Empfehlung microSD-Card für Homeautomation mit PI5

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  • Hallo und Guten Abend.

    Ich bin neu in diese Welt mit einem Raspi 5 gestartet und würde mich sehr über ein paar Tipps zur SD-Karten-Auslegung freuen, bevor ich richtig loslege.

    Aktuell nutze ich für diverse SmartHome Aufgaben eine sog. COMEXIO (SPS) mit guten Fähigkeiten zur Abbildung von Logikaufgaben und Laststeuerung aber nur rudimentären Möglichkeiten zur Kommunikation im Web via http bzw. Archivierung von Daten. Ich lese zur Zeit WebDaten von 2 Wechselrichtern (WR), Wetteranbietern u.ä. aus, um damit u.a. den Einsatz der Wärmepumpe sowie einiger Shelly Steckdosen zu steuern.


    Künftig soll die Logik in der COMEXIO verbleiben, aber
    1.) die Kommunikation mit den WR-API, Wetter-API sowie Shelly Plugs durch den Raspi erfolgen. Der Datenaustausch zwischen Raspi und COMEXIO via COMEXIO API ist durch Python Skripte bereits implementiert. --> erledigt
    2.) die externen aber auch weitere Daten sollen archiviert werden. --> Ich stelle mir dafür eine SQL Lite DB auf dem Raspi vor?
    3.) auf Basis der archivierten Daten möchte ich dashboards u.ä. erstellen,um diese auszuwerten und bei Bedarf zu exportieren --> ist dies bereits mit SQLLite möglich oder bedarf es weiterer Applikationen?
    4.) Da ich davon ausgehe, dass der PI5i damit nicht ausgelastet ist, würde ich gern PI-Hole mit laufen lassen, ggf. folgen später ioBroker u.ä.

    Nun die Fragen:
    A) Für erste Versuche habe ich eine microSDHC UHS-1 SanDisk 32GB eingebaut. Ist es sinnvoll, gleich höher zu starten oder eine andere Konfig (z.B. via USB) zu nutzen. Welche Karten sind max. einsetzbar?
    B) kann man später auf eine größere Karte umsteigen?
    C) Ansonsten bin ich auch für Hinweise dankbar, ob meine o.g. Ansätze plausibel sind oder auch andere Lösungen in Frage kommen.

    Vielen Dank

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  • Hallo Capricorn,

    das sieht ja nach einem größeren Projekt aus :)

    Im Grunde ist gegen den Einsatz von SD Karten nichts einzuwenden. Da Du aber vorhast, einen Datenbank darauf zu betreiben, wird es je nachdem, was Du alles daran anschließt, wahrscheinlich zu sehr vielen Schreib/Lese-Vorgängen kommen. Außerdem möchtest Du , wenn ich Dich richtig verstanden habe, ein Reporting mit interaktiven Zugriffen, Grafiken etc. aufbauen.

    Vor diesem Hintergrund lohnt es sich über den Betrieb des Raspi´s auf Basis einer SSD-Festplatte via USB 3.0 nachzudenken. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht; es ist deutlich schneller, unempfindlich gegen ständige Schreib/Lese-Vorgänge und bietet reichlich Platz für Deine Daten. Für die Darstellung der Reports auf Python-Basis könntest Du z.B. pyQT6 verwenden, ist aber natürlich Geschmackssache.

    Gruß, Holger

    "Probleme kann man meist nicht mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

    Wetterstation Nievenheim

  • Hallo Holger,

    Danke für deine Tipps. Ich hatte schon vermutet, dass allein die SD Karte auf Dauer nicht ideal ist. Der erste Teil des Projektes, die Python Skripte zum Auslesen der WebAPI funzt und pi-hole ebenso. Hast Du ggf. einen konketen Tipp für USB3.0 SSD Laufwerk aus Deiner Erfahrung heraus?

    Je mehr ich hier lese, umso mehr Ideen kommen, ich muss bissel sortieren. Aktuell denke ich, hass.io als zentrales Element zu verwenden, damit sollten Shellys und einiges mehr abgedeckt sein. Python funzt auch und es scheint offen für eher vieles incl. Archivierung zu sein. Den Home Assistent würde ich dann vermutlich auf dem USB3.0 SSD Laufwerk installieren? Geht das einfach so?

    Vielen Dank und Grüße

    Ralph

  • Hallo Ralph,

    ich habe das selbst mit zwei Raspberry 4b (4GB bzw. 8GB) ausprobiert. Einen Raspi 5 habe ich noch nicht! Verwendet habe ich Geekworm 2,5 Zoll SATA HDD/SSD Expansion Board X825 USB3.0 (für Raspberry 4B) mit einer SanDisk SSD PLUS 240GB Sata III 2,5 Zoll Interne SSD. Ein ähnliches Board gibt es auch für den Raspberry 5: Geekworm X1100 2.5" SATA HDD/SSD Shield for Raspberry Pi 5.

