Datenbanken Speichermedium?

  • Moin

    ich hab diverse Pi's auf den denen ich Datenbanken (mysql, influx, neo4j usw) liegen hab. Datenbanken packe ich grundsätzlich direkt auf einen USB Stick, nicht auf die Systemkarte. Am Anfang hatte ich das auf den SD Karten.... mit der Folge das die alle 6 Monate sterben. Mit den USB Sticks läufts performant, auch wenn mal mehr Daten als üblich geschrieben und gelesen werden müssen. Jetzt riet mir jemand davon ab, der meinte die USB Sticks sterben auch schnell. Bei mir noch nie aber ich überlege ob ich Festplatten anschließe. Klaut natürlich Platz, wäre aber machbar. Diveres 2,5' Platten hab ich hier noch rumliegen. USB Adapter auch....

    Macht das Sinn? Will jetzt nicht in NVMs oder sowas noch Geld stecken. Die Platten liegen noch hier rum. Einige SSD sind auch dabei. Oder warte ich bis ein USB Stick stirbt und ich in Panik verfalle?

  • Bei der Festplatte müsstest du auf den Stromverbrauch achten, bei dem USB-Adapter darum, dass nicht jeder am PI (sauber) funktioniert.

    Es gibt hier einen ganzen Tread, der sich nur damit beschäftigt.

    Es gibt USB-Sticks, die etwas teurer sind, aber intern wie eine SSD aufgebaut sind, und damit dann auch die Haltbarkeit dieser nahekomen, nicht wie die billigen USB-Dient, die einem nachgeschmissen werden.

    Computer ..... grrrrrr

  • Es gibt USB-Sticks, die etwas teurer sind, aber intern wie eine SSD aufgebaut sind

    Mein erster 1TB-USB-Stick:

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    Getestet mit einem RPi5-8GB

    Gehäuse dazu (3D-Druck):

    Bottom:

    Lid:

    MfG

    Jürgen

  • Hallo,

    die Frage ist am Ende: was sind dir deine Daten wert bzw. wie wichtig sind diese? Davon hängt letztendlich ab, wie viel Geld die in Speichermedien steckst und wie deine Backupstrategie ist. Die Frage musst du erstmal für die klären, dann kannst du hier dein Ergebnis posten und dann kann man besser Tipps in die eine oder die andere Richtung geben.

    Gruß, noisefloor

  • Ich behaupte jetzt einmal: Je größer die Kapazität/Hitze und je kleiner die Bauform desto früher sind sie kaputt. 32 GB EMTEC Sticks hängen an meinem Raspi 4 seit Jahren. Keiner dieser 4 Sticks zeigt irgend ein Problem. OK USB2 und langsam. Aber für die E-Mails reicht es. Schreibhäufigkeit alle 10 Minuten.

    Ob das Glück ist ? Möglich. Ich glaube, dass meine 4 Sticks auch keine statistische Größe und Aussagekraft ist. Also Vorsicht.
    Zur Zeit verwende ich auch 512GB mSD in Handy und in einem PC. Die sterben wie die Fliegen. Obwohl die Sticks und die kleinen 64GB Karten alles aushalten.
    Aber auch hier gilt. Keine statistische Aussagekraft, es kann Zufall oder schlechte Serie sein.

    Sicherung: Natürlich. Aber das muss man sowieso.

    Meine Antwort ist 21 und nicht 42.
    Also die Hälfte der Antwort
    auf die Frage aller Fragen: "Wo ist das Bier hin?"

  • Moin

    etwas späte Antwort...hatte aber auch genug um die Ohren. Ich hab jetzt erstmal alles ausgelagert vom USB Stick auf eine USB SSD... stromtechnisch passt es. Bislang merke ich keinen Unterschied zum USB Stick, hoffe aber auf längere Haltbarkeit. Danke euch allen.

  • Naja, es macht deshalb keinen Unterschied, weil der begrenzende Faktor eben USB ist.

    Ich habe jahrelang für ein Projekt eine 2,5 Zoll SATA Platte über USB betrieben, hat einwandfrei funktioniert.
    Als dann die SATA SSDs billig wurden, wurde dann umgestellt.

    Wenn Du Speed haben willst, kommst Du um NVMe per HAT+ nicht herum aber ist oft auch nicht nötig.
    Meine Homeassistant Konfiguration betreibe ich auch mit einer SATA SSD an nem SATA/USB Adapter sogar am USB 2.0 Port, was für den Zweck dicke reicht.
    Eine alte 120GB Kingston SATA tut da schon sehr lange ihren Dienst und lag halt noch rum.
    USB 2.0 hat technische Gründe, die auf das Funkmodul vom HomeMatic System zurückzuführen sind, da Pi 4B / USB 3.0 / Funkplatinen sich nicht sonderlich mögen.

    Wenn Du allerdings extra eine neue USB SSD gekauft hast, wäre der Weg zur NVMe SSD auch nicht weiter weg gewesen (preislich) aber sonst spricht nix gegen USB SSDs.

