Old-Papa baut ein Raspi-NAS

  • Hallo,


    nachdem ich unter "Netzwerke" ein paar meiner Anfängerprobleme geschildert hatte (und die Lösung fand), kommt hier das eigentlich geplante Projekt.
    Zunächst nochmal ein Eigenzitat, um den Kram nicht doppelt zu schreiben....

    Hallo, mein erster Post hier, also kurz zu mir: Rentner und seit ca. 40 Jahren mit Computer befasst (ambitioniertes Hobby). Mit Netzwerken seit etwa 1995 (WfW) und später mit einem ersten (Home)Server (HP-Monster mit einem Schrank voller SCSI-Platten) unter Linux Suse 6.4 (muss so etwa um 2005 gewesen sein).

    Etwa um 2008 dann eine erste "Netzwerkfestplatte" (Longshine(?) mit ca. 250GB) kurz darauf eine Buffalo mit ca. 500GB. Das lief eine Weile, doch die Platten waren schnell zu klein. Ab etwa 2012 dann ein erstes NAS auf HP-Microserver N40L unter Nas4Free. Später einen zweiten Microserver (Gen8), auch Nas4Free. Das kullerte bis vor ein paar Tagen fast nonstop durch (Nas4Free wurde bei beiden mal auf XigmaNas 11.irgendwas geupdatet). Dabei der Gen8 mit zurzeit 4x4TB-Platten (ZFS RaidZ1) als Haupt-NAS und der N40L (nö, inzwischen ein N54L) als gelegentliches Backup via rsync. Soweit, so gut.

    Allerdings stehen beide NAS im selben Gebäude (Haupt-NAS Dachboden als 24/7, Backup hier im Arbeitszimmer und gelegentlich händisch eingeschaltet), im blödesten Fall (Brand, Erdbeben, Klingonenüberfall...) sind beide im Orkus. Also will ich noch ein weiteres NAS als Backup in ein Nebengelass (extra Gebäude) stellen, das nur über WLAN angebunden ist. Ja, ich kenne die Nachteile, doch ich will galvanisch getrennt vom LAN sein (ja, über Stromleitungen sind die dennoch verbunden...). Außerdem habe ich dort kein LAN-Kabel liegen... Die Erstbefüllung mach ich im LAN (habe ich schon), im Weiteren werden ja nur geringere Datenmengen geschaufelt.

    Als Hardware dafür steht hier ein USB3-Plattengehäuse mit 5 Einschüben, die sogar im Raid verbunden werden können. Das Ding hat aber kein LAN.... Also habe ich mich zum ersten mal an einen Raspi 4 4GB gewagt und nach diversen Anleitungen im Netz installiert (aktuelles OS 64bit Lite) und aktuelles OMV. Im LAN funktioniert inzwischen alles, auch rsync zum Haupt-NAS, ......

    Old-Papa

    Die "Probleme" habe ich hier mal abgeschnitten ;)

    Als Hauptbestandteil habe ich ein vorhandenes USB-3-Gehäuse verwurstet, dass Ding nimmt bis zu 5 Platten (3,5") auf und kann diese neben JBOD auch in verschiedene Raid-Modi betreiben.

    Das Dingens habe ich vom Ebay (oder Amazon?) und es stecken vorhandene 4x 2TB und 1x 1TB als JBOD zusammengeschaltet (also als ein großes LW mit ca. 9TB) drin.

    So hatte ich das für gelegentliche "USB3-Backup-Backups" unter dem Schreibtisch, doch ich will das Dingens in die Werkstatt (separates Gebäude, ca. 20m entfernt) hinstellen (wie oben schon geschrieben).
    Zunächst wollte ich das Ding einfach an eine ältere Fritzbox hängen und deren NAS-Funktionalität verwenden, doch die 7390 kann nur mit dem völlig veralteten SMB1 was anfangen. Neuere Windosen aber genau damit nichts mehr. Also das muss anders....
    In den Weites des Netzes bin ich dann auf die Lösung mit dem Raspi 4B und Openmediavault gestoßen. Soweit, so gut.

