Hallo an Alle,
(letzte Änderung: 04.04.26)
am 23.04.2026 wird es wieder so weit sein: Ubuntu liefert mit 26.04 eine weitere LTS aus.
Ich hab mir bereits die Beta auf dem Raspberry Pi 5 installiert - zuerst auf dem Raspberry Pi Flash Drive und von da auf ne Samsung 990 EVO Plus SSD.
und ich muss sagen: die Schwuppdizität war schon auf dem Flash Drive deutlich zu spüren (für Raspberry Pi-Maßstäbe).
Aber "wie immer" hat man es versäumt, ein paar Kinderkrankheiten (unter Ubuntu 4 Raspi) auszuräumen:
- Datum und Zeit werden nicht korrekt gespeichert (es sei denn, man hat ne RTC)
- egal, wie ich oft ich es auch versuche, der Raspi (egal, welcher) will der deutschen Sprache einfach nicht mächtig sein.
Diesmal musste ich Hand an ~/.pam_environment (bei zwei Einträgen auf de_DE.UTF-8 stellen) und ~/.config/user-dirs.locale (Eintrag ändern auf: "de_DE") anlegen; bei der x64-Beta war das natürlich nicht erforderlich...
Auf dem Raspberry Pi 4 und Pi 5 nervt zudem, dass Ubuntu nicht in der Lage ist, beim Herunterfahren das aktuelle Datum und die aktuelle Zeit korrekt zu speichern, so dass man nach einem Neustart (ohne Stromunterbrechung) das Datum und die Zeit neu einstellen muss (was man VOR Updates und Sprachinstallationen korrigieren muss, sonst wird es halt blöd...). Immerhin: Raspberry Pi OS kann Datum und Zeit "out of the box" updaten, wenn man Netz hat - es wäre also möglich...
Browsen ist noch immer eine kleine Herausforderung für den Raspi, aber selbst wenn ich die Last kurzfristig auf 7 hochjage (Vollauslastung durch Massenkonvertierung von FLAC nach OGG) ist das System noch einigermaßen ansprechbar, und in einem rein passiven FullArmor-Gehäuse kam ich nicht über 58°C für den RPi-Chip (CPU und GPU <55°C)
Da der Gnome-Desktop in seiner Urform (meiner Meinung nach) einfach zu wenig Eingriffsmöglichkeiten bietet, sind einige Gnome-Extentions für mich Pflicht; derzeit fehlen aber noch einige Aktualisierungen (fmuellner hat bereits Apps und Places an Gnome 50 angepasst).
Eine auffallende Änderung: Shift+Entf ruft ein Menü auf, das per Default auf "Abbrechen" steht - da hab ich erst mal gebraucht, um mich umzustellen...
Die Liste an Programmen, die ich installiere, konnte ich fast alle abarbeiten; leider war bei dem 3GB-Image weder LibreOffice noch ein Videoplayer dabei, also gab es noch etwas mehr als üblich zum Nachinstallieren. ZuluCrypt ist nicht mehr verfügbar, aber dank der Gnome Disk Utilities ist das Einbinden von LUKS-Files ein Leichtes (wenn man beim Anwählen auf den kleinen Schieberegler achtet, wahlweise auch mit Schreibzugriff).
Ressourcen (System Monitor) wurde aufgehübscht und lehnt sich mehr an Windows 11 an (warum eigentlich?). Optisch macht es mehr her, für meine Bedürfnisse aber layoutmäßig ein Rückschritt. Immerhin gibt es jetzt auch Ausgaben über die GPU. Rippt man eine Audio-CD mit Rhythmbox, liest conky leider über /dev/sr0 keine Informationen zu diskio, Ressourcen aber auch nicht...
Für conky ist es leider nach wie vor erforderlich, einen systemd-Service einzurichten, um die GPU-Temperatur ohne root-Rechte auszulesen - untenstehend meine 4-Schritt-Anleitung.
Fazit:
Insgesamt finde ich bereits die Beta von 26.04 sehr gelungen - wie schon 25.10 - und praxistauglich. Da ich auf allen meinen Geräten Ubuntu verwende (und die 26.04 beta nach und nach installiere, bevor die offizielle Version am 23.04.2026 heraus kommt), fällt es mir nur hin und wieder auf, wenn ich den Raspi 5 statt einem x64-System nutze.
Für den Raspberry Pi 5 auf der nach oben offenen Richterskala von 0-10 eine 10,5
von mir - aber ich bin zugegebenermaßen Ubuntu-angehaucht ![]()
Für den Raspberry Pi 4 empfiehlt sich nach wie vor nur das Raspberry Pi OS für den Desktop
## 1. Datei anlegen: /usr/local/bin/vcio-update.sh
## Inhalt:
#! /bin/bash
chmod -c a+r /dev/vcio
## Ende Inhalt
## 2. Datei /usr/local/bin/vcio-update.sh ausführbar machen
## 3. Datei anlegen: /etc/systemd/system/vcio-update.service
## Inhalt:
[Unit]
Description=vcio für alle lesbar machen
# Typically physical storage devices are managed by the host physical machine
# Override it if you are using PCI/USB passthrough
ConditionVirtualization=no
[Service]
ExecStart=/bin/bash /usr/local/bin/vcio-update.sh
[Install]
WantedBy=multi-user.target
Alias=vcio-update.service
## Ende Inhalt
## 4. Ausführen: sudo systemctl enable vcio-update.service
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