Warum gibt es so viele Websiten die beschreiben wie man eine Raspi mit win32diskimager et al sichern kann?

  • Heute Abend dachte ich mal ich suche im Netz mal was man so findet zu dem Thema raspberry sichern. Es gibt da zu Hauf Seiten die beschreiben wie man das mit Etcher et al hinbekommt :wallbash: Da das nur ein dd Backup im Linuxsinne ist der mit Vorsicht zu betrachten ist und auch mit allen aktiven Services durchzufuehren ist straeuben sich mir die Haare :wallbash:


    Mir ist klar dass es viele - vermutlich sind es sogar die meissten Raspberry Nutzer - die Windows nutzen und das ist die einzige Moeglichkeit seine heissgeliebte Raspberry von Windows zu sichern. Dabei gibt es doch diverse Linuxtools die das problemlos und nicht per dd erschlagen - nicht nur raspiBackup :shy:


    Hat jemand eine Idee wie man all diese Windowsnutzer die auf Etcher et al reinfallen einfangen kann ein anstaendiges Backuptool unter Linux zu nutzen? Wie gesagt - es geht mir jetzt nicht darum raspiBackup zu pushen - es gibt genuegend andere Tools mit denen ein viel zuverlaessigeres Backup erstellt wird als mit diesem daemlichen und unsicheren dd Windows aequivalent Etcher et al? Abgesehen davon dass es auch immer manuell angestossen werden muss bei gestopter Raspberry.

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect."

    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert =O Bei mir tut das raspiBackup automatisch ;)

  • Das wird wohl leider stimmen. Immerhin ist irgendein - wenn auch nicht zuverlaessiges Backup - ja immer noch besser als kein Backup. Mir tun nur die Leute leid die


    1) Probleme bekommen weil sie ein Backup restoren was buggy ist da die SD Karte schon beim Abmelden ist

    2) Dann wenn sie ein Backup benoetigen aber dieses asbach uralt ist weil sie zu selten ein - wenn auch unzuverlaessiges - dd Backup ziehen

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  • Etcher et al

    Kenne ich nicht, ich kenn nur balenaEtcher und damit kann man nur Images schreiben und nicht erstellen. Hast du einen Link zu der Software?

    Win32Diskimager kenne ich hingegen sehr wohl und verwende ich in unregelmäßigen Abständen auch um ein zusätzliches Backup zu erstellen im ausgeschalteten Zustand um inkonsistente Datenstände ausschließen zu können. Meist mach ich das vor Upgrades oder Neuinstallationen von SW.


    die Windows nutzen und das ist die einzige Moeglichkeit seine heissgeliebte Raspberry von Windows zu sichern. Dabei gibt es doch diverse Linuxtools die das problemlos und nicht per dd erschlagen - nicht nur raspiBackup :shy:


    Hat jemand eine Idee wie man all diese Windowsnutzer die auf Etcher et al reinfallen einfangen kann ein anstaendiges Backuptool unter Linux zu nutzen?

    Also ich verstehe das so, dass du die Leute von Windows zu Linux bringen willst?! Richtig? Bist du dir sicher diese Diskussion anstoßen zu wollen?

  • Kenne ich nicht, ich kenn nur balenaEtcher

    Das meinte ich. Gibt auch noch andere Windows Tools um Images zu erstellen. Ich glaube Rufus war noch dabei wie auch der win32diskimager.

    Also ich verstehe das so, dass du die Leute von Windows zu Linux bringen willst?!

    Nee. Das will ich nicht. Ein jeder waehlt das Betriebssystem was ihm am besten gefaellt, sei es Windows, Linux, OSX, Unix, Solaris, Android, ... Ich will hier auch keinen Flamewar Windows vs Linux. Der kostet nur Zeit und bringt letztendlich nichts.


    Mein Punkt ist nur dass ein Imaging Tool welches die rohen Daten von der SD Karte abzieht keine Filesystemfehler entdeckt und man somit unbemerkt ein Backup von einem System anfertigt welches nicht OK ist. Oft sind diese Filesystemfehler die ersten Anzeichen dafuer dass eine SD Karte sterben wird. Klar ist so ein Backup immer noch besser als keines - aber mit keinem Wort wird irgendwo auf diese Problematik auf den diversen Webseiten hingewiesen und die Nutzer der Tools meinen sie erzeugen ein 100% sicheres Backup.

    Hab meistens den win32diskimager genutzt der doch im Grunde das selbe macht. Nie Probleme gehabt.

