SD Karte formatiert- Raspi bootet nicht mehr

  • Hallo Leute,


    ich brauche dringend eure Hilfe. Ich habe ein Raspberry pi für meine Projektarbeit bekommen und ich habe Raspi benutzt und es hat alles geklappt. Jedoch das Passwort von Benutzername wusste ich nicht und mein Professor auch nicht mehr. Deswegen habe ich dummerweise SD Karte aus dem Gerät rausgenommen ohne den alten Benutzername abzumelden und die SD Karte formatiert. Dann habe ich Rasbian neu drauf installiert. Das Problem Raspi bootet nicht mehr. Ich versuche schon seit 3 Tagen Raspi zu booten ohne Erfolg. Grüne LED leuchtet dauerhaft (anders als vorher) und das rote LED-Licht leuchtet gar nicht mehr. Ich habe im Buch bei Notfall-Tipps gelesen, dass bei so einem Fall die Stromversorgung nicht ausreichend ist. Jedoch scheint es bei meinem Fall nicht das Problem zu sein. Kann ich die Situation irwie retten oder ist der Raspberry pi verloren?

    Hinweis: Ich habe den Raspberry pi 3.


    Gruß

    Simon

  • Erst einmal Herzlich Willkomen im Forum.

    habe im Buch bei Notfall-Tipps gelesen, dass bei so einem Fall die Stromversorgung nicht ausreichend ist

    Um dir helfen zu können, habe ich erst einmal in paar Fragen.

    1. Welches OS hast du genau installiert? Raspberry Pi OS???

    2. Wie hast du es installiert?

    3. Welches Netzteil benutzt du? (Original Pi-Netzteil, USB-Ladegerät...)

    4. Welchen Pi hast du? 3 oder 3B+?


    Den Pi kannst du durch eine Neuinstallation normalerweise nicht zerstören.

    In der Regel liegt, wenn die rote LED nicht leuchtet tatsächlich ein problem mit der Stromversorgung vor.

  • erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort

    1. Welches OS hast du genau installiert? Raspberry Pi OS??

    Ich habe die letzte Version von Raspberry pi OS heruntergeladen (Version 5.10 von 07.05.2021)


    2. Wie hast du es installiert?

    Installiert habe ich es, wie im Buch beschrieben. 1- SD Karte mit dem Programm "SD Card Formatter" formatiert. 2- OS-ZIP heruntergeladen und entpacken (die einfachere neuere Variante zur Installation habe ich auch probiert) 3- IMAGE-Datei mithilfe von dem Programm "Win32DiskImager" auf der SD Karte übertragen.


    3. Welches Netzteil benutzt du? (Original Pi-Netzteil, USB-Ladegerät...)

    Netzteil: Ich benutze ein USB-Adapterstecker. USB-Output: 5V, 3.0 A (2.4 max per port) Das steht auf mein Netzteil von hinten.


    4. Welchen Pi hast du? 3 oder 3B+?

    3

  • Netzteil: Ich benutze ein USB-Adapterstecker. USB-Output: 5V, 3.0 A (2.4 max per port) Das steht auf mein Netzteil von hinten.

    Das ist ein Ladegerät . Kein Netzteil, Versuche das ganze mal mit einem original Netzteil für den PI.

  • Am sichersten bist Du, wenn Du der aktuellen Anleitung der Pi-Foundation folgst. https://projects.raspberrypi.o…raspberry-pi-setting-up/2 Dort gibt es auch einen Link für "advanced users"

    Mit dem hier beschriebenen Raspberry Pi Imager bist Du auf der sicheren Seite. Der umschifft alle vorherigen Entpacker- und Flashprobleme.


    Servus !


    PS. Schau einmal auf das Erscheinungsjahr Deines Buches.

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Servus,


    Ich habe das originale Netzteil für den PI bestellt und probiert, jedoch habe ich immer noch das gleiche Problem. Wenn Jemand Ahnung hat, woran es sonst liegen kann, bin ich sehr dankbar.


    LG

  • Nimm tatsächlich den Raspberry Pi Imager für Dein Betriebssystem (Ubuntu, Windows, Mac OS) und beschreibe damit die SD-Karte. Bei der Auswahl des RPi-Betriebssystems ist erste Option das aktuelle Raspberry Pi OS (Desktop-Version). Die aktuelle Version wird beim Installationsvorgang von der Homepage heruntergeladen und auf die SD-Karte geflasht. Warten bis der Imager komplett fertig ist und die neu geflashte Karte in den RPi stecken.


    Den RPi vor dem Einschalten am Bildschirm (HDMI) anschließen und mit dem Original-Netzteil betreiben. Nach spätestens einer Minute sollte das RPi hochgefahren sein und der Desktop auf dem Bildschirm erscheinen.


    Viel Glück!

  • Das Buch "Rapberry pi-das umfassende Handbuch" von Rheinwerk Computing. Das Buch ist etwas alt (2016).

    Dieses Buch habe ich auch, sogar zweimal, in Auflage 1 (2014, bis RPi B+) und Auflage 6 (2020, bis RPi 4)

    Es ist ansich sehr empfehlenswert!


    Bezüglich des Flashens unter Windows schreibt der Autor in der 1. Auflage von 2014 allerdings:

    Quote

    Unabhängig davon, ob Sie unter Windows, OS X, oder Linux arbeiten, sollten Sie auf jeden Fall zuerst die SD-Karte Formatieren. Theoretisch wäre das gar nicht notwendig: beim Schreiben der Image-Datei werden ohnedies die Partitionstabelle und alle auf der SD-Karte befindlichen Dateisysteme überschrieben. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass Image-Writer viel seltener Probleme verursachen, wenn die SD-Karte leer und frisch formatiert ist.

    Dazu kann man stehen, wie man will, Stichwort: unnützer Verschleiß der Flash-Speicherzellen auf der SD-Karte durch unnötiges Formatieren.

    Aus eigener Erfahrung kann ich aber berichten, dass mir zu Anfang meiner RPi-Zeit (2015) unter Windows 7 genau das passiert ist, dass das Schreiben des Images mit win32diskimager auf einer bereits für den RPi beschriebenen SD-Karte fehlschlug. Nach dem Formatieren der SD-Karte lief es jedoch problemlos. Ich führe das auf die zwei Partitionen der Raspbian-SD-Karte zurück, von denen die ext4-Partition am Windows-PC mit reinen Bordmitteln nicht richtig verarbeitet wird.

    Nach dem Umstieg am PC auf Linux (2016) und Flashen mittels dd ist mir so etwas nie mehr untergekommen. Wohl aber, dass beim Entfernen der SD-Karte aus dem PC nach Ende von dd das Image korrupt war. Abhilfe: nach dem Kommando dd das Kommando sync ausführen. Aber formatieren musste ich unter Linux nie.


    Fazit:

    Egal welches Betriebssystem und/oder Programm man verwendet, es gibt überall spezifische Fallstricke. Der Raspberry Pi Imager der RPi-Foundation ist jedoch so programmiert, dass man die SD-Karte vorher nicht zu formatieren braucht. Unter Win10 verwende ich nur noch diese Software.