Samsung SSD gestorben - Empfehlung für neue SSD Hardware + Adapter?

  • Hallo zusammen,


    leider ist meine Samsung 850 EVO am Pi4 gestorben.


    Hat jemand eine Empfehlung für eine zuverlässige neue Hardware?

    Ich bin auch bereit einen neuen Adapter zuzulegen.


    Momentan habe ich die 850Evo M.2 SSD an einem FIDECO M.2 SATA USB3.1 Adapter.

    Die neue SSD muss nicht groß sein. 64GB reichen eigentlich vollkommen!

    Allerdings läuft ioBroker auf dem Pi und hier habe ich alle paar Minuten, manchmal Sekunden Schreibzugriffe. Non-Stop!



    Danke für Tipps!

  • Weshalb ist die SSD gestorben?

    Wurde sie zu heiß?


    Dadurch ist mir mal eine M.2 NVME SSD gestorben, allerdings im PC.

    Das war ebenfalls eine Samsung, eine OEM SM951 MZVPV256HDGL-0000 - 256GB

    Die wurde definitiv zu heiß und ist verbruzzelt.

  • Meine damalige SM 951 wurde so heiß, das sogar bruzzelnde Geräusche zu hören waren.

    Die ich allerdings nicht auf die SSD schob.

    Hätte ich das getan, wäre sie vielleicht noch zu retten gewesen.

    Aber irgendwann war sie dann einfach weg und wurde nicht mehr erkannt.

    Äußerlich sah man nichts, aber ich vermute dass an den Chips einige unsichtbare Lötstellen aufgegangen sind.

    Es wurde dann als Ersatz eine etwas langsamere PCI-Express 2x SSD eingebaut, die jetzt rund 6 Jahre ihren Dienst in dem PC versah.

    Der damalige Händler aus Dessau machte bei der Regulierung der vorhandenen Herstellergarantie massiv Schwierigkeiten, obwohl die SSD 12 Monate Garantie hatte und nach 7 Monaten drauf ging.

    Aber weil es ein OEM Modell war, habe ich sie selber nicht bei Samsung Deutschland reklamieren können.

    Das ginge nur über den Händler bei dessen Großhändler direkt bei Samsung Asia.

    Aber da der Händler eine Regulierung kategorisch ablehnte und mir mit irgendwelchen Paragraphen kam, in Sachen Beweislastumkehr und dann die Kommunikation ganz einstellte, blieb ich auf dem Schaden von 130Euro sitzen.

    Der Händler, das erfuhr ich aber erst später, reitet auf der Masche der Beweislastumkehr nach 6 Monaten!

  • Und wie hast Du festgestellt, dass die SSD (als Ganzes) kaputt ist ?


    Da kann auch nur das Filesystem korrupt geworden sein, v.A. wenn ohne check & repair gemountet wird, sich der Admin um die Hardware überhaupt nicht kümmert, und auch bei einer SSD das fstrim.service (samt fstrim.timer) nicht enabled wird.



    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • allerdings sollte man beim Kauf MLC meiden, SLC Speicher wären zumindest sicherer für viele Schreibvorgänge oder gleich Industrial Ware verwenden.


    btw. das hier fand ich interessant! (ssd Tests)

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Und wie hast Du festgestellt, dass die SSD (als Ganzes) kaputt ist ?

    Wenn nur das Dateisystem defekt wäre, würde man das sehen können. Hatte die Elektronik komplett aufgegeben, wird die SSD nicht einmal mehr richtig erkannt.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Ich sehe die Partitionen mit der Datenträgerverwaltung von Win10, kann aber die Partitionen nicht löschen.

    Wenn ich nach mehreren Minuten die SSD dann vom USB abziehe passiert nichts.

    USB ist blockiert und ich kann nur das Notebook hart ausschalten. (On/Off 10 Sek. gedrückt halten)

    Edited once, last by hg6806 ().

  • Ich sehe die Partitionen mit der Datenträgerverwaltung von Win10, kann aber die Partitionen nicht löschen.

    Wenn Du Partitionen siehst, ist die SSD nicht kaputt

    Verwende die Linux Tools zur Diagnose/Reparatur der SSD.

    Die installierten Programme zur Diagnose der Partitionen bekommst Du mit < apropos partition > angezeigt, die für das EXT4 Filesystem, mit < apropos ext4 >. Zu jedem Programm gibt es eine man-page < man man >.



    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • 64GB reichen eigentlich vollkommen!


    habe ich alle paar Minuten, manchmal Sekunden Schreibzugriffe. Non-Stop!

