[Fedora] Kein Speicherplatz in Wurzelordner

  • Guten Abend,


    ich versuche ja so oft es geht mich mit Linux zu beschäftigen und habe ja nun schon längers Fedora neben Windows installiert. Jetzt bekomme ich die Meldung, dass ich kein Speicherplatz im Wurzelordner des Dateisystems mehr habe. Es wird mir eine Größe von 20 GB angezeigt.


    Ich zeig auch mal die Festplattenpartionen:


    Ich habe da doch ~170GB in 'sda10'. Und ich meine auch, das ich damals bei der Installation nicht nur 20 GB für Fedora freigegeben hätte, sondern eher um die 170 GB rum.

    Kann ich die Partionen irgendwie vergrößern und/oder rausfinden was denn die 170GB sind?


    Vielen Dank und Grüße

    Dennis

    Das Leben ist kein Ponyhof, es ist ne Pferdebraterei! 🎧

  • Die Anzahl der Dateien (samt Verzeichnissen) im Wurzelverzeichnis bei einem EXT4 Filesystem ist begrenzt. Es sind nur 256, oder 128 und Du hast die maximale Anzahl bereits verbraucht. Zähle die Dateien (einschl. der nicht sichtbaren) einmal ab.


    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Ich habe da doch ~170GB in 'sda10'. Und ich meine auch, das ich damals bei der Installation nicht nur 20 GB für Fedora freigegeben hätte, sondern eher um die 170 GB rum.

    Kann ich die Partionen irgendwie vergrößern und/oder rausfinden was denn die 170GB sind?


    /dev/sda10 642787328 999145471 356358144 169,9G Linux LVM

    Du hast eine 170GB Partition für LVM angelegt, das sagt aber nichts über die Größen der darin angelegten Volumes aus.


    Beginner’s Guide to LVM (Logical Volume Management) – The Geek Diary


    Die Anzahl der Dateien (samt Verzeichnissen) im Wurzelverzeichnis bei einem EXT4 Filesystem ist begrenzt. Es sind nur 256, oder 128

    Sagt wer? Es ist falsch.

    Ext4 Howto - Ext4 (kernel.org)



    Code
    # for  no in $(seq 1 40960); do touch /file-$no; done
    # ls -1 / |wc -l
    40988

    Praktisch sind die vorhandenen Inodes der limitierende Faktor.

    Code
    # tune2fs -l /dev/sda2
    tune2fs 1.45.5 (07-Jan-2020)
    Filesystem volume name:   <none>
    Last mounted on:          /
    ..
    Filesystem OS type:       Linux
    Inode count:              3276800
    ..

    Manche werden im Alter weise, manche nur alt.

    Edited 6 times, last by llutz ().

  • Post by llutz ().

    This post was deleted by the author themselves ().
  • Hallo und danke für eure Antworten.


    fred0815

    RTFM und llutz Um euch direkt zu antworten reicht meine Mittagspause nicht, ich muss auch erst noch den Link lesen. Dazu melde ich mich dann heute Abend wieder.


    Grüße

    Dennis

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  • Mach 'n Backup, schaffe Ordnung in deiner Partitionstabelle und fange von vorn an :)

    Durch deine wilden Partitionen hast du dir imho jede einfache Änderungsmöglichkeit verbaut.

    Wozu dienen sda4, sda6?

    Wenn möglich, lösche sda6-10, erstelle sda6 als EFI neu (oder benutze sda4 dafür) und sda8 als LVM.

    Im LVM legst du dann alle Linux-Volumes (/ , /home usw.) an.

    Keine Swap-Partition, ein Swapfile reicht und ist flexibler.


    Alternativ als normale Partition(en), ohne LVM.


    Oder du verkleinerst das home-Volume , erstellst ein neues im freigewordenen Platz und lagerst z.B. /var dorthin aus.


    Oder ... oder ..

    Manche werden im Alter weise, manche nur alt.

    Edited 6 times, last by llutz ().

  • Ich hatte mal Probleme, dass die Partion(?) beschädigt war, die die Bootloader enthält und dann konnte ich nur noch Windows starten. Konnte das mit einer Live-CD wieder reparieren, aber da sind vielleicht die Partionen übrig geblieben. Ich stelle es mir ähnlich vor, wie wenn jemand zum ersten mal was auseinander schraubt, da können am Schluss auch Schrauben übrig bleiben.


    Mach 'n Backup, schaffe Ordnung in deiner Partitionstabelle und fange von vorn an :)

    Hört sich theoretisch vernünftig an. Fedora hat keine besonders wichtigen Einrichtungen etc. so das ich davon kein Backup benötige. Alle Daten liegen eh auf der Cloud (davon wird regelmäßig ein Backup gemacht), also das könnte ich alles bedenkenlos runter werfen.

    Hm das mit Windows ist wieder so eine Sache, das sollte so bleiben wie es ist. Da muss ich auf jeden Fall ein Backup machen, bzw. das vorhandene mal aktualisieren.


    Ich bin ehrlich gesagt bei so Operationen immer sehr unsicher. Mal angenommen mein Windows-Backup habe ich aktualisiert, dann nehme ich eine Linux-Live-CD/Stick und lösche alle Partionen mit Ausnahme dieser, auf der Windows ist. Dann brauche ich eine Partion für EFI (da wo die bootloader drin sind?) und eine für Fedora? Das mit der Swapfile mache ich dann ja während der Fedora-Installation.

    Wenn das stimmt, hört sich das für mich machbar an. Nur der Teil, der dafür sorgt das ich mein Bootmenü wieder habe, bereitet mir noch Kopfzerbrechen.


