Sicherungen per GPIO überwachen

  • Hallo liebes Experten-Forum!


    Ich habe ein Python Script geschrieben welches 3 Eingänge am Raspberry überwacht. Wird mindestens eine eingeschaltet, sendet das Script ein Status.

    Derzeit ist es so das Eingang = High eingeschaltet bedeutet.

    Das Programm funktioniert und ich habe es mit dem Raspi auf einem Breadboard mit Schaltern ohne Widerstände getestet.


    In der Praxis soll der Raspi ca. 2m vom Schaltschrank weg stehen, also 4 m Kabelweg.

    Geplant war jetzt Pulldown Widerstände zu nutzen, habe aber an anderer Stelle mit ähnlichem Aufbau ( Schalter in ein paar m entfernung zum Raspi) gelesen pull up und logikumkehr wäre besser weil dann eventuelle induktionsspannungen keine Schaltvorgänge verursachen sollten.


    Was meint ihr Experten dazu?

    Die Sicherungen sind zu 1/3 der Zeit geschalten, vom "Stromverbrauch" wäre mir das aktuelle pull down und ein bei high lieber, aber wohl zu vernachlässigen.


    Wie ermittle ich die Widerstände und sollte man 3 verbauen oder einen für alle 3 Eingänge nutzen? Oder gibt es eine Größe die ihr bei der Konstellation als "sure-shot" empfehlen könnt.


    Ich danke euch schon einmal und bin gespannt auf eure Erklärungen.


    Viele Grüße

    Richarde

    • Official Post

    Hallo RichardeRicharde,


    willkommen im Forum! ;)


    Das Programm funktioniert und ich habe es mit dem Raspi auf einem Breadboard mit Schaltern ohne Widerstände getestet.

    Hast Du dort im Skript die internen Pulldown aktiviert? Zeige mal bitte das Skript!



    //Edit: Hast Du das auch mit den 2x2 m Kabeln getestet?

  • Welche Spannungen werden an diesem Schaltschrank verteilt?

    Denn wenn eine Sicherung 'durchgegangen' ist, liegt zwischen den beiden Punkten die volle Spannung an.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Was für Sicherungen willst du prüfen? Normale LS-Schalter? Wie greifst du die ab? Willst du direkt von der Sicherung auf den Pi gehen? Wenn die Sicherung nicht nur 5 V schaltet, ist der Pi danach futsch (wenn du Glück hast NUR der Pi).

    Bei LS-Schaltern gibt es je nach Hersteller noch Kontaktüberwachungen zum anbauen oder du könntest noch ein ein Relais mit der geschalteten Spannung hinter die Sicherung hängen, die dann den Kontakt am Pi schaltet.

    Nenn doch mal noch ein paar Details mehr zu deinem Projekt.


    Liebe Grüße


    Fipsi

  • Post by SteepBrook64153 ().

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  • Hey und Danke für euere Antworten.


    Also im Sicherungsschrank werden Leitungsschutzschalter abgefragt, aber natürlich nutze ich für die Abfrage nicht die 230 V Schiene sondern Hilfsrelais - für Hilfskontakte hätte man den ganzen Schrank neu verdrahten müssen da kein Platz neben den zu Überwachenden Sicherungen ist.
    Die Relais verbaut eine Elektro-Fachkraft. Die Relais haben einen Wechselschalterkontakt, geplant war wie gesagt den Schließer Kontakt bei "Ein" zu verwenden.


    Hast Du das auch mit den 2x2 m Kabeln getestet?

    Nein, habe ich noch nicht - habe auch noch kein Kabel, überlege noch ob ich irgendwo eine mehradrige, geschirmte Signalleitung her nehme oder ein Kabel mit 1 - 1,5 mm² (weils noch da ist)


    Hast Du dort im Skript die internen Pulldown aktiviert? Zeige mal bitte das Skript!

    Nein, interne Wiederstände sind deaktiviert.
    Hier der Code (ohne Konstanten ;) )



    Welche Spannungen werden an diesem Schaltschrank verteilt?

    Dort werden Ausschließlich 230 V Verteilt.

    Hierbei sollte dir klar sein, dass die GPIOs am PI nur für eine Vin von 3.3 Volt ausgelegt sind.

    Ja, mein Plan war vom 3,3 Volt Pin zum Schalter/Relaiskontakt zu gehen und von dort auf mein GPIO.input Pin.


    Ich habe keine Erfahrung wieviel Spannung da auf dem Weg verloren geht oder wieviel Induktionsspannung auf dem Weg reinkommen könnte, daher wende ich mich an euch und hoffe auf Hilfe.

    Ich hätte euch gleich mehr erzählen sollen, in meinem Kopf war ja die Hälfte schon recht klar, aber eure besorgten Fragen zu den Sicherungen und wieviel Volt ich verarbeite kann ich gut verstehen und Danke euch zum einen dafür und entschuldige mich zum anderen dafür das ich nicht gleich alles so beschrieben habe. Und noch ein Danke für den freundlichen Empfang hier im Forum.


    Viele Grüße

    Richarde

  • Post by SteepBrook64153 ().

