Passive Lautsprecher anschließen

  • Hi Franky07,

    da hast Du recht, das sollte ich wirklich mal machen, die tatsächliche Stromaufnahme des Boards bei voller Lautstärke des Verstärkerbausteins LM4838 zu messen...

    Den DAC, die RTC, den FTDI232RL und den HAT-EEPROM kann man laut Datenblatt abschätzen.

    Das wird eine Aktion für den Weihnachtsurlaub...

  • Moinsen,

    da hast Du recht, das sollte ich wirklich mal machen, die tatsächliche Stromaufnahme des Boards bei voller Lautstärke des Verstärkerbausteins LM4838 zu messen...

    Wenn ich mich nicht verrechne habe bei 8 Ohm und ohne in die GAIN Falle zu rennen müsste der Chip mind. 800 mA nehmen. Und das in Verbindung mit dem Display bei nur 12,5 W Netzteil, das wird mehr als eng ;)

    Franky

    Edited once, last by Franky07 (December 20, 2023 at 11:25 AM).

  • Moinsen

    Ohne Display funktioniert bei mir die Soundkarte an einem RPi 3B mit offiziellem Netzteil für den 3er bestens.

    Wenn du nebenbei kein Seti@Home laufen lässt dann geht das schon :angel:

    Edit: Entweder er hängt das Display an ein extra Netzteil, dann hat er den Strom für das HAT, aber muss bei der CPU Auslastung aufpassen, oder er nimmt eine USB Sound-Karte mit schlechterer Soundqualität, versorgt den nachgeschalteten Verstärker extra, aber bekommt mit der CPU Auslastung keine Probleme, wenn das Display über den 5,0 VOLT GPIO betrieben wird :conf:

    Franky

  • Ich bin auch gerade über'm Datenblatt des LM4838, Abschnitt Power Dissipation auf Seite 18.

    Dort habe ich mich mal gemäß Equation (3) durchgehangelt:

    PDMAX = 4 * (VDD)² / (2π²RL) # Verlustleistung pro Kanal im bridged mode, muss bei zwei Lautsprechern verdoppelt werden

    4 * (5,1V)² / (2*π² * 4V/A) = 1,32W # bei zwei Lautsprechern demnach 2,64W

    Daraus folgt ein Stromfluss im Verstärker von 2,64W / 5,1V = 517mA

    Ohne es jetzt messtechnisch verifiziert zu haben, postuliere ich mal eine gesamte Verlustleistung für das Board von ca. 3,5W, wenn ich den Rest mit einem weiteren knappen Watt ansetze. Ich habe noch schnell beim PCM5122 nachgesehen, da ist im Abschnitt Electrical Characteristics auf Seite 10 eine Maximalleistung von 155mW bei 3,3V angegeben. Dies ist die Betriebsart wie bei mir, entspricht also nochmals 47mA.

    nur so nebenbei:

    Interessant ist, dass der LM4838 und damit mein Ding also bei 4 Ohm insgesamt ca. 2W liefert und nicht pro Lautsprecher. Da bin auch ich dem Marketinggag von TI aufgesessen. Also nur 2*1W Audioleistung bei 4 Ohm. Da muss ich meine bisherige Doku wohl auch noch überarbeiten...

    Das Gute daran ist, dass das Board trotzdem einigermaßen laut ist. Da spielt halt wieder rein, dass für das menschliche Gehör zur subjektiven Beurteilung einer Lautstärke als "doppelt so laut" wie eine Vergleichslautstärke die 7-10fache Leistung an den Lautsprechern anliegen muss. Deswegen ist mein Board nur "unwesentlich leiser" als der Hifiberry MiniAmp mit seinen 3W (einmal oder zweimal?)

  • einmal oder zweimal?

    Einmal, wenn die mit 3W angegeben ist. ;) Davon ab finde ich, wie öfter mal geschrieben, den Sound Deiner Karte weicher, aber druckvoller als den des MiniAmp, aber das könnte auch eine subjektive Empfindung sein, trotz der selben Boxen.

  • hyle,

    wenn Du mit druckvoller meinst, dass mein Board irgendwie mehr Bass bringt, dann liegt das schlichtweg an den beiden 68nF-Kondensatoren C412 und C413, siehe Stromlaufplan Seite 4. Die verändern den Verstärkungsfaktor frequenzabhängig (RC-Glied). Da wir damals in der Firma beim Bestücken keine 68nF-Kondensatoren hatten, habe ich mich nicht lumpen lassen (oder auf bairisch ned schwoam låssn) und einfach 100nF genommen ;)

    Siehe Datenblatt LM4838, Seite 23

    Ein ehrliches analoges 6dB-Filter und ausnahmsweise keine (digitale) Fouriertransformation, mit der ich sonst noch alles auf Vordermann gebracht habe:

    g'schmeidige Fouriertransformation

    Ja weil de Leid åiwei sågn, dass de Mädels de wo i åis Diskjockey produzier ned gscheid singa kenan und hächst'ns fias Bett wås wárn...
    Richtig gschert is dees!

    A weng an Hall, a bisserl a Echo und hint auffi a g'schmeidige Fouriertransformation - ja då håb i no a jäds Stimmerl auf Vordermann bråcht!

    Wenn oana sågt, dass er då davo aus'm Ohrwaschl bliat, na håd a vorher z'vui Helene Fischer g'heart!

    (ich habe schon ewig darauf gewartet, diesen Spruch im Raspberry Pi-Forum endlich mal loszuwerden :) )

  • Druckvoll war schon irgendwie der richtige Ausdruck. :) Ob sich das nur auf den Bass bezieht kann ich garnicht so genau sagen. ;) Jedenfalls finde ich den Klang satt und ausgewogen. Das fehlt mir ein bisschen am MiniAmp.

    Bei den Boxen des TO wird das wohl leider kaum einen Unterschied machen, denn das sind mit 150Hz - 20kHz eher Mittel- bis Hochtöner, wie bei Satelliten üblich.

  • Ich weiß schon, auch mein RPi400extBrd kann nicht zaubern. Aber einen sauberen, analogen und stetigen Frequenzgang kann es liefern anstelle von abgehackten Artefakten, wie sie bei jeder digitalen (Audio-)Bearbeitung entstehen.

    Hast Du oben meinen Spoiler nochmal aufgemacht, das musste ich einfach raushauen. Das ist beim Auflegen mein Spruch als Soundcheck für's Mikrofon ;)

  • Frohe Weihnachten allerseits 🙂

    Hab mir nun den Mini Amp gekauft und es hat nach einigen Einstellungen und rumprobieren nun funktioniert. Allerdings musste ich das ganze neu aufsetzen und nun knacken die LS beim Einschalten, Sender Umschalten und Ausschalten. Beim Ein- und Ausschalten eher leise und beim Umschalten eher lauter. Das war vorher (bevor ich alles neu machen musste) nicht so. Jemand 'ne Idee woran es liegen könnte? Hardware defekt schließe ich insofern aus, als das die LS zuvor nicht geknackt haben.

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