    Was braucht man noch?
    - Den Raspi, ich habe derzeit einen Pi4B mit 2GB Ram
    - ein Netzteil für den Raspi oder man zweigt im HD-Gehäuse die 5V ab
    - ein möglichst kurzes USB3-A-C-Kabel
    - wenn nicht WLAN, dann noch ein LAN-Kabel

    Zunächst habe ich die zu erwartende Stromaufnahme vom Raspi unter Last gemessen

    Ein älteres Samsung-Netzteil (5V/2A) liefert nur knapp 4,9V bei ca. 0,6A im Leerlauf. Doch sowie der Prozessor arbeiten muss, geht das auf knapp 1A hoch und auf dem angeschlossenen Monitor wird gemeckert, dass der Pi "undervolted" ist. Also ein anderes Netzteil angestöpselt (Xiaomi 5V/3A), welches ca. 5,2V am Ausgang liefert.

    Damit ist das Untervolting auch unter Last Geschichte. Mit eingeschaltetem WLAN und beim Schaufeln von Daten geht der Strom in Spitzen bis zu 1,2A hoch, mehr nicht. Wobei das WLAN schon was nuckelt!

    Doch wohin mit dem Raspi? Im Inneren des verwendeten Gehäuses ist noch massig Platz, da könnte man doch.....

    .... den Raspi innen verbauen. Der würde im Luftstrom auch gut gekühlt werden, eigentlich ideal.
    Doch man müsste nun das LAN- sowie das USB-Kabel irgendwie nach innen bekommen. Oder.....

    ... man baut das irgendwie an die Rückwand.

    Dafür lässt man sich ein passenden Gehäuse entwerfen und drucken (hat mein Sohn gemacht), welches dann auf die Rückwand geschraubt wird.

    Ich habe den Kabelausschnitt extra groß machen lassen, damit man auch einen Raspi 3 oder so nutzen kann. Dieser wird innen dann etwas nach rechts positioniert (passende Schraubdome sind vorhanden), sodass die Kabel nicht mit mit dem Netzkabel vom USB3-Gehäuse kollidieren.

    Leider hatte ich keine M3-Schrauben in der passenden Länge mehr im Haus (M3x50mm), so konnte ich das Gehäuse nichtmehr auf die Rückwand schrauben.
    Für heute also erstmal Schluss.

    Hier mal in voller Pracht, noch als USB3....

    Old-Papa

    Edited 2 times, last by old-papa: Rechtschreibung usw. (March 10, 2024 at 6:35 PM).

  • Heute geht nicht viel, "Frau" hatte andere Ideen... ;)

    Hier nur ein paar weitere Details:

    Für die Stromversorgung des Raspi werde ich eins dieser DC-DC-Wandler-Module verwenden.

    Die Dinger machen aus bis zu 28V je nach Potistellung 0,8-20V und das bei (eher theoretischen) 3A

    Für Interessierte hier der Schaltplan (Applikationsvorschlag aus dem Datenblatt) R1 ist auf dem Modul durch ein Poti ersetzt.

    Das Anschlusschema....

    Das hier ist die Controllerplatine des USB3-Gehäuses, neben der RAID-Geschichte werden hier auch aus den 12V vom ext. Netzteil die 5V für die HDs erzeugt.
    Ich könnte den Raspi auch daran anklemmen, doch mir ist eine getrennte Versorgung lieber um Störimpulse aus dem Raspi besser zu unterdrücken.

    Unterseite im Bereich der Powerbuchse. Das Netzteil liefert knapp 7A bei 12V, die 5 HDs nehmen auf der 12V-Schiene je ca. 400mA auf, da ist also noch ausreichend Luft.

