Bookworm - Erster Start - So läuft er ab

  • Immer wieder liest man, das weniger Erfahrene bzw. Unerfahrene den ersten Start abbrechen, weil scheinbar nichts passiert.
    Um dem entgegenzuwirken, möchte ich den ersten Start kurz umreisen, damit man versteht, was passiert und sich deswegen etwas in Geduld üben muß.
    Als Bonus gibt es noch ein kurzes Video vom Einschalten bis zum ersten Login.

    Nachdem das Image auf die SD-Karte erfolgreich geschrieben wurde, steckt man die SD-Karte in den RPi und steckt das Netzteil an.

    * 1. Bootvorgang

    - Die rote LED leuchtet dauerhaft auf. (Falls sie blinkt, ist die Spannung zu gering. Ursache dafür kann ein falsch gewähltes Netzteil sein, zu dünne Anschlußkabel, unsauber eingesteckter Stecker am Pi, korrodierte Kontakte, ...)
    - kurz darauf blinkt die grüne LED unterschiedlich lang - ein Zeichen, das der Pi arbeitet.

    Da das Image um einiges kleiner als die SD-Karte ist, wird die root-Partition (/) auf den maximal verfügbaren Platz erweitert. Dabei wird nichts auf einen evtl. angeschlossenem Monitor ausgegeben. Einzig die grüne LED, die unregelmäßig blinkt, zeigt an, das der Pi seine ersten Aufgaben mit dieser Installation abarbeitet. Wer da ausschaltet schrottet sehr wahrscheinlich die Partitionen/Filesysteme auf der Karte.
    Wie lang das dauert, hängt vom RPi und der SD-Karte ab. Im Video verwende ich einen RPi3B+ und eine 32 GB SD, mit V30 U3 (also Schreiben mit bis zu 30 MB/s) und da dauert das erste booten ca. 40 Sekunden.

    * 2. Bootvorgang

    Jetzt ist das Dateisystem der SD-Karte angepaßt und die eigentliche Autokonfiguration kann ablaufen. Wenn ein Monitor angeschlossen ist, sieht man auch die Ausgaben unter den 4 Himbeeren.
    Eine kleine Hinterhältigkeit ist bei diesem Bootvorgang drin. Er zeigt den Loginprompt und während man seinen Benutzernamen/Passwort eingibt bzw. eingeben will, fährt er runter und kommt zum finalen Bootvorgang.

    * 3. Bootvorgang

    Wenn jetzt der Prompt erscheint, dann kann es losgehen. Naja nicht wirklich. Erstmal sudo apt update && sudo apt upgrade
    Aber jetzt steht einem nichts mehr im Wege.

    Zum Video:
    - Rapberry Pi: 3B+ mit angeschlossenem HDMI-Monitor, Funktastatur
    - SD-Card : 32 GB microSDHC; UHS-I; V30; U3; A1 (SanDisk Extreme)
    - Image: RaspiOS bookworm lite, 64 bit

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    Vom ersten einschalten bis zum Loginprompt: 2'18"
    langsame(re) SD-Karten können diese Zeitspanne (extrem) vergrößern. Ebenso schwächere RPis

    Ps: Wem die Musik nervt, einfach stumm schalten. Ich kann es nicht besser ;) (Titel: Discordia ℗ 2020)

    Edit (18.09.24 17:25)
    Ich empfehle Interessierten, den Thead weiterzulesen, da noch imho wissenswerte Informationen beigetragen werden.

  • Ich habe mir mal den Spass gemacht Bookworm32-lite auf meinem 1B auf einer Evo 64MB SD Karte zu installieren. Bis zum Login dauerte es 3:15 Minuten.

    Allerdings hatte ich ssh und deutsche Locale enabled. Relativ schnell kam dann eine kurze Meldung dass die Rootpartition expanded wird. Ist

    Auch hatte ich mal angetestet dort ein Bookworm32-Desktop zu installieren. Und da kam relativ schnell ein Welcomescreen hoch vom Desktop. Die Installation habe ich dann aber nicht durchlaufen lassen.

    Die lange Dunkelheit liegt wohl nur beim 64Bit Bookworm vor oder ist spezifisch fuer die 64Bit Raspis.

    Kleine Anekdote: Der Upgrade auf die aktuelle Version dauert 21:25 Minuten ...

    Kein Wunder beim Bau von 4 initrd und initrams obwohl nur eines benoetigt wird. Darum habe ich bei mir auf meinen produktionssystemen die nicht benoetigten Kernels mit raspiHandleKernels deinstalliert :green_smile:

    :no_sad: ... Kein raspiBackup - kein Mitleid ... :no_sad:

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  • Also, ich hatte auch ssh und DE-de im raspi-imager aktiviert, aber kein WLan, nur NIC auf dhcpd
    Irgendwas klappt da nicht, vor dem 3. Boot gab es Warnungen: Unknowing X keysys "dead ..."; kann sein das Wayland aktiviert war, statt X - ich habe da nicht drauf geachtet.

    Relativ schnell kam dann eine kurze Meldung dass die Rootpartition expanded wird. Ist

    Mmh, über ssh?
    Das sollte evtl. oben als Edit/Hinweis mit rein. Ich fände die Meldung als wichtig (ideal ist, wenn die vor dem expand kommt).

