Sicherungen per GPIO überwachen

  • Moin Leute,

    ordentlich was los hier....


    wollen wir nochmal starten?


    Wäre eine Idee, aber zu deren Bewertung kenn ich zu wenig Angaben zu den Gegebenheiten vor Ort und dem Budget

    Also das Budget ist quasi aufgebraucht und Platz keiner vorhanden. Im Schaltschrank ist noch Platz für 4 normale Einheiten (LSS Breite), dakommen jetzt die 3 Relais hin. Das ist ein 3-Reihiger Schaltschrank, oben 2 FI und die unteren beiden Reiehen voll mit je 12 LSS B16.
    Räumlich wollen wir es so bauen denn eine Extra Spannungsversorgung, Extra Gehäuse oder zusätzliche Opto-Koppler würde ich sehr gern vermeiden.



    RichardeRicharde Das Relais als galvanischer Trenner ist schon mal sehr gut. Dennoch würde ich keine Spannung vom 3,3V Pin abgreifen, um damit über eine längere Leitung wieder auf die GPIOs zurückzukehren. Das ist zwar bequem, zieht aber alle möglichen (und erst nach Monaten bemerkten) Störungen in die CPU-Stromversorgung. Das will man nicht. Besser wäre es, aus dem Netzteil über die Relaiskontakte (nach etwas Gleichrichtung und Glättung) auf einen Optokoppler zu gehen. Den Ausgang schliesst Du mit kurzen Leitungen an Deine GPIOs.

    Hintergrund: Der Optokoppler benötigt eine gewisse Leistung, um zu schalten. Die Leistung wird über Störungen nicht in Deine 2x2m Kabel einkoppeln (ich gehe mal davon aus, dass Du keinen Schweisstrafo neben Deinen Relais betreibst...). D.h. neben der zweiten galvanischen Trennung hast Du mittels der Optokoppler auch eine brauchbare Störgrössenunterdrückung.

    wenn es nicht anders geht würde ich mir diese Lösung schnappen, aber vorerst bin ich an einer günstigen Lösung interessiert.


    Könnten wir nochmal zu der Eingangsfrage zurückkehren?


    In der Praxis soll der Raspi ca. 2m vom Schaltschrank weg stehen, also 4 m Kabelweg.

    Geplant war jetzt Pulldown Widerstände zu nutzen, habe aber an anderer Stelle mit ähnlichem Aufbau ( Schalter in ein paar m entfernung zum Raspi) gelesen pull up und logikumkehr wäre besser weil dann eventuelle induktionsspannungen keine Schaltvorgänge verursachen sollten.


    Was meint ihr Experten dazu?

    Die Sicherungen sind zu 1/3 der Zeit geschalten, vom "Stromverbrauch" wäre mir das aktuelle pull down und ein bei high lieber, aber wohl zu vernachlässigen.


    Wie ermittle ich die Widerstände und sollte man 3 verbauen oder einen für alle 3 Eingänge nutzen? Oder gibt es eine Größe die ihr bei der Konstellation als "sure-shot" empfehlen könnt.


    Nein, habe ich noch nicht - habe auch noch kein Kabel, überlege noch ob ich irgendwo eine mehradrige, geschirmte Signalleitung her nehme oder ein Kabel mit 1 - 1,5 mm² (weils noch da ist)


    Ja, mein Plan war vom 3,3 Volt Pin zum Schalter/Relaiskontakt zu gehen und von dort auf mein GPIO.input Pin.


    Ich habe keine Erfahrung wieviel Spannung da auf dem Weg verloren geht oder wieviel Induktionsspannung auf dem Weg reinkommen könnte, daher wende ich mich an euch und hoffe auf Hilfe.


    Ich möchte mich mal outen: Ich habe Energieelektroniker gelernt und bin Staatlich geprüfter Techniker für Automatisierungstechnik. Aber Elektronik war nie mein bester Freund. :)
    Ich bin zudem seit 10 Jahren nicht mehr in diesem Beruf tätig.

    Dennoch, Schande auf mein Haupt euch hier damit zu behelligen, aber da das nie mein Steckenpferd war und ich auch schon einiges vergessen habe hoffe ich einfach hier auf eure Hilfe.