    Für den Anschluss an den Raspi habe ich mir beim Amazon kleine USB-C-Module besorgt (Centartikel), so muss ich kein (meist störrisches) USB-C-kabel zerschneiden.
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    Die beiden nötigen Widerstände an c1/c2 sind bereits verlötet, ich nutze nur die beiden Powrpins (+ und GND)
    Der Vorteil dieser kleinen Dinger ist auch, dass sie eben sehr viel kürzer bauen, als normale Stecker am Kabel.

    Vielleicht mach ich heute noch weiter, mal sehen...

    Old-papa

  • Und (fast) fertig! ;)

    Nach einiger Löterei zum DC-DC-Wandler jetzt zum ersten mal unter eigenem Strom.

    Den DC-DC-Wandler habe ich einfach auf das Bodenblech geklebt, das Silikonklebedingens leitet halbwegs Wärme ab.

    Für den USB-C-Stecker musste ich in die Rückwand halt eine Öffnung prömpeln. Einen Tot muss man eben sterben.

    Die langen Schrauben sind auch eingetrudelt, so sitzt das alles gut. (zumindest fast alles.....)

    Da die Rückwand mit ca. 2mm Blechdicke einigermaßen halt bot, habe ich die Gewinde einfach eingeschnitten.

    Hier allerdings gibt es eine Kollision! Der Raspi hätte noch weiter nach links positioniert werden müssen.
    Da lass ich nochmal ein verändertes Gehäuse drucken.
    Ich hatte ursprünglich ein kürzeres Kabel mit schlankerem Stecker in der Hand (und in der Planung), doch angemeiert! Das war ein reines Ladekabel ohne Datenleitungen.
    Darum dieses Ding hier, wobei ich das überflüssige Kabel ins Gehäuse gestöpselt habe.

    Doch mit ewas Gefrickel bekommt man beide Stecker rein, das System kullert prächtig. Selbst die LEDs kann man noch halbwegs sehen (von oben...)

    Wenn ein besseres Ghäuse gedruckt ist und wenn ich besseres/kürzeres USB-C-A-Kabel zur Hand habe, kommen nochmal Fotos.

    Old-Papa

    Edited once, last by old-papa (March 11, 2024 at 7:42 PM).

  • Das konnte ja nicht so bleiben.....

    Sowas lässt mir immer keine Ruhe, also durch meine Schraubensortimente gewühlt und BINGO!

    Zunächst die vorhandenen Schraubendome rausgeknipst und die Bruchflächen halbwegs geplant.
    Dann vorhandene "Abstände" aus Messing montiert, so sollte das gehen.

    Positiver Nebeneffekt: Der USB-C-Powerstecker zum Raspi hat mehr Platz.

    So hat das alles genügend Abstand zueinander. Die USB2-Buchsen brauche ich hier ja nicht. Das zu lange Kabel lässt sich jetzt auch besser verstecken, dennoch muss da ein kürzeres her.

    Old-Papa

  • Und die letzten Fotos....

    Im Leerlauf (Platten schlafen) zieht mine Konstruktion rund 10Watt, weiter runter bin ich nicht gekommen. Das USB-Gehäuse (bzw. dessen Controller) schaltet die Platten nach 10Minuten ohne Zugriffe in den Schlafmodus. Von den 10Watt kommen rund 3,3W auf das Konto des Raspi. Ein Dauerbetrieb wäre also noch halbwegs machbar.

    Wenn die Platten vor sich hin kullern (ohne besondere Zugriffe), kommt das mit rund 25Watt aus.
    Beim Booten oder bein Datenschaufeln geht das bis zu knapp 30Watt hoch. Daten werden ja nur sporadisch geschaufelt.

    Insgesamt etwas günstiger als meine HP-Microserver, die kommen auf etwa 30W im Leerlauf, ca. 50W beim Datenschaufeln und rund 15W im Schlafmodus der Platten.

