Nützliche Befehle im Terminal auf dem Pi

  • Die meisten Befehle haben eine Hilfedatei, die man mit man befehl aufrufen kann, Beispiel:

    man ls listet nicht nur alle Optionen, mit denen der Befehl umgehen kann, sondern auch die allgemeine Syntax, wie der Befehl anzuwenden ist und oft auch Beispiele.

    apt Paketverwaltung. Beispiele: apt update versucht die Paketliste zu aktualisieren, apt dist-upgrade aktualisiert das System samt Kernel, apt show mc zeigt Informationen über das Paket mc, apt install mc installiert den Midnight Commander, apt policy mc zeigt ob er installiert ist und welche Version.

    blkid zeigt Informationen, wie die PARTUUID und die UUID der Partitionen an.

    cat zeigt Dateiinhalte. Beispiel cat /etc/os-release

    chattr +i /pfad/zur/datei.txt sorgt dafür, dass die Datei nicht gelöscht oder umbenannt werden darf, der gleiche Befehl mit der Option -i hebt das wieder auf.

    cp Ein Kopierbefehl nach dem Optionsschema: cp /von/irgendwo /nach/irgendwo

    dd Konvertiert und kopiert nach dem Optionsschema input output: dd if= of=

    df zeigt die Speicherbelegung an, z.B. zeigt df -h die (besser lesbare) Belegung in MB, GB etc. an.

    dir listet alle Ordner im Verzeichnis auf.

    dmesg zeigt Ereignisse, welche beim starten des Systems oder beim einstecken von Hardware an, z.B. dmesg -T mit Zeitformat.

    dos2unix Ein Befehl, mit dem man auf Windows erstellte Dateien auf Unixformat bringen kann. Beispiel: dos2unix datei_von_windows.txt

    du Ein Programm, welches die Größe von Ordnern anzeigt. Beispiel du -d 1 -h /home/pi zeigt die Größe des Ordners /home/pi in lesbarer Form (-h) auf und listet die Größe zu einer Tiefe (-d 1) von einem Unterordner.

    find Zum suchen von u.a. Dateien gut geeignet. Beispiel: find /home/pi/ -name '*mein*projekt*'.

    free zeigt die Belegung des Arbeitsspeichers (RAM). Beispiel free -m

    git Z.B. zum ziehen eines Projekts von github: git clone https//github.com/dieserda/.../name.git

    grep sucht und filtert. Beispiel grep -lirwn "Ausdruck" "/in/pfad" findet den Textschnipsel Ausdruck im Pfad /in/pfad

    halt fährt den Pi runter

    htop Zeigt Informationen über Prozesse und deren Speicher- und CPU-Belstung

    ip Netzwerktool, z.B. ip a listet Netzwerkgeräte, ihre IP und weitere Informationen auf.

    journalctl gibt z.B. Informationen zu Diensten preis. Sehr hilfreich, wenn Dienste per systemd nicht starten wollen, oder abstürzen.

    ls Ein Befehl zum auflisten von Dateien in einem Ordner. Beispiel: ls -la zeigt auch alle versteckten Dateien an, wer Besitzer ist und wer was tun darf.

    lsusb zeigt Geräte an, die per USB angeschlossen sind. Mit der Option -v noch viel detaillierter.

    lsblk zeigt Informationen über Block-Geräte.

    lsb_release -a zeigt mir gerade, dass ich Debian 12 Bookworm habe.

    mkdir erstellt ein Verzeichnis, z.B. mkdir /home/pi/blubber

    mount Befehl zur Anzeige gemounteter Geräte, oder zum einbinden eines Laufwerks. Beispiel mount /dev/sdc2 /mnt

    mv ein Befehl zum verschieben von Dateien oder ganzen Ordnern: mv /von/irgendwo /nach/irgendwo

    nano Ein leicht zu bedienender Editor

    netstat listet Netzwerkverbindungen. Beispiel: netstat -tulpen

    passwd zum festlegen oder ändern eines Passwortes

    pkill Befehl zum beenden eines Programms. Beispiel: pkill -f firefox

    ps gibt eine Liste von Prozessen aus, Beispiel: ps aux

    raspi-config Werkzeug, um viele Dinge am Pi zu konfigurieren.

    rfkill zeigt geblockte Geräte. Das WLAN ist meist geblockt, wenn man kein Land ausgewählt hat, in dem es betrieben werden soll. rfkill unblock all hebt alle auf.

    route Zeigt die Routen der Netzwerkgeräte

    rpi-update Sollte niemals ausgeführt werden, da es eine instabile Entwicklersoftware aufspielt, die noch mit vielen Fehlern behaftet sein kann.

    rsync Befehl zum kopieren von Dateien oder ganzen Ordnern.

    scp Befehl zum sicheren kopieren von Daten

    scrot Macht einen Screenshot. Beispiel: scrot -u -c -d 5 zählt 5 Sekunden runter und macht eine Bildschirmaufnahme vom ausgewählten Fenster.

    ssh stellt eine verschlüsselte Verbindung her

    ssh-copy-id kopiert einen zuvor erstellten Schlüssel auf einen anderen Rechner

    ssh-keygen erstellt einen Schlüssel, den man anschliessend auf einen anderen Rechner übertragen kann.

    systemctl gibt eine Liste der Dienste aus. systemctl stop avahi-daemon stoppt z.B. den Dienst Avahi

    tar erstellt ein Archiv

    touch ein Befehl zum manipulieren von Zeitstempeln. Kann aber auch gebraucht werden, um eine Datei anzulegen, z.B. touch test.txt

    tree Ausgabe von Dateien und Ordner als Baum. Beispiel tree -a /home/pi

    tzselect Zum festlegen der Zeitzone

    umount Zum aushängen eingehängter Geräte, wie z.B. USB-Sticks

    uname Zeigt Informationen zum Betriebssystem. Beispiel uname -a

    useradd Erstellt Benutzer

    userdel Löscht Benutzer

    usermod ändert ein Benutzerkonto

    vcgencmd zeigt Informationen. Beispiel: vcgencmd measure_temp zeigt die Temperatur.

