Von welcher Seite muss man resistor-Farbcodes lesen?

  • Hallo,


    ich bin neu bei dem ganzen Elektrotechnik ding und hatte gehofft ihr könntet mir bei zwei Fragen weiterhelfen:


    1.
    also bei resistoren gibt es ja diese Farbcodes und es gibt ja auch genug Rechner im Internet mit denen man sich das in ohm umrechnen lassen kann...


    Aber wie rum muss man diese Codes lesen?
    Vor allem bei denen mit sechs Strichen ist das schwer finde ich(bei denen mit 4 ist der letzte ja oft Gold oder Silber), das einzige was mir auf gefallen ist das der letzte(oder halt erste) Strich dicker ist...


    2.
    Welchen Wiederstand brauchen LED's?
    Ich hatte mir so ein Packet mit vielen verschiedenen LED's gekauft und das stand nicht dabei...
    Außerdem ist mir aufgefallen das die verschiedenartigen LED's bei der gleichen hineingeleiteten Stromspannung unterschiedlich hell leuchten, also hat es damit vermutlich auch was zu tun?!



    Danke für eure Hilfe


    oder anders


    :danke_ATDE: für :helpnew:

  • Das mit den Widerständen weiß ich nicht wie du die mit 6 Farben am besten lest aber ich kann dir ne Antwort auf deine zweite Frage geben!


    Also wenn du jetzt eine LED z.B mit 5V betreiben möchtest musst du seriell dazu einen Widerstand hängen. Es ist egal ob du den nach der LED einbaust oder davor, im Normalfall macht man es davor.


    Also jetzt zum rechnerischen:
    Vermutlich wirst du eine stinknormale LED verwenden die einen Spannung von 2,25V benötigt und einen Strom braucht von 20mA.
    Das wäre z.B diese hier. http://www.conrad.at/ce/de/pro…category&rt=category&rb=1
    Falls das nicht so sein sollte siehst einfach nach einem Datenblatt für deine LED.


    Aber wir rechnen jetzt mal mit diesen Werten.
    Also wir haben einen Spannung von U=5V
    Spannung an LED sollte haben U=2,25


    d.H wir wollen das an unserem Widerstand 2,75V abfallen!
    Dadurch das wir in einer Serienschaltung überall den selben Strom haben läft über den Widerstand auch der selbe Strom was die LED benötigt also: I=20mA


    Jetzt brauchen wir nur noch mit dem ohmschen Gesetz R=U/I den gewünschten Widerstand berechnen.


    Also: 5V/0,02A=250Ohm sollte der Widerstand haben.


    Wenn du jetzt nen kleineren Widerstand verwendest fällt nicht so viel Spannung an dem ab so leuchtet die LED heller und andersrum dunkler!


    Hoff ich konnte dir helfen ;)

  • Hallo IDC,


    zu Deiner ersten Frage:


    Als erstes zählst Du die Ringe auf dem Widerstand.


    4 = Kohleschichtwiderstand
    5 = Metallschichtwiderstand


    Danach musst Du herausfinden welcher Strich der erste ist.


    Einer der beiden äußeren Ringe (links oder rechts) ist der Toleranzring. Hier gibt es Silber (10%), gold (5%) oder braun (1%)., rot (2%). Seltener kommen noch vor grün (0,5%), blau (0,25 %), violett (0,1 %) Dieser Ring hat auch den größeren Abstand zum Körperende.


    Auf der anderen Seite beginnst Du den Widerstand gemäß einer Farbtabelle auszuwerten:
    0 Schwarz
    1 braun
    2 rot
    3 orange
    4 gelb
    5 grün
    6 blau
    7 violett
    8 grau
    9 weiß


    Hiervon gibt es zwei (Kohleschichtwiderstand) bzw. drei (Metallschichtwiderstand) Streifen.


    Der nächste Streifen ergibt den Multiplikator in der Form x (10^Farbcode)


    Der 6. Streifen ist optional und gibt den Temperaturkoeffizienten an. Mehr unter: http://www.dieelektronikerseit…ls/Widerstandsrechner.htm



    Viel Spaß bei Dekodieren von Widerständen


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

    Edited 2 times, last by Andreas ().

  • Oder man bemüht ein Multimeter zum Messen des Widerstandes bzw. zum Verifizieren nach dem manuellen Umrechnen anhand der Farbtabelle...

  • Ach so...
    Danke Andreas!
    (Werd ich nicht haben ;))



    Ähh, wie kommst du auf 0,02A?


    Und als kleiner Nebenfrage:
    Wieviel V liefern die GPIO-Pins??

    Edited once, last by IDC ().

  • Ähh, wie kommst du auf 0,02A?


    Und als kleiner Nebenfrage:
    Wieviel V liefern die GPIO-Pins??


    20 mA ist der Standard Strom einer LED. Ausnahmen wie Low Current LEDs mal aussen vor gelassen.


    Ausgangsspannung der GPIO Pins liegt bei 3,3V, sollte man aber eigentlich wissen, wenn man mit dem RPi arbeiten möchte ;)

  • 20 mA ist der Standard Strom einer LED. Ausnahmen wie Low Current LEDs mal aussen vor gelassen.


    Nur zum Verständis:
    Wieso hattest du dann Vorher ausgerechnet wieviel V wir eleminieren müssen, wenn es in der Rechnung nicht vorkommt?

  • Quote

    Nur zum Verständis:
    Wieso hattest du dann Vorher ausgerechnet wieviel V wir eleminieren müssen, wenn es in der Rechnung nicht vorkommt?