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  • RichardeRicharde Das Relais als galvanischer Trenner ist schon mal sehr gut. Dennoch würde ich keine Spannung vom 3,3V Pin abgreifen, um damit über eine längere Leitung wieder auf die GPIOs zurückzukehren. Das ist zwar bequem, zieht aber alle möglichen (und erst nach Monaten bemerkten) Störungen in die CPU-Stromversorgung. Das will man nicht. Besser wäre es, aus dem Netzteil über die Relaiskontakte (nach etwas Gleichrichtung und Glättung) auf einen Optokoppler zu gehen. Den Ausgang schliesst Du mit kurzen Leitungen an Deine GPIOs.

    Hintergrund: Der Optokoppler benötigt eine gewisse Leistung, um zu schalten. Die Leistung wird über Störungen nicht in Deine 2x2m Kabel einkoppeln (ich gehe mal davon aus, dass Du keinen Schweisstrafo neben Deinen Relais betreibst...). D.h. neben der zweiten galvanischen Trennung hast Du mittels der Optokoppler auch eine brauchbare Störgrössenunterdrückung.

  • Hallo und Danke für Deine Antwort :)


    Mal schauen ob ich das richtig verstanden habe:

    Damit hast du den einfachsten HF Filter


    Der 230 V Teil ist zu vernachlässigen, aber der Vollständigkeit halber hier mit aufgezeigt.
    Also GPIO(5) hängt an einem kondensator welcher an einen Widerstand geht und dann an Ground/Com.

    Vom 3,3 V Pin gehe ich zum Relais und dort brücke ich den Schalterkontakt mit einem Kondensator?

    Edit: und wie groß sollte denn der R sein? 10 kOhm?



    Zum lernen bzw. aus interesse: Warum sind die C unterschiedlich groß und aus unterschiedlichen Materialien?

    Danke für´s aufschaluen.


    VG Richarde

  • Post by SteepBrook64153 ().

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  • Der Kondensator zwischen GPIO und R1 ist Quatsch/Unnötig.

    Der Widerstand hat die Aufgabe den GPIO-Pin bei geöffneten Kontakt auf GND (hier Com) zu ziehen.

    Der Kondensator am Kontakt soll das Prellen der Kontakte minimieren.

    Das muss man ausprobieren, ich würde mit einem 100nF-Keramikkondensator anfangen.

    Der Widerstand (geschätzt) zwischen 2k2 und 3k3.


    MfG


    Jürgen

  • Post by SteepBrook64153 ().

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  • Warum soll man dann noch einen OPTO-Koppler nutzen, der eine Zusatzstromversorgung benötigt,

    Ein Optokoppler kann mit Diode, Kondensator und Vorwiderstand auch an 230V betrieben werden,

    braucht sogar weniger Strom als ein Relais.

    Und den Kontakt kann man mit dem Transistor des Optopplers vergleichen.

    Zusatzversorgung? Wofür?


    Mal ne Frage, wieviel Ahnung hast Du eigentlich von E-Technik?

    Nachdem was ich von Dir gelesen habe scheint das nicht allzuviel zu sein.

    Und ist Dir eigentlich klar, das hier auch E-Techniker und Dipl.-Ings der Elektronik und Elektrik mitlesen und schreiben?


    Und es wäre nett, wenn Du mir nicht mehr folgen würdest, ist mir irgendwie peinlich in Deinem Profil aufzutauchen.


    MfG


    Jürgen

  • Kai_aus_der Kiste Ich muss gestehen, dass ich die meisten Deiner Ausführungen nicht verstehe. Um hier folgen zu können, würde ich tiefergehende Erklärungen benötigen...

    Für meinen Teil sprach ich nicht von Frequenzen oder "additiven Spannungserhöhungen", ich sprach von der Leistung mittels der ein Signal in der LED-Strecke einwirken müsste, damit ein OK (sekundär) überhaupt schalten kann. Das Stichwort heisst Stromübertragungsfaktor.

  • Post by SteepBrook64153 ().

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  • Schön das euch alle Einig seid, Der hat schon mal eine Sperre bekommen, nun feuern wir weiter !

    Ich trete nicht nochmal nach wenn jemand schon am Boden liegt.


    MfG


    Jürgen


    Edit: Und glaub mir, wenn Du vernünftige, brauchbare Hilfen hier gepostet hättest, hättest Du auch kein Theater.

    • Official Post

    Was ne Wurst - wird er bestimmt gleich wieder zur Polizei rennen um Leute anzuzeigen die ihm sagen, dass er nicht Mittelpunkt dieses Forums ist. Der User ist gesperrt auf Lebenszeit, falls er einen seinen weiteren Accounts nutzt - sagt Bescheid - die fliegen dann auch.

  • Mir kam gerade noch ein anderer Gedanke wegen der ganzen HF-/NF-Geschichte: gibt es einen Bereich im Schaltschrank, der noch ungenutzt, also leer ist und auch keine Leitungen über 24 V vorbei führen? Wenn ja, könntest du die Relais da einbauen (lassen) und von da weit weg von den 230 V zum Pi gehen? Dann hast du am wenigsten EM-Störungen.

    Oder, falls das auch eine Option wäre: dass du deine Sicherungen mit 230 V auf einer Leitung "sammelst" und dann aus dem Schaltschrank raus in einen weiteren Klemmkasten gehst, in welchem die Relais und ggf. auch gleich der Pi dann sitzt. So sparst du dir unnötig lange 3,3 V-Leitungen und bis von der 230 V-Sache relativ weit weg.

    Wäre eine Idee, aber zu deren Bewertung kenn ich zu wenig Angaben zu den Gegebenheiten vor Ort und dem Budget ;)


    Liebe Grüße


    Fipsi