    Vielen Dank


    Auf das Forum und den Anstoß zu meinen Überlegungen lieferte Übrigens dieser Post


    Wenn hier noch jemand Lust hat mir ein paar Sachen zu Erklären würde ich mich freuen, ich schaue auch ab und an mal beim Python mit rein - aber auch das scheint mir dieses Forum hervorragend aufgestellt zu sein. So eine Aktivität würde ich mir für manches Forum wünschen - Hut ab.

  • Mal eine Frage: Wenn die Sicherungen eingeschaltet sind, fließt dann immer Strom?

    Damit meine ich ob Strom durch den Leiter fließt also ein Vebraucher ständig dranhängt.


    MfG


    Jürgen

  • Damit ist meine Idee erstmal gestorben, aber ich werfe sie trotzdem mal in den Raum:

    https://www.poweruc.pl/blogs/n…used-with-arduino-sct-013


    Die hat den Vorteil, das man nicht in die vorhandene Elektrik eingreifen muss und man die Stromstärke auch messen kann.

    Den Nachteil, das man ein Auslösen der Sicherung nicht wirklich detektieren kann.


    So etwas gibt es auch mit Hallgenerator für Platinenmontage, dann wirds aber etwas kompliziert.

    Ich habe mal angefangen damit zu experimentieren, aber damals mangels Meßmittel erstmal zurückgestellt.


    War nur eine Idee, ich werde mal drüber schlafen.


    MfG


    Jürgen

  • Ich würde klassisch 230V~ Relais hinter der Sicherung verbauen, Finder auf Hutschinenadapter, es ist egal ob Strom fliesst oder nicht!

    Kein Stress mit Widerstände, kein Stress mit Isolation, man kann locker 20mA schalten der Strom ist dann groß genug um nicht gestört zu werden und geschaltetes Relais bedeutet 0V am Kontakt. Nicht billig aber bewährt und sicher. Ein passendes Hutschinen Netzteil für die entsprechende Anzahl Relais 3V Strom n x 20mA kann auch noch rein! Der PI wird nicht belästigt oder dem am GPIO Sttrom geklaut.


    Was solls denn werden, billig und gefährlich und unsicher oder nur richtig?

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Das ist ein ähnliches Problem, passt aber zu Deinem Problem:

    https://www.mikrocontroller.net/topic/88251


    Das sieht vielversprechend aus: https://www.mikrocontroller.net/topic/88251#849657

    Es gibt noch weitere Beiträge mit Hinweisen von 2013, anscheinend funktioniert die Schaltung 5 Jahre später immer noch.


    MfG


    Jürgen

  • Finder auf Hutschinenadapter


    Kein Stress mit Widerstände, kein Stress mit Isolation,

    Hat jar garnicht mal so unrecht, hast Du Vorschläge?


    MfG


    Jürgen


    Edit: Sieht fast Ideal für Deine Zwecke aus: https://www.reichelt.de/stecks…8-508-p163311.html?&nbc=1

  • ich bin ja eher für

    https://www.mikrocontroller.net/articles/230V


    aber, man muss bedenken das LEDs altern auch in Optokoppler!

    Der Strom muss also sicher auch beim Nachlassen der LED sicher zum detekt reichen!

    Dazu kommt noch das Problem der Vorwiderstände die müssen die 230V vor der LED leistungsmäßig verkraften und der vorgeschlagene Kondensator auch der bekommt dann irgendwann dicke Backen weil er ständig gepulst wird mit 50Hz, der häufigste Fehler in Kondensatornetzteile!

    Also die Optokopplergeschichte kann locker passend dimensioniert aufgebaut werden, wird nicht günstiger und mit vielen ABER behaftet, da lobe ich mir die Einfachheit der 230V~ Relais!


    passt auch besser zu:

    Ich möchte mich mal outen: Ich habe Energieelektroniker gelernt

    :thumbup:

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  • Dafür gibt es Hilfskontakte.

    Dieses Teil hat keine Hilfskontakte, es kann nur Strom messen.

    Es ist wie eine kleine Stromzange.