    Lass dich nicht verwirren.
    Fakt 1: Der PI stirbt an 20mA Stromentnahme am GPIO
    Fakt 2: Die Rechnung ist natürlich falsch.



    Mein Tipp:
    Mache dich selber kundig und prüfe alles pingelig, was du im Internet/Foren liest.
    Studiere die Datenblätter zu dem Kram, den du nutzen willst.


  • Welchen Wiederstand brauchen LED's?


    Außerdem ist mir aufgefallen das die verschiedenartigen LED's bei der gleichen hineingeleiteten Stromspannung unterschiedlich hell leuchten


    Eine Stromspannung gibt es nicht!
    LEDs benötigen einen konstanten Strom. Das mit einem Vorwiderstand ist eigentlich nur eine "Krücke".


  • 1.
    also bei resistoren gibt es ja diese Farbcodes und es gibt ja auch genug Rechner im Internet mit denen man sich das in ohm umrechnen lassen kann...


    Aber wie rum muss man diese Codes lesen?
    Vor allem bei denen mit sechs Strichen ist das schwer finde ich(bei denen mit 4 ist der letzte ja oft Gold oder Silber), das einzige was mir auf gefallen ist das der letzte(oder halt erste) Strich dicker ist...


    von der richtigen Seite, da das nicht immer leicht zu erkennen ist, Wissen, Abschätzen, E12 Reihe, E24 Reihe, E96 Reihe oder ausmessen



    2.
    Welchen Wiederstand brauchen LED's?
    Ich hatte mir so ein Packet mit vielen verschiedenen LED's gekauft und das stand nicht dabei...
    Außerdem ist mir aufgefallen das die verschiedenartigen LED's bei der gleichen hineingeleiteten Stromspannung unterschiedlich hell leuchten, also hat es damit vermutlich auch was zu tun?!


    http://www.forum-raspberrypi.d…chtung?pid=49526#pid49526


    jede LED hat ihren Betriebsstrom ! daraus resultiert ihre Betriebsspannung, findet man im Datenblatt und erst dann kann man den Vorwiderstand errechnen.

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • combie
    Was soll an der rechnung nicht stimmen? ;) das is wieder was anderes das der raspberry pi nur 20mA verträgt und das is auch falsch, den 20mA sollte man trotzdem auf längere Zeit nicht ziehen!^^


  • combie
    Was soll an der rechnung nicht stimmen? ;) das is wieder was anderes das der raspberry pi nur 20mA verträgt und das is auch falsch, den 20mA sollte man trotzdem auf längere Zeit nicht ziehen!^^


    20mA ? nicht am GPIO und nicht ohne den umzuprogrammieren, bis 16mA kann ein GPIO Port programmiert werden, ob der von Hause aus so steht darf bezweifelt werden, 2-3mA ist mir so bekannt

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
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  • Quote

    Was soll an der rechnung nicht stimmen?



    Bei einer Versorgungsspannung von 7,75V: Ja!
    Aber sonst....


    20 mA sind zuviel für die Himbeere.
    Einmal bitte Datenblatt lesen.
    Max. 16 mA. (und wie jar schon sagte, nicht ohne umprogrammieren)


    Und 3,3V Ausgang Minus 2,25 LED Vorwärtsspannung = 1,05V zum verbraten


    Damit: 1,05V/0,016A sind ca 66 Ohm als minimale Untergrenze für den Vorwiderstand.
    Besser mehr.


    Also:
    Port auf 16mA einstellen und einen 100 Ohm Widerstand.
    Damit ist man auf der sicheren Seite, wenn nicht zuviel Kram auf den anderen GPIOs angeschlossen ist.


  • Danke!
    Die Werte machen etwas mehr Sinn...
    Wenn man die Rechnung in normales Deutsch zusammenfassen wollte, dann könnte man sagen:
    Zu eliminierende Volt/Ausgangsspannung = Wiederstand in ohm
    oder?


    Noch eine kurze Frage:
    Wie sieht es mit den Widerständen beim Input aus?
    Ich hab hier im Forum gelesen das man keinen Widerstand dazwischen machen muss, aber ich bin nicht mehr sicher...

    Edited once, last by IDC ().


  • Ich hab hier im Forum gelesen das man keinen Widerstand dazwischen machen muss, aber ich bin nicht mehr sicher...


    dazwischen ist aber auch so eine komische Aussage....


    wo zwischen ?


    Es gibt wohl eingebaute pullups pulldowns die eingeschaltet werden können, ich bevorzuge die Hardwarevariante und wähle die extern selber nach +3,3V oder nach GND um definierte Pegel zu haben, meist als pullup, geschaltet wird nach GND. Wer es noch sicherer haben möchte um einen Ausgang (der durch falsche Software geschaltet wird oder wo ich falsch schalte oder mich im Port irre) nicht zu überlasten legt noch einen Widerstand in die Portleitung, sagen wir maximal 1,5k-2,2k mit einem 47k pullup sollte das genügend low ergeben zum Erkennen.

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  • Wenn man die Rechnung in normales Deutsch zusammenfassen wollte, dann könnte man sagen:
    Zu eliminierende Volt/Ausgangsspannung = Wiederstand in ohm
    oder?


    Oder! Dein herangehen ist falsch.


    Betriebsspannung - zu eleminierende Volt / LED-Strom = Vorwiderstand
    Ub-Uled/Iled=Rv


  • Oder! Dein herangehen ist falsch.


    Betriebsspannung - zu eleminierende Volt / LED-Strom = Vorwiderstand
    Ub-Uled/Iled=Rv


    Klammern vergessen !


    immer dran denken, Punktrechnung geht vor Strichrechnung


    so ist deine Formel mathematisch falsch ;)

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    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)