    Grüße

    Dennis

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  • Im Zweifelsfall lass Windows einfach in Ruhe.

    /dev/sda1 ist EFI, dorthinein installierst du grub-efi.

    Dann kann alles ab /dev/sda6 weg - oder ab /dev/sda4, wenn du auf's win-Recovery verzichten kannst/willst.


    //PS

    In der Zwischenzeit kannst du evtl. dein altes root-fs aufräumen, um wieder arbeiten zu können.


    /root scheint sehr gross, da ist bestimmt löschbares drin.

    /var kann evtl. durch löschen des Package-Cache und alter Logfiles inkl. journald-Logs ausgedünnt werden.

    Manche werden im Alter weise, manche nur alt.

    Edited once, last by llutz ().

  • Guten Morgen,


    das heißt aber, das ich vor der Installation noch entsprechende Partitionen für Fedora erstellen muss? Ab sda6 aufwärts alles löschen ist verständlich.

    Wenn ich aber auf automatische Installation klicke, dann habe ich meinen boot-loader nicht da wo er sein soll.

    Ich muss nachfragen bevor wieder ein Chaos entsteht.


    Es wäre nett, wenn ihr mir „kurz“ sagen könnt welche Partitionen ich erstellen muss, mit entsprechenden Größe.

    Wenn ich für den boot-loader die vorhandene sda1 auswähle, wird nichts überschrieben?


    Vielen Dank und Grüße

    Dennis


    PS ich weis das es dafür Anleitungen gibt, aber nach dem ich mir dass das letzte mal selbst zusammen gereimt hatte entstand das Chaos. :blush:

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  • Du kannst sda4 bis sda10 löschen, dann kannst du in Windows wieder eine neue Recovery erstellen, wenn du willst, das sollte dann sda4 sein.

    Den Rest nimmt du bei der Installation von Linux für Linux, sollte dann sda5 sein.

    Der bootloader von Linux sollte dann den Eintrag um Linux in sda1 ergänzen.

    Wenn es schon einen Eintrag gibt, kannst du den aber auch manuell anpassen.

    Wie Frage ich nach Hilfe?

    Der despotische Bierbaron sagt: Kein Support per PN ! :angel::wink:

    Edited 6 times, last by fred0815: EDIT: Recovery müsste dann sda4 sein und Linux sda5 ().

  • Wenn ich aber auf automatische Installation klicke, dann habe ich meinen boot-loader nicht da wo er sein soll.

    Du willst auch keine automatische Installation, du willst manuell. Nur dann hast du die Kontrolle.

    Rest siehe #12.

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  • So ich habe das mal versucht.

    Das Problem das ich habe/hatte war folgendes.

    Wenn ich eine manuelle Installation auswähle, dann muss ich '/boot', '/home', '/root' manuell erstellen und jeweils Größen festlegen. Ich kann nicht sagen, Fedora bekommt jetzt beispielsweise 'sda5' und soll darauf installiert werden.

    Darauf hat auch meine vorherige Frage abgezielt. Das war vielleicht etwas schlecht ausgedrückt.


    Also die Installation war erfolgreich und ich kann Fedora oder Windows nutzen, puuuuh :bravo2:


    Ich habe mich nicht getraut irgendwas von Windows zu löschen, auch wenn man es wieder herstellen könnte.

    'sda1' habe ich bei der Installation in '/boot/efi' eingehängt und mein Boot-Menü war von Anfang an da. Das war mit das größte Glücksgefühl (Bezogen auf die Installation ^^ )


    Sieht das so jetzt einigermaßen ok aus?:



    Danke und Grüße

    Dennis

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  • Wenn ich eine manuelle Installation auswähle, dann muss ich '/boot', '/home', '/root' manuell erstellen und jeweils Größen festlegen. Ich kann nicht sagen, Fedora bekommt jetzt beispielsweise 'sda5' und soll darauf installiert werden.

    Echt nicht? Was ist denn das für ein kaputter Installer?!?


    //EDIT// Gerade mal geguckt. Das ist der gleiche, den auch Rocky-Linux nutzt. Man kann auch dort im manuellen Modus (Installation Destination) sagen, "Alles auf sdaX" - es ist nur überhaupt nicht intuitiv.

    Sieht das so jetzt einigermaßen ok aus?:

    Paste bitte mal die /etc/fstab und "sudo fdisk -l"

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  • es ist nur überhaupt nicht intuitiv.

    Ich weis nicht wieso, aber Fedora mag ich vom Betriebssystem wirklich am liebsten. Auch wenn die deutsche Community nicht so groß ist, wie zum Beispiel bei Ubuntu. Aber die Installation kostet mich jedes mal Nerven.



    Danke und Grüße

    Dennis

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  • Sieht doch gut aus, saubere Partitionierung verglichen mit vorher. Da /dev/sda4 ans Plattenende gelegt wurde, geht's halt nicht schöner.


    Mich wunderte nur, dass / und /home auf gleicher UUID gemountet sind. Scheint am btrfs zu liegen(??) - aber da kenne ich mich nicht mit aus.


    //EDIT// Ah, das ist anscheinend normal, wenn man btrfs nutzt. btrfs managed dann die verschiedenen Mount-Points in Subvolumes, die nach aussen aber nicht direkt sichtbar sind.


    weis nicht wieso, aber Fedora mag ich vom Betriebssystem wirklich am liebsten.

    Da hat jeder seine Lieblinge. So meide ich, wenn möglich, alles was rpm nutzt (ausser Rocky, dazu zwingt man mich mit Geld). ;)

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    Edited 3 times, last by llutz ().