Dieses Thema wird wohl sehr wenige hier betreffen, vielleicht auch nur mich, aber für diejenigen, die es interessiert gibt es einen Weg alte TrueCrypt Container unter dem Raspberry Pi OS zu mounten. Getestet habe ich das jetzt erst mal nur unter Bookworm. Vielleicht habe ich am WE etwas Zeit für einen Test mit Trixie. (Edit: Bei Trixie musste ich cryptsetup mit sudo apt install cryptsetup nachinstallieren, aber sonst funktioniert alles wie hier beschrieben.)
Mir ist gerade eine externe HDD in die Hände gefallen, auf der ich vor einigen Jahren (2010) mal mit TrueCrypt unter Windows verschlüsselte Container-Dateien erstellt hatte. Nun suchte ich einen Weg diese Container zu öffnen. Das Problem ist, dass TrueCrypt veraltet ist und es das auch nicht als ARM Version gibt. der "Nachfolger" VeraCrypt unterstützt in den aktuellen Versionen auch keine TrueCrypt Container mehr. Bei meiner Suche im Netz fand ich eine Lösung mit cryptsetup, ein bereits vorinstalliertes Programm für die Kommandozeile.
Also meine externe HDD meldet sich nach dem anstöpseln als xterne HDD (Da wollte ich damals wohl bei der Namensvergabe ganz schlau sein.
) und der Containerdatei gab ich damals den Namen "s". Das "irgendwas" ist ein Name, den man frei wählen kann und ist nur dafür da, dass man weiß was gemeint ist. Der Befehl zum entschlüsseln war bei mir also folgender:
Jetzt wird nach dem Passwort gefragt, welches ich mir zum Glück auf Papier notiert hatte. Dann kommt der Prompt relativ schnell wieder. Kommt eine Meldung
War das Passwort falsch.
Jetzt will man das ganze natürlich im Dateimanager sehen, also muss man es mounten. Dazu habe ich auf die Schnelle auf dem Desktop ein Verzeichnis namens mounts erstellt. Der Befehl zum mounten war bei mir:
Jetzt wird auch klar wozu "irgendwas" gebraucht wird und das war es eigentlich schon. Man kann nun auf die Daten im Container zugreifen.
Wenn man fertig ist, dann das Ding wieder umounten mit:
und die "Entschlüsselung" des Containers wieder aufheben geht mit:
BTW: Man kann das auch mit TrueCrypt verschlüsselten Partitionen machen. Dazu verwendet man einfach statt des Pfades zur Containerdatei den Pfad zur Partition, also in etwa so:
Bei dem das erste Sternchen der Buchstabe ist und das zweite Sternchen die Partitionsnummer , also z.B. /dev/sdb2.
Vielleicht hilft es ja jemandem weiter.