Wozu einen Raspberry Pi im Netzwerk benutzen

  • Hallo 4zap,

    Wetterstation ist schon ein Stichwort...

    Die handelsüblichen Wetterstationen sind zwar gut und schön, aber eine selbstgebaute wäre natürlich viel besser und eventuell sogar ein Hingucker...

    Da steht halt nur die Frage, wie man sowas wieder umsetzt. Zum einen stelle ich mir da schon eine recht gute Sensorien für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und -Druck vor. Die Sensorien ist dabei nicht das Problem, sondern eher die Einbindung und Auswertung mit dem Raspberry Pi. Ausreichend GPIO-Pins sollte der Raspberry Pi ja nun haben...aber kann er auch I2C oder 1wire? und wie wertet man das aus und stellt es dann auch noch grafisch dar? Da wird mit Sicherheit noch ein externer Bildschirm in brauchbarer Größe benötigt.

    Aber sowas zu entwickeln würde schon Spaß bringen. Und wenn schon, dann gerne auch mit einer Möglichkeit der Datensammlung, -Archivierung und entsprechender Auswertung.

  • Du musst das Rad nicht neu erfinden.

    Mit "linux pi wetterstation" in die Suchmaschine Deines Vertrauens eingegeben, bekommst Du jede Menge "Anleitungen" (einige davon veraltet). Du musst halt auswählen, welche Deinen Vorstellungen entspricht.


    Servus !


    Ed: "linux pi projekte" wäre für Dich auch interessant.

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

    Edited once, last by RTFM (December 29, 2025 at 2:17 PM).

  • Wetterstation ist schon ein Stichwort...

    Interessiert Du Dich für Funk? Dann könnte RTL-SDR etwas für Dich sein. S. Wie Du mit eine RTL-SDR und einem RaspberryPI Amateurfunk hören kannst – Amateurfunk Itzehoe.
    Damit kannst Du auch die Daten von gängigen Wetterstationen abfangen und z.B. mit WeeWX sammeln und darstellen.
    Mit eigenen Sensoren anreichern geht auch.
    Andere lesen mit RTL-SDR die Transpondersignale überfliegender Flugzeuge und und und ...

  • Rentner25 Fortran und verschiedene BASIC-Dialekte kann man auch auf dem Raspi benutzen. Du könntest also da wieder einsteigen, wo Du aufgehört hast. ;)

    On some systems, in particular, Digital's Edusystems 20, 25, and 50, strings are limited to 6 characters. Several strings may, of course, be combined in an array to permit longer than 6-letter words to be used.”
    — David H. Ahl, 101 BASIC Computer Games, DEC, 1975

  • Rentner25 Fortran und verschiedene BASIC-Dialekte kann man auch auf dem Raspi benutzen. Du könntest also da wieder einsteigen, wo Du aufgehört hast. ;)

    Das ist interessant, ich habe gerne in Basic programmiert. Erst auf dem C128 später dann auf dem Amiga mit GFA-Basic.


    Edit: Habe mal Gemini gefragt und die Antwort bekommen:

    X11-BASIC: Dies ist eine unabhängige Neuentwicklung, die stark an den GFA-Standard (Version 3.5) angelehnt ist. Es ist Open Source und läuft auf:

    Windows (32-Bit)

    Linux (inkl. Raspberry Pi)....

    Edited once, last by raspi-user2: Ergänzung (December 29, 2025 at 9:15 PM).

  • Ich würde mich ja eher als Neu-, bzw. Wiedereinstieg mit der Shell, also in unserem Fall Bash beschäftigen. Das braucht man eh auf dem RPi öfter mal, wenn man Befehle im Terminal absetzt. Damit kann man ja auch Skripte erstellen, also programmieren. :green_wink: Einen guten Einstieg dazu findet man hier: https://wiki.ubuntuusers.de/Shell/Bash-Skr…_Anf%C3%A4nger/ :angel:

  • naja, die Jugend denkt sich halt was dabei, wenn sie solche Geschenke macht...

