günstiges Multimeter

  • Ich habe (noch :-) keine Ahnung von Elektronik und frage mich ob ein Multimeter vielleicht ein nützliches Tool zur Fehlersuche etc bei Pi-Projekten sein könnte....


    Ein Elektronikgeschäft bei mir vor Ort führt nun das MAS-830 für unter 10 Euro - wäre das eine sinnvolle Investition oder sind so billige Multimeter nichts halbes und nichts ganzes und doch eher hinausgeschmissenes Geld?


    Danke!

  • Ich hatte mir vor ca. einem halben Jahr ein einfaches Multimeter von Düwi gekauft - hat im Baumarkt auch nur ca. 10 Euro gekostet.


    Damit messe ich meine selbstgelöteten Platinen durch, teste Wiederstände und schaue auch ob an meinen Sensoren in der Wohnung auch die geforderte Spannung ankommt. Für diese einfachen Aufgaben ist so ein einfaches Ding (insbesondere als Anfänger) ganz gut zu gebrauchen - schließlich muss man ja auch noch Geld für Kabel, Sensoren und all den anderen Schnickschnack übrighalten.


    Für den Anfänger ist also so ein Gerät durchaus passend und wenn man irgendwann merkt, das man es so oft benötigt das etwas mehr Luxus, etwas mehr Genauigkeit und etwas mehr speziellere Funktionen gebraucht werden, ja dann holt man sich halt was besseres....


    ...und wenn man nach einiger Zeit keine Lust mehr auf Pi und Elektronik hat, dann ist ein einfaches Multimeter im Haus (und das Wissen darum wie es funktioniert) auch niemals verkehrt.


    Bevor Du allerdings zum Baumarkt gehst, jage doch mal die Bezeichnung des Geräts durch Google. Sofern dort nicht zig Leute vor dem gerät warnen kann man es durchaus erwerben. Ansonsten gibt es einfache Geräte um 10 EUR auch bei Amazon und Co.

  • Ich kann die Multimeter von Voltcraft sehr empfehlen. Ich habe mir vor kurzer Zeit das VC130 bei Conrad bestellt und habe meinen Kauf bis heute nicht bereut.
    Das Einzige, was mich manchmal stört, ist die mA-Messung. Es gibt 3 Stufen: 10 mA, 200 mA und dann direkt 10 A. Die 10 A sind zum messen von elektrischen Schaltungen z.B. beim Pi nicht zu gebrauchen und zerstören auch evtl. die Schaltung.
    Schau dich einfach mal ein wenig bei Voltcraft um. 3 Jahre Herstellergarantie sind auch nicht schlecht.
    Ich bin sehr zufrieden damit und für den Anfang ist dieses Multimeter komplett ausreichend. Ich würde mich jederzeit wieder für ein Voltcraft-Multimeter entscheiden.

    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
    Albert Einstein

  • Wie zerstört denn bitte die Messobergrenze von 10A eine Schaltung???
    Das ist nur für die Anzeige auf dem Display und die internen einstellungen für den Maximalstrom wichtig.

  • Das hab ich mich auch grad gefragt :-P


    Aus dem Multimeter fließen bei der 10 A Einstellung keine 10 Ampere ;-)


    Stellt man das Multimeter auf 10A, so ändert sich um Einen die Messwertanzeige vom mA in den A Bereich. Zum Anderen muss man im A Bereich das Kabel umstecken, damit der Strom durch eine dickere Sicherung fließt.

  • wenn man den 10Ampere Bereich schaltet und am Multimeter steckt... dann hat man quasi einen Kurzschluss an den beiden Messspitzen..


    wenn man damit dann z.B.: einen Messpunkt mit +5V und einen mit GND erwischt, dann gibt das schwächste Teil nach...


    oft verbunden mit einem kleinen Knall und einer kleinen Rauchwolke...

  • Wenn ihr nur etwas am RPi rum Messen wollt, reicht so ein 10 - 20€ Mulitmeter völlig aus. Interessant wird das erst wenn ihr Analogwerte sehr genau messen wollt, da bei den einfachen Multimetern einfach die Genauigkeit und Auflösung zu gering ist.


    Ich habe selbst ein Fluke Multimeter für knapp 200€ zu hause, das bietet neben sehr hoher Genauigkeit auch noch den Komfort der Autorange Funktion (der Messbereich wird automatisch gewählt, man muss nur noch Einstellen was man messen will).


