defekte SD-Karten beschreiben

  • Was interessantes für das Beschreiben von SD Karten über USB. Besonders wenn sich die letzte SD-Karte mit "nicht beschreibbar" abmeldet.

    Konstellation : Raspi4 , boot über USB3+SSD. Imager. Als beschreibbar meldet der Imager sowohl die SD-Karten im USB-Adapter als auch den Internen SD-Kartenleser. Steckt man nun die zu beschreibende Karte rein so wird das Betriebssystem geschrieben / kopiert. Das interessante ist es werden vorher nicht formatierbate Karten ( gparted ) und nicht angenommene Karten von SD-Card-Copier ERFOLGREICH beschrieben. Bei mir 5 von 10 aussortierten.

    Es lag also nicht (nur) an "den defekten Karten" sondern Sektoren wo das Betriebsystem steht. Die findet der Imager besser als der Card-Copierer. Man kann den SD-Kartenslot als USB-slot nutzen, wenn man über USB-SSD gebootet hat. Euer luke098.

  • Möglicherweise liegt das auch an der Partitionierung der SD-Karte, die der RPI-Imager durchführt: https://github.com/raspberrypi…driveformatthread.cpp#L44


    Unter Windows wird zum Partitionieren diskpart.exe verwendet. Möglicherweise sorgt das dafür, dass die Karte wieder durch Windows beschreibbar ist. Jedenfalls konnte ich nichts Besonderes finden, dass die SD-Karte anders beschreibt. Was auf jeden Fall durchgeführt wird, ist ein anschließender Test, ob die Daten auch wirklich 1:1 geschrieben worden sind.

  • Hallo DeaD_EyE

    also, ich nichts wissen ;), der Unterschied ist, SD-Karten die sich über USB+Adapter nicht beschreiben lassen, weder mit gparted noch mit dem Copierer, lassen sich im SD-Karten-slot beschreiben. Es liegt also nicht "an der Karte" sondern an der Software die beschreibt. was wo stehen muss um von einer SD-Karte zu starten weis ich nicht.

    Von der SSD über USB3 mit ICY Kabel läuft buster, bullseye läuft nicht.

    Nur beim Start von SSD über USB ist der Kartenslot frei.

    Ich nutze Linux auf dem Raspberry, debian und Ubuntu. ( Windows habe ich vor 20 Jahren raus geschmissen )

    Ich wollte nur mal das neue Ubuntu 22.4 ausprobieren und hatte keine Karte mehr die sich starten lies, nach dem Schreiben auf USB2 oder USB3 mit Microadapter. Der slot ist zum beschreiben besser als die USB-ports. luke098

  • Hallo DE, sehe ich nicht so. Ich habe 2 Adapter auf 2 ports , USB3 und USB2 getestet, der 3. eingebaute sd-slot lief auf anhieb. Kann es mit der Organisation der Startfiles auf SD Karten zu tun haben ? Sonstige files werden von den Adaptern auf USB gelesen. Haben SD Karten ein Analog zur Spur 0 von HDs ?

    Kurz, es kann nicht sein das sich SD Karten über USB nicht beschreiben lassen, auch nicht mit gparted ( fdisk) , aber im card-slot. Und zwar 50% von meinen defekten Karten.

    was "merkt" sich der Raspi im eeprom ? luke098

  • moinsen,

    defekte karten sind kaputt, und können parsé nicht mehr benutzt werden ... der titel des themas ist also irreführend, für mich jedenfalls, denn zwischen 'defekt' und 'nicht erkannt werden' liegen tag und nacht ...


    so long

    pc

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  • Was z.B. nicht beschreibare SD-Karten aus dem PI auf einem Windows PC angeht, da gibt es kleine Tools, die das Beheben!

    Eines davon ist "SD Card Formatter" von der SD Association.

    Damit lässt sich eine SD-Card mit mehreren Partitionen aus einem PI, wieder in voller Größe und in einer Partiotion Formatieren.

    Und wenn sie dann auch noch nicht defekt ist, lässt sie sich dann wieder mit einem PI Image Neu Beschreiben.

  • Unter Linux kann man ggf. auch den MBR + Partitionstabelle überschreiben, dass möglicherweise Softwareprobleme unter Windows löst. Zum Reparieren ist es jedenfalls nicht geeignet:


    Code
    # komplette SD-Karte mit 0 Bytes überschreiben
    # kann aber den Zustand der SD-Karte verschlechtern, da alle
    # Zellen überschrieben werden
    sudo dd if=/dev/zero of=SDKARTE bs=4096
    
    # besser ist es nur den MBR + Partitionstabelle zu überschreiben.
    sudo dd if=/dev/zero of=SDKARTE bs=512 count=1

    SDKARTE kann /dev/mmcblk0 sein, wenn sich die SD-Karte z.B. im SD-Karten-Slot des RPi befindet. Ansonsten taucht die SD-Karte als /dev/sdX auf. Mit dem Befehl lsblk kann man sich die Blockgeräte anzeigen lassen und schlimme Fehler vermeiden. Schlimm wäre es z.B. /dev/sda zu überschreiben, wenn das die Festplatte/SSD des Systems ist.

