RasPi@home - Doppel-Servergehäuse 19"

  • Vorab: Im Laufe der nächsten Tage werde ich noch weitere Fotos zu dem Gehäuse einstellen.


    Projekt: Doppel-Servergehäuse


    Zwei RasPis fristen ihr Dasein bei mir als Server. Der eine hängt in der DMZ und stellt ownCloud zur Verfügung, der andere ist nur über das interne Netz erreichbar und beheimatet unter anderem die Hausautomatisation. Weitere Projekte werden in Zukunft hinzu kommen.


    Um die beiden RasPi Server ordentlich im Netzwerkschrank verstauen zu können, habe ich mir überlegt, diese in ein 19“ Gehäuse zu stecken. Nun ist es aber sehr mühsam, jedes Mal das Gehäuse zu demontieren und zu öffnen, nur um an die RasPis zu kommen. Daher habe ich kurzerhand alle notwendigen Ein- und Ausgänge auf die Front des Gehäuses verlegt. Die RasPis selber habe ich so platziert, dass die SD-Karte ebenfalls über die Gehäusefront erreichbar ist. Weil noch Platz war, habe ich auch gleich noch einen kleinen 5“ Monitor dazu montiert. Dieser zeigt die aktuellen Stati der beiden RasPis an.


    Da ich auf Grund der zukünftigen Projekte noch nicht weiß, ob genug GPIOs für ein per SPI angeschlossenes (Touch)Display übrig bleiben, habe ich mich zu einer HDMI-Lösung entschlossen. Damit beide RasPis auf dem Monitor angezeigt werden können, wurde ein HDMI Umschalter zwischen die RasPis und den Monitor gesetzt. Ein Taster zur Umschaltung der Eingänge (leider habe ich kein Gerät gefunden, dass nur zwei HDMI-Eingänge hat) wurde parallel zu dem im Originalgehäuse befindlichen in die Front gesetzt. Die Bedienung des Displays erfolgt per IR-Fernbedienung. Wobei dies eigentlich nicht notwendig ist, da werksseitig bereits HDMI als Eingangssignal voreingestellt war. Hierzu habe ich den IR-Empfänger ebenfalls in die Front gesetzt.


    Da die beiden RasPis im 24/7 Betrieb laufen, wollte ich sicher stellen, dass zumindest die Stromversorgung kein Grund für einen Absturz wird. Daher habe ich gemäß den Tuning-Beiträgen des Forenmitgliedes jar beide RasPis mit je zwei größeren Elkos und dem KIS-Modul modifiziert.


    Um die notwendige externe Hardware anschließen zu können, wurde die GPIO Leiste per Flachbandkabel und Pfostensteckern auf eine externe Platine verlegt. Auf diese werden auch weitere externe Schaltungen gebaut.


    Die Stromversorgung erfolgt zentral über einen 12V Eingang. Diese kommen von einem Schaltnetzteil, dass unter anderem noch die Firewall und den Router versorgt. So erspart man sich einen Wust an Steckernetzteilen und damit auch an Verlusten.


    Von dort wird die Spannung über ein KIS-Modul auf 5V verringert und auf die externen Platinen geführt. Die RasPis werden über die GPIO-Leiste mit der notwendigen 5V Spannung versorgt.


    Diese beiden Spannungen, so wie die vom KIS auf dem RasPI erzeugten 3,3V sind auf die 25polige Sub-D Buchse auf der Gehäuserückseite geführt, um sie im externen Gehäuse zur Verfügung zu haben. Um Spannungsverluste auf Grund der geringen Kabelquerschnitte des 25poligen Kabels zu verringern, wurden jeweils zwei Pins pro Spannung verbunden. Die Masse wird über eine ganze Reihe von Pins geführt.


    Im externen Gehäuse befinden sich sämtliche Funkkomponenten, die Signale senden oder empfangen. Ein Betrieb innerhalb des Netzwerkschrankes war nicht möglich, da dieser die Signale zu gut abschirmt. Das Gehäuse befindet sich nun oben auf dem Netzwerkschrank.


    Auf der Rückseite des Gehäuses befinden sich neben der 25poligen Sub-D Buchse noch eine 15polige Sub-D Buchse so wie eine RJ45 Buchse. Diese beiden Buchsen sind für kommende Projekte vorgesehen.

  • :thumbs1::thumbs1::thumbs1:
    PS. heute vermessen wir noch mal den KIS bezüglich deines "Problems"
    Ich wollte erst einen SIM2 1205 einsetzen, aber da hier genug KIS vorhanden sind spare ich mir die Bestellung

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr

    Edited once, last by jar ().

