Welche Backupstrategie?

  • Bin am überlegen, wie ich folgende Umgebung am besten sichere:

    • Pi5 mit OS Lite
    • Bootet von SD-Karte, auf der OMV und Paperless installiert sind
    • 2 SSDs für Daten von OMV und Paperless
    • 1 USB-SSD auf die aktuell mittels Borgbackup die Daten der SSDs gesichert werden.

    Meine Idee: raspiBackup auf der SD-Karte installieren und mit normalen Backupschedule die SD-Karte auf die USB-SSD sichern, oder sporadisch (vor OS-/Software-Updates) Snapshot auf die USB-SSD.

    Wie würdet ihr das machen?

  • So ganz verstehe ich nicht warum Du Dein System von einer SD Karte booten lässt. Warum nicht alles auf eine SSD packen? Mit dem partitionsorientierten Modus kannst Du mehr als die zwei Standardpartitionen sichern und musst Deine Daten nicht noch mit einem anderen Backuptool sichern. Ich sehe da die Gefahr, dass es Abhängigkeiten zwischen den reinen Daten und / gibt und wenn Du beides nicht synchron sicherst die Abhängigkeiten brechen.

  • So ganz verstehe ich nicht warum Du Dein System von einer SD Karte booten lässt.

    Naja, empfohlene Vorgehensweise lt. OMV und nachdem es keine negativen Erfahrungen mit booten von SD-Karte gibt. Im nachhinein wäre es sicher besser gewesen, alles auf eine der beiden SSDs zu packen. K.A. wie ob ich das umbauen kann.

    Den ersten Restore (ohne raspiBackup) habe ich bereits hinter mir, da es mir Dateien auf der SD-Karte zerschossen hat. Siehe dieser Topic:

    mopperle
    September 18, 2026 at 4:34 PM
  • Wie würdet ihr das machen?

    Eine gute Frage, über die man gründlich nachdenken sollte. Wenn man für jede Strategie, die man sich ausdenkt, diese am Besten niederschreibt in den Kategorien Vorteile/Nachteile. Besonders wichtig, das man so viel wie möglich Nachteile findet. Dadurch kann man seine Strategie verbessern.

    Ich persönlich sichere im Grunde nur Daten und Konfigurationen. Ausnahme ist mein Server, bei dem ab und zu (je nach Geschmack: 14-Tage, monatlich, einmal pro Quartal) auch das Betriebssystem. Letzteres ist schnell neu aufgesetzt, wenn man das System dokumentiert – was man bei einem Server immer machen sollte.

    Die Daten und Konfigurationen unterliegen bei mir einer weiteren Kategorisierung:

    • darf keinesfalls verloren gehen
    • darf nicht verloren gehen
    • sollte nicht verloren gehen
    • wäre schade drum
    • kann ich verschmerzen

    a) darf keinesfalls verloren gehen
    Diese Daten werden täglich gesichert und die Sicherung wird in Kopie außerhalb der eigenen Wohnung gesichert (bei Wohnungsbrand überlebt die Sicherung) an mehreren Orten verschlüsselt abgelegt
    14-tägliches Fullbackup

    b) darf nicht verloren gehen
    im Grunde wie a), aber mit etwas weniger Aufwand (z.B. nur ein oder zwei externe Kopien)
    Monatliches Fullbackup, wöchentliches Diff, tägliches Increment

    c) sollte nicht verloren gehen
    Wird täglich gesichert
    Monatliches Fullbackup, wöchentliches Diff, tägliches Increment

    d) wäre schade drum
    Wird ab und an auf einer externen HDD kopiert

    e) kann ich verschmerzen
    wird kopiert, wenn der Datenträger ersetzt wird.

    Vielleicht ist für den Ein oder die Andere ein Gedanke dabei, der nützlich ist.

    Ps: Ich sichere mit einem selbstgeschriebenen Skript mittels zugeschnittener Konfigurationsdatei pro Sicherung und verwende dabei das weniger bekannte dar als Archiv- und Kompressionstool.

