Wie default Sound (alsa?) einstellen unter Debian 13 LXDE?

  • Ich habe hier Debian 13 (Trixie) LXDE auf ein alten x86_64 Mini-PC (2014) installiert. Es gibt aber Probleme mit der Soundausgabe. Mit den default Audio Einstellungen wird kein Sound über HDMI (Samsung TV) ausgegeben (Firefox, VLC, MPlayer, kodi, aplay). Ich muss also immer (wenn überhaupt möglich) explizit die richtige "Soundkarte" angeben/auswählen, damit Audio über HDMI kommt.

    Diverse Anleitungen oder gleiche/ähnliche Probleme anderer haben hier nicht zur Lösung geführt. Wobei ich bisher davon ausgehe, dass ALSA als Soundtreiber fungiert. Hier sieht man, dass hdmi angegeben werden muss, damit Sound ausgeben wird:

    Bash
    :~$ aplay Downloads/wav_44100Hz_16bit_stereo.wav 
    aplay: main:850: Fehler beim Öffnen des Gerätes: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
    :~$ aplay -D hdmi  Downloads/wav_44100Hz_16bit_stereo.wav 
    Wiedergabe: WAVE 'Downloads/wav_44100Hz_16bit_stereo.wav' : Signed 16 bit Little Endian, Rate: 44100 Hz, stereo
    :~$ aplay -D pch  Downloads/wav_44100Hz_16bit_stereo.wav 
    ALSA lib pcm.c:2722:(snd_pcm_open_noupdate) Unknown PCM pch
    aplay: main:850: Fehler beim Öffnen des Gerätes: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden

    In der VLC Konfiguration (vlcrc) habe ich folgendes gefunden bei funktionierender Audioausgabe über HDMI:

    Code
    # Audio output device (string)
    alsa-audio-device=plughw:CARD=HDMI,DEV=3

    HDMI 0 scheint die richtige Karte zu sein für die Soundausgabe über HDMI:

    Hier meine .asoundrc Versuche (u.A.) ohne Erfolg:

    Ich vermute, dass entweder etwas an der Konfiguration nicht stimmt, oder die .asoundrc keine Auswirkung hat.

    Wenn jemand Ideen/Vorschläge hat, wie ich dem Problem beikomme, würde ich mich freuen.

  • Wie default Sound (alsa?) einstellen unter Debian 13 LXDE?? Schau mal ob du hier fündig wirst!

  • Hallo
    Auf meinen RasPi 4 mit VERSION="12 (bookworm)" läuft pipewire für die Audio Ausgabe ob das bei 13 Trixi auch so ist kann ich nicht sagen.
    Versuch doch mal diese Abfragen bei socket und service sollte dann "pipewire-pulse.socket - PipeWire PulseAudio" stehen.

    Code
    systemctl --user status pipewire-pulse.socket
    systemctl --user status pipewire-pulse.service
    systemctl --user status wireplumber.service

    Um das Problem weiter einzugrenzen könnten diese Abfragen helfen.

    Code
    wpctl status
    wpctl inspect xx
    pactl info
    pw-top
    pw-cli i xx
    pw-cli lr
    pw-cli ls
    pw-play SONNE.mp3
  • Davon scheint nichts zu laufen:

    Code
    Unit pipewire-pulse.socket could not be found.
    Unit pipewire-pulse.service could not be found.
    Unit wireplumber.service could not be found.

    Die Befehle sind alle nicht installiert. Bezüglich Pulseaudio und Pipewire scheint auch nicht viel vorhanden zu sein:

  • Hallo
    Sollte trixi soviel anders als bookworm sein, hier die Abfragen von meinem RasPi4

  • Naja, es handelt sich hier nicht um einen RPi oder RPi OS, sondern um ein x86_64 PC:

    Code
    uname -a
    Linux mini-pc 6.12.41+deb13-amd64 #1 SMP PREEMPT_DYNAMIC Debian 6.12.41-1 (2025-08-12) x86_64 GNU/Linux

    Pipewire und Pulseaudio sind nicht installiert auf Debian 13 LXDE. Bei anderen Desktop Umgebungen mag das anders sein. LXDE kommt auch noch mit openbox und nicht wayland wie beim RPi. Auf einem light System wie LXDE macht alsa ja Sinn.

    Erfreulicherweise habe ich das Problem gelöst. Es war tatsächlich eine Konfigurationsfehler und natürlich sehr einfach zu beheben. Wenn ich das richtige Device in der .asoundrc mit angebe, dann funktioniert es:

    Beide Varianten funktionieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diese Konfig schon probiert hatte. Nur habe ich diese nicht neu eingelesen (wegen nicht Wissen), oder einen Neustart gemacht. Die Konfig neu einlesen geht z.B. mit alsactl restore. Viele Stunden für eine einfache Lösung. <X Trotzdem Danke für deine Hilfe.

  • Pipewire und Pulseaudio sind nicht installiert auf Debian 13 LXDE. .... Auf einem light System wie LXDE macht alsa ja Sinn.

    BTW: Was noch ressourcenschonender als alsa ist, ist z. B. sndiod. Ich benutze mit LXDE (z. Zt. noch bookworm) sndiod:

    Code
    :~$ systemctl status sndiod
    ● sndiod.service - sndio audio and MIDI server
         Loaded: loaded (/etc/systemd/system/sndiod.service; enabled; preset: enabled)
         Active: active (running) since Tue 2025-09-02 09:28:29 CEST; 34min ago
       Main PID: 579 (sndiod)
          Tasks: 1 (limit: 3470)
         Memory: 576.0K
            CPU: 6ms
         CGroup: /system.slice/sndiod.service
                 └─579 /usr/bin/sndiod -v 95 -s default
    Code
    apt show sndiod
  • BTW: Du könntest das ganze in die /etc/asound.conf statt der ~/.asoundrc eintragen / diese Datei erstellen, falls nicht vorhanden. Dann greifen die Einträge systemweit und diese Datei ist persistent.

    Das hatte ich überlegt, aber was wären die Vorteile die systemweite Konfiguration zu nutzen? Hier handelt es sich um ein Einbenutzer System und da wäre dann nur noch root. Persistent ist die .asoundrc ja auch. So lange ich die nicht lösche.

    BTW: Was noch ressourcenschonender als alsa ist, ist z. B. sndiod. Ich benutze mit LXDE (z. Zt. noch bookworm) sndiod:

    Ich nehme an, dass man dann erst alsa deinstallieren muss um sndiod ohne alsa nutzen zu können?

  • Das hatte ich überlegt, aber was wären die Vorteile die systemweite Konfiguration zu nutzen?

    Alle Programme würden darauf zugreifen, auch wenn diese ohne Anmeldung des Users laufen sollten, also das Environment des Users nicht gestartet wurde. Ich / wir kenne(n) das Problem vom mpd / mpc. :green_wink:

  • BTW: Was noch ressourcenschonender als alsa ist, ist z. B. sndiod. Ich benutze mit LXDE (z. Zt. noch bookworm) sndiod:

    Ich nehme an, dass man dann erst alsa deinstallieren muss um sndiod ohne alsa nutzen zu können?

    Du kannst während der Testphase (von sndiod), alsa & Co. auch deaktivieren und maskieren (... statt alsa deinstallieren).

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