    Soweit bin ich also zufrieden, aber eine Macke in Openmediavault nervt total:
    Obwohl ich Datum und Zeit über "pool.ntp.org" beziehe, wird in der WebGUI die Zeit nicht richtig angezeigt. Im Moment habe ich rund 1,5 Tage Verzug, heute am Dienstag um 22:44 Uhr steht noch Montag und im Moment ca. 6:58 Uhr drin. Im OMV-Forum habe ich mir den Kopf glühend gelesen, doch keine funktionierende Lösung gefunden.

    Als ich die letzte Version am Sonnabend neu aufgesetzt habe, hat das Ding einmal die richtige Zeit gezogen und seit dem werden nur noch die tatsächlich gelaufenen Stunden hinzuaddiert (das NAS war zwischendurch stundenlang aus).
    Komischerweise scheint aber die Synchronisiereung zum Haupt-NAS zu den voreingestellten Zeiten zu funktionieren. Auf BS-Ebene scheint die Uhr korrekt zu laufen.

    Merkwürdig....

    Old-Papa

  • Oh Wunder......

    Datum und Zeit stimmen jetzt ;)

    Wat hatta jemacht?

    Nun, eigentlich nichts weiter als meine Fritzbox (die IP) ins OMV als Zeitserver eingetragen. Die Fritzbox selber ist seit Jahren mein Zeitnormal für alle angestöpselten Rechner.

    Mal sehen, wann das wieder in die Dutten geht....

    Hier noch die Datenrate bei angestöpseltem LAN-Kabel. Meine beiden Microserver machen untereinander bis zu 116.000kb/s, doch als zweites Backup reicht das mit den rund 56Mb/s ja auch aus, der kullert ja höchstens 1-2x die Woche.

    Meine ursprüngliche Idee, dass per WLAN zu machen, habe ich fallen gelassen! Bis ins Nebengelass hatte ich nur noch ca. 5.000kb/s und die auch nur störanfällig. Das WLAN-Modul vom Raspi ist wohl nicht das beste....

    Ich habe mich zu Erdkabel durchgerungen, immer nach dem Motto: "Wer Funk kennt, nimmt Kabel" ;)

    Old-Papa

    PS: Das sollte hier keine Bauanleitung werden, eher zu eigenen Experimenten anregen. Bei Gelegenheit kann ich hier ja noch die (korrigierte) Druckdatei zum Gehäuse (STL) anhängen.

  • Vorgestern sind meine "Spielereien" (sagt meine Frau) eingetroffen, das sind "WLAN-Steckdosen", die man schalten kann, die aber auch den Verbrauch messen.

    Mal sehen, was in einer Woche zusammenkommt.

    Beim Booten (auch die Platten fahren hoch) werden etwa 34W gezogen. Mein altes Schätzeisen von ELV zeigte immer etwas weniger an. Welches genauer ist? Keine Ahnung, könnte ich ja mal kontrollieren.
    Doch hier geht es ja nur um grobe Richtwerte um die Kosten abzuschätzen.

    Im Ruhezustand dann (Platten schlafen) nur rund 12W, geht ja auch noch. Zumal die Platten jat nur 1-2x die Woche (angangs wohl öfter) hochfahren.

    Über einen ganzen Tag dann ein Durchschnittsverbrauch von rund 0,4 Kilowattstunde.
    Das macht bei angenommenen 0,40 Euro / kWh also ca. 20 Cent je Tag. Im Jahr dann 73,00 Euro, also kann man das Dingens auch 24/7 durchkullern lassen.

    Real wird das noch deutlich weniger sein, da ich ja an dem gemessenen Tag dutzende male gebootet habe.

    Old-Papa

  • Vor das eigentliche "Haupt-NAS" auf dem Dachboden habe ich jetzt auch eine dieser "smarten" Steckdosen gestöpselt. Ich wollte mal den Vergleich vom HP-Gen8 gegenüber meiner Eigenbaulösung ziehen.

    Direkt beim Booten juckeln da heftige 105W ins System, welches mit 4x4TB Seagathe IW ausgestattet ist. Real zieht der HP-Gen8 aber rund 9,5W weniger, da an der Dose noch ein Pi-Hole und ein 8fach-Switch hängen.
    Also rund 96W real.