  • Ich habe im Rahmen meiner raspiBackup Tests schon viele SD Karten "zerschrieben" und mein Erfahrung ist: In dem Moment wo eine SD Karte anfängt zu muckeln kann man sie oft noch reaktivieren. Das aber nur für kurze Zeit. Deshalb schmeiße ich mittlerweile jede SD Karte wenn sie Probleme macht weg. Eine muckelnde SD Karte ist nicht mehr zuverlässig.

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect."

    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert :fies: Bei mir tut das raspiBackup automatisch :shy:

  • richtig: nur reaktivieren, um daten zu sichern, und dann wegschmeißen ...

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  • Der OP konnte die "nicht lesbaren" SD-Karten im Slot des RPi wiederbeleben.


    Mehr über SD-Karten: monitor-sd-card-health-of-raspberry-pi


    Jedenfalls kann der Controller mehr als nur lesen und schreiben.
    Der RPi hat direkten Zugriff auf die SD-Karte, wogegen bei einem USB-Kartenlesegerät alles über USB transportiert wird.


    Also das nächste Mal versuchen, eine "kaputte" SD-Karte mit dem SD-Karten-Slot des RPi zu partitionieren und formatieren.

  • Dann Also das nächste Mal versuchen, eine "kaputte" SD-Karte mit dem SD-Karten-Slot des RPi zu partitionieren und formatieren.M

    Dann muss die Raspi per USB Boot starten damit der SD Slot frei ist. Ich probiere das mal bei den nächsten zerschriebenen SD Karten aber ich habe so meine Zweifel ob das viel bringt....

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  • verschwendete zeit mmn ... du kannst dir nie sicher sein, ob bzw. WANN der nächste aussetzer kommt ...

    bei mir war das anfangs noch recht 'lustig' : ich konnte daten nur noch lesen, und beim browsing (internet) konnte ich schön surfen, lesezeichen abspeichern ... hat nur nichts gebracht : beim nächsten start war alles wieder wie anfänglich ... musste wenigstens nicht jedes mal aufgeräumt werden ;) ...

    die karte habe ich dann nach zwei tagen in den müll geworfen ...

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  • Ein Guter und vor allem nützlicher Artikel, der wohl auch Heute noch gilt.

    Das war seht informativ und ich weis, was ich kaufen kann.

    Und zwar nicht nur für den PI.


    Beim PI ist der SD-Slot auch am USB dran, wenn auch intern.

  • Beim PI ist der SD-Slot auch am USB dran, wenn auch intern.


    The physical SD card slot on the Raspberry Pi is connected to GPIO pins 48 to 53.

    Da hängt kein USB dazwischen, das geht direkt auf den SoC genauso wie der zweite Kanal für SD-Karten. Ansonsten wird es schwierig zu erklären, aus welchem Grund sich der SD-Kartenlot mit /dev/mmcblkN meldet und USB-Kartenlesegeräte mit /dev/sdX.


    Es ist auch nicht wirtschaftlich, dem RPi ein zusätzliches Bauteil zu spendieren, da der SoC das Protokoll bereits unterstützt.

    Der Hersteller kauft in Größenordnungen von einer Million ein. Da kommt es auf jeden Cent an.


    Wer möchte, kann sich sogar eine zweite SD-Karte am RPi betreiben.

    Wie das geht, ist hier beschrieben: https://hackaday.com/2017/08/0…d-sd-card-to-the-pi-zero/


    Wenn man einen Lötkolben hat und Geld sparen will, kann man die Litze direkt an den Kontakten des microSD-Adapters anlöten.

    Getestet habe ich das mal an einem ESP32.

  • 1. habt Dank. ich glaubte zuerst ich sei der einzige Verrückte dem das mit dem SD-slot auffiel.

    2. ich wollte mir nur mal das neue Ubuntu 22.4 ansehen. Ich wollte nichts auf SD-Karte speichern.

    3. der Start über SSD-USB läuft nicht immer glatt, manchmal (30%) ruckelt es und startet nicht. auch Bluetooth macht Probleme. Ich bin Schwerhörig und höre mit Bt-Ohrstöpsel.

    4. der RPi4 mit bullseye läuft stabil, auch TV und Video über Meet Jitsi mit 2 Teilnehmer. Ich bin begeistert