    ;) Gruß Outi :D

    Mein Zeug

    Pis: 2x Pi B, 1x Pi B+, 1x Pi 2 B in Rente / 2x Pi 3 B (Tests / Repetier Server) / 2x Pi Zero 1.2 / 2x Pi Zero 1.3 / 2x Pi Zero W 1.1 / 1x Pi Zero 2 (BW+CUPS/SANE) /
    1x Pi 3 B+ (Tests) / 1x Pi 4 B 4GB (HomeAssistant) / Pi 400 (BW) / 1x Pi 5 8GB (BW) / 2x Pico / 2x Pico W / 2x Pico 2 / 2x Pico 2 W
    HATs: Sense HAT / HM-MOD-RPI-PCB / RPI-RF-MOD / PiFi DAC+ V2.0 / TV HAT / Pi 5 Kühler HAT / Pimoroni NVMe BASE / M.2 HAT+
    Cams: orig. Raspberry Pi Camera Module V1 & V3 / PS3 Eye

  • Moin

    ich hab diverse Pi's auf den denen ich Datenbanken (mysql, influx, neo4j usw) liegen hab.

    Ich frage mich, warum Du überhaupt mehrere mächtige Datenbankserver betreibst. Reicht nicht ein (SQL)Server für alle (im Local-Net) anfallenden Daten(sätze)? Dann brauchst Du nur Administration und Datensicherung von nur einem System erlernen.


    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Naja, es macht deshalb keinen Unterschied, weil der begrenzende Faktor eben USB ist.

    Ich habe jahrelang für ein Projekt eine 2,5 Zoll SATA Platte über USB betrieben, hat einwandfrei funktioniert.
    Als dann die SATA SSDs billig wurden, wurde dann umgestellt.

    Wenn Du Speed haben willst, kommst Du um NVMe per HAT+ nicht herum aber ist oft auch nicht nötig.
    Meine Homeassistant Konfiguration betreibe ich auch mit einer SATA SSD an nem SATA/USB Adapter sogar am USB 2.0 Port, was für den Zweck dicke reicht.
    Eine alte 120GB Kingston SATA tut da schon sehr lange ihren Dienst und lag halt noch rum.
    USB 2.0 hat technische Gründe, die auf das Funkmodul vom HomeMatic System zurückzuführen sind, da Pi 4B / USB 3.0 / Funkplatinen sich nicht sonderlich mögen.

    Wenn Du allerdings extra eine neue USB SSD gekauft hast, wäre der Weg zur NVMe SSD auch nicht weiter weg gewesen (preislich) aber sonst spricht nix gegen USB SSDs.


    Moin


    es geht nicht um Speed. So kritisch sind die Anwendungen nicht, es geht um Zuverlässigkeit langfristig. IAls ich damals mit den Pi's anfing zu basteln war mir das alles egal. Somit starben nach und nach die SD Karten immmer wieder. Bis ich anfing Schreibprozesse auszulagern auf externe Medien. Danach war das alles ohne viel Wartung zu bertreiben. Die SD Karte ist wirklich nur noch fürs Betriebssystem. Ich hab hier Kisten mit Elektronik, Kabeln, Platten, RAM, Sensoren.... da liegt alles sinnlos rum. In den letzte 12 Monaten hab ich viel crazy shit mit dem Zeugs gebaut. Ich kauf kaum was neu, bin so ein Upcycling Freak. Vorgestern hab ich noch zwei verbaute Pi 2 gefunden, die hatte ich schon total vergessen weil nicht mehr in Betrieb. Hier lag noch ein digitaler Kompass rum und eine Neopixel Ring. Damit hab dann am Nachmittag einen digitalen Kompass gebastelt, die LED im Neopixel zeigt immer nach Norden. Werd ich noch in meinem BootPi integrieren. Der Neopixel kommt dann irgendwo auf den Steuerstand. Grafana liefert mir dann das dashboard ...so bekommt die alte Hardware nochmal einen Sinn und ich hab nix kaufen müssen.

  • Moin

    ich hab diverse Pi's auf den denen ich Datenbanken (mysql, influx, neo4j usw) liegen hab.

    Ich frage mich, warum Du überhaupt mehrere mächtige Datenbankserver betreibst. Reicht nicht ein (SQL)Server für alle (im Local-Net) anfallenden Daten(sätze)? Dann brauchst Du nur Administration und Datensicherung von nur einem System erlernen.


    Servus !

    Servus!


    das ist alles verteilt in der Welt.... kein lokales Netz. Aber ich hab Anwendungsfälle wo mehrere Pi's an einem Standort laufen, die schreiben alle in DB per https auf einem Pi im LAN. Jeder Pi hat da seine Aufgaben, die Last ist relativ verteilt auf alle Pi's. Mächtig sind die DB's nicht. Influx läuft schön performant auf einem Pi wenn man es richtig konfiguriert. Wenn ich wirklich power brauche liegt die DB nicht auf einem Pi. Meist speicher ich nur Zeitreihen, das läuft auf einem Pi mit Influxdb wunderbar. Neo4j ist schon eine andere Hausnummer. Aber das sind auch komplett andere UseCases.

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