Platinenaufbau

  • Hallo, liebe Raspi-Experten,

    ich hoffe, ich bin hier im richtigen Forum und falls meine Frage schon durchgekaut wurde, wäre ich für einen Link dankbar.

    Ich habe seit ein paar Jahren ein Raspi-Projekt erfolgreich am Laufen. Ich habe:

    * PWM-Regelung eines Lüfters

    * 3 1-Wire Temperatursensoren (mit Pull-Wiederstand) (5V, Masse und Daten - alle parallel)

    * Steuerung eines Relais.

    Es soll noch ein CO2-Sensor dazu kommen (I2C).

    Ich habe einen wilden Experimentieraufbau - der Kleber für das Steckboard ist leider nicht mehr vorhanden.

    Ich würde die Kabel, insbesondere den 1-Wire-Anschluss gerne mit guten Klemmbuchsen realisieren. Die Kabel sind ziemlich dünn.

    Das grüne Board war leider ungeeignet. Inzwischen denke ich, dass dieses hier vielleicht passender ist?

    Mein Problem ist, dass mir auch die Begriffe (Shield, Breakoutboard, ...) nicht geläufig sind, darum tue ich mir beim Suchen schwer.

    Wie könnte ich meinen fliegenden Aufbau am besten "verewigen". Ich denke a.d. Platine oben. Darauf geeignete Steckerbuchsen auflöten - und diese über Kabel a.d. Pins von unten auflöten? Oder lieber Kabel a.d. Steckerbuchsen anlöten und diese i.d. Schielduchsen stecken?

    Rudimentäre Lötausrüstung und -kenntnisse sind vorhanden.

    Danke! :)

  • Wenn der Aufbau so funktioniert würde ich erstmal ein Schaltdigramm aufzeichnen. Dann ist das einfacher reproduzierbar. Dann würde ich versuchen den zusätzlichen Sensor anzuschließen und auch den in das Schaltdigramm aufzunehmen.

    Das Bild, dass du gepostet hast ist ein Shield. Die kann man auf Pis oder Arduinos auftsecken und erweitern die Funktion in irgendeiner Weise. In deinem Fall kannst du Sensoren selber auflöten (natürlich bist du dann selber dafür verantwortlich, dass das dann auch funktioniert). Es gibt fertige Shields, an die man z.B. Motoren anschließen kann.

    Wenn ich selber auf Lochrasterplatinen (auch Leiterplatinen genannt) löte, zeichne ich mir auf einem karierten Papier das Layout vorher auf. Es gibt aber auch KiCad, mit dem man das Layout am Computer erstellen kann. Das ist kostenlos so weit ich weiß.

  • Die Sensoren würde mit Klemmen anschließen, mir geht es eher darum, wie man an geschicktesten die Leiterplattenklemmen anlötet und welche.

    Aber vielleicht sollte ich mir tatsächlich erst überlegen, wie das dann mit dem CO2-Sensor passt.

    Ich habe für 73€ den RPI SHD CO2 SENS Raspberry Pi Shield - CO2 Sensor Breakout Board i.d. Überlegung: https://www.reichelt.de/raspberry-pi-s…ns-p311516.html

    Das ist ein Breakoutboard mit aufgelötetem Sensor:

    Es werden 4 Pins verwendet

    Der Vorteil wäre, dass ich somit gleich einen Halter für die Platine habe (der Raspi hat Magnetfüße). Gibt es eine Möglichkeit, dieses CO2-Breakoutboard mit einem Shield zu verbinden?

  • Also ich meine, dass die meisten Shields auf alle Pins des Raspberry aufgesteckt werden. Dann wäre dieses Beakoutboard für den C02-Sensor im weg. Stattdessen würde ich den Sensor ohne das schwarze Breakoutboard benutzen und alles zusammen auf einer Platine verlöten. Dann muss du nur schauen, wie viel Platz die einzelnen Bauteile brauchen. Das letzte Bild zeigt ja wie der Sensor anzuschließen ist.

    Alternativ kannst du auch Lochrasterplatinen und Buchsenleisten kaufen und auf die Unterseite der Lochrasterplatine löten. Dann hast du dein eigenes Shield. Wenn du dann die ersten 6 Pins weglässt, kannst du das Breakoutboard aus dem ersten Bild verwenden. Das spart dir wahrscheinlich einiges an Arbeit aber ich weiß nicht wie die Stromversorgung dann aussieht, da der CO2-Sensor die 5V-power pins belegt.

  • Andersrum könnte was sein. Den Sensor ablöten und auflöten traue ich mich ehrlich gesagt nicht, aber ich könnte eine 1x6-Buchsenleiste auf das Shield auflöten und so den CO2-Sensor auf das Shield setzten. A.d. Bildern von Reichelt hat das CO2-Board entweder keine Stiftleiste, eine nach unten und einmal eine nach oben. Darum vermute ich, es ist keine aufgelötet.

    elo22 danke für den Tipp mit WAGO 804. Was ich nicht verstehe, auch nicht in Bezug auf die Buchsenleiste: Wie verbinde ich die Stifte? Mir ist klar, dass sie von unten mit den Lötaugen des Shields verlötet werden, aber wie bekomme dann noch ein Kabel dran? Pratzelt man mit Lötzinn eine Brücke zum nächsten Lötauge, wo ein Kabel eingelötet wird? Ich habe nie mit einer Lochrasterplatine gearbeitet.

  • Für den Prototypenbau bzw. für einzelne Stückzahlen ist so etwas eine brauchbare Lösung. Wenn deine Schaltung so passt wie Du dir es vorstellst, würde ich zur Fehlervermeidung alles fest verlöten. Gleich nach dem Verlöten kommen Federklemmverbindungen, die haben den Vorteil, dass man auch schnell mal einen Sensor o.ä. vor Ort direkt austauschen kann, ohne löten zu müssen und diese recht zuverlässig Kontakt geben. Recht flexibel ist man auch mit einer Lochrasterplatine am besten beidseitig beschichtet + eine Buchsenleiste. Preiswerter kannst Du dir dein eigenes Prototypboard kaum erstellen. Wenn Du Federklemmverbindungen verwenden willst, achte auch auf den Leiterquerschnitt der Klemmen und auf das richtige Rastermaß. ( Typischer weise beträgt dies bei den meisten Lochrasterplatinen, 2,54 mm. )

    z.B. Klemmenblock für Lochrasterplatienen

    Edited 2 times, last by Fliegenhals (November 25, 2023 at 9:08 PM).

  • Danke für den Hinweis mit dem Rastermaß, mir war nicht klar, dass es so viele verschiedene gibt.

    Ich habe eben eine Großbestellung gemacht, dann werde ich mal sehen.

    Die aktuelle Idee ist, dass ich den Sensor und den Raspi getrennt auf einem gemeinsamen Brettchen montiere und den Sensor mit Kabeln anschließe - sonst wird alles vielleicht etwas wackelig und eng ...

  • Verlöten ist gut. Und für die 40-polige Steckerleiste der Raspi gibt es passende 40-polige Stecker mit Schneidklemmen für Regenbogenkabel.

    (Wer nicht gleich drauf kommt: Regenbogenkabel hat die gleichen Farben wie die Ringe von Widerständen, also jede Farbe steht für eine Ziffer)

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