Java und Raspi

  • Hallo, da ich gerade Java lerne, frage ich mich ob es auf dem Raspberry so vorteilhaft ist mit Java zu arbeiten. Man liest viel über Python (habe ich mir angeeignet), aber kaum was über java.

    Jetzt zur Frage, ist es sinnvoll, wenn ich auf den Raspi (4) Java am laufen habe, oder sollte man es sein lassen?


    Dann noch eine Frage wenn die obige mit ja beantwortet werden kann, welches kleines Projekt, kann man auf dem Pi starten um Java zu Hause üben zu können. Ich meine wenn man was "sinnvolles" programmiert lernt es sich ja noch besser als das 1*1 in der Schule.

    Gruß

  • Wenn man etwas lernen will, kann es nie schaden moeglichst viele Erfahrungen zu sammeln :)


    Java auf dem Raspi laeuft, und mit pi4j kann man auch auf die GPIOs zugreifen.


    Anscheinend funktionieren die GUIs nicht so recht, das wuerde ich nicht probieren.

  • Hallo maztze 1,


    doch, man kann, so:


    Code
    sudo apt-get install eclipse


    Ob das gewohnt komfortabel läuft, kann ich nicht sagen. da ich fast ausschließlich mit Geany entwickle.


    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

  • Hallo,

    da ich gerade Java lerne, frage ich mich ob es auf dem Raspberry so vorteilhaft ist mit Java zu arbeiten. Man liest viel über Python (habe ich mir angeeignet), aber kaum was über java.

    Es kommt darf an, was du machen willst. Grundsätzlich ist der Raspberry Pi ja auch "nur" ein Computer wie jeder andere. D.h. jede Programmiersprache, für die es ein Paket gibt bzw. die du im Zweifelsfall selber auf dem Pi kompilieren kannst, läuft.

    Ob das sinnvoll ist oder nicht hängt von vielen Faktoren ab, die wir nicht kennen. Der Pi hat halt ein begrenzte Leistung. Wenn es z.B. für Sprache $FOO sinnvoll ist, eine "große" IDE zu nehmen, kann das auf dem Pi halt ggf. zäh werden.

    Wenn du irgendwas programmieren willst, wo du die GPIO brauchst, sollte es für die Sprache $FOO eine gute Bibliothek zum Ansteuern der GPIOs geben.

    Und es ist auch die Frage, was du wie tief lernen willst. Wenn man mit Python auf dem Raspi ein Programm schreiben kann, dass mit den GPIOs und daran hängten Sensoren und Aktoren kommuniziert, heißt das ja auch noch lange nicht, dass man z.B. mit Python auch eine Webanwendung oder ein gutes Programm mit Nutzerinteraktion schreiben kann.


    Gruß, noisefloor

  • Auch wenn es nicht direkt deine Frage trifft, möchte ich anregen, einen Blick auf Kotlin zu werfen, wenn du dabei bist, eine neue Sprache zu lernen. Kotlin baut quasi auf Java auf, hat aber eine Reihe sehr eleganter und moderner Features an Bord, weshalb es von vielen als das bessere und zukünftige Java gehandelt wird und nebenbei inzwischen auch die favorisierte Sprache zur Entwicklung von Android-Apps ist. Ich habe eine Weile sehr viel mit Java gearbeitet, bis ich es dann aus verschiedenen Gründen zur Seite gelegt habe. Jetzt, nach meiner Einarbeitung in Kotlin, ist mein Fieber wieder voll entbrannt. Sehr spannend: Mit Kotlin kann man auch native Anwendungen für quasi alle gängigen mobilen und Desktop-Plattformen entwickeln. Mir macht Kotlin Spaß, wie keine andere Sprache. Allerdings kann ich wenig zum Einsatz auf dem Raspi sagen. Wenn eine JVM installiert ist, dürfte der Kotlin-Bytecode auf dem Raspi laufen, wie jeder andere Java-Code auch. Die Verwendung der Kotlin-IDE der Wahl (IntelliJ IDEA) ist aber vermutlich auf dem Raspi entweder unmöglich oder qualvoll.

  • Vielen dank für die hilfreichen Antworten. Ok dann weiß ich bescheid.

    Ich muss erstmal Java lernen in der Schule. Danach kann ich mir Kotlin anschauen.


    Ich werde mir den Raspi 4 mit Tastatur kaufen, da sind die GPIO Ports komfortabel hinten dran.

    Da kann ich ein bisschen üben.

  • Bezüglich Geany: Ich würde mit einem Texteditor und Java wahnsinnig werden. Java ist IMHO eine Sprache mit der man ohne eine gute IDE nicht programmieren kann, weil man dann zu viel Boilerplate-Code von Hand schreiben muss.

    “If debugging is the process of removing software bugs, then programming must be the process of putting them in.” — Edsger Dijkstra

  • Ich habe mich nochmal belesen, und da habe ich gesehen das Eclipse auf den Pi nicht richtig funktioniert.

    Wäre eine Option ein Verzeichnis vom PI per sshfs auf den loalen PC (linux) zu mounten und von dort per Eclipse Programmieren und dann die Programmierten Files direkt in das gemountete Verzeichnis zu speichern und zu starten?

  • Ich glaube ich habe jetzt den Ideal Weg gefunden. Ich hänge ein Verzeichnis des Raspis mit sshfs in mein Ubuntu PC ein, erstelle mit eclipse ein Programm, lasse es aber nicht ausführen, sondern wird nur gespeichert, und gebe zum testen am Terminal des Raspis den Befehl zum compilieren und zum Ausführen in einer Zeile ein. Das ist weniger umständlich und recht komfortabel.

    Nur ich muss schauen, wie man in Eclipse ohne Pakete arbeiten kann, denn beim compilieren meckert er mich an, das kein Paket namens xx da ist.

    Sonst ist das eine gute Lösung.