    Vielleicht so etwas: "Das schafft der Opa sowieso nicht mehr, den (Pi5) krieg ich wieder..." ;)

    Ich nutze meinen Pi4b für einen Mailserver.

    Einen zweiten habe ich als "aller-welts-übungs-pi", ggf. als Backup für den Mailserver.

    Mit einem Pi Zero und einem GSM-Hat hatte ich mal vor einen Tracker zu bauen (der funktioniert auch), aber ich habe ihn dann doch nicht im Fahrzeug eingebaut.

    Gruss

  • Wenn man FORTRAN kennt ist bash schon eine neue Scriptsprache in die man sich einarbeiten muss.

    Wenn man einmal in einer Sprache seiner Wahl etwas programmiert und das ganze auch verstanden hat, dann sind andere Sprachen mehr oder weniger "nur" Syntax. (Mir ist klar, dass das so extrem pauschal geschrieben nicht immer zutrifft.) Allerdings gibt es Sprachen, die sich ähneln und andere, die man erst verstehen muss. Mir persönlich viel das Erlernen von Python extrem schwer, weil ich aus der Webprogrammierung mit PHP (*) kam, was eher aus der "C" Ecke kommt. Dann gab es aus heiterem Himmel den Moment, wo es *KLICK* gemacht hat und plötzlich hatte ich kapiert worum es geht.

    Letztendlich bleibt es aber bei einem "Wenn das zutrifft, dann mach dieses oder wenn nicht, aber das Andere zutrifft mach jenes und wenn das auch nicht zutrifft, dann mach Feierabend" :biggrin:

    //Edit

    *) Genau genommen kam ich als Kind zuerst mit Turbo Pascal in Kontakt.

  • Rentner25
    Egal, was du mit deinem Pi für Projekte angehst, ob du sie hinterher produktiv einsetzt oder nur aus Spass an der Freude bastelst.
    Vielleicht kannst du deinen Kindern / Enkeln ja später sagen "Das war ein geiles Geschenk" "Ich habs auch noch drauf"
    Auf jeden Fall ist es ein geiles Gefühl, wenn man etwas ausprobiert und bastelt, was dann hinterher auch funktioniert.

    Stricken lernen können wir später noch im Pflegeheim. ;)

  • Hallo Leute,

    ihr habt echt tolle Vorschläge und Vorstellungen...Danke, dass ihr diese mit mir teilt.

    Was Programmiersprachen angeht, so sind Fortran und Basic ziemlich nahe Verwandte, wohingegen C in allen Derivaten sowie PHP und Python für mich Bücher mit 7 Siegeln sind. Ich bin eher der Freund von gerade heraus programmieren gewesen, ohne mich um zusätzliche Libraries und sowas zu kümmern.

    Ich hab in meiner Grabbelkiste noch 2 Stück 18B20 Temperatursensoren, sowie BMP280 Luftdrucksensoren und DHT22 Luftfeuchtigkeitssensoren gefunden...damit wäre die Grundausstattung für eine Wetterstation mit Innen- und Außenmessungen machbar...und wenn es einen guten Basic-Interpreter für den Raspberry Pi gibt, warum nicht noch einmal einen solch verrückten Versuch starten?

  • Der DHT22 ist nicht besonders tauglich, nur für innen. Der BMP280 kann besser die Feuchtiigkeit messen, der misst ja auch Luftdruck und Temperatur. Bei der Temperaturmessung misst er aber mehr seine eigene Temperatur als die Raumtemperatur. Da muss man immer schauen ob man auch das misst, was auch Sinn ergibt. Die beiden D18B20 Sensoren sind 1wire und müssen mit 4,7k Widerstand an den Bus angeschlossen werden, damit lässt sich punktgenau Temperatur messen. Welche Version hast du? Mit Kabel oder nur die mit den "drei Beinen"? Es gibt viele Sensoren für Pi's, nicht alle taugen für Dauerbetrieb oder für außen. Die sind mehr als Lernprojekt gedacht. Die meisten Sensoren haben auch irgendwelche Defizite und messen in bestimmten Konstellation nicht richtig.

