CM4 IO-Board USV

  • Sehr geehrtes Raspberry PI Forum,

    ich suchen für mehrere Projekte einen SBC der den Raspberry Pi 3b+ ablösen soll. Auf meiner Suche bin ich auf den CM4 mit IO-Board gestoßen und diese Kompination sieht sehr vielversprechend aus.
    Ich konnte keine Angaben zur Operations Temperatur finden, diese bräuchten ich für meine Planung.
    Beim Raspberry Pi 3b+ haben wir eine Supercap-USV-Adapterplatine verwendet, um die SD-Karte und ihre Daten zu schützen. Gibt es für das CM4/IO-Board eine vergleichbare Erweiterung?

    Supercap-USV:

    https://juice4halt.com/wp-content/uploads/2017/11/datasheet20-RTC-485.pdf

    Schonmal vielen dank für jede Hilfe, ich bin über jede Idee oder Erfahrungsbericht erfreu.

    Mit freundlichen Grüßen
    Lukas Wolters

  • Hallöchen Herr Wolters,


    bei dem taskit CM4-Board können Sie sich die Schnittstellen über den Konfigurator zusammenstellen.


    gpio.base Raspi CM4
    mit Raspberry Pi CM4 und 6 freien Plätzen zur Belegung mit Ihrer GPIO-Wahl Das gpio.base Raspi CM4 ist ein Erweiterungsboard für das Raspberry Pi…
    www.taskit.de


    Den Temperaturbereich finden Sie beim CM4 in den technischen Daten unter Kapitel 3.2. Das sollte -20 bis +85°C sein.


    https://www.bing.com/ck/a?!&&p=61f254555f327714JmltdHM9MTcwNTYyMjQwMCZpZ3VpZD0yYzAyMDc1Yy01YmZhLTY0YTQtMjkyNC0xMzU3NWFlYTY1ZWUmaW5zaWQ9NTIwMQ&ptn=3&ver=2&hsh=3&fclid=2c02075c-5bfa-64a4-2924-13575aea65ee&u=a1aHR0cHM6Ly9kYXRhc2hlZXRzLnJhc3BiZXJyeXBpLmNvbS9jbTQvY200LWRhdGFzaGVldC5wZGY&ntb=1


    Ich weiß nicht genau, was ein Supercap-USV ist. Ich vermute, ein Batteriezwischenspeicher, damit kleine Stromschwankungen überbrückt werden können und bei Stromausfall soll dafür gesorgt werden, dass das Board sauber herunterfährt. So etwas ähnliches hatte ich bei mir im Auto eingebaut, weil es dort ständig Schwankungen gab, die den Raspi zum Neustart verleitet haben. Ich vermute (basierend auf durchgeführten Testreihen über Monate hinweg), dass der Controller bei guten SD-Karten sowieso niemals Daten verliert.


    Ich denke, dass Sie Ihren Supercap einfach auf die taskit-Platine machen können und er dort genau so funktioniert wir auf dem Raspi3.


    Viele Grüße


    NO

  • Hallo cm4ever,

    vielen Dank für Ihre Antwort. Ich hätte meine Fragen etwas genauer beschreiben sollen.

    Den Temperaturbereich des CM4 hatte ich bereits gefunden. Mir ging es um den Temperaturbereich des Compute Module 4 IO Board von Raspberry Pi.

    Buy a Compute Module 4 IO Board – Raspberry Pi
    Exposing every interface from Raspberry Pi Compute Module 4, the Compute Module 4 IO Board provides a development platform and reference base-board design for…
    www.raspberrypi.com

    Dies findet man leider nicht im Datenblatt.

    Auf das taskit CM4 Board sind wir auch bereits gestoßen. Es sieht nach einer guten Alternative aus.

