Termin Anzeigetafel

  • Hallo liebe Himbeergemeinde,

    ich bin seit Tagen verzweifelt auf der Suche nach einer passenden Software für meine Zwecke und hoffe, ihr könnt mir einen kleinen Denkanstoß geben.

    Das Ergebnis soll eine ganz simple terminunterstützte Anzeigetafel (Monitor + RPI3B) sein.

    Ich arbeite in einer sozialen Einrichtung in der meine 30 Klienten über den Tag verteilt diverse therapeutische Termine wahrnehmen sollen.

    ich würde diese Termine gerne in einen "Kalender" eintragen und mir dann über den Monitor zu gegebener Zeit Bildschirmfüllend anzeigen lassen.

    Bsp. Klaus Meyer -Ergotherapie- 10.00 - 10.30 Uhr.

    Ich habe bereits im Bereich vom Digital Signage geschaut und natürlich auch in Punkto Raspi gestützten Wandkalendern (Google etc.)

    beim Digital Signage komme ich rein gar nicht weiter und denke auch, dass es eher um Werbung und immer wiederkehrende Infos nach einem festgelegten Ablauf geht und bei den Wand / Familienkalendern fehlt mir schlicht und ergreifend die Möglichkeit, die Termine derart groß ausgeben zu lassen, als dass man sie auch von 10m Entfernung lesen kann.

    Habt ihr da evtl. ein paar Tipps für mich ?

    besten Dank bereits im Voraus und grüße aus Niedersachsen.

    ...from freedom came elegance...

  • Guten Morgen,

    Ist jetzt nur so eine Idee.
    Irgendwo im System einen Clound-Kalender installieren, der mit oder über CalDAV gefüttert wird, und auf dem PI im Browser Kiosk Modus nur die Tagesansicht darstellen ?
    Der Kalender muss ja nicht bei Google oder einer der anderen Datenkracken liegen, das geht wohl auch über NextCloud.
    Ggf. Kalender lassen sich auch mit Python auslesen, dann über eine GUI Schnittstelle, wie TKinter oder ähnlichem die Anzeigedarstellung selber gestalten. Das könnte auch Zero der ersten Generation machen, da muss man nicht zwanghaft zu einem 3er Pi greifen.

    es grüßt euer
    Willy

  • Guten Tag Gorcon,

    Ich würde das mit Calengoo versuchen (gibts für Android, iOS Windows und Linux). Benutzt wird dabei der Googlekalender.


    Hier eine Anleitung für Linux:

    https://www.calengoo.com/desktop/linux.html

    Sollte sicher auch auf einem Raspberry laufen.

    So wie ich das verstehe, geht es hier um Personendaten, dazu zählen auch Termine die im Rahmen medizinischer Behandlungen digital gespeichert, und dargestellt werden sollen.
    Wenn mein Name irgendwo bei Google auftauchen sollte, und daraus entnehmbar wäre das ich z.B. dreimal Wassergymnastik habe, dann würde ich dem Klinikbetreiber eine Horde Anwälte auf den Hals schicken, wie die dazu kommen, ohne meine Einwilligung, und das ist auch nicht mit einer Unterschrift erzwingbar !, personenbezogene Behandlungsdaten bei einem Drittanbieter zu speichern.
    Das Wort Datenschutz und Patientenschutz ist bei ihnen wohl auch noch nicht ins Blickfelder einer Betrachtung gerückt.
    Schämen sollten sie sich für eine solche Aussage.

    es grüßt euer
    Willy

  • Das Wort Datenschutz und Patientenschutz ist bei ihnen wohl auch noch nicht ins Blickfelder einer Betrachtung gerückt.

    Da die Daten nicht öffentlich zugänglich sind, gibt es damit kein Problem, ansonsten muss man das Projekt begraben da es auch mit allen anderen Kalendern das gleiche Problem gibt!

  • Guten Tag,
    Stimmt so auch nicht.
    Daten dürfen lokal gespeichert werden. Damit ist mit einer Internen Lösung zur Terminspeicherung kein Gesetzesgrundsatz gebrochen.

