hat.


    Vielleicht habe ich aber auch etwas übersehen. :geek:

  • Mir scheint es der TE kann sich in die grosse Community der mit NOOBS in Probleme Gefallener einreihen - ob es an einer sterbenden SD Karte oder der Unfaehigkeit von NOOBS mit Updatefailures umzugehen liegt ... :gk1:


    Es hilft nur ein Backup einzuspielen ... oder wenn es denn nicht existiert ... alles noch einmal aufsetzen ... und dann hoffentlich an ein regelmaessiges Backup denken :)

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    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


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  • Hallo und liebe Grüße, mit einer kleinen Nebenbemerkung :*

    Ja, ich denke schon! Meiner Glaskugel nach wurde die SSH-Session durch was auch immer unterbrochen und der Update-Vorgang gestört. Darauf hin wurde der Stecker gezogen und damit das Dateisystem zerballert. Eine andere Idee hätte ich jedenfalls nicht für die genannten Probleme inkl. dafür, dass der RPi nach einer erneuten Verbindung so "zäh" reagiert hat.


    Vielleicht habe ich aber auch etwas übersehen. :geek:

    Ich habe bis jetzt noch nicht aus dem TE-Einstieg erlesen können, dass eine AUTO-Update Funktion aktiv sein sollte 8o

    hyle Wenn ich wieder etwas aus irgendwelchen Flüssen fischen sollte, natürlich nur an dich !

    Und was ergötzt ihr euch alle, ohne genaue Infos zu haben, dass nun jeder wieder besser - Nein - ich verzichte auf das Wort "Klugscheixxt"

    Bringt mal die Ruhe rein @all und wartet was Buzhibi daraufhin zu vermelden hat

    Nun auf Schicht gehend und euch einen schönen Pfingst-Montag wünschend

    Antje

  • Und was ergötzt ihr euch alle,

    Wer hyle und mich kennt weiss dass wir uns an sowas nicht ergoetzen sondern versuchen bei gegebener unklarer Lage Ursachen zu identifizieren und zwangslaeufig wird dabei auch diskutiert. Sowas als ergoetzen zu bezeichnen empfinde ich als reichlich daneben :denker:

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    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


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    Pfff! Das Update wurde aktiv gestartet, da ist keine Autofunktion am Start.:

    Als ich neulich den Befehl apt-get update && apt-get upgrade laufen ließ


    Das was framp zur Ursachenforschung schrieb trifft es auf den Punkt. Wir versuchen auch hier wieder mal einfach nur den Grund für diesen Fehler zu finden. (Punkt!) :richter:

  • Nun auf Schicht gehend und euch einen schönen Pfingst-Montag wünschend

    Oder anders ausgedrückt: Zurück in die Zelle.


    MfG


    Jürgen

  • Ich würde mal versuchen, beide Systeme auf einem Asus Thinkerboard S zum Laufen zu bringen!

    Das Ding hat einen internen EMMC Speicher mit 16GB und ist somit unabhängig von einer SD-Card.

    Allerdings sollte man auch hier ein plötzliches Unterbrechen der Stromversorgung tunlichst vermeiden.

    Denn dass für bei EMMC genau so zu Probleme, wie bei einer SD Card.