Phoniebox aus komerziellem Bluetooth-Lautsprecher

  • Hallo zusammen,

    dies ist mein erster Beitrag, deshalb kurz zu mir: Mein Name ist Jonas, ich bin Ingenieur, Bastler und Vater von vier Kindern.

    Zu Weihnachten möchte ich Phonieboxen für meine Kinder bauen. Sie sollen kompakt und portabel sein, dazu professionell aussehen. Deshalb hatte ich folgende Idee: "Einfach" einen Bluetooth Lautsprecher von der Stange nehmen und die Elektronik ersetzen.

    Ich habe auch schon ein Anker SoundCore 2 A3105 besorgt und zerlegt. Der Platz darin könnte gerade für ein Raspberry Pi Zero mit einem maßgeschneiderten HAT reichen.

    Bevor ich mich in die Elektronikentwicklung stürze möchte ich hier einmal fragen: Hat schon jemand etwas ähnlichen umgesetzt? Ich habe zwar Lust auf ein Elektronikprojekt, muss aber nicht unbedingt das Rad neu erfinden.

    LG

  • Kurzes Update für Interessierte:

    Ich habe gestern die erste Version des Raspberry Pi HATs bestellt, der meine gewünschten Funktionen umsetzt:

    • Management eines 1S Li-Ion Akkus inkl. Laden per USB-C
    • 5W Class-D Verstärker für zwei 4Ω Lautsprecher
    • Zweiter Verstärker für den Anschluss eines Kopfhörers
    • Taster und 40-Pin Buchse für das Raspberry Pi Zero mechanisch kompatibel mit SoundCore 2
    • RFID Leser (RC522) als separates Modul

    Das ganze ist im Großformat (8cm x 10cm) und enthält allerlei Testmöglichkeiten. Ein Verifikations-Prototyp halt:

    Leider reicht die Zeit bis Weihnachten nicht mehr, um die nächste, kleinere Version fertigzustellen. Ich werde mich also nach einem größeren Lautsprecher umsehen, in den die erste Version passt.

  • Das Ding ist ja cool.

    Kann man das bei Dir käuflich erwerben, ggf. auch unbestückt? Das wäre interessant, um meine Phoniebox zu aktualisieren.

    Funktioniert das Laden des Akkus auch während des Betriebs?

    Leider sah ich diesen Beitrag erst jetzt. Von mir stammt nämlich das RPi400extBrd, so eine Art aufgemotzter "MiniAmp Plus". Ein Soundkarten-HAT mit kleinem 2x1W-Verstärker, mit direkter Versorgung über den RPi, aber ohne Akku. Hier die Historie dazu...

  • So, ich habe die erste Platine in Betrieb und stecke knietief in der Software.

    Bisher funktionieren:

    - Betrieb per Akku inkl. Versorgung des RaspberryPi Zero 2W
    - Audio DAC
    - Lautsprecherverstärker

    Was noch Probleme macht:

    - der Laderegler (BQ25895 von TI) weigert sich, Leistung vom USB-Netzteil anzunehmen. Sowohl mit als auch ohne Akku.
    - der Kopfhörerverstärker taugt nicht. Da gibt es bei jedem Nulldurchgang eine üble Verzerrung. Nur bei geringer Lautstärke ist der Klang akzeptabel.

    Ungetestet:

    - das RC-522 RFID-Modul

    schlizbäda:

    Dein RPi400extBrd ist auch spannend!

    Das Laden soll auch während des Betriebs funktionieren, ich habe dafür extra einen separaten Boost-Converter eingebaut, statt den im BQ25895 integrierten zu nutzen. Ob das ganze funktioniert, muss ich noch weiter testen.

    Ich habe keine zusätzlichen Platinen mitbestellt, die ich abgeben könnte. Ist halt auch nur die erste Testversion. Ich bin im Nachhinein auf Lars Stopfkuchen's MuPiHAT gestoßen. Ich glaube, damit wärst du gerade besser beraten.

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