    Da die Daten nicht öffentlich zugänglich sind, gibt es damit kein Problem, ansonsten muss man das Projekt begraben da es auch mit allen anderen Kalendern das gleiche Problem gibt!

    Wenn man bei der Aufnahme in diese Einrichtung abfragt, ob die Termine visualisiert zur Erinnerung für den Patienten innerhalb der Einrichtung zur Anzeige gebracht werden dürfen, dann ist das auch Save. Denn wenn sie es so betrachten, dann wären auch Ansagen über ein Lautsprechersysteme, wie: "Her XY bis zur Zimmer Z" verboten, sind sie aber nicht. Damit kommt es darauf an, wie man das Anzeigeformat gestaltet.
    Name, Uhrzeit / Datum und eine Zimmer-Nummer, oder Abteilung würde nicht unter diese Reglung fallen.
    Aber dafür gibt es in jeder medizinisch tätigen Einrichtung auch einen Datenschutzbeauftragen, mit dem man das Projekt in Gänze abklären sollte was machbar und zulässig ist. Das jedoch ist nicht unsere Aufgabe, dass bis ins Detail zu klären.

    es grüßt euer
    Willy

  • Guten Tag,

    Dann ist das ganze zum scheitern verurteilt.

    Warum ?
    In einer Arztpraxis werden die Daten auch Lokal in einem in der Praxis befindlichen Netzwerk, auf einem Server in der Praxis gespeichert. Ist so. Zugriff über mehrere Terminals, alle mit Zugangsschutz (Passwortabfrage) nur für das medizinische Personal gewährleistet, dass keine dritte oder fremde Person Zugang zu den Daten anderer Personen / Patienten erhält.
    Warum muss man ihrer Meinung nach, das Problem ausgerechnet über einen externen Cloud-Dienst oder ähnliches bewerkstelligen ? Es ist nicht notwendig ! Egal wie viele PIs mit Monitor sich dort, oder davon die Anzeigedaten holen, es geht auch mit einen lokalen Cloud-Dienst.
    Es ist bloß die Bequemlichkeit der verantwortlichen Administratoren, die der Meinung sind, ohne Wolke im Internet würde nichts mehr gehen. Spätestens mit dem Ausfall der Internetverbindung, oder im Katastrophenfall (siehe verschiedenste Hochwasser- und Starkregenereignisse der letzten Jahre) würde diesen Konzeptansatz zum Obsoledum machen, auch wenn die medizinische Einrichtung nicht unmittelbar betroffen ist.
    Das nennt man Projektplanung ! Solange die eigenen Systeme funktionieren, mit Strom versorgt werden, und betriebsfähig wären, sollte ein solches System auch unabhängig von Verbindungen nach außen funktionieren. Ansonsten hat man einen Planungsfehler gemacht.

    es grüßt euer
    Willy

  • Wieso?


    Wenn man sich wirklich sehr einfach machen will, dann einfach einen Webserver lokal hosten und den Chromium im Kiosk-Modus starten. Wenn zu wenig Programmierkenntnisse vorhanden sind, kann man zur Not auch einfach dein Inhalt der Website mit einem Texteditor verändern.


    Für Kalender sollte es auch lokale foss Lösungen geben. Ich würde jedenfalls eine lokale Lösung immer bevorzugen und in bestimmten Bereichen ist es eh Pflicht.

  • > Wenn man sich wirklich sehr einfach machen will, dann einfach einen Webserver lokal hosten und den Chromium im Kiosk-Modus starten.

    Genau


    > Wenn zu wenig Programmierkenntnisse vorhanden sind, kann man zur Not auch einfach dein Inhalt der Website mit einem Texteditor verändern.

    Oder ein Word-Dokument als HTML exportieren. Das geht anscheinend auch mit OpenOffice. (-: Ja ich weiss, das HTML ist schrecklich :)

  • Meine Herren, vielen Dank für die konstruktiven Vorschläge und die angeregte Diskussion.