    MfG


    Jürgen

  • Einfach nochmal lesen, was ich geschrieben habe.

    soll das ein Suchspiel werden? :conf:

    Darauf habe ich keinen Bock, wenn du was mitzuteilen hast dann bitte ordentlich! :lol:

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  • Dafür gibt es Hilfskontakte. Die werden vom Hebel des Leitungsschutzschalter betätigt. Damit ist 100%-ig eine Auslösung detektierbar.

    ach auch ob spannungsfrei ist? ich habe da leichte Zweifel! ;)

    Spannungsfreiheit kann nur durch die Spannung festgestellt werden, ich bleibe bei meinem Relaisvorschlag!

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  • Moin!


    Nicht das hier wieder Spannungen entstehen. Manchmal redet man über verschieden Dinge.

    Ich zitiere mal aus dem Schrieb #6 von RichardeRicharde

    Also im Sicherungsschrank werden Leitungsschutzschalter abgefragt, aber natürlich nutze ich für die Abfrage nicht die 230 V Schiene sondern Hilfsrelais - für Hilfskontakte hätte man den ganzen Schrank neu verdrahten müssen da kein Platz neben den zu Überwachenden Sicherungen ist.

    RichardeRicharde: Der Link geht nicht. Nur mal so.


    Wenn diese Dinger eingebaut werden, dann sind da doch stromlose Kontakte vorhanden.


    Das wollte ich nur bemerken...


    73 de Bernd

    Ich habe KEINE Ahnung und davon GANZ VIEL!!
    Bei einer Lösung freue ich mich über ein ":thumbup:"

    Vielleicht trifft man sich in der RPi-Plauderecke.

  • Der Strom muss also sicher auch beim Nachlassen der LED sicher zum detekt reichen!

    Dazu kommt noch das Problem der Vorwiderstände die müssen die 230V vor der LED leistungsmäßig verkraften und der vorgeschlagene Kondensator auch der bekommt dann irgendwann dicke Backen weil er ständig gepulst wird mit 50Hz, der häufigste Fehler in Kondensatornetzteile!

    Strom bei 230V kann man mit einer recht einfachen Schaltung 'sichtbar' machen.

    Abhängig von der Leitung des Verbrauchers benötigt man mehrere Dioden.

    Es werden so viele Dioden in Reihe geschaltet, bis die Brennspannung einer LED erreicht ist. Antiparallel dazu kommt dann noch eine weitere Diode, welche (wie die in Reihe geschalteten Dioden) den Strom des Verbrauches aushalten müssen.


    Die LED, die das Signal für "An" gibt (sie flackert, da sie nur eine Halbwelle abbekommt) kann eine kleine LED sein, bei der der Strom durch die Diode für dei Schaltung vernachlässigt werden kann.


    Der Hauptstrom dieser Schaltung, die komplett gekapselt verbaut werden kann, fließt über die 'Leistungs'-Dioden.

    Für diese Schaltung wird kein Vorwiderstand benötigt, da durch die Reihenschaltung der 'Leistungsdioden' an der LED nur ihr Leuchtspannung abfällt, und bei dieser Spannung wird kein Widerstand benötigt.


    Nehmen wir eine Durchbruchspannung der LED von 2,1 Volt an, sowie Durchbruchspannungen für die anderen Dioden von 0,7 Volt, dann werden drei Dioden in Reihe benötigt, die parallel zur LED geschaltet werden, und eine Diode Antiparallel, um an der LED nur einmal 0,7V Spannung in 'Gegenrichtung' anzulegen.


    Wenn man will, könnte man diese Schaltung auch mit einem Optokoppler bauen, der dann ein Signal ausgibt, welches man Weiterverarbeiten kann.


    An die Frequenz von 50Hz denken, mit der die LED flackert.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Strom bei 230V kann man mit einer recht einfachen Schaltung 'sichtbar' machen.

    ist ja alles richtig ändert aber nichts an meinen Ausführungen und ist auch kein Widerspruch. ;)

    Ist alles schon irgendwie geschrieben worden und keine neue Erkenntnis, weder sind die Bauteile vollständig bestimmt noch für worst case ausgelegt, also graue Therorie und immer noch KEINE Lösung für den TO.

    Wir könnten noch ewig weiter philisophieren, in der Zwischenzeit hätte der TO die 230V Relais schon längst verkabelt!

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
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    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)