  • Eine Frage an die Elektriker/Elektroniker in der Runde: Hinten rechts im Bild ist die Spannungsversorung zu sehen. Ich habe drei Feinsicherungen vorgesehen. Je eine für jeden RasPi und eine für alles, was extern noch mit 5 Volt versorgt wird. Vorerst habe ich 2A mittelträge in die Sicherungshalter gesteckt. Ich gehe in meiner Annahme davon aus, dass ein Wert von 2A im Normalbetrieb pro Sicherung nicht üerschritten werden sollte. Wobei ich mir nicht sicher bin, was die beiden 1.000µF Elkos pro RasPi an Peak verursachen.


    Ist der Wert sinnvoll gewählt oder sollte man doch eher etwas weniger nehmen? Wie steht es mit der Trägheit? Ist mittelträge okay, oder doch besser Flink?

  • Sicherungen scheinen passend zu sein

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  • Okay, dann werde ich die Dimensionierung der Sicherungen so belassen.


    Inzwischen laufen beide RasPi im Gehäuse und es sind alle Lichtleiter angeschlossen. Auch das externe Gehäuse ist fertig gestellt und läuft nun im Testbetrieb. Zu sehen ist auf dem Bild rechts der Empfänger für ein Projekt, dass ich später noch vorstellen werde. Die Schaltung unten links gehört ebenfalls dazu. (@ jar: Das ist die Schaltung mit dem Eagle-Problem) Oben links ist der 433Mhz Sender für das SHC Projekt von agent47 zu sehen.

  • Mal ne Frage wo hast du die Lichtleiter her und wie hast du die am rpi befestigt?

    Raspberry Pi Rev. 2 512mb


    Edited once, last by prace07 ().

  • Das war ein ziemliches Problem. Als Lichtleiter habe ich die in einem anderen Faden empfohlenen von ebay genommen. 400425424110. Diese zu befestigen war eine Sache für sich. Letztlich habe ich mir Kleber geholt, der bei Bestrahlung mit UV Licht aushärtet. Damit habe ich die Lichtleiter auf den SMD LEDs angeheftet. Richtig verklebt habe ich das dann mit Heisskleber.


    Gebogen habe ich den Lichtleiter mit Hilfe eines Föns. Aber vorsicht, der Lichtleiter scheint ¨digital¨ zu sein ;) Entweder er wird von der Wärme stark wabbelig, oder ist nicht biegbar. Etwas dazwischen scheint es nicht zu geben. Nach der Verformung ist er an der Biegung brüchig. Ich war froh, drei Meter des Materials bestellt zu haben.


    Frontseitig habe ich Lichtleiter von reichelt genommen. http://www.reichelt.de/MEN-128…2.1000&SEARCH=Lichtleiter
    Auch hier habe ich mit dem UV-Kleber gearbeitet. Zusätzlich habe ich die Verbindung mit Schrumpfschlauch fixiert.


    Das an der Front sichtbare Licht ist natürlich wesentlich dunkler, aber man kann es trotzdem gut erkennen.


    Diesen Kleber habe ich benutzt: http://www.ahrens-innovation.d…bestifte-und-uv-leuchten/


  • So, nun ist das Gehäuse endlich im Schrank montiert. Bis auf ein paar kleinere Projekte ist die Hardware damit komplett.


    wow du hast einen eigenen Serverschrank (wie ist der WAF ? :D )


    Das letzte mal das ich sowas in Schrank gebaut habe ist 20 Jahre her zu meiner Industriezeit.
    Racks baue ich heute noch, deswegen die Frage wieviel HE hat das ?


    (Ich habe aber die Lichtleiter zur Frontplatte mit Plexi Rundmaterial ausgeführt, Gewinde in Frontplatte, Gewinde auf Plexi rund und eingedreht, vom Plexi den Lichtleiter mit etwas schwarzem Schrumpfschlauch an das Plexi rund, aber zum PI müsste ich noch grübeln, einen Klotz der die Lichtleiter aufnimmt ?)


    Lichtleiter sollte es doch billig als Toslink in Plastik geben, früher hätten wir so eine Glasfaserleuchtlampe demontiert

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    Edited once, last by jar ().

  • Naja, sowas Besonderes ist das auch nicht. Ist ein ganz normaler Rittal DK 7715, hat also 15 HE. Das Gehäuse hat 2 HE.