    Wenn das durchgebootet hat und das NAS läuft (mit XigmaNas 11.xyz), kullern noch 59,5W (real 50W)
    Der Wert schwankt aber zwischen 64 und 51, je nach Zugriffen aus dem Netz usw.

    Wenn die Platten nach 10Min. ins Spin-Down (schlafen) gehen, dann noch 33,2W (real ca. 24W)

    Die realen Werte sind aber eh egal, der Pi-Hole und der Switch hängen ja auch 24/7 dran.

    Doch insgesamt ist der Eigenbau deutlich genügsamer, selbst wenn ich zu dessen Werten noch die 9,5W vom Pi-Hole und Swicht hinzuaddiere.

    Dennoch möchte ich diese HP-Microserver (sind inzwischen bei Gen11 angekommen) nicht missen. Die kullern nun schon seit gut 12 Jahren und völlig ohne eine Macke nonstop durch. Natürlich hat diese Stabilität ihren höheren (Strom)Preis.
    Den Gen8 habe ich jetzt noch über Cron-Jobs zwischen 0:00 und 7:00Uhr abgeschaltet, da kommt dann im Jahr auch was zusammen. Ich hoffe das funktioniert.....

    Old-Papa

  • So, ich nun doch nochmal....

    Ich hatte ja unter der Rubrik "Python" kurz geschildert, wie ich das "Tasterproblem" an diesem NAS lösen möchte.

    old-papa
    March 27, 2024 at 10:41 PM

    Kurzform: Power-On-Off wird mit einem Soft-Taster geschaltet, der blöderweise bei längerem Drücken noch andere Funktionen auslöst (sonst hätte ich ihn überbrückt). Wenn also die vorgeschaltete Schaltsteckdose das NAS einmal die Woche einschaltet, bleiben die Platten erstmal aus, der Raspi aber startet.
    Mit einem GPIO-Pin wird jetzt ein kurzer High-Impuls ausgegeben, der über einen Transistor den Taster kurzzeitig (<1Sek.) überbrückt.

    So die erste Idee.....

    Heute habe ich die Tasterschaltung verhirnt, wobei mir das bei den fitzeldünnen Leiterbahnen und der Fortsetzung über DuKos und die Steckbuchse zur anderen Leiterplatte nicht wirklich gelungen ist. Gemessen liegt zumindest keiner der beiden Pole direkt auf Ub oder GND, Mist aber auch....

    Radikalkur: Da kommt ein winziges Relais zum Einsatz!

    Das Geraffel passt selbst bei fliegender Verdrahtung (eine Platine lohnt dafür nicht) locker unter die RAID-Controller-Platine (neben dem DC-DC-Wandler)

    Der 100 Ohm-R ist nur ein Schutz für GPIO und Basis, der 4,7k sorgt für wirkliches Öffnen des Transistors (falls irgendwelche Restströme vom Pi kommen)

    Von diesen Relais habe ich noch einige Dutzend in unterschiedlichen Spannungsstufen. Falls das Relais schon bei wenigen mA und Volt anzieht, kann der Transistor nebst Widerständen entfallen, die Schutzdiode muss aber! Seriöser ist aber mit Transistor (irgendein NPN)

    Mal sehen, wann ich das realisiere.

    Old-Papa

    PS: Mit diesem Relais könnte man wirklich direkt aus dem GPIO-Pin heraus schalten. Sogar die Schutzdiode ist drin.
    Das ist zwar für 5V, doch erfahrungsgemäß schaltet dass dann schon bei deutlich geringerer Spannung durch. Da keine Leistung übertragen werden muss, sollte das gut gehen.
    Wenn ich "die Tage" wieder zum Segor komme, nehm ich mal eins mit.

    SORRY

    Edited 2 times, last by old-papa (March 29, 2024 at 7:59 PM).

  • Das dort liegende Relais ist aber nicht wirklich geeignet:

    Die Betriebsspannung von 12 Volt... ob der Reed-Kontakt bei ca. 4,5V anzieht?