    Selbstverständlich wird alles mit dem, im Unternehmen vorhandenen, Datenschutz beauftragten Final abgestimmt. Es ist allerdings, wie so mancher selbst erlebt hat, einfacher ein vermeintlich funktionales System zu präsentieren und absegnen zu lassen, als im Vorfeld komplett theoretische Vorschläge zu präsentieren. Daher ist mein Ansatz ersteinmal etwas gestaltet zu bekommen.

    Meine Bitte daher, macht euch um den Datenschutz keine Gedanken, interne Server sind reichlich vorhanden, wenn es zur Einfachheit aus irgendeiner Cloud gezogen wird ist das vorerst auch kein Problem. Wichtig ist, dass ich das gewünschte Ergebnis auf irgendeine Art erziele um generell eine Möglichkeit präsentieren kann.

    Leider sind meine Programmierkenntnisse sehr schwach und ich habe große Probleme die guten Vorschläge umzusetzten. Ich werde aber mein bestes geben. Immer weiter so und vielen Dank!

    ...from freedom came elegance...

  • Wenn die Programmierkenntnisse so mager sind, dann lass doch die Termine einfach als Bilddateien abspeichern (Libre Office zumindest kann das ohne Probleme). Leg die Dinger in einen Netzwerkordner und lass auf dem Pi einen Diabetrachter laufen, der die Files der Reihe nach anzeigt.


    Morgens schiebt man die Bild-Dateien des aktuellen Tages in den Ordner und gelegentlich löscht man die abgelaufenen Termine.


    Wenns komfortabel sein soll, kannst du noch ein kleines Programm schreiben, das die Dateien löscht, wenn der Termin rum ist, bzw. neue Dateien einige Stunden vor dem Termin aus einem Zwischenordner in den Bilderordner kopiert. Die Dateien müssen dafür natürlich mit Datum/Uhrzeit benamt sein. Sowas dürfte mit ein paar Codezeilen gehen, vielleicht sogar als Batchdatei.


    Das wär zumindest eine Lösung, die fast ohne Programmierkenntnisse auskommt.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • Damit bist du dann auch in den Inhalten völlig frei. Wenn Du ne Anzeige brauchst, dass Frau Müller heute 100 wird, geht das auch - sogar mit Foto und Geburtstagstorte, wenn die Anwender in Sachen Textprogramm nicht völlig unfähig sind.

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  • Ein Wunder, dass die Patienten nicht mit Säcken über dem Kopf - mit Nummern drauf - rumlaufen müssen.


    In den Lokalzeitungen sind die KInder-Fußballmannschaften jetzt mit teilweise ausgeblurten Gesichtern abgedruckt, weil Eltern die Zustimmung zur Veröffentlichung von Fotos nicht geben...

    Zwanzig Jahre Später: Das breiige Kindergesicht hier warst du, als ihr die Kreismeisterschaft gewonnen habt... das da, mit der 5 auf den Shirt. Und neben dir, das Matschgesicht mit der 9 ist der Fabi der gegenüber gewohnt hat... weißt du noch?


    Aber Hauptsache Google und Co. sammeln unbeirrt weiter Daten und wenn wir nicht zustimmen, werden wir quasi von der Gesellschaft ausgeschlossen.

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    Edited once, last by Gnom ().

  • Damit bist du dann auch in den Inhalten völlig frei. Wenn Du ne Anzeige brauchst, dass Frau Müller heute 100 wird, geht das auch - sogar mit Foto und Geburtstagstorte, wenn die Anwender in Sachen Textprogramm nicht völlig unfähig sind.

    So, nun lach bitte nicht allzu sehr...

    Gibt es denn zufällig eine Zeit / Datum gesteuerte Diashow App?

    ...from freedom came elegance...

  • Nicht, dass ich wüsste...


    Also um 3-4 Zeilen Python-Code wirst du vielleicht nicht herumkommen.

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