    Edit:
    Achja, ganz vergessen.
    Nach dem Backuplauf wird ein altes Notebook per wol gestartet und die Daten auf eine an dem Notebook angeschlossene USB-HDD kopiert/verschoben. Danach wird das Notebook wieder heruntergefahren. Das ist dann sozusagen eine pseudophysische Trennung vom eigenen Netz. USB-HDD wegen bei Bedarf schnell abzieh- und mitnehmbar.

  • Bergwichtel Es macht sicherlich Sinn sich detailiert über die Wichtigkeit der einzelnen Daten Gedanken zu machen. Aber auf einem System was lebt und sich immer wieder ändert, ist der Ansatz, einfach alles zu sichern, einfach der sicherste Weg. Klar ist dann dabei auch Unwichtiges und belegt Speicherplatz. Aber wenn man rsync mit Hardlinks arbeitet, ist der Zusatzspace für ein jedes weitere Backup minimal wenn es sich nicht ändert.

    D.h. je nachdem wie wichtig die wichtigsten Daten sind, sicher man eben täglich oder sogar stündlich, oder eben wöchentlich. Möchte man Vollbackups haben, setzt man noch einen regelmäßigen tar Backup auf.

  • framp Deswegen schrieb ich ja:

    über die man gründlich nachdenken sollte.

    Jeder hat so seine Ansprüche.

    Natürlich lösche ich ältere Backups nach einem Schema, wobei ein Fullbackup pro Jahr immer erhalten bleibt. (Warum darf jeder selbst ergründen). Und zur Zeit würde alles sichern mir einfach zu teuer. Sind halt nicht nur Textdateien. Und die Trennung von OS und Daten + Konfigs spart schon etliche Gigabyte ein. Und bei der Trennung nach Gewichtung kann man noch besser seine Backups verwalten. Nachteil: Anfänglich Mehraufwand.

    Wer natürlich keinen Plan hat, ist natürlich mit alles Sichern scheinbar auf der besseren Seite. Von Raspi zu Raspi ok - wobei, der RPi5 ist abgeraucht – neuer nicht zu bekommen, alter RPi3 als Ersatz - mmh, könnte unter Umständen Schwierigkeiten machen. Der alte Laptop könnte vorübergehend – ähm. Drum: jeder sollte drüber nachdenken, auch über das Unschönste, was passieren kann.

    Deswegen habe ich meine persönlichen Gedanken zu dem Thema beigetragen. Als Anregung, über gewisse Sachen einmal nachzudenken.

  • Von Raspi zu Raspi ok - wobei, der RPi5 ist abgeraucht – neuer nicht zu bekommen, alter RPi3 als Ersatz - mmh, könnte unter Umständen Schwierigkeiten machen.

    Klar. Nicht nur beim Wechsel der HW. Auch beim Upgrade auf eine neue Release. Ist ja immer eine Neuinstallation. Aber da kann man ja dann alle notwendigen Konfigurationen aus dem alten Backup herausholen. Die müssen dann aber u.U. an die neue Release angepasst werden.

    Ich wollte für mich mit raspiBackup einen einfachen Weg haben, für meine Raspis immer einen aktuellen Backup wie auch eine Backuphistorie zu haben und habe den Vollbackup gewählt. Ist nicht die effizienteste Methode, aber die bequemste. Und als ich mich entschlossen hatte, raspiBackup als OSS zur Verfügung zu stellen, hatte ich primär die Raspberryeinsteiger im Auge und nicht erfahrener Linux/Raspberrynutzer.

  • Auch beim Upgrade auf eine neue Release.

    Für 'langlaufende' Installationen, die auf einer SSD kommen, verwende ich zur Installation auch nicht den üblichen Weg.

    Wobei anfänglich schon. Da richte ich (auf der SD-Karte) das System ein und schiebe es dann auf einer SSD, die zu den zwei üblichen Partitionen noch eine Datenpartition hat. Im home-Verzeichnis werden dann Symlinks zu den Daten angelegt.
    Vorteil: Bei einer neuen OS-Version wird auf einer SD-Karte das neue System eingerichtet und wenn es läuft, wird das dann auf der SSD aufgespielt und die Symlinks wieder gesetzt. Win-Win mit wenig Aufwand.

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