    Schlimmer ist jedoch der Innenwiderstand von 30 Ohm... bei 5V würden da ca 160mA fließen, das ist für eine GPIO DEFINITIV zu viel, also der Transistor (Oder ein MOSFET) ist schon ok. Die GPIOs des RP vertragen wenige mA, ich glaube so um die 3-5mA, max jedoch (alle zusammen) so um die 50mA...

    Insofern ist der 100 Ohm Widerstand m.E. nach zu klein, mindestens 1kOhm sollte es sein. Damit fließen so um die 3mA in die Basis, der Transistor sollte damit durchsteuern. Wie gesagt, ein Mosfet (LogicLevel-Typen) sind da irgendwie besser... (kleine Übersicht MOSFETS).

    Neueinsteiger hier aus dem Forum hatte mal ca. 2016 herum eine MOSFET-Ansteuerplatine entwickelt und auch gefertigt, leider ist er m.W. nach nicht mehr aktiv, sonst hättest du ihn mal fragen können, ob er noch eine dieser Platinchen hat.

  • Nö, das im Foto gezeigte Relais ist nur ein Fotobeispiel, ich habe einige Dutzend verschiedene zur Auswahl (schrieb ich doch).

    Ein GPIO kann (nach diversen Quellen im Netz) max. 16mA alleine bringen, bei rund 3,3V Ausgangsspannung.

    Das im 2. Link genannte Relais ist für 5V und hat 500 Ohm Innenwiderstand. Erfahrungsgemäß ziehen solche Relais schon bei sehr viel weniger Spannung an, bei 3,3V und 500 Ohme fließen dann rund 6-7mA. Den Versuch werde ich noch machen bin ja die Tage eh in Berlin (zum Segor ist ein Katzensprung).

    Die Transistorschaltung (NPN) funktioniert zumindest zu 100%, ein FET könnte bei 3,3V Gatespannung knapp werden. Habe ich zumindest nicht in den Schachteln.

    Old-Papa

  • Zentris Nicht mehr aktiv passt schon, weil es die Zeit einfach nicht (mehr) zulässt, aber trotzdem lese ich gelegentlich noch mit. Die Anzahl der RasPis steigt auch irgendwie fast von alleine ;) Letztens erst einen weiteren (eingemotteten 2er wieder erweckt) mit evcc aufgesetzt.

    Ich nehme an Du meinst dieses Projekt: Mosfet als "Relaisersatz" zum Schalten von Lasten >2mA

    Dazu passt dann auch das hier: [FAQ] Wie schalte ich eine Last (Relais, Motor, Lampen, etc.) über einen GPIO?

  • Das dort liegende Relais ist aber nicht wirklich geeignet:

    Die Betriebsspannung von 12 Volt... ob der Reed-Kontakt bei ca. 4,5V anzieht?

    Schlimmer ist jedoch der Innenwiderstand von 30 Ohm... bei 5V würden da ca 160mA fließen, das ist für eine GPIO DEFINITIV zu viel, also der Transistor (Oder ein MOSFET) ist schon ok. Die GPIOs des RP vertragen wenige mA, ich glaube so um die 3-5mA, max jedoch (alle zusammen) so um die 50mA...

    Ich nochmal...

    Wie kommst Du auf 30 Ohm Innenwiderstand?
    Gemessen habe ich gerade 1,001kOhm das würde bei 12V 12mA machen..... (passt auch zu den 4800Wdg. der Spule)
    Aber die 12V gehen natürlich am Pi nicht.

    Eine extra Platine kann ich da nirgends reinwürgen, zumindest nicht unter die Controllerplatine. Mach ich auch nicht......

    Das Datenblatt hat wahrscheinlich auch einen Fehler, Schaltstrom(Spitzenstrom) und Dauerstrom scheinen verwechselt.