    Klar funktioniert das sehr gut solange das Filesystem OK ist. Auch wenn es nicht OK ist kann ein Restore immer noch gut gehen. Aber es ist kein 100% sichere Backup und wenn Du Pech hast schleicht sich unbemerkt ein schwerwiegender Filesystemfehler in Deine Backups ein und wenn Du dann einen Restore brauchst merkst Du dass der Backup nicht mehr brauchbar ist :no_sad: Wie oft machst Du einen Restore und testest Dein Backup?

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  • Das liegt doch auf der Hand.


    Die unerfahrenen Windows Nutzer möchten lieber eine GUI bedienen, die ihnen maximalen Komfort bietet.

    Windows-User sind die Befehlszeile nicht so gewohnt und tendieren deswegen eher zu grafischen Anwendungen.


    Ich habe jetzt jedenfalls gelernt, dass man mit Python auch unter Windows direkten Zugriff auf die Partition und Festplatte bekommt:

    https://stackoverflow.com/ques…w-level/70078431#70078431



    Wusste erst gar nicht, dass das überhaupt unter Windows geht, ohne C anfassen zu müssen.

  • framp Nur zur Info:


    Etcher schreibt Images auf eine SD. Soweit ich mich erinnere kann Etcher kein Backup der SD machen. Etcher hatte im Gegensatz zu dem win32...-Dingens oder dem USB Image Tool den Vorteil, dass man das Zip vor dem Schreiben nicht entpacken muss, was ja auch öfter Fehler verursacht hatte. Nun gibt es den Raspberry Pi Imager, der auch nur auf SD schreiben kann und nicht andersherum.


    P.S. Natürlich verwende ich auch raspiBackup neben einem Image-Backup mit dem USB Image Tool, nachdem das System steht.

  • Etcher schreibt Images auf eine SD

    Danke fuer die Korrektur. Es ist der win32diskimager und das USB Image Tool mit dem Du Backups erstellen kannst. Ich dachte das ginge mit dem Etcher auch :blush: Der wird oft genannt wenn Windowsnutzer ein dd Image von Linux zurueckschreiben wollen. Ich korrigiere gleich den Thread Subject.

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  • framp

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  • was ist so schlimm am Restore eines Images?

    Info:

    1.) Ein Image ist eine 1:1-Kopie eines Block-Device. Wenn die SD-Karte 4GB groß ist, dann enthält die Image-Datei die Blöcke 0 bis (4GB/512Byte - 1), bei Blockgröße von 512. (wie groß 4GB auf dem Datenträger sind, das ist unterschiedlich).

    2.) Das Image enthält Informationen der Partitionen und deren Dateisysteme und alle Dateien aller Dateisysteme. Dazu gehören auch die Sicherheitsmechanismen der Dateisysteme. Z.B. die Bad-Block-Verwaltung enthält nicht mehr beschreibbare Blöcke des Block-Device, ist Datenträger-spezifisch. Deshalb ist ein Restore nur auf eine SD-Karte ohne Bad-Blocks sicher. Auch ist ein Verify nach dem Restore notwendig.

  • ich mache es mir einfach,

    ich sichere auf ein raid1 system, das home, das etc und das root verzeichnis mit einer dpkg liste, bei bedarf noch opt


    alles per rsync

    das leben ist hart, aber wir müssen da durch.

  • Deshalb ist ein Restore nur auf eine SD-Karte ohne Bad-Blocks sicher.

    Wer testet das vorher? Badblock Scan dauert ziemlich lange ... Nimmt ein jeder immer eine neue SD Karte? Auch neue SD Karten koennen Fehler haben.

    alles per rsync

    :* Das empfehle ich immer und da es kein Blockdevice sichern ist ist es auch sicher.

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    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert =O Bei mir tut das raspiBackup automatisch ;)

  • 1.) Ein Image ist eine 1:1-Kopie eines Block-Device. Wenn die SD-Karte 4GB groß ist, dann enthält die Image-Datei die Blöcke 0 bis (4GB/512Byte - 1), bei Blockgröße von 512. (wie groß 4GB auf dem Datenträger sind, das ist unterschiedlich).

    Nur dumm, dass eine SD mit der Nenngröße von 4 GByte nicht so groß ist, und die nächste ist etwas größer oder gar kleiner.


    und dann kannst du das, was du mit dem Winimanger als Datei gesichert hast, auf die SD, die ein Byte kleiner ist,nicht mehr schreiben.

    Sicher, man könnte ein Programm drüberlaufen lassen, was das Image um ein paar Bytes verkleiner, doch das darf nicht die Partition anfassen, da dann sonst das Dateisystem 'kaputt' ist.

    2.) Das Image enthält Informationen der Partitionen und deren Dateisysteme und alle Dateien aller Dateisysteme.