    w zeigt angemeldete Benutzer

    watch führt periodisch einen Befehl aus. Beispiel: watch vcgencmd measure_temp liest alle zwei Sekunden die Temperatur aus.

    wget ist ein Befehl zur herunterladen von Dateien oder ganzen Seiten

    whatis Informationen zu Befehlen. Beispiel whatis which

    which zeigt den absoluten Pfad zu einem Programm. Beispiel which sleep

    whoami gibt den Namen des Benutzers aus, welcher angemeldet ist.

  • dd Ein Kopierbefehl nach dem Schema Optionsschema: dd /von/irgendwo /nach/irgendwo

    ist IMHO irreführend. Der Kopierbefehl zum Kopieren von Dateien ist `cp`.

    git Z.B. zum ziehen eines Projekts von github

    Hier fehlt der Hinweis, dass das OOTB nicht funktioniert - zumindest solange man git nicht installiert hat. Die anderen Befehle funktionieren ja auf jedem Raspberry Pi OS.

    `dmesg` ist im Prinzip überflüssig, weil `journalctl -k` oder alternativ `journalctl --dmesg` exakt das selbe macht.

    Du könntest in der nächsten Runde noch `ps` aufnehmen, dass ist immer ganz praktisch für die laufenden Prozesse.

    Gruß, noisefloor

  • Bei mir sind alle ssh passwörter gleich.

    Deshalb hab ich ein alias in /home/pi/.bashrc.

    nano /home/pi/.bashrc

    --> alias ssh='sshpass -p xxxx ssh '

    stehen :)

    apt install sshpass #nicht vergessen

    Und

    source /home/pi/.bashrc

    eingeben dann geht es gleich ohne neustart

    xxxx ixt das Passwort(welches com pl gemerkt wird)

    S="ssh "; $S pi@124.123.124.234

    Eingeben und yes eingeben :-).)

    Fals es probleme gibt wegen yes-drücken?

    Oder neues Passwort erforderlich

  • Post by det_lev_da (January 13, 2024 at 7:39 PM).

    The post was deleted, no further information is available.
  • apt install sshpass #nicht vergessen

    =O

    Bitte beachten:

  • Das sieht hier nach einem ziemlich spontanen Beitrag aus. :cool: Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass fast jeder Befehl die Option -h bzw. --help kennt, um grundlegende Funktionen eines Befehls anzuzeigen.

    Ich bin doch erst bei n :lol:

    Aber ja, den Befehl cp muss ich noch nachtragen, wollte aber auch erstmal eine kleine Übersicht über die Befehle, die man am Anfang so benötigt.

    Dann sollte die Auflistung aber auch mit a wie z.B. apt anfangen. :stumm:

    Weiter Details zu Programmen bekommt man u.a. auch mit den Befehlen:

    apropos und info angezeigt.

    meigrafd hatte schon mal mit so etwas angefangen. ( Es gab aber auch schon andere ähnliche Beiträge. )

    meigrafd
    November 7, 2013 at 10:05 PM
  • meigrafd hatte schon mal mit so etwas angefangen. ( Es gab aber auch schon andere ähnliche Beiträge. )

    Vielleicht sollte das alles mal im Lexikon subsummiert werden? Dann koennten - so wie ich es verstehe - mehrere Leute zu dem Thema beitragen. Die Frage ist nur unter welchem Stichwort das dann abgelegt werden sollte :denker:

    :no_sad: ... Kein raspiBackup - kein Mitleid ... :no_sad:

    Mein Raspberry Garten

    3 * RPi2B, 2 * RPi3B, 2 * RPi4B, 1 * CM4, 1 * RPi5

  • Ersatz für ls, nicht vorinstalliert, aber nützlich: https://github.com/eza-community/eza

    Den Midnight Commander mc vermisse ich in der Liste: https://midnight-commander.org/

    Mosh für mobile Verbindungen: https://mosh.org/


    Terminal-Multiplexer:

    • screen (old school)
    • tmux (viel besser)

    Edit: Ich bearbeite diesen Beitrag, da mir sicherlich noch viele andere nützliche Tools einfallen.

    Edited once, last by RestlessMud46765 (January 13, 2024 at 9:57 PM).

  • Da war aber jemand über Nacht fleißig. :shy:

    Da der Beitrag für Einsteiger gedacht ist, würde ich die Befehle / Tools vielleicht noch in verschiedene Themengebiete einordnen. wie z.B.

    - Benutzerverwaltung

    - Dateiverwaltung

    - Netzwerk

    - Paketverwaltung

    - Systemverwaltung

    - Tools

    ...


    Ich würde u.a. noch folgende Tools in die Liste aufnehmen:

    Das Problem ist halt, je länger man drüber nachdenkt, desto mehr nützliche Tools fallen einem ein.

    Edited 4 times, last by Fliegenhals (January 14, 2024 at 11:39 AM).

  • Das gute bei dem ganzen Befehlen ist ja, dass diese unter allen Linux-Distros gleich funktionieren.

    Vorsicht bei Distros, die auf Busybox basieren ( z.B. alpine-linux, im Dockerumfeld weit verbreitet). Da weicht Funktionalität oft ab, obwohl die Befehle auf den ersten Blick gleich lauten.

    Wenn du nichts zu sagen hast, sag einfach nichts.

    Edited once, last by llutz (January 14, 2024 at 2:37 PM).

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