    Old-Papa

    Hier noch ein richtiges Datenblatt dazu... :)

    RGK13_ETC.pdf

    Edited 2 times, last by old-papa (April 1, 2024 at 9:20 AM).

  • Ich habe meine Schachteln mit den SIL-Relais ausgekippt...

    Das sind doch nicht so viele Typen, wie vermutet.

    Aber immerhin.....
    An 5V geht nur das Clare PRMA 1A05, das im Datenblatt mit max. 3,75V angegeben ist (warum auch immer)
    das ist zwar im DIL-Gehäuse, doch alle Pins sind zum jeweils gegenüberliegenden verbunden. Geht also mit geplätteten Pins auch als Sil :D

    Davon war aber nur eins in der zugehörigen Schachtel. Allerdings lümmeln seit Jahren noch diverse Kartons (bis zu Schuhkartons und Eimer) mit Schüttgut im Speicher, das wäre sicher noch was dabei. Ich bin aber immer zu faul mich da durchzuwühlen. ?(

    Ich teste mal das Clare PRMA, mal sehen was da so kann und an Strom zieht.

    Interessant sind auch die Hamlin, die bauen zwar etwas größer, können aber für ein Reed-Relais mit 1,2A Laststrom schon richtig was ab (sind 12V-Typen)
    Damit könnte man eine recht kompakte Relais-Karte (HAT) aufbauen (bei ext. 12V-Versorgung).

    Old-Papa

    Edited once, last by old-papa (March 30, 2024 at 1:27 PM).

  • Und noch ein Test....

    Ich habe das einzige Clare PRMA 1A05, was sich in den Schachteln fand probehalber ans Labornetzteil geknüppert, Ergebnis:
    Absolut brauchbar!

    Der "Testaufbau" sieht sehr rustikal aus, doch ich musste das Dingens einklemmen, die Kabelei hat es immer vom Tisch gezogen.
    Innen die Spulenanschlüsse, Außen dann die "Fliegenbeine" zum Fluke.

    Bei 5V werden rund 11mA gezogen, war bei 500Ohm Innenwiderstand (gemessen real nur rund 490 Ohm) auch zu erwarten.

    Der Kontaktwiderstand ist dann rund 0,64Ohm. Auch ein bei Reedrelais zu erwartender Wert.

    (Korrektur: wobei hier die Messkabel den Löwenanteil beitragen, die Relais selber werden bei 100mOhm liegen)

    Bei 3V dann nur noch 7mA, ein GPIO-Pin sollte das wuppen.

    Der Kontaktwiderstand ist unmerklich angestiegn....

    Als Härtetest dann nur noch 2,5V, auch das geht noch gut und zieht 6mA

    Bei 2,5V werden die Kontakte noch gut geschlossen, bei 0,6588Ohm ist das auch noch ordentlich.
    Bei den laut Datenblatt 3,3V, die ein GPIO-Pin liefert, sollte das Relais sehr zuverlässig schließen.

    Ich werde also morgen dieses Relais direkt (also ohne Transistor) an GPIO-27 stöpseln, mal sehen was dann wie geht.

    Old-Papa

    Update: die Ohm-Werte korrigiert...

    Edited once, last by old-papa (April 3, 2024 at 5:38 AM).

  • Und voller Erfolg (.... oder auch nicht...)

    Das kleine Relais ist aufgeklebt und velötet. Dessen Pins nach alter Väter Sitte kurzerhand hochgebogen :P

    Der Abstand zum Bodenblech ist noch ausreichend.

    Die Leitungen zum Relais. Hier wieder an GPIO-27 und dem GND darüber.
    GND hätte ich auch auf der Controllerplatine holen können, die ist ja über USB3 und Power (USB-C) verbunden, doch mitunter kann es zu Schwingungen kommen.

    Der Toggeltaster funktioniert natürlich weiterhin.

    Die Welt könnte so schön sein, doch es gibt ein großen AAABER!