    Die Supercap-USV-Adapterplatine sorgt dafür, dass der Raspberry Pi bei einem Stromausfall sauber heruntergefahren wird.

    https://juice4halt.com/wp-content/uploads/2017/11/datasheet20-RTC-485.pdf

    Trotz Industrie-SD-Karten hatten wir Zwischenfälle, bei denen Daten beschädigt waren bzw. ganze SD-Karten zerstört waren. Deswegen wollen wir die Adapterplatine weiter nutzen.

    Das IO-Board wird mit 12V betrieben, und der Raspberry Pi 3b+ wurde mit 5V betrieben. Nachdem wir die Schaltpläne durchgeschaut haben, sind wir der Meinung, dass die Platine trotzdem kompatibel sein müsste. Bevor wir dies ausprobieren, hatte ich gehofft, Erfahrungsberichte zu finden.

    Nochmals vielen Dank für die Hilfe.

    Mit freundlichen Grüßen

    Lukas Wolters

  • Trotz Industrie-SD-Karten hatten wir Zwischenfälle, bei denen Daten beschädigt waren bzw. ganze SD-Karten zerstört waren. Deswegen wollen wir die Adapterplatine weiter nutzen.

    Ob Dateien auf der SD-Karte beim urplötzlichen Abschalten der Stromversorgung hinterher beschädigt sind, hat nichts mit der Qualität der SD-Karte (bzw. dem Speichermedium) zu tun, sondern ist eine systembedingte Sache: Sowohl um die Schreibzugriffe zu reduzieren als auch um die Geschwindigkeit zu erhöhen werden von den meisten modernen Betriebssystemen (sogar Windows) die Schreibzugriffe (Dateiänderungen) zunächst in einem Puffer (Cache) zwischengespeichert. Von Zeit zu Zeit oder spätestens beim geordneten Herunterfahren des Betriebssystems werden ausstehende Schreibzugriffe physikalisch auf's Laufwerk geschrieben.

    Ein plötzliches Abschalten der Stromversorgung macht ein solches System natürlich zunichte! Es mag sein, dass es 99 mal folgenlos bleibt, aber beim 100. Mal ist das Dateisystem "zerschossen".

    Falls mit plötzlichem Abschalten zu rechnen oder dies sogar gewollt ist, kann man mit einem ReadOnly-Dateisystem arbeiten oder der modernen Variante davon, einem Overlay-Dateisystem. Damit bleibt das Dateisystem immer konsistent. Der Nachteil ist, dass nach dem Abschalten immer der Stand der Dateien so vorliegt, wie er beim Erstellen des Overlay-Dateisystems war. Dateiänderungen gehen verloren.

    Oder eben eine Supercap-USV, die dem RPi-Betriebssystem ein sauberes Herunterfahren ermöglicht.

  • Vielen Dank für Ihren Beitrag schlizbäda, über die Option Overlay-Dateisystem haben wir auch schon nachgedacht. Es müssen aber Dateien wie z.B. Messprotokolle und System-Logs dauerhaft gespeichert werden. Somit wird warscheinlich ein weiterer Speicherkomponente benötigt. Dieses System wäre schonmal robuster und das Betriebssystem wäre geschützt. Aber um die Daten auf der zusätzliche Speicherkomponente auch noch zu schützen, muss noch immer ein sauberes herunterfahren sicher gestellt werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Lukas Wolters

  • ps915 January 22, 2024 at 6:58 PM

    Added the Label CM4
  • Wenn die Messprotokolle auf einer separaten Read/Write-Partition (z.B. eine von / getrennte home-Partition) oder sogar auf einem anderen Laufwerk gespeichert werden, kann man auch überlegen, das Dateisystem mit den Messprotokollen direkt nach dem Erstellen/Schreiben der Datei in einen stabilen Zustand zu bringen.
    Ich glaube, dass das Shellkommando sync so etwas macht. Aber grundsätzlich bin ich für kompetente Ratschläge hierzu ein zu wilder Linux-Dauernoob!

    Vielleicht so:
    /boot-Partition: readonly
    /-Partition: Overlay-Dateisystem
    /home-Partition: R/W, nach Schreibzugriffen erfolgt ein hart getriggerter sync

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