USB-Port selbst programmieren? // MIDI

  • Weil es um USB geht, schreibe ich es mal hier hinein. @Admins, bitte verschieben, wenn es das falsche Forum ist...

    Also, hallo,

    ich möchte gerne zwei USB-Ports des RPi zu MIDI-in und MIDI-out so umwandeln, dass ich die Daten vom In-Port lesen, befummeln und dann an den Out-Port schicken kann. Gibt es soetwas schon? Wenn nicht, wo sollte ich ansetzen? Danke schonmal für alle Ideen und Tipps, aber bitte, wenn's eure Zeit und Nerven zulassen, ein bisschen mehr als "lies halt den Kernel Hacking Guide" ;)

    :danke_ATDE::bravo2:

    "Wer nur Nägel kennt, hält jedes Stück Materie für einen Hammer."
    (einschließlich mir)

  • Meines Wissens sind nur die (auf die GPIO Pins herausgeführten) seriellen Ports auf MIDI konfigurierbar. Für USB-Midi brauchst Du imho einen externen USB->MIDI Konverter.

    Das heißt, ich muss da nen neuen USB-/MIDI-Port dran kleistern an die GPIO-Pins? Sprich Platinchen und Co? Kein Beinbruch, aber halt Aufwand.

    PS: Und ich dachte immer, es heißt "read the fantastic manual" :lol:

    Aber mal grundsätzlich, das USB-Zeug ist wohl wenigstens seit dem RPi 4 tiefst im Kernel versenkt, ne? Der kann ja mit nem neuen Bootloader sogar davon starten... :/

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  • Muss es denn USB sein? Es gibt preiswerte MIDI Adapter für den seriellen Port. Ich hab keine Ahnung von Midi, aber vielleicht geht sowas ja.
    https://42project.net/shop/module/mi…ital-interface/

    Erstmal vielen Dank. Aber das Ding ist teuer. Ich hab mir prophylaktisch schon zwei solche DIN-Buchsen bestellt, für nen Euro fuffzich. Aber aktuell geht der Trend in der Musik-Branche halt zu USB-Steckern. weil USB-Kabel billiger sind als DIN-Strippen. MIDI-over-USB hat dann wiederum auch nix mit USB zu tun, sondern es werden einfach die Drähte für MIDI-Daten benutzt. Nur die Spannungspegel bleiben. Letztlich ist USB auch nix anderes als UART, halt mit 5 V.

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  • Teuer? Hm, ich habs bei eBay schon für knapp 7 € gesehen.


    Warum klemmst du dann nicht einfach eine USB-Buchse und ggf. einen Pegelwandler an den Serialport des Pi?

    Hier (Seite 33/34) steht die Baudrate und das Format und es gibt auch ein Schaltungsschema. Wenn du statt DIN-Buchsen USB-Buchsen verwendest, müsste das doch schon gehen.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

    Edited 3 times, last by Gnom (January 31, 2023 at 2:50 PM).

  • Teuer? Hm, ich habs bei eBay schon für knapp 7 € gesehen.


    Warum klemmst du dann nicht einfach eine USB-Buchse und ggf. einen Pegelwandler an den Serialport des Pi?

    Hier (Seite 33/34) steht die Baudrate und das Format und es gibt auch ein Schaltungsschema. Wenn du statt DIN-Buchsen USB-Buchsen verwendest, müsste das doch schon gehen.

    Ja, genau das habe ich jetzt auch vor. Anders scheint es ja nicht zu gehen. Wird wohl mal ein Projekt für Github.

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  • MIDI-over-USB hat dann wiederum auch nix mit USB zu tun, sondern es werden einfach die Drähte für MIDI-Daten benutzt.

    MIDI over USB ist aber etwas ganz Anderes. Das ist ein eigenes Protokoll, das MIDI Daten mit USB Geschindigkeit an die "Gegenstelle" übermittelt. Der Sender wandelt dabei den 31.250 Bit/sec MIDI Datenstrom auf USB Geschwindigkeit (1,5, 12, 480 Mbit/sec um ) und der Empfänger reduziert vor Verarbeitung wieder auf MIDI Geschwindigkeit. "MIDI over USB" setzt den entsprechenden Treiber auf beiden Seiten vorraus, wobei ein USB Gerät der USB Master (Pi), das andere der USB Slave sein muß.

    Wenn Deine MIDI Geräte neben dem MIDI Anschluss auch eine USB Buchse besitzen und in der Betriebsanleitung ein echtes "MIDI over USB" für die USB Buchse genannt ist, kannst Du den Pi als MIDI Gerät direkt über USB Kabel verwenden.

    Mit "linux Pi USB MIDI" spuckt Dir die Suchmaschine Deines Vertrauens einige Projekte aus.


    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

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