    Schon bevor ich irgendwas über den GPIO angestellt habe, gab es beim Runterfahren von Openmediavault immer eine unschöne Eigenheit:
    Kurz vor Ende der Shutdown-Routine klickerten die Platten höhrbar und der Raspi ging ganz kurz aus (zumindest die LEDs), kam dann wieder, die Platten rödelten sich einen, deren LEDs verlöschen kurz, kommen dann wieder und nach kurzer Zeit war der Raspi wirklich aus. Die Platten blieben an, ist ja auch ok so.

    Zunächst hatte ich meine vom Plattengehäuse entnommene Versorgung des Raspi im Verdacht, doch auch wenn der Raspi separat versorgt wird, gibt es diesen Effekt. Steck ich die Platten ab (also USB-Kabel raus) tritt der Effekt ganz genauso auf (also Raspi-LEDs für ca. 0,5Sek. aus und wieder an), ich habe keine Ahnung was das ist. Das kommt vermutlich irgendwie vom Openmediavault, nur was das ist, null Ahnung. Zumindest muss OMV noch irgendwas über die USB-Verbindung senden, weil ja die Platten rumklickern, stoppen und wieder starten....
    Bei dem zweiten, den ich gebaut habe, ist dieser Effekt nicht aufgetreten, zumindest habe ich nichts bemerkt. Dessen Platten bleiben auch ruhig, die sind aber auch insgesamt kaum hörbar.

    Testweise habe ich die Systemd-Unit entfernt (ja, gelöscht) und wieder auf die "böse" rc.local zum Start umgestellt, der Effekt bleibt natürlich.

    Wenn ich die UNIT irgendwie so einrichten könnte, dass ganz am Ende der Shutdown-Rutine der GPIO-27 nochmal getoggelt wird, wäre ich schon weiter. Doch dafür (vor allem den zeitlichen Abläufen in der Unit) fehlt mir (noch) das Verständnis.
    Die GPIO-Geschichte hatte ich ja unter "Python" in einem eigenen Thread beschrieben.

    old-papa
    March 27, 2024 at 10:41 PM

    Zumindest funktioniert das Relais über den GPIO-27 wunderbar, beim Hochfahren klappt alles wie es soll, egal ob über die Systemd-Unit oder dem Eintrag in der rc.local.
    Nur beim Runterfahren wird das Relais durch die Unit zwar auch getriggert, doch DANACH kommt das Gewürge aus dem Raspi und die Platten starten wieder!

    Old-Papa

    Edited once, last by old-papa (March 31, 2024 at 4:55 PM).

  • Kommando zurück, ich behaupte das Gegenteil... :):saint::)

    Der Fehler saß mal wieder 50cm vor dem Bildschirm! :(

    Also, ich habe jetzt die Aktivzeit des Relais von 1Sek. auf 0,5Sek. verkürzt und bisher kullert das prächtig! Im Manual zum USB-Gehäuse steht eben nur "Taster kurz drücken" und für eine weitere (Setup)Funktion "Taster für ca. 8Sek. gedrückt halten". Doch was heißt "kurz"? Ich war sicher, mit meiner einen Sekunde auf gutem Weg zu sein....

    So, beim Hochfahren rödelt der Raspi eine Weile, bevor die Platten zugeschaltet werden. Aber zumindest noch so rechtzeitig, dass diese in/mit der fstab eingebunden werden.

    Beim Runterfahren sind sie quasi sofort weg, lange bevor der Raspi mit seinem LED-Stakkato anfängt. Das stört die Platten auch nicht mehr, gut so!

    Also, jetzt kann ich dieses Projekt wirklich als "erledigt" betrachten und greife entspannt zum "Osterwasser" :thumbup:

    Herzlichen Dank für die Unterstützung, vor allem zum Thema Systemd und den Units.

    Old-Papa

    pi box.stl

    Ich glaube zwar nicht, dass irgendwer genau das Ding nachbaut, aber dennoch hier die STL zum Gehäusedrucken.

    Edited 2 times, last by old-papa (March 31, 2024 at 5:57 PM).

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