raspiBackup Installation, Grundeinstellungen, Erstes Backup und Restore

Heute ist Stammtischzeit:
Jeden Donnerstag 20:30 Uhr hier im Chat.
Wer Lust hat, kann sich gerne beteiligen. ;)
  • Ich möchte hier einmal die Grundinstallation von raspiBackup beschreiben. (entwickelt und maintained von framp einem Langjährigen Forenmitglied)


    An dieser Stelle erst einmal einen Herzlichen Dank dafür an framp. Auch für seine Hilfsbereitschaft bei Problemen.


    raspiBackup ist ein sehr mächtiges Tool geworden, was einige User unter Umständen überfordert oder abschreckt.
    Da aber ein einfaches Backup, oder ein Restore mit sehr wenigen Einstellungen auskommt, möchte ich hier einmal die Grundinstallation beschreiben, die in wenigen Minuten erledigt ist.


    Tatsächlich ist die Grundinstallation, mit der sich ein regelmässiges oder auch manuelles Backup erstellen und restoren lässt in 5 Minuten erledigt.

    Inhalt des Tutorials

    • Erstellen eines Mountpoints für das Backup-Laufwerk/Partition
    • Download und Installation von raspiBackup nebst Einstellung der wichtigsten Optionen.
    • Erstellen eines ersten Backups
    • Wiederherstellung eines Backups auf einem Datenträger
    • Vorgehen im Falle eines Totalausfalls, wenn das System nicht mehr startet.
    • Hilfstool raspiBackupDialog
    • Dokumentationen zu raspiBackup


    Erstellen eines Mountpoints

    Zunächst sollte ein Mountpoint für das BackupLaufwerk/Partition erstellt werden. Da raspiBackup als Standardeinstellung den Pfad /backup nutzt, macht es Sinn, auch diesen zu verwenden.
    Erstellt daher erst einmal das Verzeichnis /backup (Das Verzeichnis muss root gehören)
    Der Backup-Datenträger sollte mit ext4 formatiert sein. (Für ein rsync-Backup zwingend.)

    Der Backup-Datenträger/Partition muss selbstverständlich gemountet sein.
    Hier mal ein Beispiel für einen Eintrag in der Datei /etc/fstab
    Das Beispiel bezieht sich auf einen lokal angeschlossenen Datenträger.

    PARTUUID=xxxxxxxxx /backup ext4 defaults,noatime,nofail 0 2

    Die PARTUUID könnt ihr ermitteln mit sudo blkid
    oder etwas übersichtlicher mit lsblk -o NAME,SIZE,TYPE,MOUNTPOINT,UUID,PARTUUID)

    Auf jeden Fall empfehle ich die Option nofail , da ansonsten bei einem Fehlerhaften Eintrag, sowie einem Fehlen des Datenträgers.... das System nicht bootet.


    Download und Installation von raspiBackup

    Gebt einfach folgenden Link in einem Terminal ein.
    curl -o install -L https://raspibackup.linux-tips-and-tricks.de/install; sudo bash ./install

    Damit wird raspiBackup Installer heruntergeladen und automatisch gestartet.

    Ihr seht dann folgendes Fenster

    Markiert mit den Cursortasten den Eintrag M2 und wechselt mit der Tabulatortaste auf <Auswahl> Bestätigt dann mit <ENTER>

    Danach erscheint das folgende Fenster.

    Ebenfalls mit den Cursortasten I1 auswählen und mit der Tabulatortaste auf <Auswahl> und betätigen mit <ENTER>

    Danach wird raspiBackup.sh heruntergeladen.
    Anschließend geht ihr auf <zurück>

    Dann habt ihr die Möglichkeit, verschiedene Einstellungen vorzunehmen.

    Wählt M3 aus

    Dann habt ihr folgende Möglichkeiten für die Einstellungen.

    Folgende Voreinstellungen sind automatisch aktiv.

    • Sprache (Deutsch)
    • Backupverzeichnispfad (/backup)
    • Backupversionen (eine maximale Anzahl von Backups vorhalten)
      Im folgenden Fenster sind 10 voreingestellt.
    • Backuptyp (rsync)
      Mögliche Backuptypen sind rsync, tar oder dd. Empfehlung ist rsync.
      rsync benötigt den geringsten Speicherplatz, da nur die tatsächlichen Daten gesichert werden und jedes Folgebackup ein incrementelles Backup (Hardlinks) ist.
      Bei tar werden ebenfalls wie bei rsync nur die tatsächlichen Daten gesichert, jedoch ist jedes Backup ein Vollbackup. (hoher Speicherplatzbedarf)
      dd ist nicht zu empfehlen, da bei dd der gesamte Datenträger gesichert wird und nicht nur die Daten. Die Backupgröße würde bei einer SSD mit 1 TB auch 1TB betragen. Zudem werden Filesystem Fehler mitgesichert.
    • Backup Modus (sichere die 2 Standard Partitionen)
      Es können auch mehr als die 2 Standardpartitionen gesichert werden, wenn z.B. das Homeverzeichnis auf einer weiteren Partition liegt, oder auch wenn eine 3. Partition einfach nur Daten enthält die mitgesichert werden sollen.
      Wenn die Option ausgewählt wird, können im nächsten Dialog die zu sichernden Partitionen ausgewählt werden.
    • Zu stoppende und startende Services
      Dort wird eine Liste an Services angezeigt, die gestoppt werden können. Wählt die Services aus, auf die während des Backups zugegriffen werden könnte.
      Das sind z.B. Webserver, Datenbanken.....
    • Meldungsgenauigkeit (nur wichtige Meldungen)
      Am Anfang empfielt es sich, "alle Meldungen" auszuwählen.
    • eMail Benachrichtigung (ist nur möglich, wenn vorher ein smtp-Programm wie msmtp..... installiert und damit eine Mail versendet werden kann.
    • Regelmässiges Backup (Dort ist voreingestellt Sonntags um 05:00 Uhr.)
      Die Einstellungen einmal überprüfen bzw. anpassen und im folgenden Dialog einmal bestätigen. (Regelmässiges Backup einschalten.)
      Dadurch wird dann eine systemd timer-unit mit der gewählten Zeit erstellt.
      Per Installer lässt sich aber nur ein einziger Termin für ein wöchentliches Backup oder ein tägliches Backup auswählen.
      Sollten mehrere Termine pro Tag / Woche gewünscht werden, ist das nur direkt über die systemd-Timer-unit möglich.
      Die unit ist gespeichert unter /etc/systemd/system/raspiBackup.timer


