Booten und Betrieb von USB-Stick seeeehr langsam

  • Hallo zusammen,

    ich verfolge die Beiträge im Forum schon länger - jetzt habe ich mich auch angemeldet, weil ich ein Problem habe das ich nicht selbst gelöst bekomme (und das mich total nervt :( ).

    Und ich hoffe natürlich hier den entscheidenden Hinweis zur Lösung zu bekommen ;) .


    Worum es geht:

    Ich habe einen 3B+ genommen, der zukünftig die VIS für meinen iobroker darstellen soll.

    Also habe ich ein frisches System (bullseye 64-bit) auf eine SD-Karte gebracht und sonst nur noch einen Firefox installiert (soll später im Kiosk laufen). Nachdem das alles klappte wollte ich noch die Schwachstelle SD-Karte beseitigen und habe das System (nach hinreichend im Netz zu findenden Anleitungen) USB-bootfähig gemacht (KEIN rpi-update) und das Image auf einen Stick kopiert. Dann noch (blkid) die fstab angepasst und somit soll es auch eigentlich fertig sein.

    Und grundsätzlich ist es das auch, ABER das booten vom USB-Stick dauert schon ewig lange (min. 3-4 mal so lange wie von der Karte). Und wenn er dann endlich mal fertig ist, ist auch der Betrieb außerordentlich zäh. Es dauert dann schonmal 20 Sekunden bis ein Terminalfenster aufgeht. Das Öffnen des Firefox kann dann auch das System komplett einfrieren.

    Um den Stick als Quelle auszuschließen, habe ich das dann noch mit einem anderen probiert, leider ändert das nichts.


    Da es sich ja auf Karte und Stick um das gleiche Syetem handelt, kann es ja (nach meiner Meinung) nur am Zugriff über die USB-Ports liegen - aber eigentlich sollte es dadurch ja eher schneller als langsamer werden!?


    Da ich jetzt kein Linux Experte bin, fehlen mir jetzt die Ideen wo und wonach ich noch schauen könnte, das WWW hat jetzt auch nichts für meinen Fall passendes hergegeben.

    Also hoffe ich nun auf die Experten hier :saint:


    Sagt mir einfach wenn ihr Daten braucht, ich wusste nicht welche Sachen hier hilfreich sein würden.


    Vielen Dank schonmal!

    Danke und Gruß

    Jürgen

  • Hallo,


    hier die Logs, ich muss das auf mehrere Antworten aufteilen.


    kern.log der letzten Tage:

    Danke und Gruß

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    kannst Du uns sagen, welche SD-Karte Du verwendet hast und welche Daten der USB-Stick hat? Denn ein günstiger No-Name-USB-Stick kann durchaus auch langsamer sein als eine namhafte SD-Karte. Leider gibt es da himmelweite Unterschiede. Ich befürchte fast, dass das Problem damit schon eingegrenzt sein könnte.


    Grüße,

    Cy

  • Hallo,


    den Gedanken hatte ich auch schon gehabt, deshalb hatte ich dann ja auch zwei Sticks probiert.

    Die SD-Karte ist eine SanDisk Ultra, die Sticks sind von Kingston und Intenso (beide USB 3, was der PI3 ja aber nicht kann).

    Ich habe die Sticks daher auch mal mit Diskmark64 geprüft, dabei gab es aber keine Überraschungen (weder nach oben noch nach unten).

    Danke und Gruß

    Jürgen

  • Moin juergiboy,


    wenn ich es eben richtig gesehen habe, hastdu die SD-Karte noch stecken. Entferne sie mal.

    Dann sollte immer noch gebootet werden, wenn nicht dann hast du was falsch gemacht.


    Ich habe hier einen Stick von einem Drogeriemarkt, der benimmt sich am PC ganz normal, aber am RPi ist er schnarchlangsam.


    73 de Bernd

    Ich habe KEINE Ahnung und davon GANZ VIEL!!
    Bei einer Lösung freue ich mich über ein ":thumbup:"

    Vielleicht trifft man sich in der RPi-Plauderecke.

  • Hallo Bernd,


    die SD-Karte war nicht mehr drin beim booten, daher blinkt die LED auch immer so schön um mir mitzuteilen, dass keine Karte mehr drin ist.


    Den (bzw. die) Sticks kann ich natürlich nicht völlig ausschliessen, leider habe ich gerade keinen anderen mehr verfügbar zum testen.

    Kann ich denn irgendwie rausfinden bzw. testen ob ein Stick am RPI echt schnarchig ist? Gibt es da ein Tool zum testen?