    1. Eine 64GB SSD wirst du kaum noch bekommen.

    2. Je kleiner die SSD ist, desto eher wird sie (bei der Anzahl der Schreibzugriffe) sterben.


    Das heißt, jede Speicherzelle lässt nur eine max. Anzahl von Schreibzugriffen zu, je kleiner die SSD, umso weniger Speicherzellen. Jede Zelle wird in Folge dessen häufiger beschrieben.


    Lebensdauer einer SSD


    Quote

    Umso mehr Speicherzellen eine SSD besitzt, umso länger wird sie halten. Durch eine große Speicherkapazität können die Speicherzellen länger geschont werden, da sie nicht so häufig neu beschrieben werden. Die Lebensdauer einer aktuellen SSD lässt sich mit Hilfe einer Formel auch berechnen:
    [Blocked Image: https://www.compuram.de/blog/wp-content/uploads/2016/01/formel1.jpg]

    Nehmen wir als Beispiel hier z.B. die Samsung 850 Pro. Die 850 Pro ist eine MLC-SSD mit 3000 Schreibzyklen. Die Kapazität der Platte reicht, je nach Ausführung, von 512 GB bis 2 TB. Der SSD-Faktor gibt das Verhältnis der echten Datenmenge zu den tatsächlich geschriebenen Daten an. Zur Berechnung wählt man hier einen hohen Wert von 5. Außerdem überschlägt man die Menge an Daten, die pro Jahr auf die Platte geschrieben werden. Falls eine Einschätzung schwer fällt, wählen Sie einen Wert zwischen 1500 und 2000 GB.

    Die Lebensdauer der Samsung 850 Pro in der 1-TB-Variante ergibt dann:

    [Blocked Image: https://www.compuram.de/blog/wp-content/uploads/2016/01/formel2.jpg]

  • Ich sehe die Partitionen mit der Datenträgerverwaltung von Win10, kann aber die Partitionen nicht löschen.

    Wenn ich nach mehreren Minuten die SSD dann vom USB abziehe passiert nichts.

    USB ist blockiert und ich kann nur das Notebook hart ausschalten. (On/Off 10 Sek. gedrückt halten)

    OK, dann ist die SSD noch OK!

    Aber Windows 10 kann mit Linux Datenträgern, was deine SSD über den PI ja ist, ohne Extra Programm nichts Anfangen!

    Du solltest die SSD wieder an den PI hängen und den PI mit einer SD-Card Booten.

    Dann kommst du auch wieder auf die SSD und kannst sie entweder NEU Einrichten oder Reparieren.

    Und Ganz Wichtig!

    Immer schön das BS des PI runterfahren, das was etwas dauert!

    Und dann erst, wenn man sicher ist, das der PI runtergefahren, dann erst den PI vom Strom trennen!

    Wenn man das nicht macht, kann genau dass passieren, was bei dir passiert ist, das der Bootdatenträger zerschossen wurde.

    Edited once, last by Thomas H ().

  • Ok, habe es mit einem "alten" 3er Pi hinbekommen und die SSD löschen können. Keine Ahnung warum Win das nicht konnte.


    Und auch mit Win10 dann ein neues Image aufgespielt.

    Mein Win10 Notebook kann eigentlich auch Linux Partitionen lesen über Ext2Fsd.

    Ich schreibe dazu immer die leere Datei "SSH" in die Bootpartition, damit ich direkt über die Konsole ohne Monitor arbeiten kann.


    Btw. ich schreibe jeden Tag zwischen 3-6MB Daten, was eigentlich überschaubar ist.

    Also sollte eine SSD ja eigentlich ewig halten nach der Berechnung.


    Das mit dem Runterfahren konnte wirklich das Probl. gewesen sein.

    Wie kann man das fixen? Für das nächste Mal....

  • Das mit dem Runterfahren konnte wirklich das Probl. gewesen sein.

    Wie kann man das fixen? Für das nächste Mal....

    Es gibt Elektroniken sprich Shield´s, die einen Ein und AUS Knopf bieten.

    Aber auch der bedingt, das der PI am Netzteil bleibt und nicht diese einfach abgesteckt wird.

    Der PI hat hat keinen Zwischenspeicher alá EEPROM etc. der die momentane Einstellungen speichert.

    Wenn der PI gerade beim Runterfahren ist und die Daten schreibt, kommt ein plötzliches Trennen der Spannung überhaupt nicht gut.

    Es KANN klappen aber aber auch nicht.

    Deshalb den PI runter fahren und warten bis nur noch die Rote LED permanent an ist und erst dann das NT abziehen.