      Der Installer kann jederzeit wieder aufgerufen werden um die Einstellungen zu ändern.

    sudo raspiBackupInstallUI

    Zum Ändern der Einstellungen sowie weiterer Optionen kann auch direkt die Konfigurations-Datei angepasst werden.

    /usr/local/etc/raspiBackup.conf

    Hier können auch Einstellungen vorgenommen werden, die im Installer oder durch Eingabe von Optionen nicht verfügbar sind.
    Aber aufpassen, dass ihr die Syntax nicht verändert. Alle Anführungszeichen..... müssen erhalten bleiben.
    Allerdings ist das config-file gut kommentiert.


    Erstellen eines ersten Backups

    Gebt einfach (bei gemountetem Backup Laufwerk den Befehl sudo raspiBackup ein.
    Dadurch wird das Backup gestartet und auf dem Backup Laufwerk gespeichert. Der Pfad lautet dann z.B. /backup/<Hostname>/<Hostname>-rsync-backup-<datum>-.........
    Ob das Backup erfolgreich durchgeführt wurde, seht ihr in den Meldungen im Terminal.


    Restore eines Backups

    In regelmässigen Abständen solltet ihr einen Restore durchführen, sowie testen, ob das restorte System bootet und wie erwartet funktioniert.
    Insbesondere beim ersten Backup.
    raspiBackup erinnert alle 3 Monate daran, einen Restoretest durchzuführen.

    Denn was nutzt ein Backup, wenn es sich nicht restoren lässt. ;(

    Vorgehensweise

    • Fall 1
      Das original-System bootet noch
      Schließt einen weiteren Datenträger (SD, SSD) an, auf den das Backup zurückgeschrieben werden soll. Das Laufwerk darf nicht gemountet sein. Falls doch vorher unmounten.
      Gebt folgenden Befehl ein.
      sudo raspiBackup -d <Zieldatenträger> /<Pfad zum Backupverzeichnis, welches restored werden soll

      Zieldatenträger bedeutet sda, sdb, mmcblk0..... (nicht die Partition eingeben, wie sda1 .... sondern nur das Laufwerk.)

    • Fall 2
      Das original-System bootet nicht mehr (Worstcase)
      erstellt euch eine SD-Karte mit einem Raspberry Pi OS, installiert raspiBackup und startet von dem Datenträger aus den Restore.


    • Als Empfehlung

      Erstellt euch generell einen Datenträger mit einem Pi OS und raspiBackup. Legt diesen beiseite und verwahrt ihn für den Notfall auf.


    Ein praktisches Hilfstool in Verbindung mit raspiBackup ist raspiBackupDialog

    raspiBackupDialog ist ein Tool, welches ein Dialoggeführtes Backup, insbesondere einen Restore mit den gängigen Optionen ermöglicht.

    Eine Detailierte Beschreibung findet ihr hier.

    Franjo G
    September 12, 2023 at 12:21 PM


    Dokumentationen zu raspiBackup

    Benutzerhandbuch
    FAQs
    Aufruf und Optionen
    Wie funktionieren Hardlinks bei rsync
    Unterstützte Hard- und Software
    Fehlermeldungen

  • raspiBackup Installation, Grundeinstellungen, Erstes Backup und Restore? Schau mal ob du hier fündig wirst!

  • Hallo,

    ich habe nun nach zig Versuchen und unnötig vielen Stunden frustriert abgebrochen, eine Wiederherstellung nach dieser und ähnlicher Anleitung wieder zum Laufen zu bringen.

    Setze ich die mit raspiBackup erfolgreich gemachte Wiederherstellung in den Raspi4, tut er am Anfang etwas und dann aber nichts mehr. Die LED blinkt an der SSD und am Raspi blinkt die grüne LED glaub 3 x extrem schnell und hat dann eine kurze Pause und so weiter.

    Wo zum Teufel steckt denn hier der Fehler? Die UUIDs sind ja mittels des Programms bei der Wiederherstellung korrigiert worden. Also müsste es doch funktionieren.

    Bin für jedliche Hilfe dankbar! Einfach schade, dass bei dieser Bastelei immer wieder etwas nicht klappt...heul...

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