    Tja das Thema Lichtleiter ist eines für sich. Auf dem Foto kann man es ganz gut sehen, dass die Helligkeit meiner Lösung nicht allzu hoch ist. Aber letztlich tun sie, was sie sollen. Sie zeigen mir den Betriebszustand an. Ziel ist es ja nicht, sich die Kiste täglich anzuschauen ;)


    Einige Projekte stehen jetzt noch aus, dann sollte die Bastelei an der Hardware vorerst beendet sein. Dafür sind die Schnittstellen an der Rückseite des Gehäuses bereits montiert.


    1) Überwachung der Spannungen (3,3V 5V 12V) im Gehäuse mit graphischer Auswertung (Hardware läuft, Software noch nicht)
    2) Erhalt einer E-Mail, wenn jemand etwas in den Briefkasten steckt (läuft)
    3) Überwachung Füllstand Zisterne beim Nachbarn (Hardware läuft, Software nur zum Teil)
    4) Überwachung sämtlicher Temperaturen der Heizungsanlage (bisher nur eine Idee)
    5) Kontinuierliche Verfolgung des Projektes SHC von agent47 zur Hausautomatisation

  • Update:


    Ein weiteres Projekt hat Einzug in das Gehäuse gehalten. Es handelt sich um die Messung des Füllstandes der Zisterne. Ein Tutorial dazu wird eingestellt, sobald die Software richtig läuft. An dieser Stelle schonmal vorab ein großes Dankeschön an Dirk Weyand von http://www.tgd-consulting.de, der mich bei der Umsetzung meiner Ideen mit seinen Programmierfähigkeiten kräftigst unterstützt!


    Zu sehen ist nicht viel, da lediglich zwei Widerstände für die Pegelwandlung, so wie ein Anschluss für das Patchkabel hinzugefügt wurden. Für jar habe ich auch ein paar Fotos gemacht, die das Chaos im Gehäuse gut dokumentieren ;)

  • Hallo Neueinsteiger!


    Dein Gehäuse ist wirklich super!


    Kannst Du die Zeichnungen und eine Materialliste hier veröffentlichen?


    Möchte mir auch gern eins bauen.


    Gruß


    jojo

  • Dir ist schon klar, dass das nicht ganz günstig ist? Du kannst mit 200 - 300 Euro an Material ohne Rasperrries rechnen.


    Das wäre ein Haufen Arbeit, das alles zusammen zu suchen, weil es von verschiedensten Quellen bezogen wurde. Was genau fehlt Dir denn oder ist anhand der Fotos nicht eindeutig zu erkennen?

  • Hallo!


    Ich fasse mich mal kurz und stelle die Fragen kurz und knapp.
    Ich gehe davon aus, dass die Frontplatte gelasert ist.
    Daher habe ich Interesse an der dxf-Datei der Frontplatte und wenn vorhanden auch an den Dateien vom Rest.
    Herstellen bzw. Laserschneiden ist kein Problem und Blech haben wir auch genug. :)


    Das Innenleben ist ja ganz gut zu erkennen.
    Aber wie hast du die LWL an den LED´s befestigt und diese aus dem Gehäuse geführt und befestigt? - kleine Buchse mit Madenschraube?
    Was sind das für LWL (Toslink-Kabel?)
    Sind die LWL-Enden poliert oder einfach abgeschnitten und gut?
    Die Beschriftung sieht auch sehr professionell aus. Wie wurde das gemacht?
    Gibt es dafür auch eine Datei?



    Danke und Gruß



    jojo

  • Die Frontplatte ist gefräst. Erstellt wurde die fpd Datei mit dieser Software: http://www.schaeffer-ag.de/downloads/frontplatten_designer/
    Kannst Du mit dem Format etwas anfangen? Weitere Dateien gibt es zu dem Projekt nicht. Die eingravierten Texte sind ebenfalls in der Datei enthalten.


    Die LWL habe ich letztendlich auf die LED gedrückt, Heißkleber hinzugefügt und gewartet. Alles andere hat leider nicht zuverlässig funktioniert. Der Nachteil ist, dass der Heißkleber im Betrieb recht warm und damit weich wird. Aber bisher hält alles. In die passenden Löcher an der Front habe ich diese Teile gedrückt: http://www.reichelt.de/MEN-128…&SEARCH=lichtwellenleiter
    Von hinten habe ich dann den mit einem scharfen Cuttermesser abgetrennten LWL angeklebt. Das habe ich mit UV härtendem Kleber gemacht, weil der den Vorteil hat, dass man alles so lange zurecht rücken kann, bis das UV Licht eingeschaltet wird. Zusätzlich wurde die Verbindung mit Schrumpfschlauch stabilisiert. Das kann man hier ganz gut sehen: http://www.forum-raspberrypi.de/attachment.php?aid=3173


    Als LWL habe ich den hier genommen: eBay-Artikelnummer: 400425424110