    Python Skripte und Anleitungen dafür gibt es genug im Netz. Was mir beim Messen vom Umweltdaten wichtig ist, das ich langfristig einen Verlauf sehen kann. Momentan überwache ich permanent ob mein Dieselmotor im Boot diesen Winter Frost abbekommt, wann und wieviel. Das steht grad an Land. Dafür schreibe ich die Messwerte jedesmal in eine Influx Datenbank. Von dort hole ich mir die Daten und stelle diese in einem Grafana Dashboard dar. 1x die Stunde schickt mir mein Pi zusätzlich über Telegram einen Statusbericht aufs Handy und ich bekomme ein Foto von der Webcam die angeschlossen ist. Dort ist auch ein BMP680 verbaut, ein MPU6050 Gyroskopsensor, diverse DS18B20, ein Geiger Zählrohr, jetzt kommen noch drei Shellys dazu im Frühjahr als drahtlos Sensoren.

    Da kann man sich richtig austoben, ich hab noch viel mehr gemessen, einfach weil ich wissen wollte wie es funktioniert, einiges hab ich wieder verworfen. ADS-B.... ich hab alle Flieger und Hubschrauber in 5km Umkreis erfasst, war witzig, aber braucht man das? Genauso wie der Geigerzähler.... nett aber braucht man das? Ich bau gern Machbarkeitsstudien scheinbar.

  • Hallo 4zap,

    die Auflistung war eher so das, was auf die Schnelle in meinem Fundus mir in die Finger kam.

    Wenn ich sowas wirklich angehe, dann werde ich auch eher zum BM280 tendieren. Lediglich die Temperaturmessung würde ich mit meinen dreibeinigen Freunden 18B20 machen wollen, da die erfahrungsgemäß doch verlässlicher und genauer arbeiten. Und ja, die Pull-up-Widerstände sollte man auf keinen Fall vergessen. Natürlich sollte man solche Sensoren mit einem Wetterschutz versehen, wenn man sie draußen einsetzen möchte. ich habe meine 18B20 immer mit ein wenig Epoxidharz in dünne Metallröhrchen (die silbernen eile aus billigen Kugelschreibern) oder auch in Kupferrohr eingegossen. Da muss man halt nur an den Beinchen mit den Lötanschlüssen aufpassen, aber mit ein bisschen Fummelei geht das auch sehr gut.

    Die Dokumentation über eine Influx-Datenbank ist auch ein hoch interessanter Ansatz, da kann man dann auch über längere Zeit mal Die Daten grafisch auswerten...aber erst einmal sollte ich mich mit der reinen Hardware beschäftigen und dem Raspberry Pi beibringen, mit diesen Teilchen umzugehen und mit zumindest schon mal punktuelle Ergebnisse zu liefern. Dokumentation und Auswertung werden dann spätere Projekte, erst einmal muss ich mich da wieder ein wenig reinwuchsen, denn meine Basic-Kenntnisse stammen noch aus den Zeiten eines Atari ST, auf dem ich damals meine Diplomarbeit geschrieben habe...also schon etwas länger her...

    Ob man solche Spielereien dann wirklich braucht? Wohl eher nicht, aber so lange sie einem Spaß machen und Langeweile bekämpfen, so lange haben sie in meinen Augen eine absolute Daseinsberechtigung. Und nur auf der Couch sitzen und meiner besseren Hälfte auf den Wecker gehen, das war eh noch nie mein Ding. Und glücklicherweise hat sie auch ein gewisses Verständnis, für meine Spieltriebe und Hobbies, denn gerade was Holz- und Lederarbeiten angeht profitiert sie ja schließlich auch davon.

  • Jetzt habe ich heute den Tag über mal versucht, dieses X11-Basic runterzuladen und zu installieren, aber ich scheitere daran ganz kläglich...und aus dem Sourcecode meine eigene Version zu kompilieren, das traue ich mir auch nicht wirklich zu.