    Beim Strom messen muss man generell darauf achten das man nichts Kurzschließt, da beim Strom messen der Strom durch das Messgerät so wenig wie möglich verfälscht werden soll ist ein Messgerät in diesem Fall sehr niederohmig, damit besteht bei falscher Handhabung natürlich die Gefahr eines Kurzschlusses. Beim Spannungsmessen ist es genau umgekehrt, um den Messwert nicht zu verfälschen hat das Messgerät einen hohen Innenwiederstand, damit kann auch bei Messfehlern wesentlich weniger passieren (ein Kurzschluss ist dadurch aber nicht ausgeschlossen)


    Im Billigbereich kann ich da auch wie RaspberryPi-Bastler schon schrieb ein Voltcraft VC130 oder VC155 empfehlen, diese Multimeter messen aber nur bis 230V und sind daher für den Profibereich eh nicht geeignet. Mit meinem Fluke bin ich auch sehr zufrieden, aber ob man so viel Geld für ein Digitalmultimeter ausgeben will muss jeder selbst wissen. Da ich auch Oft Messungen im 400V Bereich machen muss kam so ein billig Teil für mich eh nicht in Frage.

  • wer mehr machen will, dem hilft u.U. ein Gerät mit -|>|- Diodenmessung und Kondensatormessung -||-

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Und wie misst man damit einen Widerstand? Wie misst man damit ob eine Sicherung noch intakt ist?


    Für einen Pi unbrauchbar.

    Edited once, last by flyppo ().


  • Also wenn du bereit bist etwas mehr als 10€ zu investieren kann ich dir folgendes empfehlen:


    wozu ? das Teil hat nicht mal den Namen Multimeter verdient, im Gegenteil das ist sogar sowas von falsch !



    Und wie misst man damit einen Widerstand? Wie misst man damit ob eine Sicherung noch intakt ist?
    Für einen Pi unbrauchbar.


    :thumbs1::thumbs1::thumbs1:
    absolute Zustimmung !

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    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Auf was für einen Messerwert Bereich sollte man bei einem Multimeter den achten ? Hab jetzt beim Großen Fluss welche mit


    Code
    Gleichstrombereich : 60μA/60mA/600mA±(0,8%+3), 20,00A±(1,2%+3)


    oder


    Code
    Gleichstrom: 200μA / 2mA / 20mA ± (1,0% + 2), 200mA ± (1,5% + 2); 10A ± (3% + 2)


    Mir fällt es schwer das zu beurteilen. Verwenden würde ich es gern um mit dem Arduino und den ESP8266 zu experimentieren.


    Gruß

    Edited once, last by WaldiBVB ().

  • Wenn du dir ein Meßgerät für Bastelanwendungen holst, sollte es nicht nur Strom und Spannung messen können. Nützlich wären noch Ohmmeter für Widerstände und ein Transistorprüfer für hFE (Verstärkungssfaktor). Die meisten digitalen Messgeräte haben das an Bord. Bei den Anwendungen die du beschreibst liegen die zu messenden Spannungen im Bereich weniger Volt. Ampere können trotzdem schon mal ein paar fließen. Da sollte der Messbereich schon bis 5A am abgesicherten Anschluss gehen. Was drüber geht hat meist einen extra Anschluss und ist dann nicht abgesichert. Ob man den µA-Bereich wirklich braucht ist fraglich. Wenn dass Gerät ein mA-Bereich hat, sollte das ausreichen.

  • [font="Arial"]Danke dir für deine Hilfe! Den Diodentest, Transistormessung und Wiederstandsmessung habe ich mal vernachlässigt, weil die Mulitimeter die ich mir angesehen habe das alle konnten. An μA habe ich gedacht weil unteranderem einige ESP8266 Batterie betrieben verwendet werden sollen. So Könnte man den Verbrauch im DeepSleep mal messen. Aber Ich denke du hast recht. Da sollte wohl auch mA reichen.[/font]

    Edited once, last by WaldiBVB ().

  • Die µA für Mikrocontroller kannst Du eh vergessen, weil die Strommessung immer eine Spannungsmessung über einen internen Shuntwiderstand ist, und bei µA ist der Shuntwiderstand so groß, dass es schon einen nennenswerten Spannungsabfall gibt, der Deinen µC resetten kann oder sonstwie stört.


    Ansonsten, gib doch mal eine paar Links von Amazon, und wir sagen dann Daumen hoch oder Daumen runter. Es gibt wirklich so viele Geräte in verschiedenen Preisklassen, da fällt es schwer eine direkte Empfehlung zu geben. Ich bin für den Service mit den Unitech-Geräten gut gefahren, die sind ausreichend genau für den normalen Bedarf, und nicht so teuer, dass man sich ärgert wenn mal eins runterfällt.