    Danke und Gruß

    Jürgen

  • Hallo,


    hier die Logs, ich muss das auf mehrere Antworten aufteilen.

    Und was hast Du daraus erkannt ?


    Für mich gibts da mehrere Baustellen bis hin zum Nice Wert -11 und dem unvollständigen Upgrade. Das bedeutet aber auch, dass der Umzug von SD auf SSD vielleicht nicht fehlerfrei gelungen ist, wie es Deine Anleitung versprach.


    Möglicherweise reicht es, den Logitech Dongle abzuziehen und eine USB Tastatur zu verwenden, um die Verzögerung zu beseitigen.



    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Hi,

    erstmal danke für deine Mühen.

    Ich habe natürlich mal einen Blick in die Logs geworfen, aber wenn man (so wie ich) keine vertieften Kenntnisse hat und weiß wonach man suchen muss, wird es schwierig. Ich weiß schon was es mit dem Nice Wert auf sich hat, aber ist es ein Problem wenn das System einen Thread mit hoher Prio (-11) startet?

    Das ein Upgrade nicht erfolgreich war, habe ich nicht gesehen ?(


    Der Dongle ist für die Maus, da kann ich es mal mit einer Kabelmaus probieren.

    Danke und Gruß

    Jürgen

  • Mit dmesg siehst Du die Startmeldungen die mit einer Zeit seit dem Boot prefixed sind. So kannst Du rausfinden wo es warum lange beim Booten dauert. Ausser die Discovery des Bootmediums (SD Karte oder USB Stick) dauert so lange :no_sad:

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect."

    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert :fies: Bei mir tut das raspiBackup automatisch :shy:

  • Ich habe natürlich mal einen Blick in die Logs geworfen, aber wenn man (so wie ich) keine vertieften Kenntnisse hat

    Du brauchst keine vertiefenden Kenntnisse, Du musst nur das Logfile aber durchlesen.

    Im Xorg stejt z.B.

    [ 17.208] Markers: (--) probed, (**) from config file, (==) default setting,

    (++) from command line, (!!) notice, (II) informational,

    (WW) warning, (EE) error, (NI) not implemented, (??) unknown.


    und da ein Error [EE] kein Info, oder Warning ist, muss Dir die Zeile

    [ 1892.381] (EE) event0 - Logitech USB Keyboard: client bug: event processing lagging behind by 29ms, your system is too slow

    auffallen, auch wenn sie an letzter Stelle steht


    Aus Deiner Syslog beispielsweise:

    Apr 4 15:52:38 raspberrypi systemd-udevd[175]: event0: Process '/usr/sbin/th-cmd --socket /var/run/thd.socket --passfd --udev' failed with exit code 1.


    Apr 4 15:52:38 raspberrypi alsactl[399]: /usr/sbin/alsactl: load_state:1683: Cannot open /var/lib/alsa/asound.state for reading: No such file or directory


    Apr 4 15:52:38 raspberrypi alsactl[399]: alsa-lib main.c:1014:(snd_use_case_mgr_open) error: failed to import hw:0 use case configuration -2


    Apr 4 15:52:38 raspberrypi alsactl[399]: alsa-lib main.c:1014:(snd_use_case_mgr_open) error: failed to import hw:0 use case configuration -2


    Apr 4 15:52:47 raspberrypi avahi-daemon[400]: No service file found in /etc/avahi/services.


    Apr 4 15:52:39 raspberrypi udisksd[447]: Failed to load the 'mdraid' libblockdev plugin


    Apr 26 16:38:42 raspberrypi systemd-xdg-autostart-generator[754]: Configuration file /etc/xdg/autostart/pprompt.desktop is marked executable. Please remove executable permission bits. Proceeding anyway.


    Apr 26 17:47:28 raspberrypi systemd[1]: /lib/systemd/system/plymouth-start.service:16: Unit configured to use KillMode=none. This is unsafe, as it disables systemd's process lifecycle management for the service. Please update your service to use a safer KillMode=, such as 'mixed' or 'control-group'. Support for KillMode=none is deprecated and will eventually be removed.


    /lib/systemd/system/plymouth-start.service --- wurde nie upgedated !

    ----------------------------------------------------------


    Und das (und noch mehr) zieht sich durch alle Logfiles, weshalb ich von mehreren Baustellen sprach.


    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Danke an euch alle für die Hinweise!

    Ich werde jetzt nochmal ein System ganz neu aufsetzen - mal sehen was dann passiert.


    Und zukünftig mehr in die Logs schauen ;)

    Danke und Gruß

    Jürgen