    Die lange Dunkelheit liegt wohl nur beim 64Bit Bookworm vor oder ist spezifisch fuer die 64Bit Raspis.

    Ich würde eher sagen, an dem HDMI-Monitor (JOY-IT 25,4 cm (10") Touch Display im Metallgehäuse).

    Kleine Anekdote: Der Upgrade auf die aktuelle Version dauert 21:25 Minuten ...

    Mmh. Ich glaube, da habe ich beim Zero (1) länger gewartet, gefühlt Stunden. Beim Zero2W geht es relativ zügig.
    Wie lange ich hier gebraucht habe - (ins Video schau) - 7'42"

  • Mmh, über ssh?

    Nein. Auf dem angeschlossenen Monitor. Ich habe das eben noch mal durchexzerziert und gesehen dass es die fschk Meldung ist vom fschk, welche vor dem Expandieren der Rootpartition ausgefuehrt wird, kommt. Und vorher kommt noch das Regenbogenbild.

    D.h. sofern man einen normalen Monitor angeschlossen hat bekommt man bei Booten immer erst das Regenbogenbild und danach entweder das Desktop Bootbild oder die fschk Meldung. Und das innerhalb von ein paar Sekunden. Wenn man aber headless bootet dauert es dass schon mehrere Minuten bis man sich per ssh anmelden kann und man muss somit geduldig sein.

    Ich würde eher sagen, an dem HDMI-Monitor (JOY-IT 25,4 cm (10") Touch Display im Metallgehäuse).

    Exakt. Ein primitiver alter HP1730 zeigt sofort was an.

    Mmh. Ich glaube, da habe ich beim Zero (1) länger gewartet, gefühlt Stunden.

    Ich habe keine Zeros und kann somit nicht testen. Vielleicht kannst Du ja mal testen ob raspiHandleKernels auch auf den Zeros die ungenutzen Kernels rausschmeisst und somit die Upgradezeit reduziert.

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    Edited 4 times, last by framp (September 18, 2024 at 6:13 PM).

  • Ich habe das gerade mal getestet auf einem Pi 5 mit ssd (keine NVME) und bookworm light.

    Voreingestellt Wlan, ssh, Hostname, Language deutsch.
    Die Anmedung per ssh gelang nach ca, 1:50

  • Hast Du irgendwas auf dem angeschlossenen Monitor gesehen ?

    Kein Monitor angeschlossen. OS light. Nur die reboots beim pi 5 und mit ssd gehen natürlich etwas schneller.

  • Der TE hatte ja relativ lange einen Black Screen und konnte nur durch die blinkenden LEDs erkennen dass die Raspberry bootet.

    Bei mir war sehr schnell auf dem Monitor zu erkennen das das OS bootet. Ist einfach eine Indikation fuer Ungeduldige dass die HW und das OS OK sind.

    Tenor ist wohl dass nach 5 Minuten ein headless System per ssh erreichbar sein sollte. Wenn nicht muss ein Monitor angeschlossen werden der hoffentlich auch gleich was anzeigt und nicht schlaeft wie beim TE.

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  • Soweit ich mich erinnere, ist nun auch schon ein paar Monate her, hatte ich meinen 5er mit Bookworm Desktop beim ersten Start an einen freien HDMI-Port am TV angeschlossen um die "onscreen"-Einstellungen (was ich irgendwie doof finde) zu machen. Das dauerte auch seine Zeit, aber wie lange weiß ich nicht mehr. :blush:

  • aber wie lange weiß ich nicht mehr.

    Ich denke Tenor ist dass es mit Bookworm durchaus mehrere Minuten dauern kann bis ein neu installiertes RaspbianOS verfuegbar ist. Ist ein Monitor angeschlossen bekommt man mit dem RainbowScreen schnell eine Indikation dass der Raspi funktioniert und kurz danach weitere MonitorAktivitaetsIndikationen. Hat man einen speziellen Monitor der nicht beim Booten erkannt wird oder ein Headlesssystem muss man auf die LEDs achten um zu erkennen dass die Raspberry erfolgreich startet.

    Wird kein zu bootendes OS erkannt zeigen sich auf einem angeschlossenen Monitor Informationen zur RaspiHW und Versuche ein OS auf verschiedenen Wegen erfolglos zu discovern. Hat man keinen Monitor angeschlossen steht man im warsten Sinne im Dunkeln :lol:

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  • Was bei weiteren Bootvorgängen bis zu 1,5min Verzögerungen führen kann, ist ein über USB weiter gereichter Netzwerkanschluss. Ob der eine aktive Verbindung haben muss oder keine, kann ich nicht sagen.

    Auf jeden Fall verzögert sich das Booten an meinem 5er erheblich, wenn er am Monitir mit LAN-Port und USB-Upstream hängt.

    ---

    Alles ist relativ - ob in dieser oder deiner Welt :biggrin:

  • Vielleicht kannst Du ja mal testen ob raspiHandleKernels auch auf den Zeros die ungenutzen Kernels rausschmeisst und somit die Upgradezeit reduziert.

    Ich habe das in meinem TODO aufgenommen, will aber erstmal ein paar andere Sachen fertig machen. Damit ich was lerne, werde ich das Skript durchgehen und dann mit oben verwendeten Installation auf einen Zero2W testen. Wenn das gut funktioniert, checke ich das auf dem produktiven Zero (1). Kann also ein paar Tage dauern.

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