    Das Image enthält alles, was auf dem Datenträger ist, weil nicht eine Partition, sondern der gesamt Datenträger gesichert wird. Und damit enthält das Image auch defekte Blöcke, die das Dateisystem als 'defekt' markiert hat. Eventuell, kommt auf den Datenträger an (SD-Karten sind nicht wirklich die zuverlässigsten und damit auch 'intelligentesten'), auch defekte Blöcke, die selbst vom Datenträger als defekt markiert und durch einen anderen Block ersetzt wurde. Und das wäre bei einem Image tödlich.


    'dd' ist ein Programme, welches für Festplatten geschrieben wurde und auch auf Disketten gute Dienste leistete.

    Doch bei SDs haben sich die Hersteller ein paar neue Trick ausgedacht, die nicht immer wirklich mit 'dd' sauber zusammenarbeiten müssen.


    Wenn man etwas böse ist, könnte man sagen, dass SDs der Abfall der Flash-Produktion enthalten. Die nächst 'bessere' Stufe sind USB-Sticks.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Wenn man etwas böse ist, könnte man sagen, dass SDs der Abfall der Flash-Produktion enthalten. Die nächst 'bessere' Stufe sind USB-Sticks.

    Wo ist der Aluhut :D


    Bezüglich der Größe muss ich Rasp-Berlin leider recht geben. Jede Karte hat eine andere Größe. Die Wahrscheinlichkeit eine etwas kleinere 4 GiB SD-Karte zu finden, ist hoch.



    Wenn man sich ein wenig mit Linux auskennt, kann man das Problem beheben. Die root-Partition mit e2image sichern. Dann nur bis zur ersten Partition kopieren. Dann die zweite Partition genau beim Sektor der vorherigen Partition auf der neuen Karte erzeugen. Dann mit dd das e2image auf die zweite Partition schreiben. Bei dem Vorgang kann man aber auch viele Fehler machen.


    Wenn man möchte könnte man die SD-Karte auch mit CloneZilla kopieren. CloneZilla kann Partition auch verkleinern, wenn noch Platz vorhanden ist.



    PS: Ist mir mindestens 10 Mal passiert, da ich ziemlich oft mit Images hantiere und auch komische Sachen mache...

  • Zum Image schrumpfen

    Das funktioniert solange man sich Mainstream bewegt sehr gut. Aber man braucht es nicht wenn man kein DeviceBackup mit dd oder win32diskimage erzeugt :shy:

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    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert =O Bei mir tut das raspiBackup automatisch ;)

  • Dein raspibackup ist aber recht "kompliziert" wenn ich deine Website so ansehe. Viel zu viel Möglichkeiten. Bei mir ist das so, ich will eben ein Backup machen. Bisher hab ich halt kurz die SD gezogen und mit dem win32diskimager und pishrink ein Backup erstellt. Hat bisher immer funktioniert und ist schnell und unkompliziert. :daumendreh2:


    Seid kurzem nutze ich ein neues M1 MacBook Air. Da muss ich nochmal schauen wie es am besten funktioniert.

  • Dein raspibackup ist aber recht "kompliziert"

    Ist jetzt hier eigentlich nicht Thema - aber ja - solch ein Feedback bekomme ich immer mal wieder.


    Ich wuerde es eher flexibel nennen. Aber wenn man den Installer nutzt wird man nicht mir all den moeglichen Optionen konfrontiert sondern nur den wichtigsten um ein dd, tar oder rsync Backup zu erstellen :)

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    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert =O Bei mir tut das raspiBackup automatisch ;)

  • Aber man braucht es nicht wenn man kein DeviceBackup mit dd oder win32diskimage erzeugt

    Nochmals, vielleicht kam das in meinem Beitrag #8 falsch rüber.


    Wenn ich ein neues System aufsetze und nach meinen Wünschen komplettiert habe, dann erstelle ich mit dem USB Image Tool ein Image der SD. Dieses Image schiebe ich auf den "NAS"-RPi, der gleichzeitig noch anderen Kram macht wie miniDLNA oder Pi-hole. Das Image lasse ich dann bei Gelegenheit sporadisch shrinken.


    Auf dem zuvor erstellten System läuft dann aber raspiBackup für die regelmäßigen Sicherungen.



    WaldiBVB raspiBackup ist viel einfacher als es den ersten Anschein hat. Dank der "Installationsführung" schon fast selbsterklärend. ;) Teste das ruhig einfach mal! Falls etwas nicht funktioniert, hast Du den Maintainer ja direkt als Ansprechpartner.