    Sieht also im Moment ganz danach aus, als müsste ich tatsächlich den Weg über Python gehen...mal sehen, wie sich das angeht...erste Schritte auf dem Raspberry kombiniert mit dem Erlernen einer neuen Programmiersprache...kann eigentlich nur in die Hose gehen...

  • aber ich scheitere daran ganz kläglich...

    Woran genau? Ohne Details lässt sich schlecht helfen...

    und aus dem Sourcecode meine eigene Version zu kompilieren, das traue ich mir auch nicht wirklich zu.

    Warum nicht. Einfach ausprobieren. Durch die überwundenen Hürden lernt man erst richtig!

    Ich habe es eben mal testweise kompiliert.

    Die "große" Version wollte nicht so richtig, daher habe ich die in der Doku beschriebene "static" Version genommen.

    Vermutlich wirst Du die Compiler und make-Tools noch installieren müssen. Das werden die Fehlermeldungen zeigen.

    Während des Compiles gab es bei mir doch einen Fehler bzgl. fehlendem fig2dev, siehe unten.


    Edit: Davon abgesehen: Ich würde Dir die Nutzung von Python empfehlen!

    erste Schritte auf dem Raspberry kombiniert mit dem Erlernen einer neuen Programmiersprache...kann eigentlich nur in die Hose gehen...

    Überhaupt nicht!

    Sei einfach ein bisschen optimistischer. Das wird schon klappen, auch mit Hilfe des Internets und natürlich des Forums hier! ;)


    Edit2: Aus der Doku:

    64bit operating systems

    X11-Basic will compile on 64bit systems but it will not be 100% functional. X11-Basic internally uses 32bit pointers (--> VARPTR()). These are not compatible with 64bit. Some tricks have been implemented to make it work anyways, but do not expect 100% compatibility.


    Edit3: Auf dem Raspberry Pi (hier noch Bookworm) sind vier Basic-Interpreter im Repository:

    Display Spoiler


    Edited 5 times, last by simonz (December 30, 2025 at 8:05 PM).

  • Sieht also im Moment ganz danach aus, als müsste ich tatsächlich den Weg über Python gehen...mal sehen, wie sich das angeht...erste Schritte auf dem Raspberry kombiniert mit dem Erlernen einer neuen Programmiersprache...kann eigentlich nur in die Hose gehen...

    Ich denke, der Schritt, Python zu erlernen, ist sinnvoller als beim Basic zu bleiben:
    Sehr viele hier sind in Python sehr fit und können dich maximal unterstützen, wenn es Hürden gibt.

    Auch ist in der Community des RasPi Python die favorisierte Sprache... und ist im Prinzip recht einfach... man muss sich halt drauf einlassen.... :)

    Die bisherigen Vorschläge sind an sich schon recht tragend.
    Was die Haus-Steuerung angeht: So ganz sinnlos ist das nicht, bei mir erleichtern die ganzen Sensoren und Aktoren das tägliche Leben enorm (Frau und ich sind ebenfalls "älteres" Rentner-Semester).
    Unnötige Wege in den Keller (Ist die WaMa schon fertig?) bis hin zu "Licht vergessen im Raum X" (Stromspareffekt) und die Steuerung unserer kompletten Heizungs-Thermostaten und Rollläden... Raumtemperaturen und Schimmel-Erkennung (Vor allem in den Kellerräumen..)

    Erleichtert so einiges, vor allem im Alter... ist natürlich zunächst etwas aufwendig, bis das alles steht.

    Aber: Klein anfangen... langsam steigern. Insofern ist die "Wetterstation" schon mal ein sinnvoller Anfang.

  • Von mir gibt es wieder mal einen Link und zwar dieses mal zum offiziellen Python Tutorial übersetzt auf Deutsch: https://pytude.readthedocs.io/de/latest/

    //Edit

    Und der Einstieg (bezüglich venv) in Python von der offiziellen Raspberry Pi Doku: https://www.raspberrypi.com/documentation/…-a-raspberry-pi

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