    Ich finde aktuell die Möglichkeit sehr interessant, eine SSD M.2 zu verwenden, inzwischen gibt es die notwendigen Erweiterungsboards. Die Zuverlässigkeit und Handhabung einer solchen Anordnung (Raspi 5 + SSD M.2) kann ich zurzeit (noch) nicht beurteilen, scheint eher "durchwachsen" zu sein. Da können andere Forumskollegen sicher schon mehr dazu sagen. https://forums.raspberrypi.com/viewtopic.php?t=358052

    Was die Software-Installationen betrifft; wenn Du den Raspi über eine SSD betreibst, entfällt die SD-Card, zumindest für den normalen Betrieb inkl. Booten. D.h. alle Installationen und Settings erfolgen dann direkt auf der SSD. Ein ganz wichtiger Tipp an dieser Stelle ist die Wahl einer guten Backup-Strategie, gleich zu Anfang.

    Gruß, Holger

    "Probleme kann man meist nicht mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

    Wetterstation Nievenheim

  • Hallo Holger,

    ja insgesamt wird das ein größeres Projekt, was aber auch an der Vilezahl der Möglikeiten liegt :)
    Aktuell habe ich mich für eine Umsetzung via Home Assistant +Influx und Grafana entschieden, die Kommunikation mit den Web APIs und der COMEXIO läuft und HA hat noch jede Menge coole Zeugs. Da das aktuell noch über die SD Karte läuft und der Imager keine SSD Karte via USB30.0 anzubieten scheint, wäre ich über einen Tippdankbar, wie ich die Zielstruktur SSD als Arbeitsmedium erreiche. M2 SSD höre ich hier zum ersten mal, mir würde ein pragmatischer Lösungsansatz genügen...

    Vielen Dank und Grüße

    Ralph

  • Hallo Ralph,

    was für eine SSD hast Du denn an den Raspi angeschlossen. Ich meine z.B. so was hier [Anzeige], An sich sollte die beim Anschluss erkannt werden, zumindest wenn sie frisch formatiert, oder neu ist. Zitat aus dem Web: Eine SD auf einen SSD Festplatte übertragen: Dazu starten Sie das Programm Zubehör/SD Card Copier, wählen als Datenquelle die SD-Karte und als Ziel die SSD aus. SD Card Copier kopiert das Dateisystem im laufenden Betrieb, was ein wenig heikel ist und im ungünstigen Fall zu Fehlern führen kann. Der Prozess dauert ein paar Minuten.

    Also von SD starten und die SSD über USB 3.0 am Pi anschließen und dann mal den SD Card Copier starten, andere Programme vorher beenden ...

    Für Backups zwei identische SSDs verwenden und über einen aktiven USB-Hub [Anzeige] am Raspberry anschließen, ohne Hub könnte es sein, dass die Stromversorgung für zwei (oder mehr) Festplatten nicht ausreicht. SD Card Copier kann auch von SSD zu SSD kopieren.

    Gruß, Holger

    "Probleme kann man meist nicht mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

    Wetterstation Nievenheim

  • SSDs bekommt man heutzutage nachgeworfen, gerade die mit kleiner Speicherkapazität.

    Pi 4B => SATA SSD an SATA/USB3 Adapter
    Pi 5 => wie Pi 4B oder NVMe HAT mit passender NVMe SSD, wenns etwas schneller sein darf (auf dem 5er)

    ;) Gruß Outi :D
    Pis: 2x Pi B, 1x Pi B+, 1x Pi 2 B in Rente / 2x Pi 3 B (RaspberryMatic / Repetier Server) / 2x Pi Zero 1.2 / 2x Pi Zero 1.3 / 2x Pi Zero W 1.1 / 1x Pi Zero 2 (BW+CUPS/SANE) / 1x Pi 3 B+ (Tests) / 1x Pi 4 B 4GB (Tests) / Pi 400 (BW) / 1x Pi 5 8GB (BW) / 2x Pi Pico / 2x Pi Pico W
    HATs: Sense HAT / HM-MOD-RPI-PCB / RPI-RF-MOD / PiFi DAC+ V2.0 / TV HAT / Pi 5 Kühler HAT / Pimoroni NVMe BASE
    Cams: orig. Raspberry Pi Camera Module V1 & V3 / PS3 Eye

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